Dienstag, Dezember 29, 2015

man sollte sowas nicht tun

Test in Zeitschriften sind seltsam und man sollte einen großen Bogen um sie machen.


Mach ich leider nicht, die sind doch immer wieder amüsant.


Heute im Stern gab es einen Fragebogen, mit dem herausgefunden werden sollte, was der ideale Beruf für mich wäre und heraus kam ... ... ... TATAAA:







Ich muss mich also nicht umorientieren im neuen Jahr!

Donnerstag, Dezember 24, 2015

Weihnachten und ein Ende

Heilig Abend


Rechtzeitig aufstehen - sehr wichtig, das Tagwerk steht vor einem und wedelt mit Händen und Füßen.


Anziehen - überaus wichtig, man sollte nicht im Schlafanzug vor die Tür stiefeln, das macht sich nicht gut im Dorfklatsch - oder  - eigentlich macht es sich gut ... es kommt auf den Standpunkt an ... ... ...


Den Inhalt des Portemonnaies überprüfen - essentiell wichtig, an der Kasse stehen und einen roten Kopf kriegen sieht nicht gut aus, von keinem Standpunkt.


Aus der Tür gehen und ins Auto einsteigen - unabdingbar, aufn´s Dorf kommt man zu Fuß nicht weit.
Das Auto muss nur noch anspringen ... Check!

In den Laden eintauchen, die Bestellung nennen und sich wundern, dass nicht mehr persönlich kassiert wird, sondern dass dafür ein einarmiger Bandit im Laden aufgestellt wurde.
Die bisherigen Erfahrungen zeigen offenbar, dass Geld doch schmutzig ist, dass aus hygienischen Gründen keine Scheine und Münzen mehr über die Theke geschoben werden, als Bedingung dafür, dass man das Bestellte ausgehändigt bekommt, nun muss ein Stück Papier, das hoffentlich vor dem Ausdruck in Bleiche gelegen hat und somit bakterienfrei ausgeworfen wird, mit den Fingern, die vorher das Geld angefasst, da in den Automaten bugsiert haben, aus dem Automat entnommen und der wartenden Dame auf der anderen Seite der Theke überreicht werden ... ... ...
Die spinnen, die Germanen!

Eine bestellte Gans samt 30 Wiener Würstchen abholen - das ist lange nicht so viel, wie es sich liest, die Würstchen stellten sich als etwas kleiner heraus, als ich sie mir vorgestellt hatte. 30 durch 8 Personen ergibt wieviel? Egal ... muss reichen ...

Zuhause alles im Kühlschrank unterbringen - so ein amerikanisches Teil (ohne Eisbereiter in der Tür) hat manchmal tatsächlich Vorteile!


Kartoffeln aufsetzen, kochen tun die von alleine - was für ein Glück.
Abgießen, aus dem Topf nehmen - abkühlen tun die auch von alleine. Nur pellen geht noch nicht einfach so, doch dafür kann ich ja den Kleinen herbei rufen ... mehrfach, dann ist er hilfsbereit.
Zur Gänze auskühlen ist wiederum selbsttätig im Programm der Kartoffeln, schneiden tun sie sich nicht, dabei hilft ein Eierschneider.
Ich brauche dringend eine neue Küchenmaschine. Das verloren gegangene Schneidzubehör fehlt ungeheuer, und für eine über 20 Jahre alte Küchenmaschine mag ich kein Zubehör nachkaufen.
Soße dazu, mischen - fertig ist der Kartoffelsalat.
Die Scheiben sehen ein wenig dick aus ...


Tisch decken beginnen, da schlägt schon Mütterchen mit Töchterchen samt Bruder und Freundin bei uns auf.
Offensichtlich funktioniert die Kommunikation zwischen Männe und Mütterchen nicht, wieso sonst bringt die ihr eigenes Essen mit, wenn ich alles vorbereitet habe?
Ich hab das dann im Kühlschrank deponiert, denn an Heilig Abend gibt es Würstchen mit Kartoffelsalat. Für alle. Es ist genug da ...

