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Dienstag, Januar 07, 2020

Happy New One

Gute Güte, werden die Nachkommen uns verfluchen , wenn das noch möglich sein sollte

Nicht so Neues:

der Trend geht zum 3-l- Auto -
   sagen Autohersteller: hold my SUV!

lasst uns weniger Plastikmüll produzieren -
   sagt die Modeindustrie: hold my Pailetten-T-Shirt!

Es ist zuviel Mikroplastik im Wasser -
   sagt die Kosmetikbranche: hold my Glitzercreme/ Glitter-Lipstick/ Glitzer-Lidschatten

und Neues in 2020

Frohe Weihnachten und Frieden sei in der Welt - WWIII trendet auf Twitter


Samstag, Dezember 30, 2017

Huch! Erinnerungen

Ja ... die Gehirnzellen sind noch da, wenn auch nicht immer rechtzeitig greifbar ...

Mir ist wieder eingefallen, wo sich die vermisste Lichterkette für den Baum aufhält ... sie liegt im Korb, der neben der eigentlichen Weihnachtskiste stand, bevor diese vom Dachboden verschleppt wurde ... in diesem Korb ruhen auch die Glaskugeln, die wegen Abwesenheit nicht an den Baum gehängt werden konnten ... der Korb ist noch auf dem Dachboden ... dort wird er auch bleiben ... und wenn nächstes Jahr die Erinnerung rechtzeitig wieder einsetzt, dann räume ich die fraglichen Gegenstände richtig auf ... isch schwör ...

Donnerstag, Dezember 07, 2017

Huch! Der Siebte

Kinders ... lasst die alten Leute nicht im Internet bestellen, die können das nicht ...

anscheinend habe ich bei der Eingabe der Zustelldaten meine Postleitzahl falsch getippt ... jedenfalls glaube ich mal, was die nette Frau im Support auf Anfrage mitteilte.

Oder das ist auf der Seite Masche ... so blöd kann man doch gar nicht sein ...

Montag, Februar 20, 2017

Hm ...

Beim Surfen stolpert man ja immer wieder über Dinge ... z. B. über ein älteres Interview des Senators of Arkansas, Tom Cotton, der meinte, der Iran täte schlimme Dinge und es sei an der Zeit, klar zu sagen, dass der Präsident der USA nicht zwingend für den Kongress spricht, wenn er über wirtschaftliche Beziehungen Vereinbarungen trifft. Der Iran müsse lernen, dass die Verfassung der USA das anders sähe, dass also Vereinbarungen mit dem Präsidenten nicht gleich bedeuten, dass diese Vereinbarungen auch eingehalten werden ... oder so ähnlich ... jedenfalls sei der Iran hoch gefährlich ... ... ... Ich glaub ja, dass Politikersprech absichtlich erfunden wurde um das gemeine Volk fern zu halten ... Politik als das neue Latein dieser Welt ...

Sie kontrollieren schon Teheran, zunehmend Damaskus, Beirut, Bagdad und noch eine Stadt, die ich nicht verstanden hab ... ... ... und dann fiel mein Kopf auch schon wieder aus ... Teheran? Die Iraner kontrollieren Teheran?

Wenn ich nachlese, ist Teheran seit mindestens 850 n. Chr. als iranisch/ persisch bekannt, wenn die heute zu Teheran gehörende alte Hauptstadt Rey auch zählt, ist wenigstens die Gegend seit mindestens dem 8. Jhdt. v. Chr. besiedelt.Zwischendurch wollten ein paar Assyrer auch mal kurz Chefs sein, was ihnen nicht gut bekam, Assyrien verschwand wegen der Meder, der ersten Iraner/ Perser. Genaueres lassen wir hier, davon weiß ich nichts. "Verschwinden" heißt aber wohl in jener Zeit, dass ein neuer Chef mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln Gegner und Kritiker davon abbrachte, gegen ihn zu sein. ... Wieso fallen mir an dieser Stelle Parallelen zu dieser, unserer Zeit ein?

Ab 728 v. Chr. gab es wohl so eine Art frühes Persisches Reich, einschließlich Teheran und somit kontrolliert der Iran seit 1.289 Jahren Teheran. Sauerei! Echt! Gerade für einen Senator aus Arkansas, der sich immer wieder darauf bezieht, dass er ja nicht alleine da steht, sondern dass viele Mitglieder und Mitgliederinnen (gibt es solche überhaupt im Kongress des Mittelpunkts der Welt?) mit ihm einer Meinung sind ... Himmel nochmal ... das sind rethorische Luftblasen!


Dienstag, Januar 24, 2017

Sagen wir mal so ...

... gewählt ist gewählt, deal with it!

Demokratien können wählen und dann steht ganz plötzlich und unerwartet ein Möchtegern-Cäsar vor Rom und lässt die Demokratie sich selbst abwählen.

Im September könnte es hier genauso ablaufen ... ja ... ich weiß, der Möchtegern-Cäsar wird hier nicht vor Rom stehen, im Moment tourt er noch durch die Provinz und Rom liegt irrelevant in terris auf der anderen Seite eines Schlagbaums. Es geht hier ums Prinzip. Es geht immer ums Prinzip.

Es gibt ein Feindbild, auf das sich alle beleidigten Wähler einigen können, zurzeit sind es Immigranten.Sie werden die westlichen Werte beschwören und bleiben dabei hinter ihrem Gartenzaun stecken.

Und dann geht ein Ruck durch die aufrechten Bürger, sie vergessen, dass es nur Zufall ist, dass sie auf der Seite der Welt geboren wurden, auf der es friedlich zugeht und sie fühlen sich besser, indem sie die Bösen eindeutig identifizieren und ihre Abschaffung fordern.




