Montag, April 07, 2014

kleiner Sohn (14): "Wie heißt die Frau bei den sieben Zwergen?"

Ihm sei zu Gute gehalten, dass es vorher ein üppiges Sonntagsessen gab ...

Sonntag, April 06, 2014

Geburtstagsfeier zum 14.

Am Dienstag war Geburtstag, gestern sollten einige Freunde mit ins Kino.

Und weil ich mir den Rückweg samt zweiten Hinweg sparen wollte, bestellte ich mir auch gleich eine Karte, selbstverständlich weit weg vom Gemüse. In der letzten Reihe ... im Kino eigentlich eine der guten, wenn die Leinwand dann auch groß genug ist, um die 3D-Effekte rüberzubringen... mein linker, linker Platz blieb leer - sehr schön - und die Jungs, die sich rechts von mir am Anfang noch unterhielten, stellten ihr Gespräch rechtzeitig ein.

So ein Geburtstagskinonachmittag hat heutzutage seinen Preis ... Parkgebühren in der Innenstadt im Parkhaus, Karten mit Aufschlage wegen 3D für 4 Kinder, die nicht mehr als Kinder zählen und eine Mutter und Popcorn und Cola sollten ja auch noch sein ...

The Return of the First Avenger ... der erste Teil war als Superhelden-Epos bereits für sehenswert befunden worden, also nun der zweite Teil ... und JESSSssss ... der Held IST gut gebaut! ...

Vorsicht! Ab hier wird massiv gespoilert!


Ein rasanter Streifen ... viel Jungsfilm und zum Ende hin wieder fast ausschließlich KrachBumm - wobei auch dieser Held trotz mehrfacher Einschüsse einfach nicht zu Boden geht ... ein echter Amerikaner halt ... die russische Heldin aus der zweiten Reihe stand dem Amerikaner übrigens in nichts nach!

ein paar Highlights:

- mehrfache, überraschende und auch noch logische Wendungen im Geschehen
- Black Widow darf auch zuhauen, selbständig denkend und fies sein, anstatt immer nur als begleiterscheinende Damsel in Distress gerettet zu werden - was schließlich doch noch vorkommt, wenn auch dann fast nicht an den Haaren herbeigezogen logisch begründet

ein paar Fragen:

- rechtfertigt der Fakt, dass Steve Rogers in WK II in Deutschland lernte, ein Auto zu knacken und kurzzuschließen, dass er das mit einem Modell 2014 auch kann?
- trägt Robert Redford ein Toupet?
- hab ich da wirklich nen Tarzan-Schrei im Soundtrack gehört?
Allein diese Frage wird der Grund dafür sein, den Film der DVD-Sammlung hinzuzufügen
- ist das Trauma rum, so dass wieder fliegende Objekte in Hochhäuser gelenkt werden dürfen?

und das übliche, was anscheinend in einen amerikanischen Jungsfilm rein gehört:

- fahrende, fliegende, schwimmende, tauchende, unzerstörbare, technische Schickschnack-Geräte, die trotzdem eine Achilles-Verse haben und nicht nur vom Helden geknackt werden, denn die Bösen sind schließlich auch nicht mehr von Anno dunnemals und eindimensional dumm
- Autorennen mitten in einer amerikanischen Großstadt; alles, was nebenbei das Zeitliche segnet, ist halt Kollateralschaden
- massenhaft - also wirklich massenhaft - ausgeworfene Patronenhülsen - Matrix lässt grüßen, es sah dort aber noch besser aus ... Amerikaner lieben Waffen einfach, solange sie nicht junge Menschen in Schulen oder in friedlichen Nachbarschaften in Folge ihrer ursprünglichsten Daseinsberechtigung ums Leben bringen, sondern von Helden und ihren Gegnern ins Unsichtbare gerichtet werden. Ich glaube ja, US-Amerikaner mögen Konsequenzen nicht. Schließlich war alles immer nur gut gemeint ...
- in Ermangelung eines aktuellen, bösen Gegners wird DAS Böse aus der Vergangenheit wiederbelebt und was könnte schöner böse sein als die Deutschen, die sich (die Amis steuernd, aber das nur als Treppenwitz nebenbei) seit der offen gelebten Nazi-Zeit lediglich oberflächlich dem Pazifismus zugewandt haben und im Untergrund geduldig, fleißig und mit unverfroren eisiger Intelligenz (wie die Deutschen nunmal so sind - nur die Deutschen können gleichzeit unverfroren und  eisig intelligent sein, sind sie doch zum großen Teil Opportunisten) Nazi-Intrigen und Netzwerke sponnen ...

