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Sonntag, März 05, 2017

Damals

The Joshua Tree wird 30.


In einem Anfall von Wahnsinn wurde die Kassette traurigerweise mitsamt der kompletten, restlichen  Kassettensammlung entsorgt.

Die Erinnerung an laute Musik im Auto auf dem Highway I684  ... unbezahlbar ...

Freitag, Juli 01, 2016

Beim Blättern


Beim Blättern stolperte ich über diesen Eintrag.



Das ist ne Weile her und ich habe mich damals halb ein bisschen geirrt, das muss ich eingestehen ... die Mehrwertsteuer ist seit 2007 nicht erhöht worden und in Rheinland-Pfalz gibt es ein Stück Lehrmittelfreiheit - die Bücher können für wenig Geld ausgeliehen werden ...


Und der Herr Westerwelle ist zwischenzeitlich verstorben ... da war er aber schon länger kein Außenminister mehr ...

Sonntag, Oktober 04, 2015

zur Feier des Tages

Vor 26 Jahren ist mir glatt was entgangen.

Da war dieses Ding damals, das anschließend als "Mauerfall" in die Gechichte einging, wahlweise auch als "einzige unblutige Revolution in Deutschland" - was bei mir immer die Frage aufwirft, ab wann ein Deutschland in der Gechichte überhaupt auftauchte. Nach dem von wichtigen Leuten torpedierten ersten Versuch Immer schon ein wenig dem Größenwahn zugeneigt, nannten die Entscheidungsträger 1871 das Gebilde, das nach ihrem Ermessen einen Kaiser brauchte, nach dem Römischen Reich - also Deutsches Reich. Relativ einfach ist das Datum zu merken, an dem das los ging, am 1. Januar geht das schließlich immer los, das mit den guten Vorsätzen. Gehalten hat sich das nicht so richtig lange, dann war der Kaiser Gechichte und - gechichtlich gesehen - wenig später auch das Reich.

War das auch schon Deutschland? Abgesehen davon, dass dieser Nationalstaat heutzutage in Wirklichkeit unter anderem Namen firmiert, was aber dadurch, dass die von meiner Seite der Grenze aus gesehene andere Hälfte der Deutschen vor nun 26 Jahren keine Lust mehr auf Stacheldraht und Betonwände hatte, Makulatur wurde, spricht keine Sau mehr von der Bundesrepublik Deutschland.

Heute las ich einen Artikel darüber, dass die westliche Seite des Eisernen Vorhangs gar nicht gewonnen hat, sondern dass sich die Bewohner der östlichen Seite vollkommen unbemerkt durchgesetzt haben.

Die Überwachung hat sich in Gesamtdeutschland verbreitet, der grüne Rechtsabbiegepfeil ebenso, Kitas für alle sind inzwischen ein Recht für alle, außer bei dem störrischen Bergvolk, das lieber die Herdprämie bezahlt, als die Kitas einzurichten, ein ehemaliges Mitglied der FdJ ist die mächtigste, bekannt drahtziehende Frau in Deutschland - und so lange Hillary nicht Präsidentin ist, wird sie es wohl auch in der Welt sein - und Berlin ist Hauptstadt.

Jedenfalls fuhr ich am 11.11.1989 nach einem Verwandtenbesuch auf der wenig befahrenen B456 in Richtung Süden und wunderte mich , dass so viele Trabants mit unterwegs waren.
Ein Zugang zu einem Fernseher war nur eingeschränkt möglich, ein Autoradio hatte ich zu dem Zeitpunkt nicht und so entging mir glatt, dass in Berlin eine Mauer gefallen war und meine Zukunft sich radikal geändert hatte.

Es war ein sehr schönes Wochenende, ich kann mich aber nicht daran erinnern, ob wir diesen weitreichend wirksamen Punkt an diesen beiden Tagen irgendwie thematisiert haben.

Vielleicht half ja auch die schulische Unterrichtung im östlicheren Niedersachsen - mit einer Erdkundelehrerin, die dafür sorgte, dass ihre Schüler sich auch im noch östlicheren Mitteldeutschland auskannten, und die unterschwellig immer mit klingen ließ, dass die Zonengrenze ein vorübergehender Zustand sein würde.

Samstag, Juni 27, 2015

BJS ...

"Mama arbeitet" hat eine Petition vom Zaun gebrochen - die verpflichtende Teilnahme an den Bundesjugendspielen soll abgeschafft werden ...

Darüber gerate ich mal wieder ins Grübeln.

