Mittwoch, Dezember 31, 2008

es geht zuende

Das Jahr 2008 ist nun am Ende. Einmal noch heftig feiern, und dann mach ich mich an die Vernichtung der zwischen den Feiertagen angefressenen Pfunde ... eventuell ... ... ...

Erst mal wünsche ich einen Guten Rutsch und ein gutes Gelingen im Jahr 2009.

Neulich hab ich gelesen, dass wir eigentlich schon im Jahr 2015 leben. Die drei Weisen aus dem Morgenland hätten nur um 6 vor Christus aus Persien bis nach Bethlehem wandern können, denn gerade dann sei Jupiter als heller Stern im Sternbild Stier gestanden, und das sei ein untrügliches Zeichen für die Ankuft eines Königs gewesen, und bei der Nachrechnung habe sich ein Mathematiker massiv vertan ... aber das ist eigentlich egal ... nur das Heute zählt ...

Mittwoch, Dezember 24, 2008

Heilige Nacht

Frohe Weihnachten wünsche ich allen, die noch ab und an hier rein sehen.

Der mütterliche Adventskalender wurde ein wenig stiefmütterlich behandelt, was nicht heißt, dass nichts stattgefunden hat. Durch radikalen Egoismus ließ sich die ganze Vorbereitung recht locker und ohne Timetable durchziehen. Das fand ich schön!

Heute Abend nun noch Geschenke auspacken und dann ist Vorweihnachtszeit.

Samstag, Dezember 06, 2008

6. Dezember Nikolaustag

Den Morgen verbrachte ich in Mainz. Denken musste ich nicht, es war rein körperliche Anwesenheit gefragt. Nun ja. Dafür wurde es am Ende noch hektisch, denn die THW-Weihnachtsfeier würde auch ohne uns anfangen. Auch dort wurde körperliche Anwesenheit meinerseits verlangt. An sich habe ich ja mit THW und so nicht viel zu tun, außer, wenn sie meinen leergefahrenen Tank wieder soweit befüllen, dass ich bis zur nächsten Tankstelle komme, weil ich grad in der Nähe der Truppenunterkunft stehen bleibe.

Der kleine Bube freut sich immer, wenn ein Haufen Lose für die Tombola erworben wird. Da ich dabei war, beschränkte sich die Anzahl auf 42 Stück. Doch auch diese reichten aus, dass beide Hauptgewinne dabei waren, nur leider nicht der von mir gewünschte Popcorn-Popper.

Der große Bube schrie laut, der Drucker/Scanner/Faxer/Kopierer gehöre ihm, den Rundflug ließ er nochmal verlosen, den hatte sein Papa schließlich gestifetet.

Freitag, Dezember 05, 2008

5. Dezember Schuheputztag

Der Große verteilte heute zum ersten Mal einen Haufen Zeitungen im Dorf. Am Ende blieben 8 Stück übrig. Die versenkte er dann in der Papiertonne, denn er war sich sicher, dass er kein Haus ausgelassen hatte.

Donnerstag, Dezember 04, 2008

4. Dezember Nikolausgeschenkebesorgtag

Das ist so eine Krux. Nikolaus ist zwar erst übermorgen, jedoch muss auch dieser Akt vorbereitet werden, damit nicht am Samstag in der Früh nichts da ist, was in die Schuhe gesteckt werden könnte ...

Mittwoch, Dezember 03, 2008

3. Dezember SchuheimLadenfüllenlasstag

Keine Zeit ... keine Zeit.

Die Vorbereitungen für den Nikolaustag laufen auch noch, stecken aber noch in den Gedankengängen fest ...

Dienstag, Dezember 02, 2008

2. Dezember Wunschzettelschreibtag

Auf das der Weihnachtsmann wisse, was er zu bringen habe ...

Montag, Dezember 01, 2008

Nicht gut drauf

Der große Bube braucht eine neue Brille. Dazu passt die Geschichte vom Knecht, der den Bauern darüber informiert, dass die Kuh Elsa gestorben ist.

Kurz gesagt, hat er sich über mich aufgeregt.

Als ich fragte, ob er wisse, wie man eine HIV-Infektion vermeidet, meinte er, in die Luft gehen zu müssen, da es ein Ding der Unmöglichkeit sei, dass ich ihn sowas jawohl nicht fragen könne. Auf Nachfrage meinerseits wedelte er mit den langen Armen durch die Gegend, schlug sich an den Kopf und die randlose Brille zerbrach in zwei Teile ...

Was lernen Kinder heutzutage??? Zu meiner Zeit waren wir ein bisschen weniger verklemmt ... ... ... wenn ich mich richtig erinnere ... ;)

Das Haus am See

Ein Frauenfilm. Ganz eindeutig ein Frauenfilm.

Mit Logik hat er nicht viel zu tun, dafür mit Romantik. Und einen Heartthrob kann man immer wieder ansehens. Vielleicht landet er ja noch in meiner Sammlung - der Film - obwohl ich den Heartthrob auch nicht von der Bettkante schubsen würde ...

1. Dezember, Adventskalenderaufhängtag

Weihnachtlich ist was anderes, glaub ich. Jedenfalls neigt sich das Jahr dem Ende zu.

Der Geburtstag der Urgroßmutter meiner Söhne fand auch statt, ohne Kaffee, Kuchen und Gäste . Sie erinnert sich inzwischen nicht mehr daran und fragt, wenn über den Geburtstag gesprochen wird, ob man sie auf den Arm nehmen wollte.

Sonntag, November 30, 2008

Langsam gewöhne ich mich daran, dass es nicht sein soll, dass eine Friseurin weiß, was ich will.

Gestern hatte ich den Nasenbügel öfters zwischendurch an seinem Platz, damit nicht allzuviel schief geht, doch zum Schluss, so schnell konnte ich gar nicht gucken - geschweige denn eingreifen, hatte sie die Strähnen vorne schnell noch stufig und damit zu kurz geschnitten.

In den nächsten Wochen wird nun wieder die Haare hinter den Ohren einhaken angesagt sein.

Befindlichkeiten

Es schreibt sich besser, wenn es einem gut geht. Gedanken sprudeln dann lebendiger.

Gestern beschloss ich, ein Notizbuch in der Handtasche zu deponieren, denn allzu oft ist der Kopf nur allzu leer, wenn es daran geht, das Gesehene und Erlebte niederzuschreiben.

Freitag, November 28, 2008

Los gehts!


Die Adventskalender strandeten schon vor 14 Tagen bei uns im Haus, heute gesellte sich ein Adventskranz dazu. Himmel! Was bin ich früh dran!


Mittwoch, November 26, 2008

Wahlmöglichkeiten

Zur Auswahl:

2 Meerschweine ./. ein Männe

Sonntag, November 23, 2008

wenn das Telefon klingelt

ich: Schönen Guten Tag, Sie sprechen mit mir.

österreichische Dame (älter): Ja, ich weiß jetzt nicht, wie ich zu ihnen gekommen bin.

ich: Sie sprechen mit unserer Firma.

österreichische Dame (älter): Ja, aber wieso sind Sie jetzt dran?

ich (verwirrt): Sie haben uns angerufen ...

österreichische Dame (älter): Ja, ich habe auf meinem Handy Knöpfe gedrückt und dann waren Sie dran.

ich: Nun ja. Dann wünsche ich Ihnen noch einen schönen Tag

österreichische Dame (älter): Danke, das wünsche ich Ihnen auch.

Dienstag, November 18, 2008

0pel geht um

niemand weiß noch nix genaues

Sonntag, November 16, 2008

also doch

Cem Özdemir wurde heute zum Pastorensohn ... äh ... Parteivorsitzenden der Grünen gewählt. Ich könnte nicht von mir behaupten, zu wissen, worin seine bisherige politische Leistung besteht. Ich muss einfach noch viel lernen ...

Freitag, November 14, 2008

Laterne, Laterne ...

Wegen der Laterne gingen wir heute beim Umzug mit. Bubes Freund musste mit, der war zufällig im Haus, weil der Kleine auf Nachfrage mitgeteilt hatte, dass das in Ordnung sei und des Kleinen Mutter konnte schließlich keinen Einspruch erheben, die war ja gar nicht im Haus.

Der Freund hatte nun keine Laterne, auf dem Dachboden wollte ich auch nicht mehr gruschteln, besonders nicht, da dort ganz gewiss kein funktionsfähiger Laternenstab mehr zu finden sein würde, denn danach hatte ich gestern schon gesucht und mich schlussendlich für Kerzen entschieden. Die machen seit jeher auch Licht. Doch im Abstellraum fand sich noch eine Fackel. Eigentlich ist Fackel erst ab 10 Jahren - doch hier handelte es sich um einen Notfall.

Beide Buben gingen also mit offenem Feuer durchs Dorf, die Fackel vom Freund hielt gerade so lange, wie er Spaß daran hatte, eine Fackel zu tragen, dann trat die beiläufige Feuerwehr sie aus, woraufhin der kleine Bube der Mutter die Laterne endgültig überließ. Er hat großen Respekt vor Feuer - was mit Sicherheit nicht das Falscheste ist ...

Eine der mitlaufenden Mütter fragte, ob die Laterne wohl gekauft sei ... sie bastelt seeeehr viel selbst, weiß also um die zu investierende Mühe ... es könnte natürlich auch sein, dass sie nur höflich sein wollte ... doch es ging mir gut nach dem Spruch. Frau wird einfach gerne gelobt ... ... ... ;)

Donnerstag, November 13, 2008

drüber weg kommen

Sohnemann überrascht einen immer wieder. Am Dienstag verkündete er, er brauche einen Fahrdienst, im Kongresszentrum sei eine Präsentation seiner Trompetentruppe. Nicht jeden Dienstag habe ich etwas besseres vor, so dass er um die Zugfahrt herum kam und pünktlich vor die Kongresszentrumstür. Seit der Landesgartenschau (diese ist übrigens beendet - das hatte ich am 20.10. ganz vergessen zu erwähnen) ist es lediglich schwieriger, den Parkplatz des Binger Kongresszentrums anzufahren, es geht um ca. 3 km Umweg. Fußgänger haben es besser. Doch dies nur am Rande. Die Trompetenkinder waren zum Einblasen in den Keller gegangen, ich stellte mich in den großen Saal an die Tür - ich war schließlich nicht eingeladen und hatte keinen Sitzplatz, doch es reizte mich auch nicht sehr, an den langen Tischen Platz zu nehmen. Jedem sei seine Lebensspanne gegönnt. Doch ob es tatsächlich ein Segen für den Menschen als solches ist, immer länger unter den Lebenden zu weilen, das halte ich ganz bestimmt für ein Gerücht!

Mittwoch, November 12, 2008

alles an einem Tag

Die letzten drei Abende fallen unter die Kategorie: Beschäftigungstherapie, weil man sich auf was eingelassen hat.

Nachdem im letzten Jahr das Werk eines Abends schnöde als hässlich abgetan worden war, durfte der kleine Bube Wünsche äußern. Offensichtlich war ich zu lange aus dem Geschäft, jedenfalls unterschätzte ich den Aufwand. Massiv!

Dienstag, November 11, 2008

Zuwachs

Noch ein Familienmitglied fand heute den Weg zu uns. Ein Rosettenmeerschwein.

Die junge Frau da im der Tierhandlung meinte, wir sollten ein wenig vorsichtig sein, zwei sich unbekannte Männchen täten sich auch gerne mal verhauen. Doch wir sind zuversichtlich. Gegen die Klopperei steht nämlich die Vereinsamung eines Einzeltieres abzuwägen.

Freitag, November 07, 2008

ob es wohl eine Frau war

Heute. Ich fahre so vor mich hin, wie ich das tue, wenn ich reihenweise Besorgungen erledige, biege auf den Parkplatz des anderen Meerschweinversorgergeschäftes ein, das ich dann ansteuere, wenn die Lust, sich ins Menschengewimmel des üblicherweise frequentierten Geschäftes zu stürzen, kurz über dem Gefrierpunkt liegt, die Moleküle also eher regungslos verharren, und außerdem lag das Geschäft auf dem Weg, als ich Einstreu brauchte. Denn das Meerschwein braucht freitags ein neues Bett.

Ich rolle harmlos über den Parkplatz - ein großer Parkplatz, rundherum stehen verschiedene Einkaufsmöglichkeiten für Kleidung, Mahlzeiten, Schuhe, Schnäppchen und eben jedes Tiergeschäft, das alles fürs Viehzeuchs verkauft, nur lobesamerweise keine Tiere.

Da sehe ich einen silbernen Wagen stehen, der mir Platz wegnimmt, als ich den Weg vom Stellplatz bis zur Eingangstür geplanterweise möglichst kurz halten will, und mir fällt auf, dass dieser Wagen - silbern und ein Caravan, auf der Ausfahrtspur des Parkplatzes parkt. Genau da, wo sich normalerweise Leute einordnen, die vom Parkplatz wieder weg wollen.

Leider musste ich mich beeilen, ich konnte die Zeit nicht anhalten und das hätte ja auch nichts gebracht, denn dann hätte ich erst Recht nicht gesehen, wer die Karre fuhr, doch ich vermute bösartigeweise mal, dass das Fahrzeug eine Fahrzeugführerin besaß ... Selbst, als alle meine Besorgungen erledigt waren, stand das Auto noch dort und ich musste doch weheg ...

Donnerstag, November 06, 2008

President it is

Der nächste US-Amerikanische Präsident ist nun also ein gewisser Barack Hussein Obama.

Nicht, dass ich nun keine Wünsche an ihn hätte, was er alles bitte sehr tun und was er bloß lassen sollte. Dennoch wird man erst nach seiner Amtszeit ein Resumée darüber verfassen, ob er ein herausragender, ein guter oder nicht so guter oder geradezu haarsträubender Präsidente gewesen sein wird (ich wollte immer schon mal das Futur II in Anwendung bringen) .

Heute stelle ich mir einfach mal vor, dass ein sogenannter Cem Özdemir in Deutschland Bundeskanzler zu werden plant. Aber - halt! Da sind ja die Grünen davor, die ihn nicht mal als Parteivorsitzenden haben wollten. Und da sind auch noch ein paar Wähler, die sich erst mal mit sich selbst einig werden müssten und für sich die Frage beantworten: Darf ein türkischstämmiger Deutscher die mächtigste Frau der Welt werden?