Ein bisschen fühlte ich mich an GI Joe erinnert.
Die Besetzung - Check!
Die Army - Check!
Die Handlung - Check!
Der Bösewicht - Check!
Ein Nebenbösewicht mit dunklem, Geheimnis - Check!
Die Atombombe als Allheilmittel kam nicht zum Einsatz - Check!
Der Ablauf - Check!
Das Finale - Check!

Für einen unterhaltsamen Popcorn-Nachmittag bestens geeignet ...

beim Nachlesen las ich, dass Blade ein Marvel-Held ist ... daschja´nDing!

Sonntag, März 30, 2014

muggeln

Auf Nachfrage - was auch gleich hätte passieren können - teilte Sohn mit, dass "muggeln" ein anderes Wort für ""chillen" sei.

"13 Jahre durchgemuggelt" heißt also übersetzt, dass sie 13 Jahre lang nur gechillt haben ... durchaus eine Erklärung für so einiges ... ... ...

Samstag, März 29, 2014

Motto ... was ist eigentlich die Mehrzahl von Motto ... Motten?

"13 Jahre durchgemuggelt!"

Ein gelungener Spruch, passend zum Abitur.

Und interpretationsfähig.

Auf dem Weg zum von den Abirenten organisierten Sektempfang unterhielten sich mir unbekannte Anverwandte und ich konnte nicht umhin, zuzuhören - Neugier, Deine Name sei weiblich ...

Jedenfalls goutierten sie die Wahl der College-Jacken mit eingesticktem Muster anstelle der sonst üblichen Sweat-Shirts und sie befanden auch das Motto für gut, hätten doch ihre Sprösslinginne und Sprösslinge das in den vergangenen Jahren mehr oder weniger getan.

Es erschloss sich mir nicht wirklich, was denn die Jungen getan hatten.

Ein Muggel ist ein Mensch, ein Nicht-Hexer - respektive eine Nicht-Hexe.

Impliziert nun also "muggeln" dass sie sich durchgemenschelt hatten? ...
Oder wird der Interpretationsspielraum betreten und sie haben sich durchgemogelt ... vielleicht sogar durchgekämpft, was ja irgendwie menschlich ist ...

Übringens müssen auch Hexen und Zauberer die Schule durchlaufen und am Ende Prüfungen über sich ergehen lassen ...

Verstehen tue ich den Spruch nicht wirklich, nichtsdestotrotz liest er sich eingängig.
Und deshalb ist er gelungen. Basta!

Wie der geneigte Leser erkennen kann, waren die letzten Wochen und Monate sehr mit diesem Thema erfüllt. Nicht mit dem Motto der Abirenten, eher mit dem Abitur an sich ...

Organisieren von Coachings, vorsichtiges Anfragen nach Fortschritten im Lernpensum, Abfragen identifizierter, voraussichtlicher Klausurinhalte, und immer wieder hoffen und bangen ...

Doch, ich bin eine Glucke, selbst, wenn die Coachingorganisation mehr gedanklich meins und Bube zur Umsetzung, d. h. zur Terminvereinbarung und -vorbereitung usw. gedrängt worden war - was öfters mal tagelanges Drängen und Erinnern hieß ... meine Nerven!

Hm

Neulich fand ich einen Bericht im Fernsehen über Eltern, deren Kinder gerade dabei waren, ihr Abitur zu bestehen und wie die Eltern einfach nicht hin kriegten, ab dann den Kindern ihren Weg nicht mehr weiter vorzugeben.

Da ging es darum, dass die Eltern steif und fest einforderten, dass die gemeinsamen Ausflüge, Einkaufsbummel oder Samstagnachmittage weiter stattzufinden hätten, dass also die Kinder ihren geplanten Lebensmittelpunkt am besten im Elternhaus behalten sollten.

Was ist das bloß in meiner Generation und noch mehr bei denen, die etwa 10 Jahre jünger sind, dass die Menschen so dazu verleitet, derartige Kontroll-Besessene zu sein?

Es ist noch etwas länger her, als ein Bericht darüber lief, dass Universitäten Erstsemester-Orientierungs-Vorlesungen anbieten. Dagegen ist per se nichts zu sagen. Im Gegenteil! Das ausufernde, unübersichtliche Chaos an Universitäten eingedampft ein bisschen weniger mystisch aufzubereiten, hat mit Sicherheit Sinn.
Nur wurden diese Kurse für die ELTERN der Erstsemester angeboten!