Das mit der Abschaffung hatten wir doch schonmal ... dadurch, dass die Geschichtserzählung um 180 Grad gedreht wird, ändern sich die Fakten nicht. Dafür gibt es keine alternativen Fakten.

Dienstag, Januar 10, 2017

Feste soll man ja feiern

Gestern, in Hollywood wurden die Golden Globes verteilt. In hiesigen Nachrichten Randnotizen, die wichtigste Meldung dabei, dass ein Musical Rekorde gebrochen habe. Nunja ...

Meryl Streep gewann auch einen Preis und sie hielt anschließend eine lange Rede. Dabei wunderte ich mich, dass sie so viel Zeit für Ihre kleine Rede bekam, was zunächst mal den Einstieg fürs Abspielen des Clips bildete.
Dem, der es hören wollte, teilte sie mit, was sie dachte, unter Bezugnahme auf ein Beispiel, was anstelle eines Zitates in einer Rede durchaus ein ein rethorisch legitimes Mittel darstellt.

Was sie dachte, stimmt zu 100 %.
Ohne den Zwischenfall oder die Hintergründe zu kennen, der sie auf den Gedanken brachte, stimmt es, dass schlechtes Benehmen Nachahmer finden, dass Unhöflichkeit zur Unhöflichkeit einlädt, Gewalt führt zu Gewalt.
Wenn jemand mit Macht seine Position dazu nutzt, andere zu drangsalieren, verlieren alle.

Und dann waren da auch noch die, die ihren Helden und sich persönlich angegriffen fühlten.

Jesses! Was für ein Aufschrei in konservativen Medien in God's own conservative part of the country!

... über den Vorschlag, die Aufgabe eines Schauspielers sei ausschließlich, in einem Film gut auszusehen und nicht, seine Meinung laut zu äußern. So eine Preisverleihung sei schließlich kein politischer Zirkus ...

... bis hin zu einer Bemerkung, dass die Menschen in den USA doch nicht so sehr beachten sollten, was der President Elect sagt sondern lieber mehr das, was er meint.
Und diese Bemerkung kam mit einer solchen Ernsthaftigkeit, wie sie sonst Kabarettisten mit Ironie auf die Bühne bringen.

Sie glauben wirklich, dass der gewählte Mann hinkriegen wird, dass "es" besser wird. Dass er das "ICH" wieder wichtig machen wird und dass, wenn nur jeder an sich selbst denkt, wirklich an alle gedacht ist.

Und dabei sagte der auserwählte Mann, der vom Kreuz runter stieg, und der immer wieder als Grund herhalten muss, wenn es darum geht zu zeigen, wie man an seiner Hand ein besserer Mensch geworden ist - oder so ähnlich - "Wenn Dir einer auf die eine Backe schlägt, dann halte ihm auch die andere hin!" - oder so ähnlich ... jedenfalls steht in der Bibel nicht: "Schieß erst, frag später!", "Hau drauf, wenn einer eine andere Meinung hat." oder "Wenn es mir nützt, ist es richtig!".

Jemand, der eine Kritik dadurch klein redet, dass er den Gegenüber "überschätzt" nennt, hat doch ein bisschen ein Prioritätsproblem. Argumentationen werden am besten neben dem Thema geführt, das führt am leichtesten vom eigentlichen Punkt weg und auf Terrain, auf dem die PersonIn gut ist.
Und ist der Kritiker erst Mal klein geredet, steht der Kritisierte umso besser da. Es muss nur laut genug rüber kommen.

Donnerstag, November 17, 2016

Was kann ich sagen

Der Kleine ist ja nun schon eine Weile aushäusig und geht brav in einem fremden Land zur Schule.

Er soll in "American History" - die Amis legen Wert darauf, eine eigene Geschichte zu haben, im Gegensatz zu den Deutschen, die schlicht "Geschichte" - und das in groben Aus- und Überzügen - lernen und die die amerikanische Geschichte mit der Entdeckung des Kontinents und einer nachfolgenden Europäisierung abtun - seine Altvorderen befragen, wie sie WK II erlebten ...

Häh?


WK II endete nach meinem Wissensstand vor 71 Jahren?!

Mal abgesehen davon, dass mein Kind da hinsichtlich der Großeltern mütterlicherseits echte Defizite hat, da es diese einfach nicht kennenlernen konnte - der väterliche Großvater ist vor kurzem leider verstorben und die väterliche Großmutter ist Jahrgang 1939, die war bei Kriegsende noch nicht mal in der Schule ... wieviel Erinnerung kann man da beisteuern?
Alle Verwandtschaft vor 1937 kann leider nicht mehr befragt werden, so alt sind sie dann einfach nicht geworden. Die Eltern der noch übrigen Verwandtschaft seit 1937 stammte von 1903 bis 1914, die wären heute über 100 Jahre alt ... und dafür sind wir einfach nicht in der richtigen Region ... in Ecuador ... ja, das wäre was anderes, aber nicht hier ...

Die Abwesenheit von Großeltern hat auch Vorteile, man kann z. B. die übrige Verwandtschaft anrufen und so ersatzweise mehr als läppische zwei Großelternpaare zur Verfügung stellen.
Trotzdem. Die Großmütter, Großtantens und -onkels, die  von ab 1937 gefragt werden konnten, schrieben auf den Fragebogen oftmals: dafür war ich noch zu klein. Nach der Zeit nach WK II wurde nicht gefragt ... es geht wohl bei der Ausarbeitung um die Auswirkungen von Politik auf das tägliche Leben und nicht ums Überleben an sich ... dabei wären die Hungerjahre ein wichtiges Thema gewesen ...eines, das einen daran erinnern kann, dass ein Krieg nicht mit der Unterzeichnung einer Kapitulation endet!