Zu meiner Zeit gab es - so meine ich jedenfalls - 2-jährlich eine Sportveranstaltung, die als Bundesjugendspiele verkauft wurde. Ich kann mich an Jahre erinnern, als die Urkunden vom Klassenlehrer oder vom Sportlehrer verteilt wurden, aber auch an Jahre, als die Besten - die mit den Ehrenurkunden - sie öffentlich - vor allen anderen Schülern und von diesen lautstark bejubelt - in der Aula erhielten.

Wegen weniger Punkten gab es in meiner Erinnerung kein Mobbing. Ich war nicht die, die zuerst in eine Mannschaft gewählt worden wäre, entsprechend war auch mein Abschneiden bei den Bundesjugendspielen, doch eine Kritik der Mitspieler oder Lehrer fürchtete ich nie.
Auch nicht, wenn ich mit dem Schlagball eine Weite von 8 Metern erreichte. Später mochte ich das Kugelstoßen mehr, das glückte überraschend gut.

Es war einfach ein großes Spiel für alle.

In der Grundschule meines Kleinen gab es zwei Bundesjugendspiele. Sein Freund hier aus der Straße wurde einmal Jahrgangsbester - ein Supertalent in Sachen Sport! - der Kleine selbst erhielt eine Teilnahmeurkunde, die natürlich mit den Mitschülern verglichen wurde und so stellte er fest, dass er die geringste Punktzahl in seiner Klasse hatte.
Selbst sein unsportlicher Freund oben vom Berg hatte mehr.

Von Stund an stand er gar nicht mehr auf Sport; ohnehin vorher schon ein delikates Thema.
Kinderturnen, Schwimmen, Leichtathletik, Karate, Fußball, Tischtennis. Nichts hatten wir unversucht gelassen, doch sobald sein Körper meldete, dass er warm zu werden gedächte, da er eine körperliche Anstrengung feststellte, waren Ehrgeiz oder auch nur der Versuch des Erreichens eines Ziels deutlich unverständliche Fremdworte.

Mein Kind hielt sich lieber mit dem Verschlingen von Büchern auf, was auch mal eine Lehrerin in Sorge versetzte, da er mit Vorliebe Bücher von R. L. Stine um sich scharte und sich auch mit der Wissenschaft der Vampire und der Fledermäuse beschäftigte ... ... ... aber das ist eine andere Geschichte.

Jedenfalls war er bei den nächsten Bundesjugendspielen krank, ließ sich gerade noch überreden, beim Tae Kwon Do zu bleiben, nutzte die ihm gegebene Zeit, um richtig Spaß daran zu entwickeln und hat inzwischen den Roten Gürtel.

Ich bin für eine freiwillige Teilnahme bei den Bundesjugendspielen.
Die, die daran Spaß haben, sollen ihn doch haben - die anderen sollen einfach nicht mehr krank gemeldet werden müssen.

Wobei ich dringend eine Änderung der Regularien vorschlagen möchte:

Anscheinend ist es so, dass immer 20% der Mitmacher eine Ehrenurkunde erhalten, 50% erhalten eine Siegerurkunde und es sind immer 30%, die Teilnehmerurkunden erhalten.

Wieso hat es nichts mit selbst erreichten Leistungen zu tun, welche Urkunde ich bekomme?
Wieso ist meine Leistung im Vergleich mit den anderen zu werten?

30% einer Klasse gehören von vornherein nicht zu den Guten, sie haben selbst keine Chance, das zu verändern. Besser in der Bewertung werden sie nur, wenn jemand anders weniger abliefert ... ... ...

Das erinnert mich irgendwie an die Aufforderung einer Schulleitung an eine Lehrerin, die mal durch die Presse ging ... Die Lehrerin müsse in ihrer Klasse auch Schüler haben, die eine Note schlechter als 3 hätten. Das gehöre sich einfach so ... ... ...

Ich glaube, ich bin dafür, die Bundesjugendspiele in der jetzt existierenden Form abzuschaffen ...

Sonntag, Januar 05, 2014

wenn es vorbei ist ...

Vorhin hatte er in einem Nebensatz erwähnt, warum er damals von der Schule abgehen wollte, habe er noch niemandem erzählt ... ... ...


Es gab mal eine Zeit, als mich das wirklich interessiert hätte ...

Freitag, Dezember 13, 2013

13. Dezember

Ein bisschen Schnee könnte noch fallen.