Wie bitte?

Die lieben Kleinen sind zwar hochschulreif, sie dürfen wählen, Auto fahren und Kinder bekommen, aber sie sind nicht in der Lage, sich durch Chaos zu wurschteln, ohne, dass ein Elter ihnen dabei das Händchen aus dem Schatten legt?

Als Elter ist doch mein Ziel, die Zeit bis zum Flügge werden der Brut so zu nutzen, dass die lieben Kleinen aus ihren gemachten Erfahrungen ein eigenes Leben zu führen imstande sein würden.
Sie sollen die Schule durchlaufen, nach eigenen Fähigkeiten und Neigungen forschen und daraus eine Berufswahl treffen, die sie hoffentlich durch ein selbstbestimmtes Leben tragen kann.

Es kann doch nicht sein, dass mein ganzes Streben dahin geht, dass sich nichts verändert. Dass meine einzige Daseinsberechtigung daraus gezogen werden kann, dass ich den Nachwuchs im Haus behalte und dieser sich hoffentlich eines Tages genauso aufopferungsvoll um mich kümmern wird, wie ich mich jahrzehntelang um ihn gesorgt habe. Und ich lasse ihn das auch noch wissen - teile ihm mit, wie traurig ich sein werde, dass er mich in seiner Zugvogelmanier zurücklassen wird und dass das doch wohl überhaupt nicht geht.

Ich bin ja auch eine unverbesserliche Glucke. Wo die Kleinen sich rumtreiben und mit wem sie ihre Zeit verbringen, möchte ich schon wissen. Aber ich hoffe doch sehr, dass ich mich freuen werde, wenn mein Sohn seinen Weg findet, ohne, dass ich über jeden Schritt informiert sein werde. Er wird auf seinem Weg stolpern und geradeaus gehen und hoffentlich ein Ziel haben, das ihn zufrieden sein lässt.
Er kann sicher sein, dass hier immer ein Hafen sein wird, aber vielleicht gibt es irgendwo einen Kontinent zu entdecken, für den sich Abenteuer lohnen.
Seine Voraussetzungen sind unsagbar widersprüchlich. Ich hoffe doch sehr, dass er genug Erfahrungen machen konnte, die es ihm erlauben werden, diese Voraussetzungen zu kompensieren, eigene Netzwerke aufzubauen, reflektierte Entscheidungen zu treffen und über die Konsequenzen nicht langwierig zu lamentieren.

Freitag, März 28, 2014

Es ist vollbracht

Habemus Maturam!

Nun gehört mein großer Sohn also zum Kreis der ehemaligen Schüler seiner Schule - ach - was sage ich - der Oberschulen dieser Welt!

Was hat er gekämpft, sich bemüht, Lernsessionen abgehalten bis zum Abwinken und am Ende lag sein Abitur dann nicht mehr nur bildlich in seinen Händen sondern schwarz auf weiß per Urkunde in seiner Hand.

Decken wir den Mantel der Gechichte darüber, freuen uns, dass sein zweiter, sehr großer Lebensabschnitt einigermaßen unfallfrei bewältigt werden konnte und vor allem darüber, dass er doch ein kluger Junge zu sein scheint. Es gibt Dinge, die kann er richtig gut, da kann ich manchmal die aufgerissenen Augen nicht zukneifen und dann gibt es Dinge, da denke ich, dass er noch viel lernen muss.

Er scheint ein ganz normaler, einigermaßen vernünftiger Mensch zu werden ... wer hätte das gedacht - bei dem Genmaterial und dem sozialen Umfeld, mit dem er sich rumschlagen muss!

Wenn er jetzt noch heraus findet, was man mit seinem Tag anfangen kann, wenn keine Schulglocke läutet, wird der Käse rund werden ...




Samstag, März 01, 2014

Am Freitag

Eine Erleuchtung hatte sich am Freitag Zutritt verschafft:

Eines Tages werde ich direkt in die Hölle abgeschoben ... ohne Umwege ...