Wenn man davon absieht, dass Männe sich verdrückte und dann beleidigt war, dass er nicht von denen, die wartend auf dem ganzen Tisch herum geguckt hatten, hinten rum an denselben gehoben worden war, sondern dass die sich einfach mit- und untereinander unterhalten und amüsiert haben, war es ein netter Abend mit Essen - ich glaube, es wurden alle satt - mit Gedichte vortragen - Töchterchen und Freundin sind noch so jung, dass man sie mit relativ wenig Aufwand dazu überreden kann, ein Gedicht vorzutragen, allein, sie wussten keins auswendig, nur eines, das mit Weihnachten nichts zu tun hat - trompeten wurde von meinem Großen komplett abgelehnt - dafür bezahlt man dem Kerl 14 Jahre lang die Musikschule - aber ich klage ja nicht - nur so leise vor mich hin - der Kleine sagt ja nie was und dann zauberte ich ein per Post wie ein Himmelsgeschenk eingeflogenes Büchlein aus dem Hut und jeder rund um den Tisch suchte sich eines der Gedichte aus und trug es auch laut vor - Mein Großer war besonders schlau, er wählte einen der Einzeiler, die ein neues Kapitel einleiten - mit Geschenke eröffnen undanschließend die Gebrauchsanweisungen und Nutbarkeiten studieren und ausprobieren ...

Nicht ganz das, was ich unter einem Familienfest verstehe - Drittfamilien gehören nur bedingt dazu, soweit geht meine Patchwork-Affinität dann doch nicht - aber unter den gegebenen Umständen waren wir alle sehr nett zueinander ...



Mittwoch, Dezember 23, 2015

Einen Tag vor Heilig Abend

Es ist vollbracht. Fast.

21. Dezember
Der erste Teil der buckligen Verwandtschaft bekam ihren Anteil an Weihnachtspost am Postschalter abgegeben. Und der Baum wurde erstanden, nachdem das am vergangenen Samstag zu sehr verschwätzt worden war.

22. Dezember
die letzten Karten wurden geschrieben bis auf eine und ein Päckchen ist noch da, von dem ich nicht weiß, wie es verpackt werden soll. Bis morgen wird mir da schon noch was einfallen.

23. Dezember
Der gestrigen Post fehlte es noch an Postleitzahlen und ganzen Adressen, deshalb wurde sie nach dem spätabendlichen Anruf bei Schwesterlein, welches immer alles weiß, erst heute zum Postschalter befördert (dieses "befördert" entspricht übrigens meiner Vorstellung der Anwendung dieses Verbs) - die letzten Jahre wurde die Hoffnung, die mit den späten Sendungen einher ging, nicht enttäuscht und auch dieses Jahr steht Weihnachten halt einfach wie immer so plötzlich vor der Tür.

Letzte Einkäufe ließen sich nicht vermeiden, immerhin machen die Läden nach Weihnachten nie wieder auf, und wenn man dann noch jemand Bekanntes im Laden trifft, dann dauert so ein Einkauf auch mal ein paar mehr Stunden, als vorgesehen, aber HA! Im Urlaub habe ich Zeit!
Auch dafür, dass der Baum doch noch vor dem Fest aufgebaut und geschmückt wurde.
Den Großen brachte ich dazu, dass er den Stamm des Baumes in den Fuß einpassen wollte ... alle Jahre wieder ein mittelgroßes Drama, da für dieses einmaligen Fall im Jahr kein neues Werkzeug angeschafft wurde, wird und werden wird.
Und ausgerechnet dann, wenn ich mich nicht damit rum plagen möchte, passt der Stamm ohne Zutun in den Fuß rein ... ... ...


Wo sind eigentlich die letzten 23 Tage hin?

Morgen kommt Besuch. Mütterchen und Töchterchen schlagen hier auf. Ich bin hoch begeistert - aber da Weihnachten ist, wollen wir mal nicht so sein.
Die Bestellung der Wiener Würstchen wurde jedenfalls rechtzeitig aufgestockt.

Sonntag, Dezember 20, 2015

Vierter Advent


Ist eigentlich wirklich Vorweihnachtszeit? 13° Celsius ... in der vierten Adventswoche! Vielleicht ist die Menschheit doch ein paar Mal zu oft um den Block gefahren ... oder es ist einfach eine Fortsetzung der Klimaerwärmung seit der Kleinen Eiszeit ...
Völlig egal ... Der Planet erholt sich irgendwann vom Mensch.

