Sonntag, Juli 17, 2011

Im Zuge der Bearbeitung ...

... wenn nicht gar Entrümpelung.

Ich will ja nicht so weit gehen, dass das da oben auf dem Dachboden schon messiehafte Züge angenommen hat ... immerhin stapelte sich der Kram nicht so in der Wohnung, dass die Wege von Zimmer zu Zimemr lediglich noch über schmale, fast mit Macheten freizukämpfende Pfade führten, es waren schon ordentlich aussehende Kartons da oben.

Aber Kram! KRAM! Kram ohne Ende! Soviel Platz wie da ist, soviel wird gebraucht. Oder vollgestopft mit Kram, den man nicht mehr braucht.

Viele, viele Kartons sind nun zum Opfer gefallen - nicht, dass da nicht noch unendlich viele wären. Ich hatte aber irgendwie genug von Kartons, an deren Inhalt sich wirklich niemand mehr erinnern kann und gehe seit einigen Wochen immer mal wieder nach oben mit der Absicht, einen Karton samt Inhalt nach unten ans Licht des Tages zu zerren ... Nicht, dass irgendetwas Lebensnotwendiges dort oben gewesen wäre, auch nichts wirklich Wertvolles, eigentlich nur Belastendes und Erinnerndes ... ein Foto hab ich wieder in den Karton zurück geschoben, aus dem es sich nach vorne gemogelt hatte, der Karton wurde auch schleunigst wieder zu geklappt, es sind noch andere da, die auch der Entfernung bedürfen, da muss ich mich gleich an die schwierigen Fälle wagen ... es ist auch so anstrengend genug, und das meine ich nicht zwingend physisch ...

Aus einem anderen Karton zog ich ein altes Hausaufgabenheft, in das so manches Herzblut gesteckt worden war. Komplett selbst geklöppelt war es irgendwie zum Aufheben geeignet erschienen, ungeachtet der Tatsache, dass 1980 nun wirklich schon gaaaanz lange her ist und der Nährwert des Inhaltes gleich Null!
Die Hausaufgaben sind längst erledigt, auch, wenn ich sie nur selten anfertigte, auch die eingetragenen Noten geben nur noch Aufschluss über längst vergangene Tage und einen Eintrag über "Pommy Stern" musste ich googeln ... so spannend der damals gewesen sein muss, er hinterließ persönlich keinen bleibenden Eindruck ... ganz im Gegensatz zu Visage, die ich heute noch gut leiden kann ... nicht nur aus retrospektivischen Gründen ...

http://youtu.be/RFL4LNOQJg8

Da es zu allem im Leben Ratgeber gibt, in denen man nachlesen kann, was man eigentlich schon sein ganzen Leben lang weiß, las ich in Alles zuviel, dass man doch von Dingen, von denen man sich nicht trennen möchte, Fotos machen solle ... allein ... bisher wurde das Heft ja nicht sinnend angesehen - warum also sollte ich die Fotos sinnend ansehen???

Die Entscheidung, das Ding dem Papiermüll anheim zu geben, sollte doch leicht fallen ... eigentlich ...

Freitag, Juli 15, 2011

... wenn Spaniens Blüten blühen ...














Obwohl so sehr geschimpft worden war, als ich die beiden blütenlosen Triebe abgeschnitten hatte, bildete meine Geburtstagsorchidee 17 neue Blüten - und die gehen jetzt auf!

Montag, Juli 04, 2011

2011

Männes Tochter sollte in der Mitte des Juli ein Kind bekommen. Das ist nun Vergangenheit, denn das Kind ist vor ein paar Tagen gestorben, nachdem es vor ungefähr vier Wochen schnellstens auf die Welt geholt worden war. Die Eltern haben das nicht "rumerzählt", nur, wer sich bei ihnen meldete, wurde informiert. Sie haben das ganz alleine mit sich ausgemacht ... und wohl auch ausmachen wollen.

Ich glaube ja, es gibt nichts Schlimmeres, als wenn einem das Kind genommen wird. Die Eltern sind schon heftig, dann hört die Welt eine Weile auf, sich zu drehen, aber ich glaube nicht, dass man das auch nur im Entferntesten vergleichen kann.