Tagsüber läuft im Radio Rockland, der Sender aus Mainz, der ein doch recht eng gefasstes Repertoire bietet, der aber auch die Weihnachtssongs spielt, die zur Jahreszeit passen.
Immer dieselben, doch Traditionen werden mit der Zeit irgendwie wichtig ...

Es ist kein Zufall, glaube ich, dass Omas und Opas Traditionen weiterreichen, wenn man sie lässt und Eltern tun Kindern keinen Gefallen, wenn der Kontakt zu Oma und Opa nur sporadisch oder gar nicht stattfindet.
Ich nehme mich da nicht aus.

Ich hatte eine tolle Oma. Ich kann mich zwar nicht an Weihnachten bei ihr erinnern, das wurde brav bei uns zuhause gefeiert, aber die wochenlangen Sommerferien bei ihr waren etwas, woran ich immer wieder gerne zurück denke ... und je weiter das entfernt liegt, umso mehr ...

Sonntag, August 21, 2011

ungefähr 1983

oder auch: Dachbodenfund

Wenn der Winter
lässt den Regen
zu Eisblumen friern
gehn die Eltern mit den Kindern
übern See spaziern.

Wenn Schneeflocken
fall´n vom Himmel
geh und freu Dich dran
Es wird Weihnacht
mach Musik nun
und die Kerzen an

Samstag, Februar 14, 2009

Mikado

Es handelt sich bei Mikado nicht um gleichnamiges Spiel. Mikado war mal ein Pferd. Ich denke, ich kann guten Gewissens schreiben, dass er ein Pferd 'war', obwohl er damals, als ich mit ihm zu tun hatte, 4 oder 5 Jahre alt war, denn das ist auch schon wieder über 25 Jahre her, und die Chancen stehen gut, dass er inzwischen die Radieschen von unten betrachtet.

Mikado war also ein Pferd. Er stand im Reitstall, den ich damals aufzusuchen pflegte, bevor Reiten nicht mehr zu meinen Hobbys gehörte. Er war ein junges Pferd. Dies äußerte sich vor allem darin, dass er die Reitschüler auch mal flott so von seinem Rücken runter expedierte. Das konnte er gut und er hatte sich damit eine Gemeinde von Fans erarbeitet, die sich auf ihn rauf trauten. Ich gehörte nicht dazu.

Ich liebte Dominka. Dominka stand schon seit ungezählten Jahren im Reitstall mit dem Ergebnis, dass sie nur noch machte, was sie wollte. Die Reitschüler auf ihrem Rücken nahm sie schon lange nicht mehr ernst, weshalb sie einen Ruf der Unbeherrschbarkeit und grandiosen Faulheit genoss.
Ihr Fanclub war denkbar klein. Ich gehörte dazu, denn sie war zwar stur wie ein Maulesel, doch sie warf nie jemanden ab. Und meistens machte sie, was ich wollte.

Eines Tages - die Sonne schien, der Himmel blitzte blitzeblau, es war Frühling und die Luft wunderbar - da kam dem Reitlehrer die Idee eines Ausrittes und er verteilte die Reiter auf die vorhandenen Pferde. Irgendwie lag ein übermäßiger Knick in einer seiner Gehirnwindungen vor, wie sonst hatte der Gedanke entstehen können, Mikado und mich zusammen zu tun. Ich stand also neben diesem Pferd. Es war orange, riesig und unruhig und da fand ich das erste Mal die richtigen Worte, um nicht zu tun, was erwartet wurde. Der Reitlehrer fand das vermutlich eine höchst pubertäre Reaktion, jedenfalls schimpfte er lautstark und stellte uns später nie mehr zusammen, doch im Nachhinein betrachtet hatte ich einfach nur riesigen Schiss vor diesem Pferd - oder besser: vor dem Runterfallen. Ich traute mir das nicht zu und stieg nicht auf Mikado. Ich zog Dominka vor.

Seit einiger Zeit fällt mir diese Geschichte immer wieder mal ein. Wann es wohl die richtige Zeit dafür ist, Mikado bei den Hörnern zu packen ... ... ...

Dienstag, April 01, 2008

April 1st

Heute ist also der Tag für alle Hobby-Scherzkekse.

Nur mir fällt immer kein Witz ein, über den man auch einige Tage später noch herzhaft zu Lachen imstande wäre ...

Dafür kommt mir immer jener Tag in den Sinn, als ich Männe erzählte, an seinem Auto seien zwei Räder geklaut worden und er lief schnellstens nachsehen ...

das war nicht nett von mir ... und es hat Spaß gemacht ... ;)