Aaaber ... ich hatte einen überaus rührigen Urgroßvater, seinerseits Jahrgang 1890, welcher ein Tagebuch pflegte, welches als Abschrift bei der großen Schwester liegt - 1300 Schreibmaschinenseiten, wie sie schrieb. Er soll ein kluger Kopf gewesen sein.

Einige Auszüge hat sie gemailt ... das Lesen an einem Stück ist nicht möglich, das geht nur häppchenweise, weil einem so schlecht wird dabei.

Und jetzt bin ich gespannt, was das Kind aus dem Konvolut an Unterlagen macht. Er hat versprochen, seinen Text zu schicken ...


Samstag, November 05, 2016

Hm

Im US-Fernsehen fragt eine Interviewerin eine gottgläubige Trump-Unterstützerin

 The question is: Is it OK that a man who wants to be the president of the free world is bragging ... ... ... *the rest eluded me*

WHAT?

The president of the FREE WORLD? Hab ich was verpasst?

Sonntag, Juni 19, 2016

Das Missverständnis der eingesparten Zeit

Laut McKinsey verbringen Vertriebsmitarbeiter 8 Stunden pro Woche damit, Informationen zu beschaffen. Wenn man gezielt Vertriebstechnologien einsetzt, um so die Zeit für Recherche zu halbieren, könnten 3,2 Millionen Vertriebsmitarbeiter in Deutschland genug Zeit sparen, um an einem einzigen Tag das gesamte Münchener Oktoberfest aufzubauen ...

Was ist das denn für ein Schmarrn?

Ich verlasse mich auf "Vertriebstechnologien" um zu vermeiden, mich von Link zu Link zu hangeln und tiefer und tiefer in eine Materie einzutauchen und mehr und mehr zu verstehen?

Ich überlasse einer "Vertriebstechnologie" die Entscheidung, welche Informationen für mich relevant sind, um einen Zusammenhang zu verstehen?

Ich nutze die Zeit, die mir für das Gesamtverständnis meiner Tätigkeit genommen wird, um einen Zirkus vorzubereiten, für den mir jedes Verständnis fehlt und an dem ich auf gar keinen Fall partizipieren möchte? Zu Gunsten McKinseys unterstelle ich mal, dass das Münchener Oktoberfest lediglich als Platzhalter steht. Als Platzhalter dafür, dass die Vorbereitung einer Sause sinnvoller ist, als sich mit meiner Arbeit zu beschäftigen. Und das ist nicht günstig gemeint ...

McKinsey ... irgendwie ein namenloses Konstrukt mit wirren Gedankengängen einer verquasten Idee der Selbst- und Fremdoptimierung. Geradezu eine Dependance der Organisation der grauen Herren.

Dienstag, Januar 05, 2016

Wenn ein Zug nicht mehr fährt ...

... macht man daraus eine Meldung.


In Norddeutschland fuhr ein Zug nicht, wohl wegen vereister Oberleitungen. Fahrgäste saßen um die 20 Stunden im beheizten Zug fest und kamen erst mit eintägiger Verspätung am Ziel an.


Der Nahe Osten implodiert, die Europäische Union löst sich auf und in Norddeutschland sind etwa 600 Fahrgäste, darunter 30 Kinder und auch Diabetiker, dem Winter - und vor allem der Bahn - anheim gefallen ... ... ... wohl versorgt vom DRK.







Montag, Oktober 27, 2014

Mennooo

"Supporte uns"

Really???


Ich konnte nicht drauf klicken ...

Heute musste ich mir den halben Vormittag big FM antun ... die talken den ganzen Tag so einen Shit und finden sich sooo hip dabei ... not to forget, dass immer und zu jeder Gelegenheit laut ins Micro gelacht wird, weil ja die ganze Welt voller voll lustig drauf seiender Party-People ist ... nach einer Weile war ich mit den Nerven completely durch ... ich fühlte mich angeyellt und brauchte dringend Erholung ... nein, ich wollte nicht relaxen ... relaxen heißt, dass die Erholung mit akustischem Stress  hinterlegt ist ...
 

Der Zeitpunkt ist da, an dem es los geht. Es ist der Verfall der Sitten zu beklagen!
 
Dann doch lieber die Foo Fighters ... DAS IST WENIGSTENS MUSIK!



P. S.

"junges" Radio  ... da die seit meiner Jugend geläufigen Radiosender, für die regelmäßig Gebühren, die ja nicht mehr Gebühren heißen, sondern irgendwie neu benamt wurden, bezahlt werden, für meine Altersgenossen und mich fast nur noch total neue Songs aus den 80ern und Neuauflagen davon von irrgeleiteten, sich-voll-cool-fühlenden, vielleicht doch nicht ganz so jungen Interpreten bringen, und es sich offenbar kein einziger Sender leisten kann, diese (hier ein beliebiges, möglichst böses Adjektiv oder auch ein Wort aus der Fäkalsprache einfügen ) Eurithmics aus dem Programm zu lassen, habe ich mich von meiner Brut breit schlagen lassen, einen der zurzeit aktuellen Jugendmusik zugewandten Jugendsender zur permanent eingestellten Frequenz werden zu lassen ... obwohl mir bei diesem hinsichtlich Rhythmus-Maschine fürchterlich einfallslosem Einheitsgeblubber immer mal wieder die Ohrwascheln abfallen und sich alle Fußnägel schmerzhaft aufrollen ...

und es ist nicht nur die Musik nicht meins ...