Interessant auch der zweite Platz der Liste der Frauen mit dem größten Einfluss: die Chefin des staatlichen Einlagenfonds der US-Banken (FDIC) ... welche Einlagen da wohl gesichert worden sind ...

Dienstag, November 04, 2008

Presidents R Us

In den Vereinigten Staaten von Amerika wird heute ein neuer Präsident gewählt. Grob gesagt. Da verlass ich mich auf die Schlagzeilen der Zeitungen, da US-Politik und ihre ausführenden Organe nie so richtig meins waren. Mal abgesehen davon, dass es doch höchst unfair ist, eine Wahlveranstaltung auf einen Dienstag zu legen, wo doch völlig klar ist, dass das Aufsuchen des Wahllokales nach dem Kirchgang ein viel besseres Ergebnis bringt, vor allem, wo sich die Wähler am Samstag noch ausruhen konnten und weniger kritisch daherkommen - so sie nicht gerade im Dienstleistungssektor beschäftigt sind, aber die zählen eh nicht - also mal abgesehen von alldem herrscht die spannenden Frage vor, ob die US-Bürger schlauer sind als die Italiener oder die Franzosen ... auf jeden Fall wird sich die mediale Berichterstattung ändern ... ... ...

Montag, November 03, 2008

Hessen

Das hääältste nich aus!

In Hessen geht ein Heide-Mörder um. Genau gesagt sind es vier und die Frau Ypsilon bekommt nun doch kein Bein auf die Erde. Der Hessen-Koch lacht sich schlapp, der schwimmt grad wie das Fettauge auf der dünnen Suppe und hält sich den Bauch. So viel Unsinn kann der gar nicht anstellen, als dass die SPD nicht noch unsinniger daher kommt.

beinahe Urlaub

Wenn die drei männlichen Wesen im Haus aushäusig oder anderweitig beschäftigt sind, und ich gar niemandem zur Hand gehen soll, Englisch-Vokabeln abfragen, Hausaufgaben betreuen, schnell noch eine Zeichnung oder Berechnung fertigstellen, Wäsche zusammenklauben und die damit näher oder entfernter zusammenhängenden hausfraulichen Tätigkeiten betüdeln, Chauffeurdienste leisten, Mahlzeiten zubereiten, Kunden beruhigen, und zudem auch noch wegen Feiertags kein mal schnell erreichbares Geschäft öffnet, dann kann das Leben so herrlich unaufgeregt daher kommen.

Zwei Tage lang habe ich den lieben Gott einen richtig guten Mann sein lassen. Es war beinahe wie Urlaub!

Samstag, November 01, 2008

Halloween

Die evangelische Kirche beklagt sich darüber, dass ein heidnisches Fest die Bedeutung des Reformationstages in den Hintergrund drängt. Martin Luther in allen Ehren und trotzdem zieht mich der Reformationsgottesdienst nicht wirklich in seinen Bann.

Nach einigen Jahren und damit verbundenen Festivitäten stellte sich heraus, dass Halloween für eine Themenparty überaus geeignet ist und so laden sich die Söhne ihre Kollegen ein. Der Große findet sich zu erwachsen oder er will sich nicht blamieren, das konnte ich noch nicht herausfinden, er feiert jedenfalls nicht mehr, doch die Party des Kleinen im letzten Jahr wurde allgemein für gut befunden.

Da so ein Fest ein bisschen Vorbereitung benötigt, wenn nicht 8 Kinder nachher das Haus auseinandernehmen sollen, wurde der gestrige Tag kurzerhand zum Urlaubstag erklärt, ich deckte mich im Kaufmannsladen mit Zubehör ein, soweit am 31.10. überhaupt noch etwas halloweenmäßiges zu erwerben stand. Die meisten jahreszeitbedingten Aktionsflächen werden inzwischen von Weihnachtutensilien okkupiert, doch um Spinnen oder Skelette ging es ja auch nicht mehr. Diese bevölkern den Dachbodenvorrat zuhauf!

Es ging um schmackhafte Zutaten, die anschließend appetitlich zubereitet werden sollten.

Frische Augen, abgeschnittene Finger, Fliegenpilze neben Spinnen, verschimmelte Hühnerbeine, Gehirn, Gurken. und Paprikasticks in Eiter, dazu Blutwein und als Nachtisch Aspikaugen, Eiter und Blutsoße. Als Getränk wurde Blutwein gereicht, darin ein geeistes Skelett.

Ich würde das Fest als Erfolg verbuchen, selbst die 2-stündige Wanderung durchs Dorf zum Schluss, denn der Korb ließ sich heimwärts nur noch von Abstellpunkt zu Abstellpunkt bewegen.

Um 8 hatte ich gesagt, könnten die lieben Kleinen abgeholt werden, wir schafften es gerade so ... und ich hatte befürchtet gehabt, die 8 Jungens würden sich langweilen ...

Donnerstag, Oktober 30, 2008

Montag, Oktober 27, 2008

Lochfraß

Neulich wurde absehbar, dass die Anschaffung einer neuen Kaffeemaschine nötig werden könne. Jene, welche in der Küche steht, leckte leise vor sich hin.

Da es sich um einen einmaligen Vorfall handelte, investierte ich keine weiteren Gedanken, statt dessen genoss ich den allmorgendlichen Kaffee.

Nun hat es das hiesige Wasser in sich. Kalk heißt die Devise. Mit der Zeit setzen sich sämtliche Leitungen und Wasserauslassöffnungen sowie zugehörige Dichtungen zu, wobei der Vermieter der Ansicht ist, dass seinerseits keine Verpflichtung besteht, einen Filter oder eine Entkalkungsanlage vorzuschalten. Dafür rauscht ab und zu das Wasserwerk vorbei, da die Leitung orangenes Wasser ausspuckt ... ich befürchte, das kann nicht gesund sein ...

Heute war also mal wieder Entkalken angesagt, bei Kaffeemaschinen geht das relativ leicht, jedenfalls im Verhältnis zu Wasserhähnen oder Duschköpfen. Reine Zitronensäure ist auch immer im Haus - danach schmeckt der neue Kaffee gleich viel weniger gruselig als nach einem Essigbad - und los gings.

Ich befürchte allerdings, die Zitronensäure war verschwendet, denn offensichtlich dichtet eine gewisse Kalkschichtdicke Löcher in der Wasserleitung ab ... nun waren die Oberflächen innerhalb des Kaffeemaschinenwasserkreislaufes blitzeblank und - es sprudelte aus allen arbeitsplattennahen Öffnungen.

Ade nun Du Kaffeemaschine aus meinen Studententagen. Gut, dass eine Kollegin von Dir schon lange im Küchenschrank wartet.

Freitag, Oktober 24, 2008

Schreibmaschinengeklapper

Über die Seite von Herrn Stein fand sich dieser Link. Darüber gelangte der Sound einer klappernden Schreibmaschine in meine Tastatur - mit einigen seltsamen Tönen zwischendrin, die so sicherlich noch nie auf einer Schreibmaschine zu hören gewesen waren, damals, als man auf Schreibmaschinen herum klapperte.

Herr Stein meinte, er habe 15 Euronen überwiesen, nachdem die Demozeit abgelaufen gewesen war, da er sich so an das Klappern gewöhnt habe, er konnte wohl nicht mehr ohne ... ob er wohl die Mitteilung vertragen würde, dass es die Schreibmaschinenlaute auf der angegebenen Seite auch kostenfrei ohne Demofristen zum Downloaden gibt?

Donnerstag, Oktober 23, 2008

so geht das dann

Auch öffentliche Frauen müssen sich aus Fettnäpfchen polken lassen ... oder sie werden mit einem Tritt hinausgeworfen.

Frau Herman musste unbedingt unsägliche Ansichten veröffentlichen, Frau Heidenreich musste sich dringend ebenso trittbrettfahrend wie öffentlichkeitswirksam als Schleimbeutel enttarnen.

Ich kann jetzt nicht sagen, dass ihre Entfernung aus dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen eine Träne verursacht, lediglich der Gedanke bleibt, warum eigentlich Frauen sich derart kompliziert anstellen und sich selbst den Ast absägen, auf dem sie sitzen. Frau Heidenreich wollte was anderes machen, so wie Frau Herman seinerzeit, anders kann ich mir das überhaupt nicht erklären.

Frau Kiewel stellte sich dagegen nur ganz kurz ungeschickt an. Sie wird inzwischen zur freundlichen Gewöhnung durch die Zuschauer als Gelegenheits-Quiz-Show-Kandidatin wieder in die erste Reihe geschwemmt.

Eigentlich hatte ich ja gar nichts angestellt

Da flatterte vor einiger Zeit ein Schreiben in den Postkasten.

"Regionale Kriminalinspektion" stand im Brieffenster eines ordentlich, normalen, weißen Briefkuverts. Ich dachte an ein Knöllchen und war mir gar nicht bewusst, in Hessen Auto gefahren zu sein.

Statt dessen hatte ich bei ebay was ersteigert. Einen Film. Einen Film mit Keanu Reeves. Damals war ich gerade der Neugier fette Beute, ich wollte wissen, ob andere Filme mit Neo ähnlich faszinieren würden.

Ich freute mich. Der Preis lag niedrig, die DVD lief sowohl im Rechner als auch im DVD-Player und die Enttäuschung darüber, dass es sich um ein Filmchen handelte, klang auch bald wieder ab.

Und nun also das. "Ausser Kontrolle" sei als Raubkopie gefertigt worden, ich solle das Teil ausliefern, da 'die von Ihnen erworbenen Datenträger als Beweismittel benötigt' werden, 'um den Nachweis zu erlangen, dass es sich tatsächlich um nicht lizenzierte Ware (sogenannte Raubkopien) handelt.'

Der Satz schlug dem Fass die Krone vom Kopf. Wissen die nicht, ob der Verkäufer bei ebay mit Raubkopien handelte? Und wenn sie es nicht wissen, sondern lediglich vermuten, wieso muss ich dann die DVD rausrücken?
Nach meinem Verständnis müsste es anders herum laufen: der Verdacht hat sich bestätigt, die verschickten DVDs sind mit Sicherheit alle Raubkopien und ich darf meine Ausfertigung nicht behalten, weil sie ja nicht hatte hergestellt werden dürfen.

Zudem sollte ich online ein Formular ausfüllen um eine Zeugenaussage zu machen. Beim Anklicken der Verlinkung tauchte ein Formular mit der Überschrift "Anzeige" auf. Eine Zeugenaussage hat doch mit einer Anzeige nichts zu tun? Ich fühlte mich damals nicht geschädigt, ich hatte nach der Überweisung Ware erhalten und diese lag seit nunmehr 4 1/2 Jahren in meinem Schrank. Seit damals übrigens ungesehen, denn der Film war einfach nur gruselig. Ich befürchte, ich kann das Formular nicht ausfüllen, ich sehe keinen Grund, eine Anzeige zu erstatten. Und die Verfahrensweise der Polizei in Hessen befremdet.

Am Dienstag gab ich die DVD bei der hiesigen Polizei ab. Am Schriftstück knabbere ich noch.

Mittwoch, Oktober 15, 2008

Zuschüsse steigen

Brav, brav. Die Bundesregierung hat beschlossen, das Kindergeld zu erhöhen.

Um satte 10 Euro!

Nur mal beispielhalber teile ich 450.000.000.000 Euro durch 10 Euro. Das geht leicht und Mathe soll ja Spaß machen. Aus dem Geld, mit dem gerade defekte Banken geschmi ... äh angeschoben werden, können also 45 Mio Kinder 1.000 Monate lang bezahlt werden. Wie viele kindergeldbeziehende Kinder gibt es eigentlich zurzeit in diesem, unserem Lande? Ca. 15 Millionen? Ich spekuliere bloß ... Ich bin für eine Erhöhung des Kindergeldes um 30 Euro pro Kind, man ist ja bescheiden und es soll in der Kasse ja nicht auf Anhieb auffallen.

Etwas Besonderes wäre es sicherlich, man würde die 450 Milliarden Euro aufteilen.

450.000.000.000 durch 15.000.000 Kinder gerechnet über im Mittel 24 Jahre ergibt eine Kindergelderhöhung von 104 Euro im Monat ... ... ...

Wenn ich das richtig erinnere, dann bin ich der Staat ... immerhin bin ich Deutschland. Ich darf das bestimmen ... ... ...

Dienstag, Oktober 14, 2008

Fernsehpreis

Herr Reich-Ranicki eklatierte im Fernsehen. Er erklärte wohl, dass er nicht in die Reihe der Menschen gehöre, die da einen GEZ-gesponserten Fernsehpreis nach dem anderen verliehen bekamen - man bedenke immer, dass Preise verliehen werden, nicht verdient - leider kenne ich die Geschichte nur vom Hören-Lesen, da ich dem althergebrachten Fernsehen schon seit geraumer Zeit mehr oder weniger entsage.

Nun mag man über Herrn Reich-Ranicki denken, was man will, unbestritten verursachte er einige der niveauvolleren Momente der Flimmerzeit, darin sind sich alle Kritiker einig. Unbestritten ist wohl auch, dass Herr Reich-Ranicki inzwischen 88 Jahre alt ist, dass es ihm egal sein kann, was seine Mitmenschen von ihm denken, daher kann er sich einer Einladung folgend unter die Gäste der Gala mengen und der Dinge harren, die da kommen werden und dann ganz furchtbar überrascht sein ob des Dramas, das sich vor seinen Augen abspielte.

Ich denke mal, er hat seit geraumer Zeit den Anschaltknopf seines Fernsehgerätes nicht mehr betätigt oder sich von Sendern bestrahlen lassen, deren Inhalte eher seinem Intellekt entsprachen, was natütlich lediglich Vermutungen sind, aber wie kommt man sonst auf die Idee, man sei im falschen Film, wenn man zu einer Veranstaltung wie dem Deutschen Fernsehpreis hin geht?

Ich gebe ja zu, dass ich die Sendungen des Herrn Reich-Ranicki im Fernsehen immer weggedrückt habe. Ich fand sie gähnend langweilig. Ähnlich den Talk Shows, die ich auch nie ansehe, nicht mal als Einschlafhilfe. Ich erlaube mir kein Urteil über die Qualität seiner Arbeit, ich erlaube mir lediglich, selbst zu entscheiden, was ich laufen lasse und verdutzt darf ich sein, wenn ich lese, Herr Reich-Ranicki habe gesagt, er habe nicht gewusst, was da auf ihn zu komme. Auch mit 88 Jahren sollte man sich darüber informieren können, was für ein Preis einem da übergeben werden soll, z. B. durch Inaugenscheinnahme, wer noch alles so auf der Nominierungsliste steht.

