Dienstag, Oktober 04, 2016

Ein Wochenende

in Nürnberg.

Vor einigen Wochen erhielt ich einen Brief, in dem meine beiden Schwestern mitteilten, dass sie es für eine gute Idee hielten, das Wochenende vor dem Tag der Deutschen Einheit gemeinsam incl. Schwager in Nürnberg zu verbringen, Würzburg und Heidelberg seien ausgebucht. Die Hotelreservierung hatten sie gleich beigefügt.

Entweder kennen mich beide Schwestern nicht, oder sie meinten, sie müssten mal was machen, was nicht meinem üblichen Gehabe entspricht, das ging aus dem Schreiben nicht hervor, jedenfalls wurde ich am Samstag in aller Herrgottsfrühe abgeholt, nachdem ich am Abend vorher mit der Freundin noch darüber gescherzt hatte, ob das wohl was für mich sein würde ...

Was kann man zwei Tage lang in Nürnberg machen? War das nicht nach WK II zu 95% kaputt, so dass nichts Altes mehr zu sehen ist? Ist Nürnberg überhaupt eine Ausflugsstadt?

Sagen wir mal so: in 2 Tagen kann man so viel ansehen, dass einem die Füße weh tun ... und es gibt sehr schicke Sachen zu sehen.

Kirchen bis zum Abwinken. Warum wurden auf so kleinem Terrain so viele so große Kirchen gebaut??? Andererseits sind Kirchen tatsächlich ein Hort der Ruhe, wenn man erst einmal hinein gegangen ist. Die Frauenkirche, die Kirche St. Lorenz, die aussieht, als sei sie der gotischen Bauweise in Frankreich entsprungen, St. Sebald wurden mit Sicherheit besichtigt, weitere Kirchen verlieren sich dann in der Masse. Ich muss da nochmal nachfragen.

Interessant ist im Vorbeigehen, wie die Nürnberger mit den Zerstörungen des WK II umgingen.
Anstatt sich darüber Gedanken zu machen, wie man alles vollständig restaurieren könnte, wurden in Nürnberg die Gebäude wieder aufgebaut und das an Schmuck angebracht, was heil aus dem Schutt geborgen werden konnte. Und so kommt es, dass an einer Wand in einer Kirche überhaupt nichts Schmückendes ist, außer einer Figur, die früher mal Teil eines Ensembles gewesen sein muss, das es aber nicht mehr gibt, und die nun tapfer alleine die Fahne hoch hält.
Nicht nur in Kirchen ist das so. Ganze Hausfassaden sind ganz unmittelalterlich glatt und dann ist da mittendrin oder an einer Hausecke eine Figur, die noch ganz leicht andeutet, dass es in Nürnberg mal eine von Heiligen und Abbildungen nur so strotzende Architektur gegeben haben muss.

Andererseits ist nicht von der Hand zu weisen, dass die noch vorhandenen mittelalterlichen Straßenzugsstücke eng und verwinkelt waren, dass die mittelalterlichen Gebäude klein und immer wieder umgebaut aussahen, und dass mit dem Wiederaufbau eine modernere Infrastruktur installiert werden konnte. Solche Straßenzüge können in ganz kleinem Umfang besichtigt werden.
Interesant auch deshalb, weil im Internet u. a. zu lesen ist, dass die erhaltenen historischen Gebäude bis in die 1970er Jahre hinein Abortgruben hatte, die wöchentlich von Kloake-Wagen angefahren wurden.
Meine Eltern hatten in ihrem Haus zuerst auch eine solche Klärgrube, die öffentlich Kanalisation reichte einfach noch nicht bis da hin, wo sie ein Haus bauen wollten, und etwa einmal im Monat kam der Entsorger ... was für ein Gestank!

Merkt man, dass ich nichts von Erhalt von Überholtem halte?

Andererseits waren zwei Tage dann doch fast zu kurz, wenn man davon absieht, dass die Füße anfangen, eine runde Form anzunehmen, um besser abrollen zu können ...