Donnerstag, Mai 29, 2014

heute gelesen

"Auch der Einkauf lässt sich inzwischen ohne Smartphone kaum noch bewältigen."

von hier

Hoffnungslos altmodisch ich bin ... isch ´abe gar keine Smartphone und bin dennoch in der Lage, mit Hilfe des Eintrags unter der Woche zuende gehenden Vorrates in eine Liste, einen Einkauf fast mühelos zu bewältigen.

Ich gebe zu, dass die samstäglichen Einkäufe zumeist etwa 2 Stunden dauern, was m. E. vor allem daran liegt, dass diese Mitarbeiter im Laden anscheinend einer Anweisung von oben folgen und die ca. 80.000 einzelnen Artikel gemeinerweise immer wieder neu arrangieren, so dass es gemeinhin ein wenig dauert, bis die favorisierten Produkte dem Einkaufwagen zugeführt werden können, nachdem ich gezwungenermaßen verschiedene Angebote verglich, was Zeit in Anspruch nimmt, die ich im Laden, wie vermutlich von den Verkaufspsychologen gewünscht, verbringe.

Mark Twain hätte seine wahre Freude am obigen Satz!

Nebenbei stelle ich fest, dass es altmodisch klingt, das Verb immer und ausnahmslos am Ende des vollständigen Satzes zu platzieren - möglicherweise zeigen Twains Versuche, das Deutsche für Lernwillige zu verbessern, nach immens langer Zeit Erfolg.

Donnerstag, Mai 01, 2014

hm ...

In einem Intelligenztest ist eine Frage, welche Bedeutung das Wort "Plenum" auf Deutsch hat ...

Ich bin also intelligenter, wenn ich ein Fremdwort übersetzen kann ...

Montag, April 07, 2014

kleiner Sohn (14): "Wie heißt die Frau bei den sieben Zwergen?"

Ihm sei zu Gute gehalten, dass es vorher ein üppiges Sonntagsessen gab ...

Samstag, März 29, 2014

Hm

Neulich fand ich einen Bericht im Fernsehen über Eltern, deren Kinder gerade dabei waren, ihr Abitur zu bestehen und wie die Eltern einfach nicht hin kriegten, ab dann den Kindern ihren Weg nicht mehr weiter vorzugeben.

Da ging es darum, dass die Eltern steif und fest einforderten, dass die gemeinsamen Ausflüge, Einkaufsbummel oder Samstagnachmittage weiter stattzufinden hätten, dass also die Kinder ihren geplanten Lebensmittelpunkt am besten im Elternhaus behalten sollten.

Was ist das bloß in meiner Generation und noch mehr bei denen, die etwa 10 Jahre jünger sind, dass die Menschen so dazu verleitet, derartige Kontroll-Besessene zu sein?

Es ist noch etwas länger her, als ein Bericht darüber lief, dass Universitäten Erstsemester-Orientierungs-Vorlesungen anbieten. Dagegen ist per se nichts zu sagen. Im Gegenteil! Das ausufernde, unübersichtliche Chaos an Universitäten eingedampft ein bisschen weniger mystisch aufzubereiten, hat mit Sicherheit Sinn.
Nur wurden diese Kurse für die ELTERN der Erstsemester angeboten!

Wie bitte?

Die lieben Kleinen sind zwar hochschulreif, sie dürfen wählen, Auto fahren und Kinder bekommen, aber sie sind nicht in der Lage, sich durch Chaos zu wurschteln, ohne, dass ein Elter ihnen dabei das Händchen aus dem Schatten legt?

Als Elter ist doch mein Ziel, die Zeit bis zum Flügge werden der Brut so zu nutzen, dass die lieben Kleinen aus ihren gemachten Erfahrungen ein eigenes Leben zu führen imstande sein würden.
Sie sollen die Schule durchlaufen, nach eigenen Fähigkeiten und Neigungen forschen und daraus eine Berufswahl treffen, die sie hoffentlich durch ein selbstbestimmtes Leben tragen kann.

Es kann doch nicht sein, dass mein ganzes Streben dahin geht, dass sich nichts verändert. Dass meine einzige Daseinsberechtigung daraus gezogen werden kann, dass ich den Nachwuchs im Haus behalte und dieser sich hoffentlich eines Tages genauso aufopferungsvoll um mich kümmern wird, wie ich mich jahrzehntelang um ihn gesorgt habe. Und ich lasse ihn das auch noch wissen - teile ihm mit, wie traurig ich sein werde, dass er mich in seiner Zugvogelmanier zurücklassen wird und dass das doch wohl überhaupt nicht geht.

Ich bin ja auch eine unverbesserliche Glucke. Wo die Kleinen sich rumtreiben und mit wem sie ihre Zeit verbringen, möchte ich schon wissen. Aber ich hoffe doch sehr, dass ich mich freuen werde, wenn mein Sohn seinen Weg findet, ohne, dass ich über jeden Schritt informiert sein werde. Er wird auf seinem Weg stolpern und geradeaus gehen und hoffentlich ein Ziel haben, das ihn zufrieden sein lässt.
Er kann sicher sein, dass hier immer ein Hafen sein wird, aber vielleicht gibt es irgendwo einen Kontinent zu entdecken, für den sich Abenteuer lohnen.
Seine Voraussetzungen sind unsagbar widersprüchlich. Ich hoffe doch sehr, dass er genug Erfahrungen machen konnte, die es ihm erlauben werden, diese Voraussetzungen zu kompensieren, eigene Netzwerke aufzubauen, reflektierte Entscheidungen zu treffen und über die Konsequenzen nicht langwierig zu lamentieren.

Sonntag, Januar 05, 2014

Kleider machen Leute

Ich brauche ein Kleid.