Soweit zum Unverständnis. Schlimm hingegen fand ich am nächsten Tag die Schlagzeile, Frau Heidenreich fände das Fernsehen auch Scheiße und die Macher dürften ihr jetzt gerne kündigen. Die Frau mochte ich schon nicht, als ich noch klein war.

Freitag, Oktober 10, 2008

Abend der Achte

Boah! Nicht so bald wieder Urlaub!

Frühes Aufstehen war angesagt, wenn man die Zeit nicht nützt, muss man schnellstens alle Kleider in die Koffer schmeißen, überall durchgucken, ob noch was rum fliegt, die überflüssigen Dinge, Utensilien und Lebensmittel entsorgen, den großen Buben durchsaugen lassen während man selbst versucht, die Klamotten im Auto zu verstauen.

Ich bin mir sicher, dass wir während des Aufenthaltes Güter verbraucht haben, dass keine Koffer oder Taschen dazu kamen und dass sich die Mitbringsel in Grenzen hielten. Dennoch quoll der Kofferraum über. Das hatte er bei der Hinfahrt nicht getan, ich weiß es genau!

Mit fliegenden Fahnen verabschiedeten wir uns von den Herbergseltern, der Kleine wurde schnell noch vorgeschickt, sich extra zu verabschieden, ältere Herrschaften stehen auf sowas und er hatte schließlich auch was geschenkt bekommen, doch er sträubte sich nicht. Er hatte die guten Leute ins Herz geschlossen.

Von Stund an klappte es wie am Schnürchen. Selbst der Abstecher zur Großmutter verlief harmonisch, wiewohl ich den Eindruck nicht los wurde, dass sie froh war, ihren Tagesablauf ungestört wieder aufnehmen zu können.

Nur die Autofahrt zog sich. 9:30 Uhr war Abfahrt gewesen, 13:00 Uhr kamen wir bei der Großmutter an, 15:30 Uhr machten wir uns wieder auf die Spur, reichten den Neffen um 20:30 Uhr bei seinen Eltern durch die Haustür und fanden bis um 22:15 Uhr den Weg bis zu uns.

Ich könnte sagen, ich bin fettisch, aber daraus würde eventuell geschlossen werden können, ich sei alt, also sage ich das nicht und schleiche ins Bett. Das Kopfweh ist schließlich auch noch kein bisschen weniger geworden und seit einigen Tagen tun mir alle Knochen weh. Nein, ich werde noch nicht alt.

Donnerstag, Oktober 09, 2008

Abend der Siebte

Radfahren hatte ich doch in unserer Gegend ein wenig vermisst, stelle ich fest. Damals, als ich noch jung war, war das Fahrrad unentbehrliches Transportmittel gewesen, meine Eltern waren nicht immer greifbar, wenn ich einen Fahrdienst gebraucht hätte, doch mit Umzug in die Rhein-Nahe-nah gelegenen Gefilde stellte ich das Radfahren nach einiger Zeit ein, nicht, ohne vorher noch ein vierrädriges Gefährt erstanden zu haben.

So mussten die Jungs heute nochmal in die Pedale treten, sie wollten Souvenirs. Deren Erwerb hatte ich die ganze Woche über vermieden, immer mit dem Hinweis, dass am Donnerstag der richtige Tag dafür sein würde und außerdem mussten die mühsam vorgestern beschriebenen Postkarten dringend in einem Briefkasten versenkt werden, wenn sie Männe und die anderen Adressaten noch vor unserer persönlichen Ankunft erreichen sollten.

Was kauft man nun aber als Souvenir? Die Jungs waren offenbar zur Sparsamkeit erzogen worden, sie hielten ihre Wünsche alle in Grenzen, nur ich fiel mal wieder aus dem Rahmen, als ich vorschlug, der Große solle sich noch eine Jacke aussuchen. Wo lässt sich eine Windjacke oder ein Anorak besser besorgen als in einer windigen Gegend? Ich bedauerte auch nicht, dass ich nicht schon vor einigen Tagen diese grandiose Idee geäußert hatte, so würde die Jacke bis zuhause schön bleiben, ohne z. B. Bekanntschaft mit der Kette am Fahrrad gemacht zu haben.

Wir trugen also mit uns: Nippes-Leuchtturm (Neffe), ein Micky Maus- Heft (kleiner Bube), ein T-Shirt (kleiner Bube, da die Mutter der Ansicht war, dass ein Micky Maus-Heft keine angemessene Wahl war), die Jacke (großer Bube, der sich standhaft weigerte, selbst etwas auszusuchen), ein Paar Ohrstecker (Mutter), verschiedene Mützen und Ohrenschützer, denn der Winter kommt bestimmt, die obligatorischen Kaffeebecher und noch allerlei Kleinkram und Nutzkram, den man einfach nicht im Laden stehen oder liegen lassen kann, wenn man schon Mal dabei ist. Schließlich wankten wir zum Feriendomizil zurück, die Körbe hoch beladen, schlugen uns noch schnell die Bäuche voll und machten uns anschließend auf zum nächsten Kinofilm.

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels mitsamt einer Runde Pop Corn für alle, wir hatten schließlich gerade eben erst gegessen.

Was ich von dem Film halte? Das gelangt in die Kommentare, wenn ein bisschen Zeit ist.

Eigentlich wäre auch noch Koffer Packen angesagt gewesen, ich vertröstete mich damit, dass die Fähre morgen erst um Viertel vor 10 fährt. Nur die wattigen Gummistiefel schrubbte ich schnell noch.

Mittwoch, Oktober 08, 2008

Abend der Sechste

Nass. Das ist eine treffende Beschreibung für den heutigen Tag.

Wasser kam von oben und von unten, das von unten war gewollt.

Den Großen piekten die Hormone, grandios motzten wir uns gegenseitig an, keiner wollte nachgeben, er nicht, weil er es in seinem Alter nötig hat, ich nicht, weil ich immer befürchte, einmal und dann für immer verloren zu haben. Rein staturmäßig wächst er mir schließlich langsam über den Kopf, was auch mit einer körperlich zunehmenden Überlegenheit einhergeht, da geht nur noch die verbale Tour - so lange es halt so geht ... bis jetzt weiß er noch nicht, dass er eigentlich am längeren Hebel sitzt und ich werde einen Teufel tun, es ihn wissen zu lassen ... er ging mit uns anderen aus dem Haus.

Schon wieder fielen wir beim Bäcker ein, frisch schmeckt es einfach legga, außerdem wollte ich auf dem Schiff, das bis zu den Seehundbänken schipperten sollte, nix erwerben. Das Urlaubsbudget ist nicht zur Versorgung der Kantine eines Ausflugsdieslers gedacht, da denke ich gänzlich schwäbisch. Und Zeit habe ich auch. Ganz viel, wenn ich weiß, wie die Busfahrpläne sind und der große Bube nicht, der soll aber mal gucken, welcher Bus uns an die Anlegestelle bringen könnte. Er hatte den Busfahrer genötigt, zu warten, wovon ich nichts wusste, was er aber meinte, dass ich hätte wissen sollen, weil er schließlich dafür gesorgt hätte, dass der Busfahrer wartet, doch ich schlenderte zur Haltestelle und das hatte dem Busfahrer dann zu lange gedauert. Dieser Vorfall trug wesentlich dazu bei, dass Bube auf mich immer noch nicht gut zu sprechen war, und dieser Zustand hatte sich auch nicht gebessert, als der von mir erwartete Bus - mit eben jenem Busfahrer, welcher vorher nicht gewartet hatte - vorfuhr, wir somit das Schiff rechtzeitig erreichten.

"Tickets erhalten Sie auf der Brücke" stand da. Jungs! Bei mir handelt es sich um eine Landratte! Wenn im Traumschiff jemand "Brücke" secht, dann kann ich schalten, dass der Kapitän von seinem Arbeitsstand sprecht. Wenn ich aber am Kai stehe und ein Schiff schaukelt im Wasser und meine Gehirnzellen sind damit befasst, herauszufinden, wo man die Tickets bekommen kann, dann hilft mir der Begriff "Brücke" nur insofern weiter, als dass ein brückenähnliches Bauteil am Anleger bitte schön "Hier!" zu rufen hat. Der große Bube freute sich, als er mich drauf heben konnte. Auf den falschen Dampfer, nicht auf die Brücke. Er war anschließend wieder besser drauf.

Kaum auf dem Schiff, die Tickets noch in der Hand, suchten wir eine Bank und schon brachen die Dieselabgase über uns herein. Ich hegte die leise Hoffnung, dass Fahrtwinde die Gerüche hinter dem Schiff würden abziehen lassen. Taten sie nicht; und dann begann das Wasser von oben - wir zogen uns in den Schiffsbauch zurück.

Aus dem Schiffsbauch schließlich vertrieben mich die Pommesbuden-Gerüche, zurück also in die Dieseldämpfe. Wir dieselten wohl vor dem Wind und Gerüche sind so eine besondere Marotte, die ich mir leiste. Ich hasse alle möglichen Arten von Gerüchen: Essen, an der Tankstelle, Haarspray, vorbeilaufende Männleins und, noch schlimmer, Weibleins. Auch die Düfte in einer Drogerie finde ich unerträglich. Als ich aber vor langer Zeit in Mainz in einer Drogerie mal nach einer duftfreien Pflegeserie fragte, da hatte mich das Gefühl beschlichen, ich sollte lieber wieder gehen. Doch ich schweife schon wieder.
Einem der Seeleute fiel die blasse Gesichtsfarbe auf, er hielt sie lediglich für eine Folge der lustigen Seefahrt. Im gewissen Sinne hatte er ja Recht, ich widersprach also nicht.


Bei den Seehunden gab der Kapitän weniger Diesel in den Motor, außerdem drehte das Schiff ein bisschen und -schwupps- wurde es wunderbar frische Seeluft.

Den Kindern zuliebe hielt einer der mitfahrenden Ranger ein Schleppnetz in die Nordsee. Der Fang wurde in Gurkengläser verteilt und ausgiebig herumgereicht. Mitleid mit den aus ihrem Lebensraum gerissenen Viechern stellte sich auch ein, als ein Hering leblos im Wasser schwamm. Die Garnelen wurden dafür nicht mehr zu Krabben verarbeitet, dafür war die Reise nicht lang genug, für die Garnelen hätte das Mitleid aber nicht mehr ausgereicht, denn Krabben sind eine Leibspeise.

Nach der Rückkehr gab es dafür eine Einkehr. Im Mühlenrestaurant. Legga! Und als Abschluss des Tages schmiss ich noch eine Runde Kino. Ohne Pop Corn. WallE.

Dienstag, Oktober 07, 2008

Abend der Fünfte

Heute Morgen wurde es hektisch. Es ist schwere Arbeit, drei Jungens aus dem Haus zu expedieren, denn bis um 11 sollten wir am Watt sein. Ohne Führer geht so eine Wattwanderung leicht schief und man weiß nicht, ob man wieder heraus findet, wenn man hinterher rein läuft - ins Watt.

Doch, so ne Wattwanderung hat was. Zwischendurch zieht es einem schon mal die Gummistiefel aus, so dass der Kleine nasse Schuhe außen und innen, der Große schließlich gar keine Stiefel mehr trug. Möglicherweise, dass ich die großen Stiefel ohne den Träger eine Nummer zu groß besorgt hatte, ich war halt spät dran ...

1634 hatte eine böse Sturmflut zwei Drittel der Leute zwischen Strand und Pellworm ertränkt, danach war Pellworm eigentlich erst eine Insel, die Reste von Häusern auf Warften können noch besichtigt werden. Morsche Holzstümpfe und Zisternenreste. Noch ein paar Jahre später wird das Meer alles geholt haben, doch der Eindruck von damals wirkt immer noch nach. Selbst auf Nichtinsulaner.

Ausgiebig beeindruckt und sehr gematscht gelangten wir wieder ans Ufer und schnellstens in die Wohnung und unter die Dusche. Watt riecht streng, das muss weg. Schnell, schnell weiter, das Bernsteinschleifen wartete. Sehr schöne Teile verstecken sich unter dieser zerkratzten Schicht und wenn man bedenkt, dass man da an Teilen rumschrubbt, die schon seit mindestens 35 Mio Jahren auf der Erde rum liegen, dann denkt man lieber nicht mehr darüber nach. Der Kleine hatte sein Stück schon am Abend verlegt, vielleicht kriegen wir ihm noch eines geordert. Das Internet liefert vieles. Die Großen hängten sich die Ketten mit Anhänger sogar um. Sie wollten vielleicht nur nicht so öffentlich machen, dass Handarbeit was ist. Macht man mit 12 bzw. 14 wohl nicht mehr so.

Zuhause muss ich noch ein bisschen weiter dran rumschleifen, ganz zufrieden bin ich nach einer Stunde noch nicht. Da geht noch mehr.

Schnell noch ein Abendessen besorgt und ein Schaf, das rein zufällig meines Jüngsten Namen trägt, was ihn hoch zufrieden stellte und dann schenkte die Herbergsmutter ihm noch so ein Schaf. Er war komplett hin und weg.

So viel, wie die letzten Tage, bewegte ich mich die letzten zehn Jahre nicht. Mir tun alle Knochen weh, samt zugehöriger Muskeln. Und der Kopf wird auch nicht besser. Da hilft nur: ablenken.

Montag, Oktober 06, 2008

Abend der Vierte

Eitel Sonnenschein, wohin das Auge auch blicket.

Mit dem Fahrrad sollte Tammensiel nochmal aufgesucht werden, die Vorräte waren nur für 2 Wochenendtage bemessen gewesen und somit vorhersehbar aufgebraucht. Nun ist es aber so, dass, wenn zwei große Jungs unterwegs verloren gehen, weil sie den vereinbarten Treffpunkt nicht finden, weil der Ort halt doch zu groß ist und sie die Geschäfte verwechseln, dass dann der Kaufmannsladen (der heißt tatsächlich so) für 2 Stunden Mittagsruhe hält und nur noch der Bäcker steht für den Erwerb eines Snacks zur Verfügung. Ich regte mich wieder ab, und hatte dafür für die Rückfahrt einen sehr schönen, da flachen und ebenen Weg am Deich entlang auserkoren. Ob nun dem Großen die Sonne aufs Hirn brannte oder ob seine Hormone aus dem Gleichweicht gerieten - jedenfalls entschied er sich, vorneweg und außer Sichtweite zu fahren. Er nahm den Schlüssel mit, so dass er in die Wohnung reinkam, er fand es nur halt lustig, seine Anverwandten vor der verschlossenen Tür stehen zu lassen - kurz - mehr traute es sich dann wohl doch nicht ;)

Da der Laden aber später wieder geöffnet und der Kühlschrank halt noch immer leer war, musste er sich erneut aufs Rad schwingen, Schmackazien besorgen. Neffe fuhr als Unterstützung mit. Bube kaufte besonnen ein, muss ich sagen.