Spielzeugmuseum, Albrecht-Dürer-Haus, Kaiserburg, Hans-Sachs-Brunnen (der Künstler hatte eindeutig was genommen, als er den kreierte!), Altstadtensemble, Unschlitthaus, Henkersteg, Hauptplatz, Nürnberger Parteitagsgelände, Bratwürste ohne Ende, sehr leckere Schäufele im Raubritter und ein von einer im gleichen Restaurant speisenden Reisegruppe bestellter Minnesänger, der uns kurzerhand adoptierte, in der Hoffnung, seine Einkünfte zu steigern, Apple Crumble, ein Dürerhotel, in dem die Betten zwar ungewohnt weich und das Personal fränkisch rustikal sich gaben, zum Übernachten aber eine sehr schön zentral gelegene Herberge mit echt empfehlenswertem Frühstück es ist.
Die Stadtrundfahrt haben wir nicht machen können, der Bus war schon voll, aber dann wären wir vermutlich nicht rein ins Dokumentationszentrum auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände.
Es ist gar nichts aufregend Neues, was es dort zu sehen gibt. Alles ist schon Mal berichtet, geschildert, dokumentiert, und hier in aller Sachlichkeit nüchtern präsentiert.
Trotzdem sollten Schüler heutzutage mal da hin fahren, wenn es mal wieder einen Wandertag zu bestücken gilt. So weit ist Nürnberg wirklich nicht ... ... ... wenn nicht gerade Stau ist und die Anfahrt 4 Stunden dauert statt 2,5.
Das Germanische Nationalmuseum lehnte Schwager schließlich ab, er meinte, germanische Überbleibsel habe er schon genug gesehen, ebenso erging es dem Stadtmuseum zur Nürnberger Geschichte.

Alles ungeplant und in schönster Harmonie mit Schwestern und Schwager ...

Es ist jetzt nicht so, dass ich in Zukunft meine Wochenenden mit Städtereisen verbringen werde ... so weit geht der Enthusiasmus dann doch nicht, aber es war doch ein unerwartet nettes Wochenende.
Besonders, da es mitten in einen 14-tägigen Urlaub eingebettet sich fand. Genug Zeit also, sich vorher darauf einzustellen und nachher einen Ausklang zu finden ... ... ...

Donnerstag, September 29, 2016

Täglich grüßt das Hundetier ...

... eigentlich nicht wirklich überraschend.

Der Hund ist noch da.

Ich bin noch da.

Der Große hat seine Wochenendheimfahrerei an den Nagel gehängt, ab dem 04. Oktober ist er Student in München.

Der Kleine ist bis Ende Mai in den USA.

Männe ist nicht da.

Summiert sich zu dem, was ich von Beginn an versuchte, zu vermeiden.

Jedenfalls hab ich jetzt Bewegung.

Jeden Abend ab um 9 Uhr ... vorher ist ausgeschlossen, da sind noch Leute auf der Straße und im Weinberg unterwegs und der Hund ist groß, schwarz und kräftig ...

Dienstag, September 27, 2016

wenn man ein Frage stellt ...

Ini schreibt und ich erschrecke mich ...

"Die Entdeckung der Langsamkeit" ... eines meiner Lieblingsbücher ...

und dass ich eine Serie nochmal haben kann ... und nochmal ... und dann nochmal ... jeden Abend eine andere geht gar nicht ... so eine Serie hat es in meiner Welt schon alleine deshalb schwer, weil sie am Anfang neu ist ... unweigerlich ... also muss sie irgendeinen Eyecatcher haben (ja, das ist ein Wort aus dem Duden, ich habs gecheckt (und auch das ist ein Wort aus dem Duden)), der mich davon abhält, den Knopf zu drücken, der den nächsten Sender, das nächste Video oder die nächste Internetseite vorlegt ... "alles kann nichts muss" ist für Filme und Serien alleine deshalb schon in den allermeisten Fällen ein Todesurteil, weil meine Aufmerksamkeitsspanne bei ungefähr 0,3 Sekunden liegt - so lange dauert zappen nämlich ...