18. Dezember
Die ersten Kollegen verabschiedeten sich in den Weihnachtsurlaub

19. Dezember
Und doch ein Verwandtenbesuch.
Letzte Woche hatte ich den noch geschoben, wenigstens um eine Woche, doch das Cousinerle lässt sich nicht so leicht abwimmeln.
Also hin - pünktlich zum Mittagessen, nicht ohne vorher noch den Tank zu befüllen, um überhaupt anzukommen und im Blumenladen ein adventliches Gesteck zu erstehen, um nicht mit leeren Händen vor der Tür zu stehen. Man hat schließlich Kinderstube genossen. Zu High Noon am Samstag vor Weihnachten halte ich das nur unter andauernder, gemurmelter Eigenmotivation durch ... Too! Many! People!.
Zu Mittag gab es Pfannkuchen mit Schnittlauch (mjam!!!), dazu leider Pilzpfanne (örks!!!).
Der Kinderstube wegen ließ ich mir auftun - und ja, es gab den obligatorischen Omaschlag (nochmal örks!).
Ich mag einfach keine Pilze. Eingeladenerweis kann ich das aber nicht äußern und sooo schlimm schmeckten sie dann auch nicht. Wenig pilzig. Ich überlegte, ob ein weniger intensiver Geschmackssinn auch Auswirkungen darauf hat, dass die Konsistenz von Pilzen als weniger gruselig empfunden wird oder ob einfach geht, was muss.
Anschließend wanderten alle gemeinsam auf den Weihnachtsmarkt (Mutterns Adventskalender sagt "Weihnachtsmarkt!" und ich sage: "Check!"), welcher ausgezeichnet funktioniert nach einem Becher Glühwein und später gab es noch ein bisschen Schwätzen ... ich brach schließlich so spät wieder auf, dass das mit dem Weihnachtsbaum auf Montag zu verschieben war ... es musste ja auch der Pegel so weit runter sein, dass sich das mit dem Auto fahren nicht zum Problem auswüchse ...
die letzten zu verteilenden Gaben besorgten sich fast von allein, die müssen nun nur noch eingetütet  und dem Versand zugeführt werden ...

20. Dezember
Erneut ließen sich die Plätzchen nicht vermeiden, neue Sorten mochte ich nur nicht mehr ausprobieren.
Die von letzter Woche waren lecker, also wurden diese erneut zubereitet.

Samstag, Dezember 19, 2015

Du sollst doch nicht ...

Persönlichkeitstest bei der Bunte ...

"Sie haben das Karma eines echten Stars. Es könnte sein, dass dies auf Leistungen in Ihren bisherigen Leben zurückzuführen ist. Sie sind hier, um bemerkt und geliebt und bewundert zu werden. Das heißt aber auch, dass Sie dafür da sind, Verantwortung zu übernehmen. Nutzen Sie das, um gutes zu tun, denn Ihr Karma-Status ist vor allem dazu da, erfolgreich und verantwortlich zu handeln."

Sonntag, Dezember 13, 2015

Dritter Advent

7. Dezember
Den Kollegen haben die Weihnachtsplätzchen auch gut geschmeckt.

8. Dezember
Wie konnte das denn passieren? Die erste Weihnachtspost ist fertig geschrieben, eingetütet und versandfertig. Nur die Marke muss noch drauf.

10. Dezember
Der Kleine wichtelt übermorgen in der Schule, ein Kino-Gutschein geht immer

11. Dezember
Die Weihnachtspost vom Dienstag ist dann doch noch in die Post gelangt, nachdem eine Briefmarke im Post-Shop erworben werden konnte ...

12. Dezember
Weihnachtsfeier im Tae Kwon Do-Verein
Samstags ist das immer ein bisschen unglücklich, kollidiert das doch mit meinem ungeliebten - und je älter ich werde - immer unumstößlicheren, fixen Einkaufstag der Woche, daher schickte ich die Männer mit dem zubereiteten Nudelsalat vor.
Dass das Ganze dadurch, dass der Kleine einfach nicht pünktlich sein kann, völlig aus dem Ruder geriet und der totale Stress um sich griff, konnte ich nicht wirklich voraussehen ... was tatsächlich Schönrederei ist. Es war von vorn herein glasklar, dass das so kommt.
Als ich dann später dazu stieß, weil ein Elter bei sowas einfach dabei ist, war das Buffet schon leer gefegt, aber die Stimmung war gut. Nicht zuletzt deshalb, weil ich den Kleinen alleine bei seiner Weihnachtsfeier fand.

13. Dezember
Zwei Sorten Weihnachtsplätzchen - Nussmakronen und Ausstecher, die immer noch keine Ausstecher sind, sondern gefüllte Täschchen und die einfach nur soft und lecker und nicht so süß und so weiter und so weiter sind ...

Samstag, Dezember 12, 2015

Deutschland zieht also wieder in den Krieg.

Als ob daraus jemals etwas Gutes entstanden wäre.

Alleine das Paradoxon, dass erst mal drauf geschlagen werden muss, damit Frieden einkehrt, ist unerklärlich.
Und dann, wenn eine Seite aufgegeben hat, manifestieren aufwändige Denkmäler deutlich, dass "so etwas" nie wieder passieren darf.