Der Kleine und ich radelten währenddessen gemütlich zur anderen Seite der Insel, wo einer der Ureinwohner ein Lagefeuer entfachen sollte.

Mit wenigen Zutaten lässt sich ein lustiger Abend gestalten: ein feuchtes, rauchendes Lagerfeuer, einige Alu-Kartoffeln, Stockbrot sowie Glühwein für mich, die Kiddies blieben alkoholfrei - so muss das sein.

Erwähnenswert ist noch, dass die großen Buben den Weg nicht fanden. Sie radelten unbewusst an der bewussten Einfahrt zum Hof mit dem Lagerfeuer vorbei und mein großer Bube war erbost - über mich - wieso auch immer ... ich fand den Abend sehr schön ...

Sonntag, Oktober 05, 2008

Abend der Dritte

Des Morgens - keine Brötchen. Wir waren vergessen worden. Man stelle sich das vor!

Nun waren einige Lebensmittel mitgereist, in weiser Voraussicht, dass des Wochenendes eventuell vorhandene Geschäfte geschlossen sein könnten, wir mussten also nicht hungern. Die Herbergsmutter versprach aber hoch und heilig Besserung.

Es regnet, was also tun? Laut Inselprogramm wurde ein Flohmarkt ausgerichtet. Nun bin ich nicht so der überzeugte Flohmarktgänger, doch einem Spaziergang zog ich eine Indoor-Veranstaltung durchaus vor und er war ja auch nicht groß, der Flohmarkt.

Da wir schon mal mit dem Auto unterwegs waren, wurde gleich noch der größte Ort auf der Insel heimgesucht, einige Geschäfte zeigten sich hell beleuchtet, wurden also gestürmt und eine Badehose für den Großen herausgeschleift, so dass dem Schwimmbadbesuch später nichts mehr im Wege stand. Gleich noch einige Brötchen im benachbarten Bäckerei-Café eingefangen, für den Fall der Fälle morgen und dann das Schwimmbad mit Namen PelleWelle geentert - das ist allerdings ein Insider ...

In der Hoffnung, dass Kopfweh irgendwann nachlässt, verbleibe ich ... ... ...

Samstag, Oktober 04, 2008

Abend der Zweite

Geahnt hatte ich es. Zwölf Stunden Schlaf verursachen Kopfweh.

Es ging auch nicht dadurch weg, dass alle Jungs aus dem Haus gescheucht wurden und sie zu Fuß zum nächsten Fahrradverleih laufen mussten, sich einen fahrbaren Untersatz zu besorgen. Der Wind auf einer nordfriesischen Insel ist ein wenig anders als an Rhein und Nahe und die Rückfahrt gestaltete sich außerordentlich windig, besonders, was der Kleine so von sich gab, als er ungewohnterweise in die Pedale treten musste.

Pellworm ist nicht groß. Ein Viertel der Insel schafften wir mit dem Rad, bevor die Jungs durchsetzten, dass es an der Zeit sei, in die gemieteten vier Wände zurückzukehren. Sie jedenfalls hatten mindestens die halbe Welt umradelt.

Morgen wird wattgewandert, so es nicht zu sehr regnet.

Freitag, Oktober 03, 2008

Abend der Erste

Das ist also Urlaub.

Im letzten Jahr betrug die Fahrzeit 20 Minuten bis zur Ferienwohnung, dieses Mal gefühlte 20 Stunden. Es waren natürlich nicht 20 Stunden, mit 3 Jungs im Gepäck hätte es aber so sein können.

Genug Zeit war eingeplant gewesen, so dass die Klopperei am Morgen wegen fehlenden Gepäcks des Großen, die zwischendurch verloren gegangenen Schlüssel von Haus und Auto, der unterwegs eingesammelte Neffe, eingenommene Mahlzeiten und PPs den rechtzeitigen Einzug auf der gebuchten Fähre nicht verhindern konnten.

Die Jungs fragten nach 5 Stunden Fahrt das erste Mal, wann wir denn ankämen - ich war erfreut. Ein portables Videosystem besitzt Vorteile, wenn man auslässt, dass ich mit solchen Gadgets ein grundsätzliches Problem habe. Insgesamt ist Deutschland jedenfalls mindestens 10 Autostunden lang, inclusive Fährenfahrzeit.

Jetzt gehe ich ins Bett, der Große und der Neffe gucken noch ein wenig fern ... darauf nehme ich keinerlei Einfluss mehr, denn Schlaf ist das, wonach ich mich sehne.

Und dann werde ich von jenem Handwerker träumen, dessen Eltern für ihn einen Vornamen aussuchten. Nun steht auf seinem Handwerkervehikel in großen Lettern zu lesen, man könne Fa. Al.ien mit Tätigkeiten beauftragen. Tatsächlich steht auf dem Handwerkervehikel natürlich ein klein bisschen was anderes, es stimmt aber das gewollte Prinzip und für Datenschutzpannen ist zurzeit die Telekom zuständig ...

Donnerstag, Oktober 02, 2008

Morgen

Ich erwähnte es schon. Morgen muss ich in den Urlaub fahren. Ich habe noch nicht gepackt und noch nichts besorgt, was man so braucht, um eine Woche im Oktober in der Nordsee zu überleben. Gummistiefel, Regencape, Drachen, Frühstück, Mittagessen und Abendessen, denn morgen sind die Geschäfte zu.

Man merkt - befürchte ich - dass ich irgendwie nicht so der Urlauber bin ... ich freu mich schon auf Zurückkommen und wenn dann die Wäsche wieder im Schrank liegt ...

Fundstück des Tages

Beim Online Banking folgende Notiz gelesen:

"Ihr Geld ist sicher!

Volksbank *** eG von Finanzkrise nicht betroffen" ... man macht sich bei so nem Satz ja so seine Gedanken ...

Dienstag, September 30, 2008

Einheitsdeutschtag

Am Freitag muss ich in den Urlaub fahren.

Sonntag, September 28, 2008

By the way

Woran merkt man, dass frau im Begriff ist eine ältere Frau zu werden?

Daran, dass man mit den jungen Frauen so gar nichts mehr anfangen kann ...

Gestern schienen einige Ausgang gehabt zu haben, eine ganze Traube junger Dinger scharte sich um den Federweißer-Stand - oder vielleicht auch mehr um den einen mittelalten Herrn, der Becher mit Inhalt ausgab. Die Dinger sahen eine wie die andere aus, als wäre irgendwo gerade eine Messe zuende gegangen. Keine mit echter Haarfarbe, die Frisuren verzottelt über Stirn und Nacken, alle Augenbrauen böse gezupft, Schminke gab es anscheinend im Kilo billiger, die Hosen zu eng, die Mieder zu kurz ... ... ... natürlich ist irgendwie anders ... ... ...

Kassengang

Samstag und Einkaufen gehören zusammen wie Werktag und Nichteinkaufen.

Gestern war es also wieder soweit, am Abend durchquerte ich mit dem Einkaufswagen den Einkaufsladen und gelangte schließlich in die Kassenzone.
Des Abends um 8 sind von 25 Kassen nicht mehr alle geöffnet, die Geschäftsführung beruft sich da anscheinend auf das geringere Kundenaufkommen und schickt einige der Kassiererinnen nach Hause, vor den mit Licht versehenen Kassen bilden sich dadurch mittlellange Schlangen und es gestaltet sich schwierig, abzuschätzen, wo die kürzeste Schlange abzuwarten ist, da die Kassen wegen im Weg stehender übermannshoher Regalwände nicht durch Ansicht verglichen werden können. Die Regale stehen schlicht im Weg. Auch deshalb, weil darauf noch Dinge ausliegen, die unvermittelt in den Einkaufswagen springen, doch das ist eine andere Geschichte, die sich lediglich mit meinem Budget zu vertragen hat.

Die kürzeste Schlange befindet sich an einem Samstag-Abend eigentlich immer vor der "Behinderten- und Schwangeren-Kasse". Die süffisanten Bemerkungen über diese Zusammenstellung verkneife ich mir, nach einiger Gedankenarbeit hatte ich für mich beschlossen, dass diese Kasse einfach mehr Platz im Durchgang aufweist, doch der Effekt ist ähnlich dem, den eine "Süßwarenfreie Kasse" verursacht: jemand, der nicht schwanger oder behindert ist, fühlt sich von der Überschrift abgeschreckt.

Ich war also nicht schwanger - das andere lassen wir aus Diskriminierungsgründen mal außen vor - und legte meine Waren auf das Förderband. Der Mann vor mir hingegen ... bei dem war ich mir nicht so sicher ... ... ...

Samstag, September 27, 2008

Herbst

Die Besenzeit ist angebrochen. Der große Bube und sein Freund hatten vor geraumer Zeit bereits den Auftrag erfüllt, den Rinnstein für das wöchentliche Gebese so vorzubereiten, dass kein Kraut sich dem Besen in den Weg würde stellen können und dass im Laufe der letzten 10 Monate im Straßenrand verkompostiertes Grünzeug herausgeschält werden würde.

Die Bäume vor dem Haus lassen ihre Blätter inzwischen fieserweise vermehrt fallen, heute war ein erneutes Besenschwingen angesagt. Jedenfalls hatte ich das dem großen Buben mehrfach angesagt, nicht, dass ihn das jetzt großartig beeindruckt hätte. Er geruhte zu reagieren, nachdem ihm das Besen demonstriert, die Hälfte der Straße gereinigt und ihm noch einige Male in den Ohren geklingelt worden war. Ich hab den Buben falsch erzogen ... ... ...

Donnerstag, September 18, 2008

Es geht alles vorüber

Die Stimme ist wieder da - das ist ein Fortschritt. Und die Hose passt besser als wie vor der Erkältung - das wird unter "positiver Effekt" vermerkt. Mal sehen, wie lange es so bleibt.

Am Dienstag hatte der kleine Bube Besuch von vieren seiner Schulkollegen, gestern von zweien. Er hat einen weiten Weg hinter sich gebracht! Die Kehrseite dieser Kontaktfreude sind halt das Kinderzimmer, in dem ganz sicher was ganz Fieses explodiert ist und die Zerrüttung meiner Nerven, denn so 8 bis 9-jährige Buben im Pulk hören noch viel weniger als einer alleine.

Sonntag, September 14, 2008

So sind sie

Die Schnupfentierchen haben sich mal wieder eingenistet. Kopfschmerzen, Halsschmerzen, Gliederschmerzen. Es ist zum im Bett bleiben. Geht aber nicht, der Große spielte mit der Musikschule heute beim Gemeindefest ein paar Dörfer weiter und Männe muss unbedingt das Wohnzimmer entkernen. Alle nicht neuen Möbel fliegen grad raus - für ne Weile wie ich vermute - und er brauchte dringend jemanden zum Tragen.

Früher suchte man bei solchen Gelegenheiten ein gewisses Örtchen auf, wenn man fertig war, war der Abwasch auch erledigt, heute verziehe ich mich ans Telefon und quatsche ne halbe Stunde mit der Großmutter. Ebenfalls recht effektiv.

Samstag, September 13, 2008

wunderbare Stille

Das Glöckchen am Ring am Finger darf nicht mehr glocken. Mit einer Scheibe Papier habe ich es verstummen lassen, denn das helle Geklingele ging dauerhaft auf die Nerven. Bamseln darf es noch.

Donnerstag, September 11, 2008

Geliefert

Die Möbel sind da.

Männe meinte bereits zwei Tage vorher: Noch zweimal schlafen.
Einen Tag vorher: Noch einmal schlafen.

Es könnte sein, dass er das irgendwie mit einem jährlichen Event verwechselt hat.

Die dussligen Möbelpacker hatten den Teppich mit der wollenen Seite nach außen gewickelt - vom LKW sind nun zwei plöde Flecken im hellen Velours. Mal sehen, was ich dagegen noch tun können werde, ansonsten waren sie flott, behände und flexibel, die Räume waren ja auch schon ausgeräumt, wir hätten andernfalls nicht mehr durchsaugen können.

Nun stehen im Wohnzimmer eine niegelnagelneue quietschrote Couch samt Ottomane und Omasessel und Teppich und in der Küche ein komplett neuer Esstisch nebst Bank und vier Stühlen. Ich hatte den Vorschlag geäußert, über die Stühle Hussen zu ziehen - Männe verstand mich zwar nicht, wollte die Dinger aber trotzdem nicht im Haus haben und als die Jungs von der Schule kamen, da breitete ich die ollen Schontücher über das Sofa. Man wird auf seine alten Tage sowas von wunderlich, doch ich beschloss, dass die Sachen - besonders der rote Stoff - wenigstens eine Weile lang ordentlich aussehen sollte. Und ich werde Recht behalten haben damit, dass den Jungens Ordnung, Zurückhaltung und Rücksichtnahme Fremdworte sind, denn als ich den Tisch abwischte, da hatte der kleine Bube seine Suppe einige Stunden vorher auf dem Holz verteilt. Auf dem Vollholz! Bube! Das Zeug SAUGT!

Notiz an mich: Abdeckfolie oder Wachstuch kaufen!

Mittwoch, September 10, 2008



Die junge Lady da guckt grad verquer, der Walk of Fame passt besser.

Männe mag irgendwie gruselige Geschichten.

Männe und ich sind nicht immer einer Meinung. So mag Männe die Rollläden unten, ich mag sie oben, um mal ein Beispiel zu nennen. Im Sommer habe ich Recht, im Winter er, denn ich kann nicht schlüssig widerlegen, dass das Herunterlassen der Rollläden Wärmeenergie spart. Nun meinte ich gestern, dass der Rollladen an der Balkontür noch nicht fällig sei, die Heizung heize noch nicht. Darauf meint Männe, dass in Rheinland-Pfalz eine Frau umgehe, die schon siebzehn Menschen nächtens gemeuchtelt habe und diese Frau betrete die Häuser immer durch ungesicherte Balkontüren ... ... ... Sollte ich mir Sorgen machen?