Aber wehe, so eine Serie hat es mal geschafft, dass ich die gucken möchte ... irgendwann geben die DVDs auf ... die können schließlich einfach nicht mehr ... und im Grunde hat erst dann die nächste Serie überhaupt wieder eine Chance ...

Freitag, September 23, 2016

Am Telefon

Es ist ja schon eine Weile her, dass mir etwas Bemerkenswertes am Telefon wiederfuhr, heute war es mal wieder so weit:

Ich rief #Firma an, der, den ich zu sprechen gewillt gewesen war, war nicht inda house, weshalb ich eine Notiz hinterlegt wissen wollte, auf dass er mich würde zurück rufen können.

Die Guteste da in der Leitung fragte also:

Guteste: "Wie ist denn Ihr Name"

ich: "Name" *hier steht natütlich nicht der Name, sondern ein Platzhalter ... kopfschüttel*

Guteste: "Wie?"

ich (wiederholend): "Name, mit "W" wie Wilhelm"

Guteste: "Können Sie das buchstabieren?"

ich (schnell, ich kenne ja den Namen, die Buchstaben, die Reihenfolge und ich hab das schon sooo oft buchstabiert, weil mich nie jemand versteht): "W ... a ... *usw. bis zum Ende*"

Guteste (hat mich nicht verstanden, sagt, was sie verstanden hat, irgendwie ist sie das Ende in einer langen Reihe Stille Post): "Fremdling?"

ich (geduldig): "Nein, "W" wie Wilhelm, "A" wie Anton" ... ... ...

Guteste (unterbrechend): ""B" wie Berta?"

ich: *KopfaufTisch*

Montag, September 19, 2016

Vorratsspeicherung

Vor nicht allzu langer Zeit wurde die dringende Empfehlung ausgesprochen, Vorräte zu besorgen und sicher zu verwahren. Daraufhin betrachtete ich, was vorhanden war, und dachte so bei mir: "'ne Woche schaffst Du damit!" Und anschließend: "Du könntest was aufstocken ... ".

Dabei ist es bis jetzt geblieben und aus den Schlagzeilen ist das Thema ja auch raus ...

Samstag, September 17, 2016

normalerweise

Normalerweise kenne ich das Buch, bevor ich den Film sehe und zuallermeist finde ich das Buch besser als den Film.

Dieses eine Mal freue ich mich wie Bolle, dass ich von dem Buch nicht mal wusste, als ich über die Serie stolperte. Und dabei fand ich die ersten Folgen laangweeiillliiiiggg! Ich hatte die komplette Serie schon abgehakt wegen ist nichts für meiner Mutter Tochter.
Da es sich aber auch meines Vaters Tochter handelt, die in diesen Dingen via Internet schon mal einen IQ von 80 bescheinigt bekam, weil aufgeben einfach nicht drin ist, dachte ich, ich könnte ja zwischendurch wegdösen ...

Mann!

Hab ich mich geirrt!

Sonntag, September 04, 2016

noch so eine Theorie

die globale Erwärmung verursacht in good old Deutschland keine Dürren und Wüsten, da die Deutschen als brave Erdenbürger die Energiewende schon fast geschafft haben ...

kam heute tatsächlich so zur Sprache ... mit Ironie halt ...

Samstag, September 03, 2016

Verwirrung

Wir haben den 3. September und es ist im Laden weit und breit  nicht ein Weihnachtutensil zu sehen ... Spekulatius auch nicht ... sollten sich Führungspersonen im Handel tatsächlich daran stören, dass es draußen immer noch 30°C hat?

Samstag, August 27, 2016

Skurrile Theorien sind ja meins ...