Freitag, Juli 01, 2011

immer wieder Freitags

Es gibt so Tage, an denen überlegt man sich, ob es sich lohnt, sich darauf einzulassen ... an solchen Tagen wäre ich gerne am Meer ... ließe mir einen kühlen Wind durch die Haare streichen und Telefon, Computer, Briefkasten und alle anderen Möglichkeiten, mir Aufgaben zuzuteilen wären weg ... aus ... kaputt ...

Mittwoch, Juni 29, 2011

Man kann, wenn man will ...

Die Kommentare sind nun wieder gleich da, im Fall, dass ein geneigter Leser sich bemüßigt fühlt ... die Kommentarfunktion konnte gefunden und neu eingestellt werden ... es geht, wenn man die richtigen Seiten aufruft, fast, wie im richtigen Leben ...

Montag, Juni 27, 2011

Eins von den Dingen passt nicht zu den anderen

-

Frauen - Fußball - Weltmeisterschaft

Eine Weltmeisterschaft im eigenen Land ist ein Ereignis. Zweifellos. Besonders, wenn man bedenkt, was für einen weiten Weg der Frauenfußball hinter sich bringen musste, um überhaupt als darüber-berichtenswert in Erscheinung zu treten. Und obwohl es auch mal eine Weltmeisterschaft der Turner in deutschen Landen gab, von der ich trotz der Teilnahme verwandter Wesen weniger mitbekam als jetzt von der Herleitung bis zum Eröffnungsspiel gestern.
Dass die Frauen gewonnen haben, lag mit Sicherheit wie bei den Männern daran, dass ich nicht hingesehen habe ... wir werden dies also beibehalten ... haltet Euch dran, Mädels!

Nicht immer bin ich mir aber sicher, dass es tatsächlich um Sport geht, so hätte z. B. niemand von Steffi Graf erwartet, dass sie sich im Playboy auszieht. Andererseits war Männerfußball auch mal verboten und die deutschen Fußballerinnen sind amtierende Weltmeisterinnen, was die Männer gerne wären ... ohne das -innen dann am Ende ... ich hoffe, dass diese Gedankengänge nachvollziehbar konfus waren und verbleibe hochachtungsvoll

Go Girls!

und die andernen gucken bitte hier

Dienstag, Juni 21, 2011

In meinem Leib- und Magen-Forum postete einer folgenden Link:



Offene Türen muss man nicht einrennen. Ich konnte nur wieder nicht so schön formulieren, dass ich nicht verstehe, warum ich andauernd moderne I-Pads, I-Pods, Handys, Computer, Schuhe, T-Shirts, Jeans, Haarfarben, Autos, Felgen oder auch Designer Food brauchen soll.

Dieser Unsinn der müllorientierten Produktion geht ja noch weiter:
Warum wird ein Teil der Milch, die mit übermäßigem Futter erzeugt wird, einfach so weggegossen, ohne dass es einem Lebewesen einen Nutzen bringt? Warum werden 20% der hergestellten Lebensmittel unverspeist vernichtet?

Was werden wohl zukünftige Generationen sagen, wenn sie auf der Erde keine Bodenschätze mehr finden und statt dessen bei der Suche danach auf 100.000-jährig ausgelegte Endlager von Atommüll stoßen, von denen niemand mehr etwas weiß, weil die Erinnerung daran verloren ging ...

Es wird soweit kommen, dass die Menschheit sich in einer Steinzeit wiederfinden wird, weil ihr nichts anderes übrig bleibt ... so sie ihre Umgebung nicht vorher vollständig unbewohnbar gemacht hat, einfach deshalb, weil es möglich war ...

Montag, Juni 20, 2011

Wenn einer eine Reise tut ...

dann geht das nicht immer ganz glatt:

Am 17. Juni am Abend Ortszeit sollte Sohni mit dem Flug United Airlines von Washington aus nach Frankfurt am Main fliegen und am 18. Juni am Morgen Ortszeit ankommen. Die Buchung wurde ein Jahr vorher bestätigt, sonst hätte er gar nicht in die geheiligten United States of the Free einreisen dürfen.

Nun hatte United Airlines am 17.06. das Problem eines größeren, landesweiten Computer-Ausfalls, der Flug aus Washington wurde komplett gestrichen.