Sonntag, Dezember 06, 2015

Ohweh!

Es ist schon der 2. Advent!

Hiermit wird nachgereicht:

Mitte November:
Die Adventskalender sind sicher im Haus. Hoffentlich bleiben sie sicher, nicht dass das Hundetier sie zwischendurch frisst.

27. November:
Weihnachten ist eingeläutet! Die alljährliche Cousinenpost ist da.

28. November:
Muttern hat auch einen eigenen Adventskalender. Einen ganz ohne Aufgaben, außer der, täglich eine Kerze zu öffnen.
Lieben, herzlichen Dank an M*!

29. November:

Die erste Sorte Plätzchen ist fertiggebacken, Variation von Ausstechern.
Ich hasse Ausstecher, daher besitze ich kein Wellholz und die Ausstecher wurden zu kleinen Fladen gedrückt, mit Sauerkirschmarmelade bestrichen und mit Streuseln bestreut. Sehr lecker!

1. Dezember:
Der Kleine backt im und mit dem Jugendkeis, dazu wurde ihm das Rezept auf dem Küchentresen hinterlassen, den Teig musste er anhand seiner am Sonntag erlangten Erfahrungen selbst mixen ... das scheint er gut hinbekommen zu haben, jedenfalls berichtete er, die Plätzchen hätten kaum aus dem Herd kein weiteres Tageslicht mehr gesehen.

2. Dezember
Nun wird also eine Gans bei uns auf dem Tisch zu liegen kommen.
Der Große möchte keine Orangenfüllung. Und dabei liebe ich Orangenfüllung! Mit Kumquats und Physalis!
Und so wird es heuer die altbewährte Apfelfüllung mit Pflaumen geben. Die mag ich nicht. Aber ich werde keinen Majoran, Estragon oder Thymian dazu geben, diese Gewürze kamen mir bisher nichts ins Haus und werden es auch zukünftig nicht tun.
Apfelsaft dürfte einen Versuch wert sein. Dann schmeckt dieser Nachfahre der Dinosaurier ein bisschen fruchtig. Und da mir niemand bei der Zubereitung zur Hand gehen wird ... *händereibenundhexischlachentu*

5. Dezember
Weihnachtlicher Abschlussball des Kleinen im Kurhaus.
Ja - mein Kind meldete sich freiwillig und völlig selbsttätig beim Tanzkurs an. Eine Freundin hat durchaus positiven Einfluss ...
Nächstens brachten wir besagte Freundin dann nach dem Fest zu ihrem Heim, dort wurde ihr aber nicht geöffnet und einen Schlüssel trug sie nicht bei sich ... kurzerhand wurde sie also wieder ins Auto geladen und sie übernachtete in meinem unaufgeräumten Haushalt.
Alles Notwendige ließ sich irgendwie auftreiben.

6. Dezember
Nikolausi
Der Inhalt der Stiefel war schon vorab vereinnahmt worden,  dicke Haussocken und Mützen sind immer wieder beliebte Gaben, da beides vom Verschwinden ein Lied singen kann.
Nochmal kaufen hat aber zu warten, bis das Verschwinden erneut beklagt werden muss, so lange tun es normale Socken und Unterwäsche auch. Genauso praktisch, nur die Begeisterung ist merklich zurückhaltender.
Freundin musste sich mit Schokolade, Nuss und Mandarinen begnügen ... ... ... sie war doch nicht eingeplant ... ... ... dafür entzückte das Nikolausfrühstück mit sich biegenden Tischen und der Mittag ging rum mit Nussmakronen backen und Lebkuchenhaus zusammenbauen samt dekorieren.

Samstag, Oktober 31, 2015

und wieder

Heute ging ich also erneut nicht in die Kirche, dem Martin Luther und der von ihm ausgelösten Reformation zu gedenken.


Statt dessen wurde gestern ein Kürbis geshanghait, der tut jetzt Dienst vor der Haustür.
Und er wurde vorher nur ganz wenig behandelt ...





Sonntag, Oktober 04, 2015

zur Feier des Tages

Vor 26 Jahren ist mir glatt was entgangen.

Da war dieses Ding damals, das anschließend als "Mauerfall" in die Gechichte einging, wahlweise auch als "einzige unblutige Revolution in Deutschland" - was bei mir immer die Frage aufwirft, ab wann ein Deutschland in der Gechichte überhaupt auftauchte. Nach dem von wichtigen Leuten torpedierten ersten Versuch Immer schon ein wenig dem Größenwahn zugeneigt, nannten die Entscheidungsträger 1871 das Gebilde, das nach ihrem Ermessen einen Kaiser brauchte, nach dem Römischen Reich - also Deutsches Reich. Relativ einfach ist das Datum zu merken, an dem das los ging, am 1. Januar geht das schließlich immer los, das mit den guten Vorsätzen. Gehalten hat sich das nicht so richtig lange, dann war der Kaiser Gechichte und - gechichtlich gesehen - wenig später auch das Reich.