Sowas wie

- Ist die Entdeckung, dass Kultur erhalten netter ist, als Kultur zerstören, das Ende der Überlebensfähigkeit einer Gesellschaft?

- Ist die Schaffung von Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung der Anfang von Chaos, da das Ziel, es einfach nur besser zu haben, überlagert wird durch das "Wie?"

- Ist das Durchsetzen von Toleranz der Anfang von Fundamentalismus, da Menschen schwer ertragen, dass die, die außer den Nächsten auch noch da sind, ebenfalls sein dürfen?

Freitag, August 26, 2016

Im Spiegel ...

... steht ein Artikel über ein Buch des Herrn ... naja ... nicht wirklich über das Buch, eher über die Menschen, die dieses Buch des Herrn für ihre Zwecke nutzen wollen.

Auf dem Plakat, das das Buch in Großaufnahme zeigt, sind natütlich auch einige erklärende Worte gedruckt, so heißt es ganz oben: "Der edle Koran auf deutsch"  (als alte Oberlehrerin muss ich an dieser Stelle anmerken, dass seit der Rechtschreibreform "deutsch" in dieser Satzart groß geschrieben wird, aber das ist nicht das Thema), darunter ist ein Foto des Objekts, das beworben wird, als schickes Halbportrait und darunter ist ein Text, der den Sachverhalt weiter erläutert.

Dieser Text ließ mich stutzen:

- Ausschließliche Verwendung von Kapitalen
- zweifache Verwendung von Ausrufezeichen
- Befehlsform

Ich soll also was machen, schloss ich daraus.

Also las ich.

Und da stand: LIES!

Ich las es englisch.

...

...

...

Offensichtlich hat die deutsche Werbung mit ihren oft genug unverständlich bleibenden, englischen Schlagworten Wirkung getan ... und nun walke ich hin und her, ob diese Doppeldeutigkeit im Sinne der Erfinder war ... ob das ein Freud´scher Ausrutscher war, ob der Werbefritze hintersinnig gedacht hat oder ob er im Gegenteil beabsichtigte, dass der Gedanke zum Weiterdenken animiert.

Jedenfalls ist das mit dem Koran und LIES! so eine Sache ...


Donnerstag, August 25, 2016

Bloggeburtstag

10 Jahre ... so lange gibt es diesen Blog schon ... diese"s" Blog?

Wer hätte das gedacht, damals als diese Seite eröffnet wurde. Die Mengen an Einträgen nahmen ab über die Jahre, doch es lebt ... und das ist auch gut so ... ... ...

Zufällig feiere ich heute auch noch einen eigenen Geburtstag ... darf man überhaupt sagen, dass ich runde? Happy Birthday to me!

Samstag, August 20, 2016

Das war noch nix ...

keine Weihnachtssachen weit und breit zu sehen ... noch gar keine ...

Schulanfang, Grillzutaten, Restposten an Sommerklamotten ... Reschpekt!

Warten wir mal das kommende WE ab ... es dreut einfach von überall her ... ich muss Euch sagen: Es wird weihnachten sehr ...

Dafür hab ich gepackt ... maximal 20 Kilo dürfen es werden ... nur die Wäsche muss noch fertig trocken werden ... schwierig ohne Trockner und bei Regen ...

Heute Abend *gespanntbin*

Letzten Samstag hab ich ein Foto der Aktionsfläche im Laden meines Vertrauens gemacht.

Dieser Laden wird jede Woche von mir heimgesucht, da hab ich mich dann mal dazu überreden können, durch Knipsen mit Blitz aufzufallen.

Jedenfalls bin ich super gespannt, ob ich mit der Voraussage Recht behalte, dass heute schon die Weihnachtsschmakazien dort stehen werden ... zurzeit würde ich jede Wette halten ...


Freitag, August 12, 2016

Kindergeburtstag

Gestern hatte der Große Geburtstag und war nicht zum ersten Mal berufsbedingt nicht zuhause.