Sohni stand nun auf dem Flughafen in Washington und versuchte, einen anderen Flug zu bekommen, was sich seltsamerweise schwierig gestaltete. Offenbar wurde er auf Wartelisten gesetzt und immer wieder vertröstet, dass die Flieger alle überbucht seien, da so viele Flüge ausgefallen seien. Mit jungen Leuten kann man sowas ja machen.

Darüber informierte er uns telefonisch von einem Lufthansa- Schalter aus, niemand von United Airlines hatte ihm einen Anruf angeboten. Er meinte, dass er auf einer Warteliste für einen Flug nach Frankfurt sei, dass aber wegen Überbuchung nicht sicher sei, in welchem Flieger er würde mitfliegen dürfen.

Ich erkundigte mich beim Frankfurter Flughafen nach einer Telefonnummer, über die ich mit United Airlines Kontakt aufnehmen konnte, und rief dort an. Nun ist an einem Samstag kein deutschsprachiger Mitarbeiter erreichbar, der sehr schnell englisch sprechenden Mitarbeiterin konnte ich entnehmen, dass Sohni auf ein Flugzeug über Miami umgebucht worden war und dass er darüber informiert worden sei, dass er diesen Flug aber nicht angetreten habe. Davon hatte Sohni aber im Telefonat mit mir nichts erwähnt und später bestätigte er auch, dass diese Information nicht bei ihm angekommen ist. Und er hatte mit einigen Mitarbeitern von United Airlines in Washington gesprochen.

Am 18. Juni, also nach einem ganzen Tag, bekam Sohni immer noch keine Bestätigung, dass er definitiv auf einen Flug gebucht ist, deshalb schrieb er mir per Mail einen Hilferuf nach Deutschland, er käme mit den Mitarbeitern vor Ort nicht weiter, er würde immer wieder auf endlose Wartelisten gesetzt.

In Frankfurt war am Samstag Abend gar kein Mitarbeiter mehr erreichbar - insgeheim verfluchte ich die Gewerkschaften - also rief ich die Telefonnummer der Reservierung von United Airlines in den USA an. Zu Beginn des Telefonats sollte ich einer Maschine erklären, welche Reservierungsnummer ich hätte und was ich überhaupt wollte - so gut ist mein Englisch anscheinend doch nicht, der Apparat entschuldigte sich laufend, dass es sein Fehler sei, dass er mir nicht helfen konnte, was irgendwie seltsam klang, doch nach einer Weile hatte ich tatsächlich einen atmenden Mitarbeiter am Telefon, der wirklich versuchte, zu helfen. Er buchte Sohni definitiv auf den nächstmöglichen Flug von United Airlines von Washington nach Zürich, Abflug am Abend Ortszeit, so er den Check In schaffen würde, die Zeit drängte.

Diese Information erreichte Sohni per Blitzmail, er beeilte sich, zum Check-In-Counter zu kommen, dort war jedoch diese Buchung nicht bekannt, er rannte also durch den halben Flughafen zurück dahin, von wo aus der Mails schreiben konnte, und erklärte, die Buchung sei durchaus nicht definitiv, die Dame am Schalter könne ihn nicht finden, was mich ein wenig an die Buchung auf den Flug via Miami erinnerte. Ich fragte mich, ob die Vernetzung der Computer noch Ausfallerscheinungen vom Freitag hatte.

Also rief ich erneut bei der Reservierungsabteilung in den USA an, dieses Mal konnte die Maschine helfen, die Stimme bestätigte die Buchung auf der Maschine nach Zürich. Da die Zeit drängte, schrieb ich an Sohni, er solle sich nichts anderes erzählen lassen, die Buchung sei fest und er beeilte sich, wieder zum Einchecken zu kommen. Da ich danach nichts mehr hörte, ging ich davon aus, dass er den Flug bekommen hat, war mir aber nicht sicher.