Dienstag, September 09, 2008

Als der Strom ausfiel

Gestern. Ich war gerade aushäusig. Ruft der große Bube an, der Strom sei weg. Nun wohnen wir in einer ollen Kiste, die Elektrifizierung stellt nicht ganz den aktuellen Stand der Technik dar, ein Stromausfall ist also nicht unbedingt außergewöhnlich. Anders als sonst war höchstens, dass die Buben, allein zuhaus befindlich, nicht so recht wussten, wie mit dem Problem umzugehen sei. Gut fand ich, dass der große Bube also anrief, den Vermieter daraufhin im Hof erwischte und diesen um Hilfe bat. Nicht gut fand ich, dass er zusätzlich zur Mutter auch noch den Vater informierte. Denn dieser befand es für richtig, telefonisch einen horrenden Aufstand zu inszenieren, mitsamt Geschichten von Kurzschlüssen und dadurch ausgelösten Feuersbrünsten, denen ganze Stadtteile mitsamt den Bewohnern zum Opfer fielen. Die Buben saßen übrigens gerade allein zuhaus.

Der Vermieter hatte den Kurzen wie immer mittels eines Rasenmähers verursacht. Er hatte bereits einen Elektriker dazu geholt und das Problem behoben.

Selten, dass ich mich aufrege, doch gestern hätte der Zorn auch gut als epileptischer Anfall durchgehen können. Weshalb entschied man sich damals gleich nochmal gegen das Single-Dasein???

Montag, September 08, 2008

Du kriegst die Tür nicht zu!

Das Internet ist ein Dorf ist ein Dorf ist ein Dorf!

Stöbernderweis geriet ich auf Seiten, die sich mit Ahnenforschung befassen - die Leutz, die da schreiben, befassen sich damit, die Seiten selbst sind natütlich lediglich Findeplattform. Jedenfalls wehrte ich zunächst die Geldeintreibungen einer merkwürdigen Seite ab und traute mich später - sehr viel später, andere Seiten anzuklicken und fand dabei einen meiner Großväter im Netz. Nicht den Großvater natütlich, der lebt schon länger nicht mehr, doch den Namen in einer Datenbank und nun habe ich einen großen Zweig der Ahnengalerie aufgetan, und tausche Familienkenntnisse aus mit einem Cousin um 5 Ecken. Seine Ur-Ur-Urgroßeltern sind dieselben wie meine Ur-Ur-Urgroßeltern, deren 8 Kinder verliefen sich dann in die weite Welt und ich finde das ungeheuer spannend!

Freitag, September 05, 2008

Frau und ein Möbelmarkt

Seit einer Ewigkeit unterhalten Männe und ich uns darüber, dass wir neue Möbel brauchen. Das Sofa im Wohnzimmer wurde durch intensive Nutzung per kleinen Klebfingern arg in Mitleidenschaft gezogen und die zur Verhüllung darüber ausgebreiteten Tücher verrutschen grundsätzlich auf den Fußboden, wenn die Buben sich auf dem Sessel oder Sofa lang legen. Wie es scheint, legen sie sich nicht wirklich lang, sie misshandeln die Sitzmöbel als Turngeräte, wenn ich grad nicht gucke, was auch noch einige Löcher im Stoff zurfolge hatte.

Jedenfalls flattern außerdem allwöchentlich haufenweise Werbeflyer im am Haus leider außen befestigten Briefkasten, der Sticker am Kaschterl, dass die Werbung bitte draußen bleiben soll, wird seitens der Verteiler hartnäckig ignoriert und normalerweise landen die Papierstapel unbesehen und ohne Umwege aus dem Briefkasten im Papiermüllsammelkarton, welcher allvierwöchentlich abgeholt wird. Über das Abholen entstanden auch schon heftige Auseinandersetzungen, doch das ist eine andere Geschichte.

Am Mittwoche jedoch fing ein Flyer meinen Blick. Ein Laden auf der gegenüberliegenden Naheseite, mitten in einem verlassenen Nest gelegen, wessentwelchem ich mich oft schon gefragt hatte, wie denn dieses Möbelhaus inmitten dieser verlassenen Gegend überlebt und welches geniale Management dort zugange ist, musste Konkurs anmelden, die Bestände würden während dreier aufeinanderfolgender Tage verramscht, beginnend gestern.

Männe und ich waren gestern früh die ersten dort. Wir suchten ein Sofa und fanden ein Sofa, eine Küchentischbankstühlegarnitur und einen Teppich-für-unter-das-Sofa.

Ich verabscheue Aasgeier und ein bisschen komme ich mir vor wie ein Aasgeier, denn wir hätten die Möbel wirklich schon länger besorgen können, dann hätten wir aber vermutlich nichts gekauft, denn die Preise, die als "normale" Preise auf dem Schild standen, lagen weit über unserem Budget. Insofern freue ich mich wie König auf die Gerätschaften und bedaure die Möbelhausbesitzer und deren Mitarbeiter ... sehr!

Ach ja: Buben! Benehmt Euch zukünftig anständig, auf dass die Möbel wenigstens eine Weile anständig aussehen!

Montag, September 01, 2008

Aus dem Amtsblättchen

Vorhin - der Vorgang der Zubereitung des Mittagessens verlief kurzzeitig ohne Aufsicht meinerseits - blätterte ich durchs Amtsblättchen, welches allwöchentlich ungefragt bei uns rein flattert. Darin stehen immer wieder Kurse der Volkshochschule, zu denen man oder frau sich doch bitte schön anmelden möchte.

Ein Kurs weckte Interesse: Einbrecherkurse für Frauen, keine Vorkenntnisse nötig.

Es handelte sich bei genauerem Studium um Eisbrecherkurse ... das andere hätte ich weit spaßiger gefunden ... ... ...

Freitag, August 29, 2008

Wenn einer eine Reise tut ...

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben. Vorausgesetzt, er meldet sich an.

Der große Bube versäumte die Anmeldung und fährt nun nicht mit fast allen aus seiner Klasse im Oktober für eine Woche nach Straßburg. Seine Begründung nenne ich mal vorsichtig "die-Mutter-mit-Schwung-aus-den-Latschen-kippen".

Bube! Du hast schon mal die Abrechnung gesehen für 20 Minuten Flugtraining im Simulator der Lufthansa! So eine Klassenreise ist IMMER drin!

Wolltest Du nicht?

Montag, August 25, 2008

Ohne Getöse

Diesen Eintrag erlaube ich mir mal, zurück zu datieren, dann fällt nicht so auf, dass ich den Blog-Geburtstag versäumte ... ... ...

Also: Heute wird dieser Blog 2. Das sind exakt einige Jahrzehnte weniger, als meinereiner.

Samstag, August 23, 2008

Direkt vom Schützenplatz

Am Mittwoch, beim Elternabend des kleinen Buben, waren sich die anwesenden Eltern darüber einig, dass an diesem Wochenende die Zeit für ein Grillfest mit anschließender Übernachtung gekommen sei. Ich hatte den Eindruck, dass sie alle darüber schon irgendwas gewusst hatten - wie es aussah war ich geistig beim letzten Treffen abwesend gewesen - ich ließ mir selbstverständlich nichts anmerken.

Nun ja. Tatsächlich sollte der kleine Bube ein Zelt, einen Schlafsack, eine Luftmatratze und auch noch diverse andere Utensilien mit sich führen, wenn er am Schützenplatz eintraf, was an und für sich ein kleineres Problem darstellt, denn Zelt samt Zubehör findet sich bei uns im unedlich ergiebigen Dachboden, so man denn weiß, in welchem der unendlich zahlreichen Kartons man zu suchen hat. (Vermerk: Inhalt der Kartons katalogisieren - evtl. zu Beginn des Rentenalters)

Andererseits, wenn man am Mittwoch erst mitbekommt, dass ein solches Event bestückt werden soll und Männe hatte sich am Samstag vorher für eine Woche aus dem Haus an die Nordsee geschafft, hat dabei die beiden vorhandenen Schlafsäcke ins Wohnmobil gepackt und man bekommt das erst eine Stunde vor Abfahrt mit, weil man ja überzeugt davon ist, dass diese Stunde zum Suchen und ins Auto verfrachten ausreicht, dann steht man vor einem mittelgroßen Problem. Insbesondere dann, wenn man den zweiten, nun abwesenden Schlafsack, einem Freund versprochen hat, dessen Mutter sich gegen Zelten entschieden und daher solche Utensilien nie angeschafft hatte.

Nun gerate ich in solchen Situationen ins Schwitzen und überlege Alternativen. Ich bin ganz gut darin, überschaubar flott B-Pläne zu entwickeln, wenig verwunderlich bei ständigem Training.

Der Einkaufsladen meines Vertrauens ist nicht weit entfernt und dieser enthält neben dem frisch zu besorgenden Grillgut eine gut bestückte Camping-Abteilung. Zudem ist jetzt die Zeit des Schlussverkaufs, so dass seit gestern zwei neue Schlafsäcke für das halbe Geld sich zu den beiden anderen gesellen werden, sobald diese wieder zurück sind.

Es war alles gut. Das Grillen im Regen ging dank der Schützenplatz-Überdachung gut vonstatten, die zur Bewachung der Kinder abgestellten Elternteile beschlossen in einer Regenpause den Aufbau der Zelte, was nach sich zog, dass die gesamte Baggage mit allem Hab und Gut mitten in der Nacht ins Schützenhaus umzog.

Bube ist ein ganz klein wenig platt, das Zelt und alles, was damit zusammen hängt, befindet sich auf der Leine - ich bin zufrieden mit uns ...

Donnerstag, August 21, 2008

Gestern ist in Spanien ein Flugzeug vom Himmel gefallen.

Ein Ferienflieger.

Aus 2 m Höhe.

Hieß es in den Nachrichten.

Es gab einige, wenige Überlebende und ich frage mich, wozu es in Flugzeugen Rettungspläne gibt.

Die seltsamsten Unfälle werden in N24 oder so immer wieder expertisch analysierend via Satellit in die Wohnzimmer geschickt - auch die Bildungselite möchte ihre Katastrophen sehen und die hat am Nachmittag keine Zeit für Brisant.

Selten, dass ein Flugzeug verunfallt und alle Passagiere entkommen dem Desaster.

Ich fahr lieber Auto, glaub ich.

Ein Schneider fing ne Maus

Einmal wöchentlich marschiere ich mit dem kleinen Buben und seinem Freund an die Bushaltestelle, um zu verhindern, dass die Bushaltestelle busunternehmerseits nicht mehr angefahren wird, da die Aufsicht über die Kinder nicht gesichert ist, wodurch vorbeifahrende Auto- und vor allem Busfahrer ihre Gefährte mit angepasster Umsicht lenken müssten - kurz ich betätige mich als Schülerlotse. Außerdem trifft man dort auch noch Mütter aus dem Dorf, und so ein Schwätzchen am frühen Morgen hält einen recht gut auf dem Laufenden ...

Heute Morgen nun schlurfe ich hinter dem voraushüpfenden Kleinen her, ich bin so früh noch nicht ganz so wach wie er - zudem fand gestern Abend auch noch ein Elternabend statt, nach welchem wir uns ein klein wenig verquatscht hatten, was ohne Umwege zu einer recht kurzen Nachtruhe führte - der Freund jedenfalls stand offensichtlich schon hinter der Tür und während seine Mutter und ich noch ein Kurzschwätzchen pflegen, wie man das unter freundlichen Nachbarn tut, jauchzen die Kleinen: "Ein Mäuschen! Wie süß!" Am Liebsten hätten sie das zwischen Bordsteinen verzweifelt nach einer Ritze suchende Tier in den Arm genommen, es war halt doch recht flink auf den Füßchen. Freundes Mutter und ich darauf fast gleichzeitig: "Wo ist die Katze?"

Standpunkte können unterschiedlich sein ...

Montag, August 18, 2008

frag mich was

Ab und zu, also manchmal, packt mich die Bestie des Wahnsinns und ich stürze mich im Internet auf einen Instelligentstest.

Seit dem ersten Test, der irgendwie über mich kam, weil die ZVS zukünftige Studis nicht anders aussortieren und den Verlierern ihre Mittelmäßigkeit aufzeigen wollte, beschäftigt mich die Frage, was eigentlich Intelligenztests messen.

Geometrisches Verständnis? Plus- und Minus-Skills? Schulwissen? Angelesenes Wissen?

Die Fragen, die solche Tests immer wieder in abgewandelter Form bringen, haben mit meinem Verständnis von Intelligenz so gar nichts zu tun.

Wie, um alles in der Welt, weist das Wissen "Thorium = Metall" nach, dass einer der Probanden intelligenter ist, als ein anderer??? Solche Fragen erinnern mich immer schwer an die Quizshows im TV.

die können so gemein sein

Gestern erhielten der große Bube und sein Freund die Aufgabe, die Straße auf den Herbst vorzubereiten, sprich, sie sollten die Hinterlassenschaften der Natur der letzten 10 Monate weg besen.

Da sie sich um die Hauptsache, nämlich den Rinnstein, in welchem sich Mutter Natur einen schon verarbeiteten Komposthaufen zurechtgemacht hatte und den Bewuchs an anderen Stellen, gedrückt hatten, ging ich dann doch nochmal mit raus. Eigentlich hatte ich ja gehofft, dass dieser Kelch an mir vorübergehen möge, doch die Kinder lernen halt am besten durch Nachahmung.

Das Messer flog nur so über die Löwenzähne, Grasbüschel, Efeuranken und was da sonst noch so ungebeten aus dem Boden spross, flink nahm die Hand die Überbleibsel, sie über die Leitplanke den Hang hinunter zu befördern.

Zwischenrein hatte sich auch eine Brennnessel geschlichen. Eine kleine Brennnessel, wenn ich ihr Bild rekapituliere. Klein und so gemein. Ohne Handschuhe hatte die Brennnessel freien Zugang zu meinen zarten Fingern und selbst jetzt, 17 Stunden später, beißen die Pusteln noch. Da wuchs eine besonders agressive Art Brennnessel - gänzlich ungewohnt.

Samstag, August 16, 2008

ausgegangene Katastrophe

Seit heute trage ich einige graue Haare mehr auf dem Kopfe.