War das auch schon Deutschland? Abgesehen davon, dass dieser Nationalstaat heutzutage in Wirklichkeit unter anderem Namen firmiert, was aber dadurch, dass die von meiner Seite der Grenze aus gesehene andere Hälfte der Deutschen vor nun 26 Jahren keine Lust mehr auf Stacheldraht und Betonwände hatte, Makulatur wurde, spricht keine Sau mehr von der Bundesrepublik Deutschland.

Heute las ich einen Artikel darüber, dass die westliche Seite des Eisernen Vorhangs gar nicht gewonnen hat, sondern dass sich die Bewohner der östlichen Seite vollkommen unbemerkt durchgesetzt haben.

Die Überwachung hat sich in Gesamtdeutschland verbreitet, der grüne Rechtsabbiegepfeil ebenso, Kitas für alle sind inzwischen ein Recht für alle, außer bei dem störrischen Bergvolk, das lieber die Herdprämie bezahlt, als die Kitas einzurichten, ein ehemaliges Mitglied der FdJ ist die mächtigste, bekannt drahtziehende Frau in Deutschland - und so lange Hillary nicht Präsidentin ist, wird sie es wohl auch in der Welt sein - und Berlin ist Hauptstadt.

Jedenfalls fuhr ich am 11.11.1989 nach einem Verwandtenbesuch auf der wenig befahrenen B456 in Richtung Süden und wunderte mich , dass so viele Trabants mit unterwegs waren.
Ein Zugang zu einem Fernseher war nur eingeschränkt möglich, ein Autoradio hatte ich zu dem Zeitpunkt nicht und so entging mir glatt, dass in Berlin eine Mauer gefallen war und meine Zukunft sich radikal geändert hatte.

Es war ein sehr schönes Wochenende, ich kann mich aber nicht daran erinnern, ob wir diesen weitreichend wirksamen Punkt an diesen beiden Tagen irgendwie thematisiert haben.

Vielleicht half ja auch die schulische Unterrichtung im östlicheren Niedersachsen - mit einer Erdkundelehrerin, die dafür sorgte, dass ihre Schüler sich auch im noch östlicheren Mitteldeutschland auskannten, und die unterschwellig immer mit klingen ließ, dass die Zonengrenze ein vorübergehender Zustand sein würde.

Dienstag, August 25, 2015

Jubelt

Der einzige Post im August, auf den es ankommt, ist nun also ein Blog-Geburtstagspost. Wer hätte das gedacht.




Wieder ein Jahr älter.




Die Jahre vergehen schneller. Oder es kommt mir nur so vor. Kaum ist Sommer, muss die Heizung doch wieder eingeschaltet und die Türen geschlossen gehalten werden.


Ein Stein muss noch aus dem Weg, dringend ... ...


und ansonsten muss man schon froh sein, wenn man jeden Tag aufstehen kann ... ... ...

Sonntag, August 16, 2015

Sonntag, August 02, 2015

Veränderungen

Das kleine Kind hat nun also eine Freundin.




Kommt der aus Holland zurück, wo er mit der Jugendgruppe der evangelischen Kirche hingeschickt wurde, damit er ordentlich untergebracht und in den Ferien nicht zu gelangweilt und daher unberechenbar wird - und danach geht er plötzlich freiwillig Altersgenossen besuchen ... ... ... und eben jene Altersgenossin ... ... ...




Er ist mir ja nun schon seit Wochen über den Kopf gewachsen, kräftemäßig sowieso - dann gewöhn ich mich sicher auch dran, dass er sich verguckt hat ... ... ... ganz sicher ... ... ... vom Großen ist mir das nur so nicht bekannt ... ... ...

Samstag, Juni 27, 2015

BJS ...

"Mama arbeitet" hat eine Petition vom Zaun gebrochen - die verpflichtende Teilnahme an den Bundesjugendspielen soll abgeschafft werden ...

Darüber gerate ich mal wieder ins Grübeln.

Zu meiner Zeit gab es - so meine ich jedenfalls - 2-jährlich eine Sportveranstaltung, die als Bundesjugendspiele verkauft wurde. Ich kann mich an Jahre erinnern, als die Urkunden vom Klassenlehrer oder vom Sportlehrer verteilt wurden, aber auch an Jahre, als die Besten - die mit den Ehrenurkunden - sie öffentlich - vor allen anderen Schülern und von diesen lautstark bejubelt - in der Aula erhielten.