Am nächsten Morgen, bevor das Flugzeug in Zürich landen sollte, versuchte ich nochmals, eine Bestätigung zu erhalten, ob Sohni in den Flieger aus Washinton hatte einsteigen können. Die einzige Möglichkeit war ein erneuter Anruf in den USA, da weder der Flughafen Frankfurt solche Informationen hat noch United Airlines in Deutschland erreichbar war (am Sonntag gelten da anscheinend irgendwelche Vorschriften, die einem das Leben schwer machen) und die Lufthansa, deren Leitungen sonntags besetzt sind, ist halt nicht United Airlines, die einen wissen über der anderen Buchungen gar nichts, selbst, wenn sie ihnen die Flugzeuge zur Verfügung stellen. Die Maschine der Reservierungsabteilung konnte ich erneut überreden, mir einen menschlichen Mitarbeiter in die Leitung zu holen, dem ich das Problem zu schildern versuchte. Mein Englisch schrumpfte im Laufe des Gesprächs auf rudimentäres Minimalwissen zusammen. Es wirkte, er bekam Mitleid und sagte zu, er würde versuchen, nachzusehen, ob Sohni hatte einsteigen können, hängte mich in die Warteschleife und da hing ich von da an. Einmal meldete er sich zwischendurch, darüber zu informieren, dass er noch auf eine Auskunft wartete, nach insgesamt einer halben Stunde legte ich auf. Ich hatte dann doch keine Hoffnung mehr, dass er mir helfen würde.

Wir entschieden uns im Familienrat, dass wir so tun sollten, als habe Sohni mitfliegen und auch in Zürich weiterfliegen dürfen, da erreichte uns ein Anruf von Sohni, dass er in Zürich keine Reservierung vorgefunden habe, die Reservierung auf den Lufthansa Flug sei nicht bestätigt, er könne also erst mit dem späteren Lufthansa Flug kommen und das auch nur, wenn ein Platz frei sei.

Die ganze Familie fuhr also auf gut Glück zum Flughafen, wir parkten im Irgendwo des umfassend gestalteten Parkhauses, gingen zum Ankunftsterminal und sahen auf der Anzeigetafel, dass das Flugzeug aus Zürich gelandet war, dass wir zum Gate B1 im Terminal 1 gehen könnten, dort müssten wir Sohni in Empfang nehmen können.

Nun ist bei dieser Rückreise aber wirklich alles verhext gelaufen, das Gepäck ging unterwegs auch noch verloren, so dass wir nicht nur von nichts etwas wussten, nein, Sohni kam auch nicht aus Ausgang B1, er kümmerte sich ja um eine Verlustmeldung seines Koffers. Ich begann dann doch, nervös zu werden. Solange Sohni in Washington war, wusste ich, dass er nicht verloren gehen konnte, ich wusste aber nicht, was in Zürich passiert war und dass er in Frankfurt nach seinen Koffern suchte, wusste ich ja auch nicht.

Es ging schließlich alles gut aus, Sohni stand plötzlich hinter statt vor uns, er hatte die Kofferausgabe durch einen anderen Ausgang verlassen und uns gefunden und wir waren sehr froh, ihn heil in die Arme schließen zu können.

Und sein Gepäck wird auch noch eintrudeln, denke ich …

Samstag, Juni 18, 2011

grummel

Da hab ich mir die halbe Nacht um die Ohren gehauen, um noch ein halbwegs vernünftiges Produkt zu produzieren, und dann wird der Flug gecancelled ... due to mechanical issues that can´t be fixed ... ich bin ein wenig konsterniert ...

Zumal Männe hier den Eindruck verbreitet, das liege in meinem Verantwortungsbereich ...

Freitag, Juni 17, 2011

Beängstigend

Heute morgen hatte ich ein Gespräch mit zwei Kunden und einer Firma zur Absprache des weiteren Ablaufs.

Grundsätztlich war alles gut, der Auftrag an die Firma wird noch ein wenig erweitert ... was ja nicht schlecht ist ... am Ende meinten die Kunden, ob ich noch ein bisschen bleiben könnte, sie wollten noch etwas mitteilen ...

Heraus kam, dass sie unbedingt loswerden wollten, dass sie meine Arbeit gut finden ... ... ...

Irgendwie stand ich völlig neben der Spur, der Kopf war ganz leer ... ich wusste nicht, was ich sagen sollte ... solche Ansagen bin ich nicht gewohnt ... meistens geht es eher darum, dass wieder ein Problem auf den Tisch kommt, das ich bitte sehr zu lösen hätte ... und auf der schon nur nebelhaft wahrgenommenen Fahrt wieder nach Hause erreichte mich dann auch noch ein Anruf - auf dem nur zufälligerweise mitgenommenen Handy - dass eine Genehmigung erteilt worden ist für ein Projekt, das ich schon abgehakt und dessentwegen ich schon heftige nachts-wach-bleib-Phasen genossen hatte ...