Eine Mitarbeiterin rief an und fragte, ob ich gestern noch auf alle Dateien zugreifen konnte. Konnte ich, es gab keine Probleme. Sie würde die Dateien nicht mehr finden ... ... ...

Nun ja ... nach einigen Stunden des Bangens und Hoffens waren die Dateien in einen anderen Ordner verschoben gewesen, in welchem sie wirklich gar und überhaupt gar nichts zu suchen gehabt haben. Es ist kaum vorstellbar, dass diese Dateien aus Versehen oder von alleine einen Platz im anderen Ordner eingenommen hatten, doch ich war die Letzte am Rechner gewesen und ich hatte nix verschoben. Auch nicht aus Versehen, denn es war nicht ein Ordner weg sondern einzelne Dateien aus einem Ordner, man hätte also mindestens markieren, Tasten drücken, aus dem Ordner rausgehen und dann wieder Tasten drücken müssen ... ... ...

Eines der großen Rätsel der Menschheit hatte sich da aufgetan, doch die Daten sind wieder da und das ist die Hauptsache!

Montag, August 11, 2008

Geburtstag

Seit heute ist der große Bube für das verantwortlich, was er so anstellt. Mit 14 muss man anfangen zu lernen, seinen Kopf auf den Schultern zu behalten ... mal sehen, ob er noch überredet werden kann, eine Feier zu veranstalten. Eine Runde Muffins gab er aus in der Schule, doch einladen mochte er die Kollegen noch nicht.

Freitag, August 08, 2008

dieses Datum

Die Uhrzeit Acht Uhr Acht hab ich ja verpasst, doch der 08.08.08 ist irgendwie ein besonderer Tag ... so mit lauter Nullen und so ...

Eine Bundestagskommission will das Ü-Ei abschaffen. Kinder könnten zwischen Spielzeug und Lebensmittel nicht unterscheiden, deshalb dürften in CornFlakes-Schachteln keine Plastikbeigaben und in Schokoladeneiern keine Spannung, Spaß und Spiel verheißenden Minizugaben mehr versteckt werden.

Haben diese Leute die zwischenzeitliche Sommerhitze nicht verkraftet??? Haben diese Personen wirklich nichts Wichtigeres zu beraten und vor allem in aller Öffentlichkeit vorzuschlagen???

Im letzten Jahr stieg diesen Menschen der Zimt dieser Welt zu Kopfe, in diesem Jahr ist es gesüßter Kakao ...

Schokolade wird doch nicht der Schokolade wegen gekauft, sowenig, wie Tee wegen des Teegeschmacks gekauft wird, sonst würden heute noch "Hagebutte" und "Pfefferminz" in den Regalen angeboten. Statt dessen können wir wählen aus "Himbeer und Schokolade", "Pure Lust", "Friesenschlaf", "Cool Cassis" oder was einem Teehaus noch so an Namen für Kraut enfällt.

Ich könnte die Vermutung äußern, dass in die "Kinderkommission des Bundestags" vereinzelt Abgeordnete kommissioniert wurden, die als Kinder keine Überraschungseier geschenkt bekamen und deshalb bis heute grün vor Neid daherkommen, oder welche, die motorisch außer Stande waren, die fieseligen Basteleien zusammenzupuzzeln, was ihnen bis heute die Zornesfalten auf die Stirn treibt, es könnte ihnen auch einfach nur langweilig sein und jemand sollte ihnen Überraschungseier in die Runde werfen, doch sowas würde ich natürlich nie von mir geben ...

Dienstag, August 05, 2008

Widerstand zwecklos

Manchmal komme ich an Gegenständen vorbei, die ich haben muss. Meistens liegen diese Gegenstände außerhalb des Budgets, das mir zum Verpulvern vergönnt ist, besonders, wenn immer wieder so Dinger wie verstopfte Abflussrohre oder zugefallene Haustüren dazwischen kommen.

Am Wochenende gönnte ich mir aber etwas. Einfach so, ohne, dass eine besondere Veranlassung bestanden hätte. Ich gönnte mir einen Ring am kleinen Finger.

Eigentlich bin ich weiblich und besitze Geschmeide in ausreichenden Mengen, besonders, wo ich so selten was davon anlege und es wird wirklich kein weiteres Stück benötigt, außer zum Vererben vielleicht ... ... ... dafür ist es noch zu früh, habe ich grad beschlossen.

Jedenfalls baumelt am Ring ein winziges Glöckchen und jedesmal, wenn sich nun meine Hand bewegt, dann erklingt ein hochfeines Gebamsel und Geklingel ... ich kriege gar nicht genug davon ... :)

Sonntag, August 03, 2008

Da war auch noch

Seit gar nicht allzulanger Zeit bekommt mein letzter verbliebener direkter, nicht angeheirateter, Onkel (OK, es existierten insgesamt lediglich 2 davon, da meine Großmütter mit der Kinderlichkeit insgesamt außerordentlich sparsam umgingen, wenn man den Vergleich mit anderen Omas hernimmt) einmal im Jahr familiäre Anwandlungen, dann ruft er an und fragt, ob wir vor Ablauf der Sommerferien nochmal einen Tag Zeit für ihn samt Tante finden könnten. Er habe bereits ein Programm auserdacht und würde sich freuen, dieses mit uns gemeinsam abzuarbeiten. So sagt er es nicht, doch mein Onkel ist ein außerordentlich genauer, zuverlässiger, ordentlicher Zeitgenosse (er muss die Gene von einem anderen Familienstamm geerbt haben, als ich, denn diese Attribute sind diametral den Meinen entgegenstehend), der sich von nichts von seinem Pfad abbringen lässt. Rotkäppchen wäre nie vom Wolf gefressen worden, so sie sich an ihm orientiert und die Blümchen am Wegesrand stehen gelassen hätte.

Dieses Jahr jedenfalls vereinbarten wir das vierte Zusammentreffen in Folge, es sollte in Oberhausen das Sea-Life erforscht werden, unser Eintreffen war gegen 11:00 Uhr gewünscht.

Nun kenne ich meine Männer schon eine Weile, daher vereinbarte ich eine gewisse Karenzzeit, doch auch diese reichte nicht - als die Abfahrzeit auf der Uhr angezeigt wurde, befand sich der Erste noch unter der Dusche ...
zum Glück übergab sich der kleine Bube auf der Hinfahrt - Glück ist eine Sache des Standpunktes, und er hatte ja auch nur die Nase zu tief im GameBoy vergraben - so dass die auszuwaschenden Klamotten von unserer Verspätung ablenkten. In dem Alter, in dem meine Jungs durch die Welt stiefeln, ist Ersatzwäsche nicht mehr auf der Mitnehmliste.

So begann der Besuch also abenteuerlich - eher mein Stil als der des Onkels - verlief dann aber angenehm und kurzweilig. Davon bin ich seit vier Jahren immer wieder überrascht. Sea Life ist durchaus einen Besuch Wert, dass örtlich gesehen davor noch eine Kanufahrt möglich war, gab dem Ganzen für die Buben ein Sahnehäubchen, das Abendessen bestand aus Eiscreme und wir blieben bis fast zum Einbruch der Dunkelheit, denn wir besahen auch noch die Fotos der letzten Reise nach Kaliningrad. Ich hatte nicht gewusst, dass das in Russland liegt, irgendwie hatte ich das in Polen verortet, doch da ist noch so ein Stück Land, das da als Exklave herumliegt.

Gegen halb 9 am Ende blies Onkel zum Aufbruch, er meinte, wir hätten noch ein Stück zu fahren - vielleicht brauchte er aber selbst ein wenig Ruhe ...

ergänzend

Bei einer Unterhaltung kamen wir darauf, dass der nächste Urlaub ansteht, wobei Schwiegermutter zuhaus bleibt. Rundum-versorgt, da bereits jenseits des 88. Geburtstages.
Es ging darum, dass sie telefonieren können müsste und es mit der Leitung Probleme gäbe. Und es ging darum, dass das mit der Wiederherstellung der Technik trotz Urlaub gewährleistet werden müsse, denn man könne der Schwiegermutter das nicht erklären mit einer Vorvorwahl, die sie zu wählen habe, um telefonieren zu können, was funktionieren würde, so sie den Vorgang durchführen täte ...

Kinners! Wenn es je soweit mit mir kommt, dass ich mich dumm anstelle, wenn es ums Telefonieren geht, dann seid so gut und habt Mitleid!

Montag, Juli 28, 2008

Unternehmungen

Es ist nicht so, dass sich in den letzten Tag hier gar nichts abgespielt hätte. Es ist relativ wenig, die Hobbys sind während der Sommerferien ad acta gelegt, Vokabeln und Matheformeln werden mir um die Ohren gehauen, wenn ich versuche, dazu zu motivieren und ansonsten gehe ich meinem Tagwerk nach.

Zwischendurch stand der Erwerb eines neuen Schreibtisches für den Großen an. Der Seinige ist zwar nicht gerade das, was man im Eimer nennt, aber er passt einfach nicht in ein Jugendzimmer, und da Bube im August in fünfzehnte Lebensjahr eintreten wird, musste was Frischeres her.

IKEA ist für solche Zwecke wunderbar geeignet, besonders, da ich mich dort inzwischen nicht mehr verlaufe und auch der Ansicht war, dass ich den Verlockungen würde widerstehen können.

Bube musste mit, ob er wollte oder nicht, er solle schließlich aussuchen. Das, was er sich aussuchte, sah allerdings schlimm aus. Ich überlegte , ihn zu einem späteren Zeitpunkt in einen Kurs der Vokshochschule zu schicken: Grundlagen von Design und Nichtsein, jetzt überredete ich ihn zu einem anderen Modell. Eigentlich bestach ich ihn, denn einen Schreibtischstuhl hatte ich nicht wirklich einkaufen wollen. Dann stürzte Bube zum Ausgang, er fühlte sich anscheinend so, wie ich mich immer dann, wenn ich mir Autos ansehen soll - unendlich gelangweilt und angenervt.

Die Kassenmadam wusste an diesem Tag, was sie tat und auf dem Wagen saß tatsächlich nichts außer dem, was gekauft werden sollte, wenn man vom Bestechungsmaterial absieht. Nicht ein einziger Bilderrahmen, Übertopf oder Badvorleger hatte mich bezirzen können. Ich war stolz auf mich!

Gut, dass der Kombi über eine hälftig umlegbare Rückbank verfügt, denn so ein Schreibtisch nebst Rollcontainer und Stuhl nehmen eine Menge Platz in Anspruch und irgendwo anders als auf dem Dach oder der Anhängerkupplung sollte der Kleine ja auch noch untergebracht werden ...

Heute baute Männe mit Bube die Utensilien zu Möbeln zusammen, sie wuchteten gemeinsam das Vorgängermodell ein Stockwerk tiefer und aus dem Haus, wobei ich die Verantwortung trug und gute Ratschläge zum Besten gab. Es ist schon was, wenn man zwei tragfähige Männer im Haus hat, einem die schweren Dinge abzunehmen.

wenn das Telefon klingelt

ich: Schönen guten Tag, Sie sprechen mit frau awa ... ... ...

ältere Frau: Guten Tag Frau Schmidt. Ich hoffe, Sie können mir helfen.
(*langsamschalte* Frau Schmidt? Ich heiße mitnichten Frau Schmidt! Nicht mal entfernt *kopfkratz*)

ich: Ich versuch´s. Wie ist denn Ihre Kundennummer?

ältere Frau: Meine Hausnummer?

Danach wurde es besser jedoch war ich schon verloren.
Und nein, es lag nicht daran, dass ich zu leise gesprochen hätte ... ;)

Mittwoch, Juli 23, 2008

ʇdılɟǝƃ

˙ɟdoʞ uǝɥǝʇs ǝıp 'ǝƃuıp ʇqıƃ sǝ 'uǝnɐɹʇ snɐɥɔɹnp uǝƃnɐ uǝuıǝs uɐɯ ɟɹɐp lɐɯɥɔuɐɯ

Gefunden via hier.

Montag, Juli 21, 2008

wunderliche Wunder

Am Freitag schickte das Amt eine Genehmigung. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass es diese Genehmigung geben würde, alle Parameter sprachen dagegen. Anscheinend habe ich richtig gut verhandelt.

Donnerstag, Juli 17, 2008

es fährt

Das Auto - es fährt wieder. Die Werkstatt hatte mich gestern abgeschleppt (OK, es waren die Mitarbeiter der Werkstattt in einem Werkstattwagen, die mein Auto an eine Stange hängten und mich darin abschleppten, im abgeschlepten Auto, nicht in der Stange, aber im Krankenhaus geht der Arzt schließlich auch zur Visite bei der Gastritis) von der Auffahrt zur B9 weg direkt zur Reinigung des Motors. Kaputt war zum Glück nix, jetzt ist halt ein Loch im Portemonnaie ... davon hätt ich den Tank dreimal voll gekriegt ... ... ...

Mittwoch, Juli 16, 2008

es ist wohl doch das Alter

Ich weiß, dass ich an die Zapfstelle fuhr, stehenblieb, ausstieg und dass ich überlegte, welchen Nozzel ich nehmen muss. Und dann bleibe ich ein paar hundert Meter weiter stehen und es überfällt mich siedendheiß, dass ich Superbenzin statt Diesel bezahlt haben tu ... ... ...

Montag, Juli 14, 2008

Nein, es ist nicht das Alter!

Heute am frühen Morgen - frühes Aufstehen fällt wegen brummender Sommerferien eigentlich meistens aus - schlage ich die Augen auf, und überlege, ob sich das Aufstehen lohnt, wie ich das allmorgendlich so tue. Ich drehe mich auf die Seite, wodurch es leichter fällt, das Bett zu verlassen - der Bettrand kommt näher, ohne dass man etwas Gravierendes dazu beitragen muss - ich starte den Versuch, mich zu erheben und rolle die Augen schließend wieder zurück. Irgendwas hat gestern meinen Hals verrenkt, wenn ich nach links gucken will, dann geht das nicht, weil es weh tut. Nach rechts geht auch nicht.

Besonders ärgerlich ist das übrigens, wenn man auf der Straße mit dem Auto nach links abbiegen oder, noch schlimmer, sich auf der Autobahn in den fließenden Verkehr einsortieren will ...

Sonntag, Juli 13, 2008

Ansichten

Ich befürchte, der Mensch ist ein Irrtum in der natürlichen Entwicklung.