Samstag, Februar 01, 2014

der Datenkrake Fratzenbuch zum Geburtstag



Dafür habe ich meine Zeit anderweitig im Netz (ich würde nicht wasted sagen) verbracht ... :-)

Manchmal denke ich beim Fratzenbuch an Tribals zwischen Rücken und dem Körperteil darunter ... eine Zeit lang waren die furchtbar modern und inzwischen werden Aufstände gemacht, um sie abzudecken.
Was passiert eigentlich, wenn die Arschgeweihe im Internet unmodern werden wird und die Spuren verwischt werden sollen ... ob Fratzenbuch einen einfach so gehen lassen wird?

Ich überlege noch immer, ein Tattoo auf dem Rücken zu platzieren ... nur ... bis ich mich dazu durchgerungen haben werde, werde ich alt und grau sein und die Flügel oder Blumengirlanden werden nicht mehr so spritzig aussehen, wie ich mir das heute so vorstelle ...

Kurz vor Weihnachten ist noch so ein Ding vorgekommen ... im Jahr davor musste dringend der vorhandene TV-Gerät gegen ein ultramodernes Riesenteil ausgetauscht werden ... das ist so ein Männerding, glaube ich ... je größer, umso besser ... nun waren also 12 Monate vergangen - wiederum schneller als das Jahr davor - und da schrieb der Fernsehcomputer, dass die HD+-Karte ablaufen würde, und dass sie nur gegen Zahlung eines gewissen Geldbetrages verlängert werden könne ... sowas kenne ich aus dem Fernsehen ... Darin sagen die Schurken: "Wähle! Geld oder Leben!"
In diesem speziellen Falle halt nicht meins - also das Geld natürlich schon, aber das Leben ist jenes der HD+-Sender, die ohne den bezahlten Obolus ihren Atem aushauchen würden ... ferngesteuert übrigens, die Methode mit dem Beton an den Füßen ist ja wirkungslos ...

Da ich seit der Zeit, als das Gesicht von Charles Bronson in der Wüste aus der ersten Reihe im Kino betrachtet wurde, und vom Spiel mir das Lied vom Tod irgendwie ablenkte, nicht wirklich sehen möchte, wie die Poren in der Gesichtshaut eines Helden beschaffen sind, ist mir also die Darstellung eines Films in HD eigentlich egal bis zuwider, ich wäre also für die 50 Euro zu geizig gewesen und hätte die Sender ohne Ausstrahlung in HD gesucht, die es ja angeblich immer noch gibt ... aber ... das ist halt so ein Männerding ... einer Sichtbarkeit schärfer als die Realität wird eine enorme Relevanz beigemessen ... (hach, ich liebe die deutsche Sprache, die solche Sätze überhaupt erst möglich macht ...)

Also wurde eine Überweisung gestartet, ein Passwort wurde dem Fernsehcomputer eingehaucht und HD+ funktionierte wieder, nachdem irgendwer von irgendwo diese Informationen besagtem Fernsehcomputer übermittelt hatte ... ... ... und an genau dieser Stelle da beginnt mein nervöses Zucken ...

Wieso kann irgendwer von irgendwo Zugriff auf ein Gerät in meinem Wohnzimmer nehmen?
Wieso sollte es nicht möglich sein - da Informationsfluss in beide Richtungen funktioniert - dass irgendjemand von irgendwo in mein Wohnzimmer hineinlauscht und das tägliche Dasein mithört?

Langsam komme ich zu dem Schluss, dass meine zunehmende Paranoia es rechtfertigt, z. B. wieder ein TV-Gerät mit Brownscher-Röhre anzuschaffen ... laufen die eigentlich noch oder ist die Technik bzw. Big Brother so weit fortgeschritten, dass damit gar kein Fernsehprogramm mehr empfangen werden kann?
Dennoch haben mechanische Geräte oder auch Datenträger eindeutig Vorteile ... wenn ich die erstmal in Besitz genommen habe, gehören sie ausschließlich mir ... was man von digitalem Zeug wirklich nicht mehr sagen kann ... nachdem sogar schon über Cyber-Attacken via Kühlschränken oder Abschaltungen von e-Books via Internet-Shop berichtet worden war ...


Sonntag, Januar 26, 2014

Das Internet und die sich Tummelnden ...

Markus Lanz hielt sich nicht an Höflichkeitsregeln, hab ich gelesen.

Und da es ungehörig ist, sich daneben zu benehmen, wird allsogleich eine Online-Petition ins Leben gerufen, um Herrn Lanz um seinen Job zu bringen.