Ist heute ein schöner Tag, oder was?

Donnerstag, Juni 16, 2011

Sowas kommt von sowas

Lässt man eine Gelegenheit aus, dann hat man das alte Gelumpe halt weiter an der Backe ... in akuten Situationen fehlt manchmal einfach die Weitsicht ...

Sonntag, Juni 12, 2011

Rubrik: Verschiedenes

Es ist wie verhext. Kaum, dass man sich versieht, ist das halbe Jahr rum und man weiß nicht, wo es abgeblieben sein könnte.

Die letzten beiden Tage jedenfalls, an die kann ich mich erinnern - mit jeder Faser meiner schmerzenden Körperteile. Sie waren ausgefüllt mit schwerer, körperlicher Arbeit, welche ich in fast vollständigem Maße alleine durchführte, da die restliche Bagage keine Lust verspürte, meine Ideen zu verwirklichen.

Als ob mich sowas abhielte, wenn ich schon mal was tun will, und wenn Männes zweitältestes Töchterchen am Tag vor dem geplanten Beginn auch noch penetrant anruft, dass sie wirklich kommt. Sie HAT geholfen, dass die Schwarte krachte! Mein kleiner Bube bemühte sich eine Weile, hatte dann aber keine Lust mehr und zog den ruhigen Aufenthalt auf dem außerordentlich bequemen Sitzkissen dem Putzen und Pinsel-Schwingen vor.

Töchterchens Mütterchen war der Ansicht, sie müsste einen Kommentar abliefern und fragte, warum der Boden nach dem Streichen der Wände aussah, wie er aussah ... anstatt, dass sie einen Schrubber in die Hand genommen hätte ... also bemühte ich mich, die Anmerkung als den Witz zu nehmen, den sie vermutlich gemeint haben könnte, aber ich war dann doch überhaupt nicht unfroh, als ich sie von hinten sah ...

Langer Rede kurzer Sinn - mit diesen Bildern kann ich bezeugen, dass der Raum noch niemals so geputzt, entmüllt und gestrichen ausgesehen hat, seit ich in diesem Haus wohne:



Sonntag, Mai 15, 2011

na sowas

Heute Morgen sagte einer zu mir: "Man muss sich von altem Gelumpe trennen."

Ich musste mir auf die Zunge beißen, bis sie fast ab war.

Mittwoch, Mai 04, 2011

Vergängliches

Vorletzte Woche bekam ich einen Anruf, ein Onkel ist gestorben. Er war schon lange krank und möglicherweise ist er jetzt froh, dass er es hinter sich hat.

Vor fast genau 3 Jahren haben wir uns das letzte Mal gesehen. Wir, also seine und meine Familie trafen uns zum Mittagessen und wir machten aus, das danach mindestens jedes Jahr zu wiederholen. Irgendwie bildet man sich immer ein, keine Zeit zu haben, bis es endgültig zu spät ist.

Die Beerdigung war am Mittwoch. Ein durchaus trauriges Ereignis. Selbst, wenn ich mir vornehme, nicht zu heulen, dann geht das einfach nicht immer.

Eine Tante und ein anderer Onkel waren auch da, obwohl die Tante nicht wirklich wollte. Sie saß die ganze Zeit wie auf glühenden Kohlen und wäre am liebsten sofort nach Hause gefahren, wurde doch just an diesem Tag ihrer Tochter, meiner Cousine wegen Brustkrebs die Brust abgenommen.
Das erinnert mich doch sehr an vergangene Tage und die waren nicht besonders schön. Lieber hätte ich nicht mehr daran denken müssen.

Am Freitag stand der im Oktober verschobene Besuch der alten Dame ... nein, bei der älteren Verwandtschaft, ihreszeichens auch eine Tante und ein Onkel, aber von der anderen Seite an. Den Jüngsten nahm ich als Verstärkung mit, irgendwie hat dieser Onkel in Ermangelung eigener Enkel die meinen ein wenig adoptiert, seit er in Rente ist, was ja nichts Schlechtes ist und was ich im Sinne der Ausbildung eines Familiensinnes durchaus unterstütze.
Fast 4 Stunden im Zoo bei frischer Luft und fußläufig finde ich dann aber doch anstrengend und so war ich nicht unfroh, als der Tag sich dem Ende zu neigte. Selbst wenn es ein netter Nachmittag war.

