Sonntag, Mai 30, 2010

Was für ein Abend!

Ganz Deutschland freut sich mit Lena und ich muss gestehen: Ich auch!

Schon im Vorfeld steckte irgendwas an und ich landete pünktlich vor dem Flätskrien, Männe verzog sich vor den Röhrenbildschirm, er mochte die Kommentare, die seine drei Mitbewohner immer wieder von sich gaben, nicht mehr ertragen.

Es waren zwischendurch aber auch skurrile Auftritte zu bestaunen. In diesem Zusammenhang danke ich meinen Eltern - wenn keine Zuschauer da sind, denen die Dankbarkeit gebührt, sind die Eltern immer gut - und vor allem Ini.

Am schönsten fand ich das Mädel aus Aserbaidschan, das zuerst startete - was für Beine!

Die Türken lieferten gut Hörbares ab, hinschauen tat eher weh und die Engländer versenkten sich mit einer Nummer, wie sie sie jedes Jahr abliefern. Echt englisch grauenvoll.

Lena konnte ich nicht einordnen, sie trat auf im kleinen Schwarzem mit brombeerrotem Lippenstift und einem neuen Tatoo. Schön fand ich, dass sie sich offensichtlich treu blieb und anscheinend kein Musikgeschäftsprofi ihr vorgeschrieben hat, wie sie sich ändern müsse, um erfolgreich zu sein.
Das stand für mein Gefühl in krassem Gegensatz zu den anderen Mädels im Teenager-Alter, die in aktuell hippem Blau, in einer riesigen Abendrobe in Apricot, in durchsichtigem Nichts oder in modischer One-Shoulder-Couture aufzutreten hatten.

Die ersten Wertungen konnte ich kaum glauben, stand doch Germany ab spätestens der 5. Wertung im Durchmarsch bis zum Schluss auf Platz 1.

Es sei Lena von Herzen gegönnt!

Und diesem Stefan Raab übrigens auch ...

nachzulesenderweis

Kommentare:

  1. Ich finde es vor allem so wunderbar, dass dank Lena nun auch die letzten potenziellen Bohlenluder sehen, dass sie auf dem falschen Weg sind. Die Türken haben mir live auch besser gefallen, das war einzig amtliche Gitarrenriff im ganzen Wettbewerb. Aber als die Griechen zu Beginn vorne mitmischten, hatte ich schon Angst. Jubel brandete auf, als England Letzter wurde. Die haben so viele tolle Künstler und schicken doch immer den größten Mist zum Contest.

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  2. Vor den Dänen hat es mich gegruselt. Und als die dann immer wieder 12 Punkte bekamen, da noch mehr.

    Mit ein wenig Begeisterung und Alkohol konnte man sich sehr schön in eine milde Stimmung bringen und der Veranstaltung am Samstag Abend etwas Unterhaltsames abgewinnen ... der Alkohol fehlte bei mir, deshalb hatte ich oft die Fernbedienung in der Hand, wenn ich gar zu sehr fror ... und ich behielt insoweit meinen Verstand, als ich nicht für die Türken anrief. Obwohl die ja auch so selbstverständlich 12 Punkte aus Deutschland bekamen, so wie Serbien von Bosnien-Herzegowina, Zypern von Griechenland, Spanien von Portugal und die ganzen Osteuropäischen Länder, deren Namen ich mir nicht merken kann, schoben sich politisch solidarisch gegenseitig die Punkte zu.

    Mit dieser Fledderei erreichten sie sehr schön die Aufteilung aller Punkte auf viele verschiedene Konten und ließen Lena davon ziehen ...

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  3. Sprengung der Balkan-Connection durch Vereinnahmung von Skandinavien und Punktehamstern beim Rest. Weshalb ist da vorher noch keiner draufgekommen?

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  4. Wirklich wahr ... diese Regeländerung heuer - phantastisch! ... in diesem Jahr war die Punkteverteilung sehr viel fairer als in den 28 Jahren zuvor ...

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