Ich gucke ja die Sendungen nicht, die Herrn Lanz unter die Leute bringt. Weder bin ich mit ausreichend Geduld für Talk Shows noch mit genug Sitzfleisch für Wetten Dass ... ? gesegnet.
Es gibt tatsächlich Sendungen, die in meinem Fernseher nicht herumflimmern ... meistens sind es die, die kein X im Namen führen ... denn Sendungen mit X versprechen paranormale Zustände und das kommt meinem seelischen Gleichgewicht entgegen. Diese Sendungen vermitteln den Eindruck, dass es schlimmer kommen könnte, als es tatsächlich den Anschein hat, was beim positiven Denken hilft und dabei, die namentlich veränderte GEZ-Gebühr, die als Haushaltsabgabe eine unumgängliche Informations-Steuer abgeben wird, in unregelmäßigen Abständen zu überweisen ... aber wo bin ich da schon wieder hingeschweift ... 

Markus Lanz ... der sportlich ambitionierte Südtiroler, der sich ins Haifischbecken der öffentlich-rechtlichen Ausstrahlung begab und der nun vermutlich darin umkommen wird, weil es Leute gibt, die finden, dass eine Frau Wagenknecht besser behandelt werden müsste, wenn sie sich im selben Becken herumtreibt.

Wenn nicht bald eine Naturkatastrophe des Ausmaßes von Weihnachten 2004, ein Reaktorunglück wie in Fukushima oder ein Vulkanausbruch in der Größenordnung eines Eyjafjallajökull (Ja, ich habe nachgesehen) stattfindet, wird Herr Lanz sich auf den Besucherplätzen wiederfinden. Eine Dienstwagenaffäre eines ADAC reicht einfach nicht, wenn ein wild gewordener Internet-Mob ein Ziel hat und nicht anderweitig beschäftigt wird.
Ich erinnere mich an Anschuldigungen gegen einen gewissen Christan W., der medial bereits ausgeschlachtet war, bevor eine Anklage über etwa 700 Euro übrig blieb, die in naher Zukunft möglicherweise fallengelassen wird und ich befürchte, dass, sobald ein Stein aus dem Verborgenen geworfen werden kann, der Mensch zum Tier wird.


Ende Januar



Nun scheinen die weihnachtlichen Urlaubsgeister allumfassend gebannt, der Alltag hat uns wieder ...

Das Tier war immer mal wieder da.

Auch zuletzt ... es machte sich sogleich unbeliebt, indem es sich beliebt machen wollte.
Nach einem ausgedehnten Spaziergang ist so ein Hund meistens nass und sehr schmutzig und das verträgt sich einfach nicht mit nagelneuen, weißen Klamotten.

Dabei war der Erwerb ausgerechnet dieser weißen Klamotte eine abenteuerliche Überwindung von Gewohnheiten.
Eine Internetbestellung lag bisher gänzlich außerhalb der zu erledigenden Tätigkeiten, da ja die in Läden angebotenen Sachen selten genug sitzen … ich bin etwa 10 cm größer als die deutsche Durchschnittsfrau und der BMI liegt eigentlich immer über dem Ideal oder auch dem Normal, weshalb in der Regel eine Taille im Kleid viel zu hoch sitzt, Hosenbeine oft genug zu kurz sind und Röcke hinten irgendwie kürzer aussehen als vorne …

Kleider dürfen für meine Begriffe nicht kürzer als knöchellang ausfallen, Röcke ebenso und diese dürfen auf gar keinen Fall Falten am Bund aufweisen, Hosen sind ein ganz schlüpfriges Pflaster, da ioe fast immer dazu neigen, Falten an den falschen Stellen werfen …
Nun hatte ich ein Kleid mit Bolero bestellt. Das Kleid sitzt prima, leider ist es für die angedachte Occasion viel zu festlich … wenn es nur aus dem Rock bestünde, wäre es prima!
Ändern lassen ist aber Blödsinn, denke ich …

Also wurde das Kleid ein wenig beschämt zurückgeschickt, das andere Kleid in blau auch, ein drittes, getupftes Kleid wurde bereits abgelehnt und retourniert.

Der Bolero wurde aber behalten … der gefällt mir … wer hätte das gedacht …

Außerdem kam ich an einem Schild vorbei, auf dem ein mittelmeerlich erscheinendes Restaurant "mediterane Küche" anbot ...  Beschilderung dieser Art finde ich ja irgendwie abschreckend.