Wegen weniger Punkten gab es in meiner Erinnerung kein Mobbing. Ich war nicht die, die zuerst in eine Mannschaft gewählt worden wäre, entsprechend war auch mein Abschneiden bei den Bundesjugendspielen, doch eine Kritik der Mitspieler oder Lehrer fürchtete ich nie.
Auch nicht, wenn ich mit dem Schlagball eine Weite von 8 Metern erreichte. Später mochte ich das Kugelstoßen mehr, das glückte überraschend gut.

Es war einfach ein großes Spiel für alle.

In der Grundschule meines Kleinen gab es zwei Bundesjugendspiele. Sein Freund hier aus der Straße wurde einmal Jahrgangsbester - ein Supertalent in Sachen Sport! - der Kleine selbst erhielt eine Teilnahmeurkunde, die natürlich mit den Mitschülern verglichen wurde und so stellte er fest, dass er die geringste Punktzahl in seiner Klasse hatte.
Selbst sein unsportlicher Freund oben vom Berg hatte mehr.

Von Stund an stand er gar nicht mehr auf Sport; ohnehin vorher schon ein delikates Thema.
Kinderturnen, Schwimmen, Leichtathletik, Karate, Fußball, Tischtennis. Nichts hatten wir unversucht gelassen, doch sobald sein Körper meldete, dass er warm zu werden gedächte, da er eine körperliche Anstrengung feststellte, waren Ehrgeiz oder auch nur der Versuch des Erreichens eines Ziels deutlich unverständliche Fremdworte.

Mein Kind hielt sich lieber mit dem Verschlingen von Büchern auf, was auch mal eine Lehrerin in Sorge versetzte, da er mit Vorliebe Bücher von R. L. Stine um sich scharte und sich auch mit der Wissenschaft der Vampire und der Fledermäuse beschäftigte ... ... ... aber das ist eine andere Geschichte.

Jedenfalls war er bei den nächsten Bundesjugendspielen krank, ließ sich gerade noch überreden, beim Tae Kwon Do zu bleiben, nutzte die ihm gegebene Zeit, um richtig Spaß daran zu entwickeln und hat inzwischen den Roten Gürtel.

Ich bin für eine freiwillige Teilnahme bei den Bundesjugendspielen.
Die, die daran Spaß haben, sollen ihn doch haben - die anderen sollen einfach nicht mehr krank gemeldet werden müssen.

Wobei ich dringend eine Änderung der Regularien vorschlagen möchte:

Anscheinend ist es so, dass immer 20% der Mitmacher eine Ehrenurkunde erhalten, 50% erhalten eine Siegerurkunde und es sind immer 30%, die Teilnehmerurkunden erhalten.

Wieso hat es nichts mit selbst erreichten Leistungen zu tun, welche Urkunde ich bekomme?
Wieso ist meine Leistung im Vergleich mit den anderen zu werten?

30% einer Klasse gehören von vornherein nicht zu den Guten, sie haben selbst keine Chance, das zu verändern. Besser in der Bewertung werden sie nur, wenn jemand anders weniger abliefert ... ... ...

Das erinnert mich irgendwie an die Aufforderung einer Schulleitung an eine Lehrerin, die mal durch die Presse ging ... Die Lehrerin müsse in ihrer Klasse auch Schüler haben, die eine Note schlechter als 3 hätten. Das gehöre sich einfach so ... ... ...

Ich glaube, ich bin dafür, die Bundesjugendspiele in der jetzt existierenden Form abzuschaffen ...

Samstag, Juni 13, 2015

wichtig und nichtig

In Südkorea geht epidemisch die aus Saudi-Arabien eingeschleppte Pest um. Dort heißt sie "Mers"- erinnert mich irgendwie an "Sars", beides sagt mir ohne goggeln nichts, außer, dass darüber in der Zeitung gelesen werden kann - und es sind wohl 140 Menschen mit dem Erreger infiziert. So steht es in der Zeitung.
14 Menschen sind gestorben. Traurig für jedes einzelne Menschenleben und auch noch ein Fall für unterkühlte Statistik.

Interessehalber hab ich nach der Lektüre dieses Artikels bei der WHO gesucht und diesen Link gefunden. Seit langem wird die jährliche Zahl an Malariatoten anscheinend kleiner, 2013 starben nach Angaben der WHO geschätzt 584 000 Menschen (zwischen 367 000 und 755 000 - wo kommt eine Schwankung von + oder - 30% her?) nach einer Malariaerkrankung.