Das ist jetzt eigentlich nicht wirklich aufregend, wenn ich 15 bis 20 Jahre alt wäre und ein Gewicht von  55 kg oder so hätte.

Bin ich nicht. Hab ich nicht.

Das letzte Mal, als ich ein Kleid brauchte und einen Rock suchte, war ich spät dran, deshalb musste es damals ein Hosenanzug sein ... ich musste nehmen, was mir passte und was im Laden vorhanden war.

Diesmal bin ich schlauer und fange rechtzeitig an.

Suchwort: Kleid

Ergebnisse:

Cocktailkleider in allen Formen:
Etuikleider
Swingröcke
Plisseeröcke
Schößchen

und mit durchgehend Länge bis minimum kniefrei oder mehr ...

hm ... liebe Leute! ... ich wollte ein  Kleid, in dem ich mich wohlfühle ... ... ...

Mit meinen Beinen ziehe ich mit Sicherheit kein Minikleid an ... abgesehen davon, dass ich altmodisch und nicht mehr 20 bin und deshalb schon aus Prinzip gegen Mini.
Außerdem liebe ich Rollkragenpullover und lange Ärmel ... viel Haut lasse ich den anderen Damen dieser Welt ...

Ein Kleid in blau war im Angebot ... nicht ganz so kurz, laut Foto bis unters Knie ... auch nicht so prickelnd für Salatstampfer aber besser als nix ... als das in den Einkaufswagen aufgenommen werden sollte, war es aber komischerweise nicht mehr im Angebot sondern ausverkauft. Nun entscheidet man sich schon mal und dann darf man nicht.

Hrmpf!

Bleiben noch lange Kleider, vielleicht ist da ja auch was dreiviertel Langes dabei.

Ist es nicht.

Abendkleider bis zum Abwinken. So Kleider, die nur zu einer einzigen Gelegenheit getragen werden, da solche Gelegenheiten einfach nicht oft genug wahrgenommen werden müssen. Ich möchte aber ein Kleid, das vielleicht auch nach dem Fest noch eine gute Figur macht, damit sich die Anschaffung auch lohnt ...

Und 5 Monate sind so schnell rum ...


Samstag, Januar 19, 2013

Vegan in Frankfurt

Vegan ist gesund

gesund ist, was schmeckt ... warum schmecken mir vegane Prdukte nicht?
Eigentlich kann es nur an den Gewürzen liegen ... denke ich mir ... oder an meiner Einstellung ... ich weiß nicht ... in Frankfurt wurde heute eine Dependance des Veganz Supermarktes in Berlin eröffnet ...
Ein paar mehr Artikel als in meinem Haus-Supermarkt hier um die Ecke bietet dieser Supermarkt, vor allem die vielen Arten Käseersatz waren mir neu und bei Schokolade war die Auswahl viel größer ... aber die meisten Dinge kannte ich schon ...

Trotzdem fand ich den veganen Döner vor der Tür papierähnlich, die Preise mordsmäßig und 70 Kilometer einen horrenden Weg für einen Einkauf ... dann lieber aus Produkten aus dem Laden von nebenan eine Mahlzeit selber machen ...

Am meisten beeindruckt hat mich die junge Frau, die, als wir vor der Tür in der Kälte am Biertisch sitzend den veganen Döner verdrückten, die  mit einem schlafenden Säugling im Hängegurt vor dem Bauch die Treppe herunter flitzte ... erst wunderte ich mich, was sie so auffällig machte, dann dachte ich, dass sie doch sehr frieren musste ... hatte sie sich doch vollständig entkleidet und das Kind angedockt, während sie ihre Einkäufe erledigte ...
Ich musste mich daran erinnern, dass ich eine tolerante Seele bin und dass Städter ein seltsames Volk sind ... nur das Grinsen konnte ich mir einfach nicht verkneifen ... auch nicht, als wir auf dem Weg vom mühsam errungenen Stellplatz für das Auto wiederholt von einem joggenden Pärchen überholt wurden ... die liefen anscheinend die Straße immer rauf und runter ...


http://www.echo-online.de/region/rhein-main/Erster-veganer-Supermarkt-Hessens-eroeffnet;art7943,3584112

Erster veganer Supermarkt Hessens eröffnet

FRANKFURT. 
Ein neuer Supermarkt mit rund 6000 rein pflanzlichen Artikeln ist heute in Frankfurt eröffnet worden. Mit seinem Angebot richtet sich der Markt der Kette „Veganz“ vor allem an Menschen, die sich vegan ernähren und damit auf tierische Produkte wie Fleisch, Milch und Eier verzichten. Zu kaufen gibt es neben Sojaprodukten Käse-Alternativen aus Kartoffelstärke und Erbsenpüree sowie Milch-Ersatz aus Mandeln und Hafer. Es ist der zweite Supermarkt dieser Art in Deutschland, der erste öffnete vor eineinhalb Jahren in Berlin. Die Zahl der Veganer in Deutschland wird auf mehr als 700 000 geschätzt.

Donnerstag, Mai 17, 2012

Jeden Tag eine gute Tat.

Eigentlich wollte ich die damit abdecken, dass ich mit dem Kleinen unter dem Arm im Kino aufschlagen und den Avengers beim Retten der Welt zusehen wollte.
Aber das war dann nur noch das Nachspiel.

Gegen Mittag entschieden wir, dass wir doch da rein gehen wollten, ich reservierte also Tickets via Internet, denn dann gibt es kein zurück mehr.