Gestern feierte die Großmutter ihren 97. Geburtstag. Ihr Sohn und ihre Schwiegertochter, jene, welche am Freitag noch unseren Besuch eingefordert hatten, standen auf der Matte, morgens telefonierten wir noch.
Am Abend erhielt ich einen Anruf meiner Mutter, die Großmutter habe einen Schlaganfall erlitten, sie liege bewegungsunfähig im Bett.

Mit 97 darf man durchaus mal mit dem Ende rechnen, aber muss es denn so eines sein, bei dem man noch mitbekommt, dass man nun wirklich ohne Hilfe gar nichts mehr kann? Nicht mal mehr sich im Bett alleine umdrehen?

Meine große Schwester fuhr heute kurzerhand nach Reinbek, sie schätzt das als Ärztin so ein, dass es noch einige Wochen so sein wird, wie es jetzt ist.

Nein, es ist kein Segen, dass die Menschen immer älter werden. Und dies scheint ein trauriges Jahr zu werden.

Montag, April 25, 2011

Österliches

Frohe Ostern!

Meine Tante bestätigte, dass heute noch gewünscht werden darf, demnach gleiche ich den gestrigen, PC-freien Tag einfach aus, indem das "Frohe Ostern" besonders fröhlich ausfällt!

Freitag, April 22, 2011

Mensch, Amor! War das nötig?!

Mein kleiner Großer. Schreibt er heute eine Mail, in welcher er verkündet, er habe eine Freundin. Und seine doofe Mutter fragt ihn, ob er das wirklich in den letzten 8 Wochen seiner Zeit da in USA noch anfangen will.

Er war a weng beleidigt, dass die Mutter nicht Freudentänze ums Lagerfeuer aufführte, er hätte gerne gelesen, dass sie ihn von Herzen beglückwünschte und nicht so pragmatisches, unromantisches Zeug übermittelte.

Nun steht aber sein Rückflugtermin fest auf dem 18. Juni ... dieses Jahr ... und Fernbeziehungen sind eine außerordentlich unglückliche Einrichtung. Das ist nix für die erste, große Liebe! Bei aller Liebe!

Mittwoch, April 20, 2011

Statistikmeldungen

Laut Statistik hatte ich im letzten Monat 2 Besucher aus dem Iran.

Nicht, dass ich wüsste, welches Suchwort hierher geleitet hat, aber ich winke mal freundlich in eine gänzlich unbekannte Welt!

Kröten können auch anders aussehen

zum Beispiel so:

Freitag, April 15, 2011

Die Polizei, Dein Freund und Helfer

Letzter Schultag vor den Ferien. Was tun Lehrer da tun? Sie verkürzen die Unterrichtszeit und schicken die lieben Kleinen zwei Stunden früher nach Hause.

Nun ist es so, dass die lieben Kleinen aus dem hiesigen Dorf in Fällen des früheren Aushabens mit dem Zug heimwärts reisen, nach der üblichen 6. Stunde sind die Busfahrzeiten günstiger.
Zugfahren ist also ungewöhnlich und dann fahren da ja auch noch andere Fahrgäste mit, die, unbeobachtet durch Autoritäten, ihren Leidenschaften sich hingeben können.

Eine dieser Leidenschaften scheint dissen zu sein, jedenfalls erreichte mich heute der Hilferuft dreier 11-Jähriger, die sich nicht trauten, in den richtigen Zug zu steigen, da eine wildgewordene Horde Halbwüchsiger sie schon wieder belästigt hatte.
Die Erzählung klang dramatisch genug, so dass ich mich ins Auto schwang, gen Bahnhof düste und dort drei recht kleinlaute Jungs antraf.