Das sind wohl etwa 30% weniger als im Jahr 2000.

"Mers" soll wohl das Sommerloch füllen? Rein statistisch gesehen ...

Donnerstag, Juni 04, 2015

Man muss sie einfach schützen ...

schützen vor dem Bösen ... vor dem bösen Volk ... vor dem bösen, bösen Volk


Im Schloss findet der G7-Gipfel statt. Dort finden sich genau 7 gar wichtige, hohe Tiere samt Entourage ein und die fast so hohen Tiere des kleinen, listigen Bergvolks haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese wirklich extrem wichtigen, hohen Tiere vor dem bösen Rest des kleinen, listigen Bergvolks und des dieses Bergvolk umgebenden, sonstigen Pöbels zu schützen.


Es geht schließlich nicht an, dass das regierte Volk seine Meinung kund tut und schon gar nicht, dass es das Aug in Auge mit denen tut, die es regieren ...


19.000 Polizisten sind anscheinend in und um und um Garmisch-Partenkirchen herum im Einsatz ... das deutsche Volk ist doch ein böses Volk ... davor muss die Welt einfach geschützt werden!


Ich bin dafür, dass die wichtigste Frau der Welt das nächste Mal- und das übernächste und danach auch immer - darauf verzichtet, Gastgeberin dieser Elite-Veranstaltung zu sein ...

Samstag, Mai 30, 2015

noch ergänzend

"Weil Du denkst, dass ist der erste Schritt zu "Ich geh´ Disko!", wenn Du es nicht tust!"

Darf man so einen Satz ohne Hinweis auf den Verfasser zitieren? Muss man das nicht sogar?
Abgesehen vom im Deutschen echt bösen, englischen Satzbau, der wie der Deppenapostroph möglicherweise zukünftig allgemein als richtig empfunden werden wird, und dem nicht überlesbaren, doppelten s - ein ernsthafter Hintergrund ... daher

Samstag, Mai 09, 2015

hm ...

70 Jahre Kriegsende in Europa ... und keiner geht hin, so kommt es mir vor ... außer über den Aufmarsch in Russland sind keine Berichte in den Gazetten, die von Versammlungen der Sieger oder der Besiegten berichten ...

Zur Landung der Alliierten an den Küsten der Normandie sah das ganz anders aus ...

Samstag, Mai 02, 2015

ergänzend

"Kate gebährt Tochter" ... verstehend, was diese Überschrift sagen will ... es sei ihr von Herzen gegönnt, immerhin wurde die britische Kronprinzessin samt Familie vom deutschen Blätterwald stellvertretend für den nicht mehr existenten, deutschen Kaiser adoptiert ... das muss ich ja nicht verstehen ... und doch stolperte ich mal wieder über einen journalistischen Erguss ...

Kann nicht jemand die Konjugation für "gebären" mal kurz an einen der Bäume pinnen?

Freitag, Mai 01, 2015

Wenn man erwischt wird ...

Der Bundesinnenminister verweigert die Auskunft zu einer durchgesickerten Neuigkeit mit dem Hinweis, er könne zu einer durchgesickerten Neuigkeit, die von einem Papier stamme, das mit "geheim" oder "sehr geheim" gekennzeichnet war, nichts sagen.

Der BND sollte seine Geheimnisse auf Geheimpapieren mit dem Hinweis "Ultra-Geheim!" versehen oder noch besser Geheimtinte verwenden. Gegen Whistle-Blower ist man dort offenbar machtlos ... oder sie könnten sich auch an geltende Regeln halten ... ... ...die Regierenden ...

Samstag, April 18, 2015

Donnerstag, April 09, 2015

Was ist nur aus Dir geworden ...

Journalisten, denen ein Lektor fehlt, schreiben manchmal böses Zeug zusammen.
Nicht nur inhaltlich fehlt ihnen so manches Mal das Verständnis für das, worüber sie berichten.

Das Lesen von Artikeln oder auch das Ansehen von Fernsehbeiträgen lässt mich immer öfter stolpern und ich frage mich, ob es modern ist, die Regeln der Grammatik außer Kraft zu setzen oder Worte in sich selbst zu verdoppeln  ...

Als Sprachenfan wünsche ich mir oft genug eine humanistische Ausbildung für Lehrer, Autoren und vor allem für Journalisten.