Und wie das so ist mit Irrtümern, werden diese früher oder später aus der Geschichte entfernt, sei es durch sebstständiges Dazutun oder durch äußere Umstände.

Zurzeit sieht es so aus, als sei das eigene Tun dazu geeignet, die Zivilisation, wie wir sie kennen, in nicht all zu ferner Zukunft zu beenden.

Dienstag, Juli 08, 2008

fröhliches Pantinen kippen

Gerade eben hole ich den großen Buben vom Friseur ab - nicht, dass es sich gelohnt hätte - und er berichtet, dass einer seiner Schulkollegen ihn angerufen habe, weil er keine Lust habe, sich mit ihm zu treffen. Nun denn, denke ich ... des Menschen Wille ist sein Himmelreich.

Da berichtet Bube weiter, dass besagter Schulkollege keine Lust habe, einen Fuß vor die Tür zu setzen, ob man sich nicht zwischen 4 und 5 per Computer treffen könne.

Ich dachte immer, so etwas gäbe es nur im Fernsehen ... ... ...

Montag, Juli 07, 2008

Verfängliches Vergängliches

So ein Buchstabe ist schon klasse. Passt beides, denn beides ist heute passiert.

Ich schickte mir eine Mail. Doch, so etwas tue ich hin und wieder, wenn der Link nicht wichtig genug ist für die Favoriten, in diesem Moment aber nicht weiter verfolgt werden kann - meistens, weil die Zeit dafür fehlt. Beim Öffnen der Mailbox fehlte mir was, die Mail war nicht zu entdecken. Beim Check der Spams tauchte sie dann auf.

Danielfic.com war zu unanständig für yahoo ... ... ... obwohl ... ... ... naaahhh ... ... ...

Dafür spannte sich heute Abend der glänzendste, leuchtendste, rundeste, vollständigste und alle sonstigen Superlative erfüllende Regenboden über das Land.

Ich hatte keinen Fotoapparat greifbar ... *wein* ...

Fundsachen

Via hier



1. A light in the darkness, 2. Spaghetti, 3. The Foucault Pendulum!, 4. Ruby Red, 5. Keanu Reeves/River Phoenix, 6. Wallpaper #8 - Hot Coffee, 7. Sun behind lighthouse, 8. Bitter chocolat, 9. Tom Sawyer wurde erwachsen, 10. Marienkäferschlafplatz, 11. to no-where-land~~~ziellos, 12. 99 Luftballons


Gebrauchsanweisung

1. Gib deine Antwort auf jede der untenstehenden Fragen ins Flickr-Suchfeld ein.
2. Such ein Bild von der ersten Seite aus.
3. Copypaste jeden Bildlink in den Mosaic Maker.

Die Fragen:
1. Dein Vorname?
2. Lieblingsessen?
3. Auf welche Schule bist du gegangen?
4. Lieblingsfarbe?
5. Celebrity Crush?
6. Lieblingsgetränk?
7. Traumurlaubsziel?
8. Dein Lieblingsnachtisch?
9. Was willst du werden, wenn du groß bist?
10. Was magst du am meisten am Leben?
11. Ein Wort, das dich beschreibt?
12. Dein flickr-Name.

Sonntag, Juli 06, 2008

Summ summ summ

Bienchen summ herum ...

Es wäre halt schön, wenn Du das nicht gerade im Schwimmbad auf den Kleeblüten der Liegewiese tun würdest, dann wäre uns beiden die schmerzliche Bekanntschaft erspart geblieben. Du hättest Deinen Stachel noch und ich keinen Pflatschen unter dem Fuß ...

Mittwoch, Juli 02, 2008

die Nachbarn wieder

Gestern staunte ich mal wieder ein wenig. Der Kleine pflegte einen seiner ausgeprägteren Dickköpfe, nicht nur, dass er mit mir stritt, er verweigerte auch noch einem vorbeikommenden Nachbarn das "Guten Tag". Eigensinnig marschierte er stumm vorbei.

Dies nahm genannter Nachbar zum Anlass, mir nahezulegen, dem Buben doch solche Phasen nicht durchgehen zu lassen, ich solle ihn jetzt erziehen, erst Mal größer gewachsen, würde er unerträglich und unerziehbar geworden sein, er habe das mit seinen Kindern immer so gehalten und aus denen sei etwas Ordentliches geworden ...

Ich brach die Unterhaltung dann ab, denn ich wollte ihm keine Vorschläge entlocken, welche Erziehungsmaßnahmen er wohl angewendet haben wird. Mein Bube darf hin und wieder seinen eigenen Kopf haben, besonders, wenn er am Abend einem Arztbesuch entgegensieht, dessen dann zur Anwendung kommende Nadel zwecks Blutabnahme er fürchtet wie irgendwas ... Bube hat es überlebt (wie vorausgesehen) und war von Stund an wieder einwandfrei genießbar (wie erwartet) ...

Montag, Juni 30, 2008

Vorbei

Die EM ist also nun rum, einen Blumentopf gab es keinen.

Dafür ist hier alles Wichtige auf höchst amüsante Art zu studieren.

Sonntag, Juni 29, 2008

Erfolg macht sexy

Heute Abend wieder zu betrachten, wenn die Straßen leergefegt sein werden, da alle vor dem Fernsehgerät hängen, sich das Endspiel zu geben.

Freitag, Juni 27, 2008

Dieser Tag fing doch gleich schon mal bescheiden an.

Pünktlich warf ich den kleinen Buben um kurz vor Acht aus dem Haus, damit wir seinen Freund auf die Minute würden abholen können, ich ziehe die Tür zu - da wird mir ein wenig schwindelig und ich frage: "Hast Du den Schlüssel?" Er hatte gerade eben das Tor zur Straße aufgemacht, insofern war die Frage nicht ganz unberechtigtigt, da bekommt er große Augen und schüttelt die lang gewordenen Locken ... Wir also draußen - der Schlüssel drinnen - auf dem Küchentisch. Hrmpf.

Nun behält man aber die Nerven, das wäre ja auch noch schöner, man steigt ein wenig blöde ins Auto, fährt die Brut an den Ort der Bestimmung, sich selbst wieder nach Hause und überlegt die ganze Zeit, wie eine Aktion wie die bereits durchlebte, würde vermieden werden können. Man bemerke, dass die Panikfunktion auf 'Off' blieb, das Denken lief noch.

Ich also zu Bekannten, dort nach einem Schraubendreher gefragt - unser Werkzeug steht säuberlich eingeschlossen in der Werkstatt - wenn man das auch schon mal braucht - wieder zurück, einen Blumendraht geschnappt - die liegen bei uns in der Spielzeugkiste, wobei sie dort eigentlich nichts zu suchen haben - und dann den damaligen Türöffner imitiert. Die Briefklappe, die eigentlich schon mal hatte verschlossen werden sollen, wurde mühelos abgeschraubt, das mit dem Draht war ein klein wenig komplizierter, denn der Griff lässt sich nur unter ein wenig mehr Druck nach unten bewegen, und so breit ist der Briefkastenschlitz nun auch nicht, als dass man da bequem durchgreifen könnte.

Doch mit ein wenig Gefiesel und hilfreichen Blicken durch die Ornamentglasscheibe der Tür - es beruhigt, wenn man sehen kann, was man tut - gelang das Kunststück: Die Tür ließ sich aufdrücken!

Bin ich gut, oder was?

Donnerstag, Juni 26, 2008

Fiiinaaaleeee ho-ho ...

Wer hätte gedacht, dass diese Stolperer das nochmal rumreißen! Last-Minute- statt Instant-Sieg ... man kann auch einfacher gewinnen, das wär aber doch weit weniger spannend gewesen!

Die eine Mannschaft spielt, die andere schießt die Tore, der Ball ist rund und ein Spiel dauert tatsächlich 90 Minuten ... so kann es gehen ...

Freitag, Juni 20, 2008

Was sagt man, wenn einem ein Rückruf untersagt wird, da davon die Tochter aufwachen könnte, die jetzt gerade schläft? ... Nichts sagt man. Man wundert sich, denkt sich seinen Teil und freut sich, sein eigenes Leben trotz Kindern noch behalten zu haben ... mehr oder weniger jedenfalls ...

Heute gab es Zeugnisse. Der kleine Bube sagt wohl gar nichts mehr während des Unterrichts, wenn er nicht seitens der Lehrerin direkt danach gefragt wird, was er denn weiß, dem Großen blieb der Fünfer im Zeugnis erspart. Dafür blieb ihm auch die Zwei in Mathe versagt, auf die er sich so sehr gefreut hatte. Nun ja ... neues Jahr - neues Glück ...

Vorhin holte ich einen neuen Hausbewohner ab. Seit heute wohnt ein Meerschwein im Haushalt. Heute wurde er von den Buben außerordentlich liebevoll umsorgt. Er ist ja auch noch neu ... ... ...

Was war denn das jetzt!?

Gestern fand ein Fußballspiel statt, durchaus geeignet, die Stimmung von vor zwei Jahren aus der Versenkung entweichen zu lassen!

Bislang fand diese EM wenig meines Interesses, trotzdem setzte ich mich auf die Couch und schaltete das erste Fernsehprogramm an. Jedenfalls dann, als dieses Duo, das immer so dummes Zeugs von sich gibt, endlich ins Stadion abgab.

Nie kam auch nur der leiseste Zweifel auf, dass dieses Spiel würde verloren gehen können. Die Tore passten wie choreogaphiert in den Spielverlauf, die Spieler wirkten vehement entfesselt und die portugiesischen Überflieger durchlitten eine böse Bauchlandung! Verdient, wenn ich so sagen darf, denn obwohl sie nicht aufgaben, waren die deutschen Siegfrieds einfach besser drauf. Die paar Mal, als sich in der Abwehr keiner für den ankommenden Ball zuständig fühlte, die lassen wir kurzerhand unter dem Mantel des Schweigens verschwinden.

Spannend bis zuletzt war das ein gnadenlos grandioses Spiel!

Sonntag, Juni 15, 2008

wenn das Telefon klingelt

Ich surfe gerade so herum und lese Einträge auf dieser Seite, als es klingelt

ich: Schönen guten Tag, mein Name ist frau awa.

Junger Mann: Ich rufe an für meinen Schwiegervater und möchte wissen, wie ich das Problem lösen kann.

ich: Wie ist denn ihre Kundennummer?

Junger Mann: Ich hab hier nur die Kundennummer von der $Konkurrenzfirma

Ich hielt den Hörer schnell zu und hoffte, dass er das Glucksen nicht mitbekommen hatte ... nach einer für meine Begriffe viel zu kurzen Pause ging es weiter

ich (laut): Dann versuche ich es mal mit dem Namen ... ... ...

ausgefahren

Aus der Haut gefahren bin ich heute. Nein, ich wollte es nicht. Doch es gibt Dinge, die resche misch uff!

Mein Kleiner bekam zum Geburtstag einen Nintendo DS ... zähneknirschend hatte ich zugestimmt, denn vor dem inneren Auge hatte sich genau das Bild entwickelt, das jetzt in der Realität öfters gesehen werden kann, als mir lieb ist, dass er also stundenlang vor diesem vermaledeiten Gerät hockt und den Minibildschirm anstarrt, sofern er nicht mit Gewalt dem Einfluss entrissen wird.

Inzwischen findet das einzige Spiel, das er besitzt, keine Gnade mehr vor seinen Augen, er legte also ein Spiel aus dem abgelegten weil höchst unmodernen GameBoy Advanced ein und maulte dann, er könne nicht spielen. Maulen ist eigentlich nicht der richtige Ausdruck, er motzte lautstark und schimpfte, die Mutter solle ihm gefälligst das Spiel in Ordnung bringen ... Nun verwende ich kaum eine meiner Lebensminuten auf einen GameBoy/ Nachfolgemodelle, ich setzte mich also unwillig dazu und versuchte im Rahmen meiner Möglichkeiten, etwas zu tun, da ätzte der Bube (8), ich solle doch mal schneller machen und überhaupt sei das, was ich da täte jawohl das Allerletzte ...

Zu normalen Zeiten gehe ich ja davon aus, dass er im Eifer des Gefechtes die Beherrschung verliert, doch diesmal - wohl durch die schon angedeutete Gereiztheit - blökte ich zurück, er solle nicht so saudumm daherschwätzen, er habe es selbst doch nicht hinbekommen ... woraufhin er zutiefst beleidigt in der Diwanecke schmollte ...

Das Spiel läuft übrigens ... ich brauchte halt zweidreiviertel Minuten, das System zu durchschauen ...

Samstag, Juni 14, 2008

Ferien ... bald ... sehr bald ...

Die letzte Wochen vor den Ferien sind zumeist kaum zu ertragen. Nicht nur die Lehrer meinen, zuletzt noch ihr Pensum bewältigen zu müssen, nein, auch in Vereinen, Clubs und Klassenelternbeiräten geraten die Planer aus allen Häuschen, sobald sie das Datum des Ferienbeginns auf der umgeschlagenen Kalenderseite erblicken. Sie legen dann schnell noch Feste, Konzerte und Vorführungen in die letzten 14 Tage, so dass mählich das Gefühl auftritt, eine zweite Vorweihnachtszeit werde installiert ... einzig die zweite Klasse sieht das Datum absolut entspannt ... die Eltern sowie Lehrerinnen waren sich völlig einig darin, das Klassenfest nach den Ferien im August zu begehen. Gut so!

Eine Woche noch.

Heute musste das Konzert des Musikschul-Jugend-Orchesters durchgestanden werden ... der Orchesterleiter, welcher jeden Morgen den Trompetenlehrer des Großen im Badezimmerspiegel erblickt, tut mir so wahnsinnig leid! Jeder Montag, der sich dem Abend zuneigt, muss ihm wie Folter erscheinen ...

Der Kleine musste mit ... üblicherweise bleibt er von konzertanten Eventien verschont, da es heute aber erneut in die Landesgartenschau ging, wurde er kurzerhand mitgenommen ... er beschwerte sich zwischendurch: "Mann ist das grauenvoll!" und verzog sich zur Skaterbahn ... Dem war nichts, aber auch gar nichts hinzuzufügen ...