Ach ja … der Weihnachtsbaum wurde rechtzeitig abgeschmückt und auch der Termin zur Abholung nicht verpasst … das ist durchaus erwähnenswert … finde ich … zeugt es doch davon, dass es Regeln gibt, die mir etwas Wert sind … wenn nun noch irgend jemand die Adventskiste vom Dachboden holen wird, dann gelangen auch die Dekorationsartikel vom Schuhschrank in die Warteposition für das nächste Weihnachtsfest ...
In  10 Monaten ist übrigens schon wieder der 1. Advent, in 11 Monaten Heilig Abend. Nur für den Fall, dass das wen interessiert ...

Sonntag, Januar 12, 2014

Samstag

Die ganze Woche über blieb der Rechner aus. Das war seltsam. Und ich habe es überlebt.

Jedenfalls war die Arbeit wieder losgegangen und diese erste Woche wurde dringend dazu benötigt, den geregelten Tagesablauf wieder als den eigenen zu akzeptieren.

Am Abend führte nach dem Heimkommen der erste Weg immer auf die Couch, was ein ausgedehntes Power-Napping, wie das so Neudeutsch heißt, nach sich zog, was dafür sorgte, dass an ein Einschlafen vor 2 Uhr in der Nacht nicht zu denken war und dann fiel das Aufstehen zur Unzeit wieder so schwer ... ein unendlicher Kreislauf ...

Sonntag, Januar 05, 2014

wenn es vorbei ist ...

Vorhin hatte er in einem Nebensatz erwähnt, warum er damals von der Schule abgehen wollte, habe er noch niemandem erzählt ... ... ...


Es gab mal eine Zeit, als mich das wirklich interessiert hätte ...

Kleider machen Leute

Ich brauche ein Kleid.

Das ist jetzt eigentlich nicht wirklich aufregend, wenn ich 15 bis 20 Jahre alt wäre und ein Gewicht von  55 kg oder so hätte.

Bin ich nicht. Hab ich nicht.

Das letzte Mal, als ich ein Kleid brauchte und einen Rock suchte, war ich spät dran, deshalb musste es damals ein Hosenanzug sein ... ich musste nehmen, was mir passte und was im Laden vorhanden war.

Diesmal bin ich schlauer und fange rechtzeitig an.

Suchwort: Kleid

Ergebnisse:

Cocktailkleider in allen Formen:
Etuikleider
Swingröcke
Plisseeröcke
Schößchen

und mit durchgehend Länge bis minimum kniefrei oder mehr ...

hm ... liebe Leute! ... ich wollte ein  Kleid, in dem ich mich wohlfühle ... ... ...

Mit meinen Beinen ziehe ich mit Sicherheit kein Minikleid an ... abgesehen davon, dass ich altmodisch und nicht mehr 20 bin und deshalb schon aus Prinzip gegen Mini.
Außerdem liebe ich Rollkragenpullover und lange Ärmel ... viel Haut lasse ich den anderen Damen dieser Welt ...

Ein Kleid in blau war im Angebot ... nicht ganz so kurz, laut Foto bis unters Knie ... auch nicht so prickelnd für Salatstampfer aber besser als nix ... als das in den Einkaufswagen aufgenommen werden sollte, war es aber komischerweise nicht mehr im Angebot sondern ausverkauft. Nun entscheidet man sich schon mal und dann darf man nicht.

Hrmpf!

Bleiben noch lange Kleider, vielleicht ist da ja auch was dreiviertel Langes dabei.

Ist es nicht.

Abendkleider bis zum Abwinken. So Kleider, die nur zu einer einzigen Gelegenheit getragen werden, da solche Gelegenheiten einfach nicht oft genug wahrgenommen werden müssen. Ich möchte aber ein Kleid, das vielleicht auch nach dem Fest noch eine gute Figur macht, damit sich die Anschaffung auch lohnt ...

Und 5 Monate sind so schnell rum ...


Vorhin beim Bäcker

Bäckereifachverkäuferin: Guten Morgen!

Kunde neben mir: Guten Morgen! Ich hätte gern 4 Kreppel.

Bäckereifachverkäuferin: Zum Mitnehmen?

Kunde neben mir (stutzt): Ja ... ... ...

Bäckereifachverkäuferin: Darf es noch etwas sein?

Kunde neben mir: Nein, danke.

Freitag, Januar 03, 2014

Freitag

Spätes Aufstehen zieht spätes Einschlafen nach sich und das wiederum erneut spätes Aufstehen.