Da er aber unweigerlich wochenends oft genug hier aufschlägt, war das Geschenk natütlich trotzdem vorbereitet.

Er wünschte sich Geld und dachte sich nichts dabei und auch nicht darüber nach, dass die Mutter nachfragte, ob er wirklich cold hard cash wünschte und dass sie ab und zu mal surft ... im Internet ... und dass sie dort auf Ideen kommt ... ... ...

Er hat es dann bekommen ...

Cold! Hard! Cash!



Donnerstag, August 11, 2016

Überhört

Ein Ausschnitt aus einer nebenher gehörten Unterhaltung, die wirklich so passierte:

Gestern war Vollmond und der Mond war ganz rot ...

... ... ... War das nicht die Sonne?

Nein, es war der Mond! Den erkennt man ja!

Samstag, August 06, 2016

was tun mit all der freien Zeit

Kinder werden groß - was im Grunde genommen ja das Ziel dieser ganzen Brutpflege ist.

Sie sollen es besser haben - und besser machen - als ihre Altvorderen, wobei ich mir habe sagen lassen, dass man an den Enkeln ablesen kann, ob man seine Kinder richtig - also wohl im eigenen Sinen - erzogen hat ...

Jetzt müssen die lieben Kleinen, die dann gar nicht mehr so klein sind, nur noch selbst einsehen, dass sie ein gelungenes Projekt ergeben sollten ... und sich im Anschluss an diesen Erwartungen orientieren ... heißt: Kinder, tut, was ich Euch gesagt habe! ...

Ab heute bin ich raus ... der direkte Zugriff ist mir entzogen, es folgen die indirekte Einflussnahme, die subtile Beeinflussung und der unbemerkte Einfluss ... ... ... YESS!!!

Was bringt mich zu dieser Einschätzung!

Der Große ist seit nunmehr 2 Jahren aus der Schule raus, nach einem Jahr Selbstfindung hat er seinen Beruf ausgesucht und ist in der Tat fern der Heimat daran, dass aus ihm was wird. Dabei lässt er nicht außer Acht, dass hier eine funktionsfähige Waschmaschine steht und er ab und zu frische Wäsche braucht, was eine Art Wochenendheimfahrer aus ihm macht, wenn er es nicht gerade vorzieht, in Hermannsburg durch den Matsch zu rennen, in Barcelona eine Stadtrundfahrt samt Stranderkundung einzuschieben, im Tannheimer Tal durch die Berge zu wandern oder ähnliche Fisimatenten zu erleben.
*Was für ein deutscher Satz.
Fisimatenten ist so ein Wort, das meine Nachkommenschaft nicht mehr kennt.
Reisenecessaire übrigens auch nicht.*

Dem Kleinen hat die Reise mit der evangelischen Jugengruppe letztes Jahr in den Sommerferien so gut gefallen, dass er dieses Jahr wieder mitfahren wollte. Es geht nach Griechenland ... der Peleponnes ist aber auch ein schönes Fleckchen Erde!
Und da seine Freundin ebenfalls dabei ist, war er zuletzt im Rahmen seiner eher unspektakulären Art regelrecht überschwänglich begeistert bis zum heutigen Tag der Abreise.
Gut, dass ich ebenfalls eher wenig dazu neige, mir über ungelegte Eier Sorgen zu machen, sonst erlebte ich vermutlich bereits seit mehreren Wochen panische Zustände, da er in Kürze für fast ein Jahr in die USA verreisen soll, die Fernreise nach Griechenland genau den Zeitraum abdeckt, in dem die Abflugzeiten avisiert sind, noch kein OK der Austauschorganisation hinsichtlich einer Familie, die ihn aufnehmen möchte, vorliegt und falls dieses dann kommt, in allerkürzester Zeit eine Rückreise von besagtem Peleponnes - auf dem es meines Wissens keinen brauchbaren Flughafen gibt - nach Deutschland und das Packen für einen längerfristigen Auslandsaufenthalt organisiert werden will ... ... ... wenigstens das Visum ist schon da - zur Beruhigung ... ... ...