Drei Halbstarke beiderlei Geschlechts hätten sich schon zum zweiten Mal über sie hergemacht. Nicht ausdrücklich physisch, es reichte aber, dass die drei Großen sich einen der Kleinen herauspickten, ihn an das Geländer des Parkplatzes trieben und ihn bedrängten, ohne ihm eine Möglichkeit zur Flucht zu lassen. Sprachlos standen die anderen beiden Jungs daneben. Sie fühlten sich irgendwie hilflos. Unvorbereitet darauf, sich mit Knallchargen auseinanderzusetzen - was davon kommt, wenn man versucht, seine Kinder zu anständigen Menschen zu erziehen, die sich gewaltfrei durch die Welt bewegen.

Mir selbst gingen mörderische Gedanken durch den Sinn, in solchen Fällen kommt es vor, dass mein normalerweise sehr rational denkendes Denkorgan komplett irrational reagiert und ich rief mich zur Ordnung. Selbst ist in diesen Fällen nicht die Frau. Kurzerhand überlegte ich eine Lösung - der Blick fiel auf das Reisezentrum samt Informationsschalter. Wartenderweis weiß ich nun, warum die Schalter mehr und mehr abgeschafft werden. Pro Kunde 20 Minuten für eine Fahrkarte zu verbraten ist nicht wirtschaftlich!
Schließlich konnte ich aber noch einen der Bahnmitarbeiter ansprechen, er meinte, es gäbe auf dem Bahnhof in Bad Kreuznach niemanden, der für Fälle des Pöbelns durch Passagiere zuständig sei, es sei aber die Bundespolizei auf dem Gelände, diese kümmerten sich, wenn sie darauf aufmerksam gemacht würden, dass sie sich kümmern sollten.
Kurz stritt sich die Meinung, es sei kein Fall für die Polizei mit der Meinung, das könne man nicht auf sich beruhen lassen, da dann das Thema Zugfahren auf absehbare Zeit erledigt sein und ein mütterlicher Fahrdienst eingerichtet würde, und wir taperten zur Tür mit der Aufschrift "Bundespolizei".

Ein bisschen seltsam erschien mir, dass wir unser Anliegen zwischen Tür und Angel vortragen sollten, damit der zuständige Wachhabende entscheiden konnte, welcher Grad an Wichtigkeit erreicht wäre, doch er bat uns herein.
Drei heftig beeindruckten und nervösen Jungs einen sinnvollen Bericht zu entlocken, ist gar nicht so einfach und am Ende bot der Polizist an, die Jungs sollten sie die Telefonnummer der Dienststelle ins Handy notieren. Sobald sie der drei Typen ansichtig würden, sollten sie sofort diese Nummer anrufen, die Polizei, da nur einige Meter vom Bahnsteig entfernt, sei dann umgehend vor Ort, die Figuren mal anzusehen.

Nett fand ich ja, dass der gute Mann uns nicht umgehend wegen minderschweren Falls nach Hause geschickt hatte, dass er sich den konfusen Wust von drei Kindern anhörte und eine machbare Lösung suchte. Dass er nicht genug Personal zur Verfügung hat, einen Personenschutz zu organisieren, wusste die Meinung mit der Geringfügigkeit ja schon vorher. Jedenfalls hatten die Jungs vermittelt bekommen, sie würden ernst genommen.

Am Ende wird es darauf hinauslaufen, dass, sollten sie diesen Zug wieder einmal nehmen müssen, mindestens ein Elternteil eine Abholung auf die Beine stellen wird, da die Kinder die Polizei voraussichtlich nicht anrufen werden. So waren wir in stundenlangen Gesprächen und Telefonaten unter uns Eltern nach der Rückkehr ins heimatliche Hinterwäldlerdorf verblieben.

Wie anders die Welt da draußen sein kann. Bei uns in der Straße kann ein Auto samt Schlüssel im Türschloss tagelang in der Öffentlichkeit gut sichtbar rumstehen, es steht nach diesen Tagen immer noch vor der Tür, doch kaum in der mittelgroßen Mittelstadt findet man sich mitten im Dschungel wieder ...

Montag, April 11, 2011

Kinder, Kinder

Gürtelprüfungen sind aufregend, obwohl sie eigentlich keine Auswirkungen haben. Trotzdem möchte der kleine Bube das erfolgreich bewältigen und dass er heute den neuen gelb-grünen Gürtel geschenkt bekam, weil er als Bester abgeschnitten hat, freute ihn über alle Maßen. Der Gürtel wird heute Nacht mit ins Bett genommen, das ist mal sicher. Diese Küchlein immer ...