Als Nebenwirkung tritt auf, dass der Tag erst mittags beginnt und somit die halbe Zeit für Hausarbeiten schon rum ist, bevor man überhaupt einen Fuß auf den Boden bekommen hat.

Es wird Zeit, dass die Rumlümmelei ein Ende nimmt ... ... ... wenn ich drüber nachdenke, könnte aber eine weitere Woche Urlaub ganz nett sein.

Um nicht ganz so untätig rumzusitzen, rief ich heute meine Mutter an.
Seit vor Weihnachten habe ich das versucht und versucht und versucht ... zwischendurch dachte ich mal, sie wolle nicht mit mir telefonieren ... dann, dass sie vielleicht gar nicht telefonieren wollte oder im Urlaub sei oder überhaupt von der Erde gefallen ... aufgeben gilt aber nicht und heute war mir das Glück hold - sie nahm ab ...
Die große Frage auf meiner Seite ist dann immer, ob wir genügend Gesprächsstoff haben, um ein Gespräch führen zu können, gemeinsame Themen gibt es nicht viele. Am Ende wird aber jede/-r einzelne, Verwandte (hier passt gar kein "-in" ... wie seltsam) dankbar durchgehechelt sein und es wird mindestens eine Stunde vergangen sein, bis ein Ende gefunden ist ... das nennt sich dann keineswegs Klatsch sondern familiärer Buschfunk und dieser ist sozial nicht zu unterschätzen, denn wo wären wir ohne den ... heute ging das Gespräch über 1 1/2 Stunden und das auch nur, weil ein Ende gefunden werden musste, da Plätze im Kino reserviert waren ...

Die nebenher frisch gebackenen Brötchen ersetzten das Mittagessen ... das kommt immer gut ... und die sind rasend schnell weggefuttert, da total lecker ...

Der kleine Bube und einer seiner besten Freunde hier aus dem Dorf wurden ins Kino kutschiert ... es gibt für jede Gelegenheit einen Freund ... einer fürs Junge sein, einer fürs Lernen und einer dafür, wenn die anderen keine Zeit oder Lust haben ...jeder einzelne erfüllt einen wichtigen Zweck und wird im Falle eines Falles auch gerne kutschiert ...

Kino heutzutage ist eine heftige Angelegenheit.
Parkgebühr, Eintrittskarte, Popcorn und Cola sind nicht zu unterschätzende Beträge, die im Portemonnaie vorhanden sein müssen.

Portemonnaie ... Portmonee kann ich bis heute nicht leiden ... vor allem nicht, nachdem das Erlernen der damals ausschließlich korrekten Rechtschreibung nicht ohne Mühsal war ...
Geldbörse, Brieftasche ... wie langweilig ...
Neulich fragte ich meine Söhne, was denn ein Trottoir sei ... sie wussten es nicht ... die ehemals so schicken, französischen Ausdrücke verschwinden ... und wenn sie noch verwendet werden, werden sie verstümmelt als "Portmonee" angeboten ...ich merke - ich schweife schon wieder ...

Jedenfalls wurde das Kino noch teurer, da nicht nur mein Jüngster beglückt wurde sondern auch noch der Freund mit einem Popcorn-Menue und ich mit einer Eintrittskarte, damit ich nicht nach Hause würde fahren müssen ...
Vielleicht sollte das Taschengeld für die Jungs doch ein bisschen erhöht werden ... so zum Anfang des Jahres. Kino ist sonst ohne Eltern nicht drin, dafür reicht das Budget nicht ... noch so ein schönes, ehemals französisches Wort ...

Die Tribute von Panem Catching Fire war überraschend spannend.
Trotz Kenntnis des Buches und trotz der m. E. fehlbesetzten beiden Hauptrollen und vor allem trotz der neben mir sitzenden beiden Frauen, ungefähr mein Alter, die einfach alles kommentieren mussten, war der Film spannend und mitreißend ... die übrige Besetzung des Filmes, der Schnitt, die Kameraführung, die recht passable Synchro und vor allem die Story machten alles wett ...

Donnerstag, Januar 02, 2014

Zeit

Wenn man einen gut formulierten Gedanken ersinnt, sollte man ihn gleich notieren. Später ist das oft schwierig mit der Erinnerung. Und man gewöhnt sich schon mal an so kleine Zettel, die halt noch nicht überall an Schränke und Zimmertüren gepappt werden, da man sich noch erinnern kann, sie in die Hosentasche gesteckt zu haben.