Genug der Panik ... wenden wir uns dem eigentlich Hintergrund meines heutigen Eintrags zu:

Ich habe jetzt erst Mal 3 Wochen frei ... abgesehen von den gelegentlichen Unterbrechungen an den Wochenenden, die aber für mich nicht planbar und daher irrelevant sind und dann kann ich für sooo lange Zeit die Füße hoch legen und mich nur mit mir selbst beschäftigen ...

Wenigstens einen Tag lang darf ich diesen Egoismus in vollen Zügen genießen!

Montag, August 01, 2016

Es gab was ...

... zu feiern.

So ein runder Geburtstag, zu dem sich die meisten Verwandten treffen, hat was.

Alle Jahre wieder gibt es einen Grund, sich zu versammeln, am Wochenende war es der 60ste der Mutter.

Samstag hin fahren, am Abend ein bisschen zusammen sitzen und lecker speisen von den kalten Platten, übernachten, am Sonntag zum Mittagessen weiter speisen, weiters Verwandte in Gespräche verwickeln und selbst von Bekannten und Verwandten in Gespräche verwickelt werden, sich dann wieder auf den Heimweg machen ... frühers hab ich das besser weg gesteckt ... Gut, das der Urlaub für heute eingereicht war.

Kann man wieder machen ...

Freitag, Juli 01, 2016

Beim Blättern


Beim Blättern stolperte ich über diesen Eintrag.



Das ist ne Weile her und ich habe mich damals halb ein bisschen geirrt, das muss ich eingestehen ... die Mehrwertsteuer ist seit 2007 nicht erhöht worden und in Rheinland-Pfalz gibt es ein Stück Lehrmittelfreiheit - die Bücher können für wenig Geld ausgeliehen werden ...


Und der Herr Westerwelle ist zwischenzeitlich verstorben ... da war er aber schon länger kein Außenminister mehr ...

Dienstag, Juni 21, 2016

Wenn einer eine Reise tut Tag 1

Es ist schon länger her, dass ich das letzte Mal über Nacht verreist war ... es gab da mal eine Geschichte über eine Familie, die einen Urlaub plante, die war nur ganz leicht übertrieben ...

Zuletzt konnte ich es aber nicht mehr verhindern, der Große bestand auf einen Trip nach Dresden, ihn zum Kursabschluss zu besuchen - er ist doch Kind, das ab und zu noch gestreichelt werden will ... und das mit solchem Enthusiasmus, dass er sich um eine nächtliche Bleibe kümmerte, so dass ich mich nur noch um eine Tasche für eine Nacht für den Kleinen und mich sorgen musste und darum, vor Sonnenuntergang in Dresden aufzuschlagen.

Durchschnittlichem Sonnenuntergang ... zurzeit ist die Sonne um halb 11 Uhr nachts noch in der Lage, einen Sonnenuntergang raus zu zögern, manchmal auch mit spektakulären Lichtverhältnissen unter einem wolkenverhangenen Himmel.



Um halb 11 Uhr in der Nacht ist die Ankunftszeit der Pension allerdings offiziell abgelaufen, laut Homepage soll sich der Gast bis spätestens um 18:00 Uhr vor Ort eingefunden haben.
Voraussetzung dafür ist lediglich, dass man rechtzeitig davon kommt, dass alle benötigten Utensilien sowie alle Mitreisenden eingesammelt und im Auto verstaut und die Fahrzeiten vorausschauend eingeplant wurden.

Sehr schwierige Unterfangen das sind, alles und jedes hat einfach seinen eigenen Kopf.
Einen Kurztrip trotz Urlaub ins Büro sagte ich dann noch unvermittelt ab, da hatte ich schlicht keine Nerven für. Nicht, dass nicht Zeit gewesen wäre ... wie sinnieren die Rolling Stones doch so passend über mother's little helper ... der aber dann doch nicht zum Einsatz kam ... ich wollte schließlich noch fahren ... selbst ...