Die Abfahrt ließen wir verspätet angehen, lief doch im TV noch ein Weltuntergangsszenario - es war zwar nicht Samstag, an diesem Wochentag geht im Super RTL öfters mal die Welt unter, aber an einem Feiertag lass ich das grad noch so durchgehen.
Wie die Welt nun verging und wie die Überlebenden der USA, die sich ja andauernd mit solchen brenzligen Situationen auseinanderzusetzen haben, ihr Schicksal meistern würden, konnte ich nicht mehr erfahren, der Film im Kino würde schließlich auch ohne uns anfangen und ich wollte doch eine gute Tat begehen ...

Wegen der Verspätung und wegen einer Umleitung auf der Strecke nahm ich eine eigentlich von mir nicht frequentierte Straße nach Bad Kreuznach rein, und dann standen wir da an der Ampel, es schien, als würden wir pünktlich die Reservierungen in Platzkarten eintauschen können.

Wenn, ja wenn da nicht diese 4 Kinder am Straßenrand gestanden hätten, die mir eigentlich nur deshalb auffielen, weil das eine von denen aussah wie ein Mädchen mit Ketchup auf der Stirn und einer der Jungs nebendran hatte seinen Arm um es gelegt. Keines der Kinder schien älter als 12 ... und so einen hatte ich ja neben mir sitzen ...
Das mit dem Ketchup auf der Stirn kam mir seltsam vor und da die Ampel eh auf das Grün warten ließ, hatte ich Zeit, die Szene zu betrachten.
Das Mädchen hielt mit der einen Hand seine andere Hand und da war auch irgendwie Rot drauf.
Fahrräder standen an die Mauer des angrenzenden Grundstücks gelehnt, ein Fahrrad sah ein bisschen verbogen aus. Es kümmerte sich niemand um diese Kinder, auch kein Fahrer auf der näher zum Bürgersteig verlaufenden Fahrbahn schien sich zu interessieren, jedenfalls stieg niemand aus. Alles wartete auf Grün.

Von Natur aus furchtbar neugierig blockierte ich dann meine Fahrbahn, als die Ampel schließlich doch umschaltete, alle Autos fuhren an, ich wartete darauf, dass irgend jemand sich kümmern würde, ich hatte doch eine Verabredung mit meinem Sohn und einem Film.

Da aber wirklich niemand sich näherte, der irgendwie kompetent aussah, setzte ich kurzerhand den Blinker, guckte kurz nach hinten, ob noch ein Fahrzeug zu sehen war und fuhr rechts ran, während dieser Aktion schon zeitsparend das Fenster der Beifahrerseite elektrisch herunterfahrend. Ich gebe zu, das war ziemlich dämlich, die Straße hatte ich dabei komplett aus dem Blick verloren ... es kam aber zum Glück sonst niemand mehr - Feiertag ...

Ganz kurz meine Frage, was passiert war. Das Mädchen war ein kleiner Junge, dem der Bordstein zum Verhängnis geworden war, der böse gestürzt und nicht ganz wenig verletzt war, der gehaltene Arm sah doch ein bisschen dick aus.

Der große Bruder hielt ihn im Arm, er hatte schon die Mutter angerufen, wie man einen Arzt ruft, wusste er nicht. Er meinte, die Mutter würde es schon richten, wenn sie käme, und das könne nicht mehr lange dauern ... nun hatte ich aber schon eine ganze Weile da an der Ampel gestanden und in der Zeit war niemand gekommen. Angeblich wohnten die Jungs nicht weit weg, die Mutter wäre sicher gleich da ... ich hoffte doch inständig, dass sie umgehend die Straße entlang geschossen kommen würde, auf dass wir den Filmanfang mitbekommen würden ... die Karten sollten eine halbe Stunde vor Vorführungsbeginn abgeholt werden, sonst würde jemand anders sie bekommen können ... sehr ärgerlich das war ... zudem weinte der kleine Junge, er wolle keinesfalls ins Krankenhaus, einen Arzt brauche er nicht, das würde sich schon von alleine richten. Sein Arm war nicht dünner geworden und die Schrammen auf Stirn und Nase sahen auch nicht sooo gut aus ... zudem stand auf einem Hinweis-Schild "Marienwörth-Krankenhaus" - so lange konnte es also nicht dauern, bis ein Krankenwagen zur Stelle sein würde ...

Nun lebe ich mit zwei Jungs unter einem Dach und bin es mehr oder weniger gewohnt, deren Wünsche zu ignorieren im Versuch, das Richtige zu tun ... also nahm ich das Handy widerstrebend aus dem Rucksack - aus irgendeinem seltsamen Grunde hatte ich das eingepackt, was ich eigentlich möglichst vermeide - absichtlich übrigens, und rief die 112 an ... großes Geheule des kleinen Jungen, er wolle nicht abgeholt werden, seine Mutter solle jedenfalls dabei sein ... wo blieb diese taube Nuss eigentlich?
Hätte mich ein Anruf meines Großen erreicht, mein Kleiner hätte einen Unfall mit seinem Fahrrad gehabt und stünde blutüberstömt mit einer kaputten Hand am Straßenrand - Lichtgeschwindigeit wäre nicht schnell genug!

Ich stieg also aus, musste ich doch meine zittrigen Finger in den Griff kriegen, und das geht am besten mit Bewegung, wählte 112 und wartete ... mir war gar nicht bekannt, dass man bei der Feuerwehr warten muss. Anscheinend waren da an Himmelfahrt mehr Himmelfahrtskommandos unterwegs als ich gedacht hatte ...

Es gibt eine Regel, was man sagen soll, wenn man einen Notfall meldet. Die lautet: wer, wo, was, wieviele.