Heute ist der erste wirklich freie Tag zwischen den Jahren.

Frühstück fiel aus - es hatte niemand den Tisch gedeckt
Mittagessen fiel aus - es hatte niemand gekocht
sämtliche sonstigen hausfraulichen Tätigkeiten fielen aus - ich habe heute frei

und wenn man frei hat, dann kommen einem seltsame Gedanken, womit die freie Zeit gefüllt werden kann.

längst überfällige Fotos einkleben
spazieren gehen
Schmuck basteln
das Rezeptbuch des Große mit ersten Beschriftungen versehen

Alle diese Tätigkeiten würde ich nur und ausschließlich für mich machen ... kleine Häkchen im immerwährenden Wasserfall der mit Bestimmung zu erledigenden Aufgaben ...

Eine ganze Weile freue ich mich jetzt schon über die verfügbaren Möglichkeiten ... und rief wenigstens die Nicht-Schwiegermutter an, die sich frei nahm und an ihrem Geburtstag nicht die versammelte Verwandtschaft bekaffeete ...

Mittwoch, Januar 01, 2014

Auf ein Neues

Es geht wieder los.

Die Forellen à la Müllerin waren überaus lecker, die lagen noch vom letzten Jahr im Frost, als die Braterei mangels Essern nicht mehr erforderlich wurde ... der kleine Bube hatte Fischstäbchen bestellt, er ist Fisch nur, wenn dieser nicht aussieht wie Fisch, für Männe waren Gemüsestäbchen in der Pfanne, er isst weder Fisch noch Fleisch.

Oder es geht einfach weiter.

Was am Jahresanfang so sehr anders ist als am Rest des Jahres, muss ich mir noch genau überlegen, trotzdem ist dieses Datumsgrenze seltsamerweise eine Zäsur, die einen Neuanfang als Licht am Ende des Tunnels sichtbar werden lässt.
Statt mit der Erfindung guter Vorsätze fange ich das Jahr 2014 mal filosofisch an, verschiedene Möglichkeiten stehen zur Auswahl

- der Spaß am Leben ist in der Überzahl
- die Gewohnheit hält einen am Laufen
- der Verantwortung kann man nichts abschlagen
- die Hoffnung wird aufrecht erhalten
- ...

die Liste kann beliebig fortgesetzt werden.

Eigentlich müsste man solche Fragen mit dem Durchlaufen der Pubertät bereits mit sich ausgemacht haben.
Da aber eine Pubertät, die keine depressive Phase ausließ, weniger geeignet ist, den Sinn des Lebens als Ziel festzulegen, muss halt die Midlifecrisis dafür herhalten.

Gibt es eine Midlifecrisis eigentlich noch?

Dienstag, Dezember 31, 2013

31. Dezember

Alles wird gut.

Im letzten Januar habe ich überlegt, dass es gar nicht so lang dauert, bis wieder ein neues Jahr beginnt.

Und schon ist es wieder soweit ...


Guten Rutsch an die Welt!

Montag, Dezember 30, 2013

30. Dezember

Gestern gab es Kohlrouladen ... ich sollte vielleicht ein Kochbuch schreiben ... ein Kochbuch mit meinen Lieblingsgerichten ... damit dann, wenn der Alzheimer ausgebrochen ist, immer noch meine Lieblingsgerichte auf den Tisch kommen werden ...

Der Hund war seit Heilig Abend mal wieder da ... er kann immer noch nicht draußen und drinnen unterscheiden ... und nachdem Männe seit gestern erneut mit ganztägiger Abwesenheit glänzte, rief ich ihn vorhin an, er möge den Hund abholen ... vier Mal am Tag frische Socken anziehen und drei Mal am Tag Haufen entfernen zu müssen ist wirklich nicht geeignet, den Haussegen gerade zu halten ...




Freitag, Dezember 27, 2013

27. Dezember

Besucher sind fein ... und fein ist es auch, wenn sie wieder gehen ... besonders, wenn sie nicht wirklich meine Besucher sind und der, der besucht werden soll, durch Abwesenheit glänzt ... anscheinend bin ich aber dann doch so gut im Unterhalten von Besuch, dass er über 3 Stunden lang bleibt ...

das war nicht vorgesehen und - ohne dem Besuch zu nahe treten zu wollen, sind sie doch wirklich liebenswerte Menschen - ärgerlich ...