- wegretuschieren
- durchpassieren
- Restrisiko
- weiblich und feminin als sich ergänzende Adjektive
- La-Ola-Welle
- Fachjury
- auskondensiert
- nachjustiert
- Grundbasis
- nachrecherchiert
- durchdokumentiert
- das Schutzschild
- zur Hilfe rufen
- ausdekorieren
- er schaffte Leben
- ... der ... systematisch verfolgt wurde. Und zwar im Auftrag von seinem Sohn.

wenn die Bedeutung von Fremdworten oder Fachchinesisch sich entzieht

- Die Reaktionen im Netz reichten von Hass über Entsetzung bis hin zu schwarzem Humor.
... ... ... wirklich?
Im Netz wurde gehasst,verdrängt und rumhumort?


- McDreamy verkauft sein pikareskes Haus in Malibu
... ... ... wirklich?
  Er verkauft sein "schelmenhaftes" Haus in Malibu? Nicht eher sein "pittoreskes" - sein "malerisches" Haus?

- Im Weingut findet eine "Verköstigung" statt ... in einem Weingut gibt es sicher auch Bewirtung, doch würde sich in einem Artikel über die Existenzgrundlage eines Landwirtes vermutlich eher eine Verkostung anbieten, um den Besuchern die Weine schmackhaft zu machen und sie als reelle und vor allem wiederkehrende Käufer zu gewinnen ...

oder auch, warum Präfixe nötig sind, die dem Wort eine andere Bedeutung geben

- ... wenn der einzige Wunsch lautet, sich endlich ausrasten zu können, durchzuatmen ...

und ganz schlimm ... nicht nur wegen des Themas:
beförderter Selbstmord im Spiegel
Hier scheinen Deutschkenntnisse aus dem 19. Jahrhundert wieder hochzukommen, gab es doch einen Professor Dr. Friedrich Benjamin Osiander, der sich mit dieser Wortwahl literarisch verewigte und durch Google und dessen Drang der Veröffentlichung von Büchern den Weg ins Netz fand

Samstag, April 04, 2015

Gedankenloses

Interessanter Ansatz:


Die Kreuzzüge wurden erfunden, um den in Europa herummarodierenden Rittern und Landsknechten möglichst weit weg eine Aufgabe zuzuschanzen ... da kam der Hilferuf aus Byzanz gerade zur richtigen Zeit ...

Samstag, Januar 17, 2015

uaaahhh

Schnupfentierchen sind eine gänzlich gruselige und komplett überflüssige Erfindung der Evolution.

An einem Tag geht es noch, am nächsten krächzt man sich einen zurecht und dann liegt man flach im Bett und wünscht sich, dass der Tag um geht ... ich sollte mehr Aspirin im Vorrat haben, dann täte wenigstens nichts weh ...

Beim Räumen in der Küche fand ich 400 g gemahlene und 400 g ganze Haselnüsse, die für die Makronen zu Weihnachten hätten verwendet werden können ... demnächst werde ich eine Checkliste besitzen, auf der geschrieben steht, was im Haus vorhanden ist ... das Gedächtnis lässt offenbar nach ...

Samstag, Januar 10, 2015

Mama-Adventskalender das Letzte

Baum wääääck!

Heute Morgen stiebte ich aus dem Bett und hoffte, das Abholen des entschmückten Weihnachtsbaumes nicht verpasst zu haben, waren doch in die Helfer des Förderkreises Kindergarten in den letzten Jahren immer schon zu höchst unchristlicher Zeit ab um 7 Uhr da gewesen und bei uns zuerst, bei uns fängt schließlich das Dorf an. Halt leider nur, wenn es um Abholtermine geht, wenn es darum geht, was zu bringen, sind wir das Ende des Dorfes.
Es war wie immer spannend.

Heuer scheinen die aber viel besser organisiert! Es gab vor vielen Tagen schon Zettel im Briefkasten, auf denen der Abholtag mitgeteilt wurde und sie kamen erst nach um 9 Uhr!

Vor lauter Freude verdoppelte ich mal meine Spende an den Förderverein zur Förderung der Aktivitäten im Kindergarten ...

Alles andere ist auch abgebaut, verstaut, verschenkt, abgegeben ... es hat geflutscht, dass es eine wahre Freude ist!

Wenden wir uns also wieder dem alltäglichen Wahnsinn zu, der ab Montag nach dem Urlaub wieder richtig los gehen wird...

Donnerstag, Januar 08, 2015

Heute Morgen

Auf der Titelseite jeder Zeitung dieser Welt, die etwas auf freie Meinungsäußerung gibt, hätte heute eine Karikatur prangen müssen!



Mittwoch, Januar 07, 2015

der Baum ist ab

geschmückt, der Karton schon wieder auf dem Dachboden.

Läuft!