Aber Ihr könnt mir glauben, wenn man das nicht jeden Tag macht, dann fällt einem diese Regel nicht ein ... im Gegenteil. Man macht genau das, warum man diese Regel eigentlich mal auswendig hatte lernen sollen, man bringt alles durcheinander und denkt, der Mensch auf der anderen Seite der Leitung, wüsste schon, worum es geht ... das Wer kriegte ich noch hin, ich meldete mich mit Namen ... und dann kam gleich das Was, es sei ein Fahrradunfall passiert ... wo und wieviele kamen mir gar nicht in den Sinn ... dabei wäre das vielleicht am wichtigsten gewesen, um überhaupt von Hilfskräften gefunden zu werden ...

Die Gute auf der anderen Seite blieb aber die Ruhe selbst, sie fragte ganz konkret, wo ich mich befinde. "Bad Kreuznach" antwortete ich "in Bad Kreuznach auf der Einfallstraße zur Innenstadt. Links hoch geht es zu einem §Name§Zentrum, rechts zum "Marienwörth-Krankenhaus ... damit konnte die Frau leider nicht viel anfangen, sie fragte, ob irgendwo ein Straßenschild stehen würde ... ich lief tatsächlich auf einer der Haupteinfallstraßen nach Bad Kreuznach herum, links eine große Straße, hinter mir der Weg zur Autobahn, geradeaus zum Bahnhof und weiter vorne die Innenstadt und es war ausgerechnet an dieser Stelle kein Schild mit irgendeinem Straßennamen aufgestellt. Ich konnte es kaum fassen.

Schließlich meinte ich "Weiter vorne nach links geht es zum Bahnhof, direkt vor mir ist das Arbeitsamt." und das schien ihr weiter zu helfen, denn sie war sogleich wirklich hilfsbereit und sagte zu, einen Krankenwagen zu schicken.

Nun brach das arme Kind aber wirklich in hysterisches Geweine aus, er wolle auf keinen Fall auch nur in die Nähe eines Krankenhauses. Also bot ich ihm zur Ablenkung erstmal einen Platz im Auto an, mein Kleiner musste dafür aussteigen, er protestierte aber nicht ... er fürchtete nur, dass er den Film verpassen würde. Im Kino wurde aber der Anruf mit der Ankündigung unserer Verspätung nicht angenomen, da war wohl zu viel los und einfach wegfahren wollte ich auch nicht ... ein Dilemma ... wo blieb nur die Mutter??

Schließlich Sirenengeheul - da bog auch schon der Krankenwagen um die Ecke ... es waren kaum 5 Minuten vergangen ... man hat keine Vorstellung davon, wie lang 5 Minuten sein können ... entgegen jeder Verkehrsregel fuhr der Krankenwagenfahrer quer über die an dieser Stelle 4-spurige Straße und parkte vor mir entgegen der Fahrtrichtung. Krankenwagen dürfen das.

Zwei junge Männer stiegen aus. Und ich meine wirklich junge Männer. Es ist schon ein seltsames Gefühl, dass da jemand helfen kann, der nur wenig älter als mein großer Sohn sein konnte. Einer der beiden stellte sie vor und er fragte zuerst mal nach dem Namen ... auf die Idee hätte ich ja auch mal kommen können. Wenn man jemanden ansprechen kann, hilft es wohl schon ein bisschen ... ich wäre jedenfalls froh, würde mich jemand mit meinem Namen ansprechen ... der junge Mann erklärte dem Jungen, dass er ins Krankenhaus müsste, der Arm müsste geröntgt werden. Großes Drama! Krankenhaus! Keinesfalls!
Also versuchte ich zu erklären, dass der Junge auf keinen Fall ohne seine Mutter ins Krankenhaus wollte, er wollte gar nirgendwo hingebracht werden, wenn sie nicht da war - wo blieb sie denn endlich???

Der große Bruder erklärte, er würde nach Hause laufen und sie holen und er sprintete los.
Die Sanitäter bestätigten, dass sie Marcel nicht wegbringen würden, dass sie auf jeden Fall warten würden, bis jemand kam, dem er vertraute. Ob er solange aus dem Auto aussteigen und auf der Bahre Platz nehmen würde. Mit skeptischem Blick stieg Marcel um, aber als die Bahre in die "richtige" Höhe gefahren werden sollte, brachen alle Dämme. Wildes Geschrei, Schnappatmung - es war noch gar nicht wirklich etwas passiert, aber Marcel war erst wieder ruhig, als er die Füße wieder auf dem Asphalt hatte.

Dann ließ er auch wieder mit sich reden und schlug schließlich vor, dass er vorne im Krankenwagen sitzen würde um zu warten. Keinesfalls aber hinten drin.
Die Mutter war immer noch nicht da, langsam begann ich, sie zu verfluchen ...

Ein bisschen war ich ja froh, dass sich jemand um Marcel kümmerte - ich musste doch noch einen Film erreichen, damit mein eigener Sohn sich nicht vernachlässigt fühlte, also fragte ich den netten, jungen Mann, ob ich noch gebraucht werde, was er verneinte, sie würden auf die Mutter warten und sich dann auf den Weg machen.
Also versuchte ich nochmal mein Glück beim Kino, dort nahm dann doch jemand das Telefon ab. Meine Geschichte, dass wir aufgehalten wurden, weil ich einen Krankenwagen rufen musste, kam mir dann doch selbst ein bisschen dramatisch vor, aber man kann ja auch mal die Wahrheit erzählen und egal, ob der junge Mann glaubte, was ich da sagte oder nicht, er sagte zu, die Reservierung zu halten, obwohl wir eigentlich schon über die Zeit waren - darauf kam es an ...