Donnerstag, Juni 12, 2008

Leider verloren

Boah, die Jungs machen es spannend ... nicht nur die auf dem Feld, auch die, die den Live-Ticker bei yahoo bestücken ... stand doch da für die 62. Minute:

"TOOOR für Deutschland! Podolski fälscht eine Flanke von de rechte Seite unglücklich ab und erwischt Lehmann damit auf dem falschen Fuß, der Keeper kann das Leder nur streifen und der Ball prallt vom Pfosten vor die Füße von Olic, der aus drei Metern zum 2:0 vollstreckt."

Mittwoch, Juni 11, 2008

Beim Lesen stieß ich auf diesen Beitrag. Während der Schulzeit lief ich oft einem Mädchen über den Weg, das sich nach einer überstandenen Kinderlähmung buchstäblich durch ihr Dasein schleppte. Und so fehlt mir jedes Verständnis für Eltern, die ihre Kinder nicht impfen lassen. Schon im Interesse der Kinder, die noch nicht geimpft werden können!

Masern und ihre Auswirkungen

Dienstag, Juni 10, 2008

Da war auch noch jener denkwürdige Samstag, der 7. Juni des Jahres, an welchem die Schweizer und die Österreicher die Fußball-Europameisterschaftsausrichtung begannen und ich habe das nicht mitbekommen ... Schulfest vom Kleinen war, dafür musste ich meinen Kopf zusammenhalten, dem entgleitet in letzter Zeit vieles, was ihn nicht genuin interessiert ...

Weit wichtiger als so eine schnöde EM (ich sag ja gar nicht, dass ich zwei Fähnchen im Auto liegen hab, für den unwahrscheinlichen Fall, dass ... ... ...) sind diese Radieschen vor der Haustür. Von den fünfzig pikierten Pflänzchen überlebten 26 meine Pflege, was durchaus bemerkenswert ist und daher als durchschlagender Erfolg gewertet wird, von diesen Pflänzchen wurde heute das erste geschlachtet, da es die Blätter gelb fäbte - es war also selbst Schuld!

Es war rot, die Form erinnerte an Radieschen und es schmeckte nach Radieschen. Nicht mir. Teamleiter war der kleine Bube, der kostete also auch. Es handelte sich um ein echtes Radieschen, davon bin ich fest überzeugt! ...

Freitag, Juni 06, 2008

Wieder einmal

Das Schuljahr neigt sich dem Ende zu, die Schulkonzerte standen erneut auf der Agenda. Diesmal sogar mit rechtzeitiger Anmeldung, die Termine standen wohl schon recht lange fest, immerhin war die Konzertmuschel auf der Landesgartenschau gebucht worden.

Es war wie immer, zum vierten Mal machen wir das nun immerhin schon mit, die Musik wird nicht besser, doch die diesjährige 10. Klasse enthält einen Spaßvogel, der sich an die vorderste Front drückte und so falsch sang, dass es schon wieder gut war ...

ach ja ... und die Leuchte ist fertig ... nun ... ja ... hrm ... der Lehrer befand sie gut ... ähöm ...

Erstaunliches ist auffindbar

Beim Surfen lande ich immer wieder auch in fremden Blogs, wobei ich meistens ohne sichtbare Spuren zu hinterlassen weiterdrifte, doch manchmal folgt einem das Gelesene:

Sinngemäß lautete der Text:
"Er lag nach dem Unfall auf der Straße und musste animiert werden."

Nein, ich sage nicht, woher der Text stammt, zitiert ist das auch nicht, so dass normal keine Post vom Rechtsanwalt im Briefkasten zu liegen kommen dürfte ... ... ... man kann ja heutzutage gar nicht vorsichtig genug sein ... ;)

Dienstag, Juni 03, 2008

Heute Morgen im Radio ... ich war noch nicht richtig wach, wie sonst könnste sowas erklärt werden: " Vorsicht auf der A 60 Richtung Stromberg, dort liegen Leichenteile auf der Fahrbahn." ...



Vermutlich handelte es sich lediglich um Reifenteile ...

Sonntag, Juni 01, 2008

Der Rechner geht noch nicht ... der Rechner schon, das Internet verweigert sich ... nicht mein Zugang, was natürlich gut ist ... morgen kommt der Hotman, der wird das richten ... das ist schließlich sein Job ... ;)

Gestern im Supermarché: Ich steh so an der Kasse, lade meinen Wageninhalt auf das Laufband, da baut sich hinter mir ein Pärchen auf ... dem weiblichen Teil fällt ein Schild über dem Gang auf: Süßwarenfreie Kasse und sie weist den männlichen Teil darauf hin ... und dann fangen sie an zu diskutieren. Sie diskutieren darüber, ob sie ihren Einkauf an dieser Kasse würden bezahlen können, sie hätten doch Süßwaren eingeladen ... es war gerade keine Tischkante in Reichweite ...

Samstag, Mai 31, 2008

Ohne Worte

Männe ruft an.
Ich sehe seine Nummer auf dem Display und melde mich mit "Hallo".
Er antwortet kurz und prägnant: "Mein Internet geht net. Was ist denn da los?"

Gedanklich gehe ich meine To-Do-Liste durch - nix, dann folgt die Not-Yet-Done-Liste - auch nix ... in der Schlechtes-Gewissen-Liste ist auch kein rotes Licht angegangen also wage ich die Aussage: "Ich bin grad nicht zuhause (nur für den Fall, dass es Dir noch nicht aufgefallen ist, wo Du Dich doch im Haus aufhältst, aber das denke ich lediglich, man muss ja nicht um jeden Preis streiten), ich weiß es nicht."

Er ungeduldig: "Was war denn gestern los? Ging es da noch?"

Was das jetzt damit zu tun hat, dass es heute nicht mehr geht - wobei das Problem öfters auftritt und immer nur an seinem Rechner, von welchem ich meine Finger lasse, und meist, wenn er was umstöpselte oder löschte - entzieht sich meiner Kenntnis, doch Männe gerät leicht in Panik ... also meine ich: " Ich kümmer mich nachher drum." Er war es zufrieden ... ... ...

Freitag, Mai 30, 2008

wenn das Telefon klingelt

Heute meinte ein Anrufer, wir könnten per Fernbedienung eine einzelne Seite daran hindern, auf seinem Bildschirm zu erscheinen.

Ja, ich finde mich gut, doch so gut, wie er befürchtet, bin ich dann doch nicht.

endgültig geschafft

Der große Bube wird wohl nach der 5 in Epo in diesem Jahr eine blanke 5 im Jahreszeugnis stehen haben ... in Deutsch ... IN DEUTSCH ... das hääältste nich aus ...

Donnerstag, Mai 29, 2008

Was an mir interessant ist

Was an mir interessant ist, das weiß ich nun also. Gestern fühlte sich eine Nachbarin veranlasst, mir zu raten, beim Waschen ein Tütchen Backpulver in die Maschine zu geben ... ich solle ihr das nicht übelnehmen, meinte die Gute, sie war schon ein wenig älter und wenn man älter wird, dann bleibt man offenbar diesem Dorfdenken verhaftet ... ich machte mir Gedanken, ob die Meinung der Nachbarschaft, mit der mich seit je nichts verbindet außer einem ab und an auf der Straße gewechselten 'Guten Tag', 'Guten Morgen' und was da noch an Variationen zu erdenken ist, dazu zu nötigen imstande sein wird, weißer als weiße Wäsche auf der Leine hängen zu haben ... für meine Begriffe war die weiße Wäsche durchaus weiß genug ...

Welche Auswirkungen hat eigentlich Backpulver auf Wäsche? Ist diese auch für Buntwäsche einsetzbar oder gilt sie als Bleichmittel?

Mittwoch, Mai 28, 2008

Auf dem sozialistischen Weg

Nun ist es soweit. Heute Morgen - ich war auf dem Weg zur Schule, da dem Kind zwar der Kopf angewachsen, der Inhalt jedoch abhanden gekommen und somit nicht alles Notwendige für den Unterricht in die mitgenommene Tasche eingepackt war - las ich die Benzinpreise auf dem Schild:

Benzin: 1,539 Euro
Super: 1,539 Euro
Diesel: 1,549 Euro

Diesel ist somit teurer als Benzin und Markus hatte Recht behalten ...

Sonntag, Mai 25, 2008

Dafür ich bin

Wenn die Bulgaren den No Angels 12 Punkte vermachen dafür, dass Lucy aus Bulgarien stammt, dann bin ich dafür, nächstes Jahr eine Combo mit Auftretenden aus der Hälfte der teilnehmenden Länder auf die Bühne zu schicken ... wir wollen es ja schließlich nicht zu auffällig machen ...

Donnerstag, Mai 22, 2008

James Bond

Vor einigen Tagen fragte ich meinen Kleinen:
"Was willst Du denn mal werden?"

Darauf er: "Das ist geheim!"

Mittwoch, Mai 21, 2008

Zweiter

... es war halt noch jemand besser ...

Dienstag, Mai 20, 2008

beeindruckt ... tagelang ...

Neulich, mitten in der Nacht - keine Ahnung mehr, welches Programm das war. Beim Freestyle-Surfen war ich an einem Kanal hängen geblieben, der Film ging irgendwie um eine Frau, die sich als Pflegerin um einen alten Mann kümmern sollte - ich glaube, sie war blond ... blond kann aber auch die böse Alte gewesen sein, die die Pflege mehr oder weniger erfolgreich sabotierte. Erst hielt ich den Film ja für so eine Blondchen-rettet-die-ihr-Anvertrauten-Schnulze, später kam der Gedanke an ein bisschen Horror dazu und mit beidem lag ich grundfalsch. Zum Ende überschlugen sich die Ereignisse in Rückblenden, Gegenwartspanik, Woodoo und mit Fortgang der Geschichte Verstehen, was eigentlich los war und als ich dann ganz alleine darauf kam, dass die Eltern ihre Kinder aufgehängt hatten, weil sie sie nicht mehr erkennen konnten, da war ich fertig ... es gibt so Filme, die gehören in die Reihe derer, die man sich nie mehr ansehen kann, einfach, weil man das Ende schon kennt und dieses einem den ganzen Spaß verdirbt ... 'Interview mit einem Vampir' gehört dazu, 'Twelve Monkeys' ('Butterfly Effect' schaffte es noch nicht endgültig in die Liste, mal sehen) und nun also auch dieser, von dem ich zu gerne den Titel wüsste ...

Freitag, Mai 16, 2008

wenn das Telefon klingelt

ich: schönen guten Abend, mein Name ist frau awa

junger Mann: Guten Abend. Ich hatte Ihre Nummer auf meinem Display.

ich: Sie sind bei der Firma Wir ...

junger Mann: Ja, ich weiß. Ich habe morgen einen Termin bei Ihnen.
Können Sie mir die Uhrzeit sagen?

ich (kurzer Blick auf die Uhr): Wir haben jetzt 18:36 Uhr ...

junger Mann: (Stille)

ich: ... ich konnte nichts mehr sagen ... dass ich die Uhrzeit des Temins nicht rausfinden konnte und ihm einen Rückruf anbieten musste, konnte er nur noch per mehrfachen Nachfragens mit meinerseits wohlformuliert gegrunzten Antworten herausfinden ...

Montag, Mai 12, 2008

Es gibt so Tage

Es gibt so Tage, die vergehen, ohne dass sich eine Kochlust einstellt. Am Freitag war so einer und die gefragte Brut zeigte sich geneigt, dem Vorschlag, eine Pizza zu bestellen, zuzustimmen. Nun musste die Pizza abgeholt werden, ich war ein bisschen zu früh da, die Pizza lag noch im Ofen und ich blickte stumm auf dem Tisch herum. Da fiel das Auge auf einen Flyer. Schöne Nägel versprach das Werbezettelchen, hergestellt von Dipl. Bich. Vorname Name ...

Da diese Abkürzung außerhalb meines Geläufigkeitsbereiches liegt, vermutete ich zunächst einen Schreibfehler ... ;)

Sonntag, Mai 11, 2008

LAS

Leutz, falls Ihr nicht wisst, was Ihr tun sollt, dann besucht in Bingen die Landesgartenschau. Bringt gutes Schuhwerk mit, 4 km wollen erstmal abgelaufen werden, aber es lohnt sich. Alle möglichen Beisteuerer steuerten massig Themenbereiche bei und Bingen putzte sich sehr schön heraus ...

wenn das so weitergeht, dann sind die Kriegsschäden doch irgendwann vollständig weggebürstet ...

Dienstag, Mai 06, 2008

Beschäftigungen

Für dieses Jahr können wir davon ausgehen, dass das Soll erfüllt ist.

Zwei Projekte fanden ihre Wege rechtzeitig in die Post und liegen den Jurys vor, so dass der große Bube sich demnächst wieder eine Urkunde an die Wand wird hängen können. Er hängt neuerdings zwar lieber Posters auf, doch das ist wohl der Lauf der Dinge - möglicherweise werde ich mich damit abfinden können, dass sein Ehrgeiz noch mehr im Untergrund verschwindet, als das bisher üblich war ...

Dafür spielte er ein wenig fleißiger. Er wollte beim Konzert aussehen, als habe er die Trompete nicht nur zu Dekorationszwecken ... und auf der Landesgartenschau macht sich das ganz gut ... im Orchester ... wenn alle anderen Instrumente fein klingen und die hell herausschallende Trompete psitiv herausleuchtet ...

Sonntag, Mai 04, 2008

War das anstrengend, oder was ...

Am Samstag zu nachtschlafener Stunde aufstehen, um 5 Uhr nochwas ... alles fertigmachen, zwei Kinder anziehen, Männe bruddelte, er war immer noch beleidigt, dass der Große am Tag zuvor einfach nicht hören tutete ... um 6:45 Uhr, pünktlich eine Viertelstunde zu spät, saßen alle Mann im Auto, es ging los, nicht, ohne schnell noch einen Abstecher wieder nach Hause zu machen - der Große hatte seine Trompete nicht eingepackt ... dann aber ... fünfeinhalb Stunden Autobahn, in Hamburg schnell noch einen Kühlschrank abgeholt, fast alle Verwandten väterlicherseits umärmelt, ein Mittagessen eingenommen, nochmal alle Verwandten zum Abschied umärmelt und nach sechseinhalb Stunden Rückfahrt wieder zuhause angekommen ... die Rückfahrt dauerte ein wenig länger, die Jungs schrien, sie hätten Hunger ...

Was tut man nicht alles, wenn die Großmutter beschließt, zu ihrem 94. Geburtstag ihre Nachkommenschaft um sich zu scharen ...