Damit fuhren wir also von der Unglücksstelle weg, als ein Notarztwagen gerade neben dem Krankenwagen hielt, mein Kleiner meinte, er sähe den Bruder mit einem Mann die Straße entlang laufen und nach weiteren 750 Metern stellten wir das Auto auf dem Parkplatz ab und besuchten The Avengers ... genau das Richtige zum Abreagieren ...

Und nun mache ich mir Gedanken darüber, was wohl aus Marcel geworden ist ... eine Erinnerung wie dieses ungefähr 6-jährige Kind vor über 10 Jahren, das im Schwimmbad mal seinen Geschwistern hinterher gerutscht war und dabei vergessen hatte, dass es noch nicht schwimmen konnte, weshalb es wieder über die Wasseroberfläche gehoben werden musste ...

Montag, Januar 02, 2012

Das geht ja gut los

Die Entgleisung des Jahres schon am 2. Januar.

Kaum möglich, dass das zu toppen sein wird.

Üblicherweise enthalte ich mich in diesem Blog einer Kommentierung der politischen Ereignisse in diesem, unserem oder auch irgendeinem anderen Land.
Das bedeutet ja nicht, dass ich nicht wahrnehme, was über Ägypten, Tunesien, Saudi-Arabien, Mexiko, Südafrika oder dem Sudan - um nur einige wenige zu nennen - medial verbreitet wird.
Da mich diese Nachrichten aber vermutlich erst dann persönlich betreffen werden, wenn die begonnene Völkerwanderung noch mehr Menschen nach West- und Nordeuropa schwemmen wird, beobachte ich hier eher, kenne ich doch keinerlei Zusammenhänge, Anlässe oder gar Ureinwohner.

Das, was mir heute aber fast den Kopf abfallen ließ vor lauter Schütteln desselben, ist auch eher weniger politisch, wiewohl der Auslöser sich sein Gehalt als Politiker bezahlen lässt.

Es handelt sich um den Bundespräsidenten, von dem manche sogar sagen, er sei "unser" Bundespräsident.

Der hatte sich Anfang Dezember per hinterlassener Nachricht auf dem Anrufbeantworter des Chefredakteurs der BILD-Zeitung ... ich wiederhole nochmal, derart entsetzt bin ich darüber: DER BILD-ZEITUNG!!! wahrscheinlich um sein Amt geredet.

Aneurysmen im Kopf haben eigentlich nichts mit Luft zu tun, nur dieser Christian W. hat den Beweis fast angetreten.

Kopfkino ist ja was Schönes: Kai D. - seineszeichens besagter Chefredakteur - ist nicht bei seinem Handy, als Christian W. - eben jener Bundespräsident - anruft. Christian W. redet sich per Mitteilung auf dem Anrufbeantworter um Kopf und Kragen und legt dann auf, froh, sich Luft gemacht zu haben.
Kai D. kommt später dazu, die Nachrichten auf dem Anrufbeantworter seines Handys abzuhören. Die ersten Nachrichten sind Routine, er schreibt kurze Notizen, um diese später seinem Assistenten zur weiteren Bearbeitung zu übergeben, dafür ist man schließlich Chef - Chefs delegieren. Bei der letzten Nachricht freut er sich zunächst, dass Christian W. sich bei ihm meldete, immerhin geriet das Verhältnis zuletzt in frostige Zonen. Je länger er zuhört, umso mehr meint er aber, sich verhört zu haben ... versucht da ein Politiker, ihn - den CHEFREDAKTEUR DER BILDZEITUNG zu beeindrucken? Mit der Androhung von Rechtsanwälten und Gerichtsverfahren?
Kai D. kann gar nicht glauben, was er da hört, er hört sich das Geblubber nochmal an und nochmal. Beim vierten Mal huscht das erste Grinsen über sein Gesicht, beim 5. Mal Abhören ist das Grinsen bereits exakt so breit wie der Abstand seiner Ohren.

Und dann zeigt er dem Christian W. mal, was wahre Macht im Lande bewerkstelligen kann, denn Kai D. ist ja nicht der einzige Chefredakteur im Land. Er kennt noch ein paar andere Chefredakteure - manche davon sogar persönlich und dann auch noch ganz gut, und vielleicht auch den Herausgeber der FAZ, Frank S.

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Das kostet einen Bundespräsidenten womöglich das Amt, und das hat der ganz alleine hinbekommen!

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Auch ein Christian W. ist doch nicht mit Wattebäuschchen werfen über einen Aufstieg bis zum Ministerpräsidenten des (zugegebenermaßen nicht für Fortschritt bekannten) Bundeslandes Niedersachsen ins Bundespräsidialamt geschliddert. Der muss doch wissen, wie man sich Sicherheitsnetze knüpft und von welchen Leichen im Keller von Konkurrenten, Gegner und Freunden man Kenntnis haben sollte und dass man zur Not wissen muss, wie man diese ans Licht hebt, wenn es drauf ankommt. Man rennt doch nicht in Messer, von denen der Gegner nicht mal wusste, dass er sie in der Hand hält ...

Donnerstag, September 01, 2011

Es mag einfach nicht jeder Oldtimer

Gestern wollte ich ganz gemütlich nach einer Baustellenbesichtigung über den Rhein übersetzen und einen gemütlichen, noch warmen Abend im Wind genießen ... via Fähre.

Am Ende blieb ich im Auto sitzen, um ein bisschen der Lärmbelästigung wenigstens ein bisschen zu entgehen.

Irgendsoein mittelalter Freak meinte, seinen uralten Lanz Bulldog mit derselben Fähre auf die andere Rheinseite bringen zu lassen, und nach dem Ausmachen des Motors wäre der Trumm möglicherweise nicht mehr angesprungen ... jedenfalls klang er so ... ich fühlte mich um meine ruhige Fährfahrt gebracht ...