Der Kleine durfte seinen Sport-Unterricht am Nachmittag ausfallen lassen, für den Kurztrip über die nächsten zwei Tage war er beurlaubt, es konnte also zu einer einigermaßen vernünftigen Zeit los gehen und druff uff die Autobahn ... Im Ausland gibt es immer noch das Gerücht, man könne auf deutschen Autobahnen so schnell fahren, wie man wolle ... leider ist ein Schild, auf dem die Geschwindigkeitsbeschränkung durchgestrichen steht, keine Garantie dafür, dass sich nicht Millionen anderer Autofahrer ebenfalls in den Kopf gesetzt haben, über die Autobahnen weit entfernt liegende Ziele zu erreichen, und so fielen wir schon nach 10 Minuten Fahrzeit in den ersten Stau ein ... oder ... rücksichtsvoll dem Fahrstil angepasst ausgedrückt: wir stellten uns hinten an ...

Im Westen nichts Neues ... die Autobahnen sind für den Massenansturm an Fahrzeugen nicht großzügig genug ausgelegt, die zweispurigen Straßen in Hessen machen mich jedesmal verrückt! Zum Glück ging es in Richtung Osten, just hinter der ehemaligen Grenze ist die Straße sofort dreispurig und dazu nur mit der Hälfte an Konkurrenten belegt ...

Hier wäre im Kontext die richtige Stelle im Text, darüber zu sinnieren, warum zwischen Herleshausen und Eisenach immer noch eine Grenze im Sinn ist ... die Welt sieht in Hessen einfach anders aus als in Thüringen ... wobei sich in den letzten 10 Jahren rechts und links der A4 in Thüringen sehr subtil was verändert hat ... sei's drum, wir mussten ja weiter ...

Dann interessierten die die Geschwindigkeit begrenzenden Schilder auch nicht mehr - bis zu 170 zeigte der Tacho ... leider nicht genug, um die im Stau verbrachte Zeit gänzlich wieder aufzuholen ... 18:00 Uhr war auf jeden Fall illusorisch - das war es eigentlich schon bei der Abfahrt gewesen aber "pschschscht!" und wozu gibt es Handys ... kurz angerufen, Bescheid gesagt und die Sache war geritzt ... und 19:00 Uhr war jetzt auch nicht sooo lange drüber ... die deutsche Herren-Fußball-Nationalmannschaft schoss ohnehin immer daneben, so dass es auch nicht schlimm war, die Radio-Übertragung zu unterbrechen, das Zimmer zu beziehen und den Fernseher einzuschalten ... nix verpasst ... es passierte auch nichts mehr ... toremäßig betrachtet. Hin und her schoben sie sich den Ball bis zum Ende der Partie ...

Nachdem das Spiel geschafft war, konnte der Große den Kleinen und mich dann abholen für einen kurzen Ausflug an die Stelle, an der das Event am nächsten Tag stattfinden sollte ... kleine Parkgebühren! ... Zwinger von außen ... süper-Hamburger ... sommerlicher Abend ganz ohne Regen ... sehr nett!


Sonntag, Juni 19, 2016

Das Missverständnis der eingesparten Zeit

Laut McKinsey verbringen Vertriebsmitarbeiter 8 Stunden pro Woche damit, Informationen zu beschaffen. Wenn man gezielt Vertriebstechnologien einsetzt, um so die Zeit für Recherche zu halbieren, könnten 3,2 Millionen Vertriebsmitarbeiter in Deutschland genug Zeit sparen, um an einem einzigen Tag das gesamte Münchener Oktoberfest aufzubauen ...

Was ist das denn für ein Schmarrn?

Ich verlasse mich auf "Vertriebstechnologien" um zu vermeiden, mich von Link zu Link zu hangeln und tiefer und tiefer in eine Materie einzutauchen und mehr und mehr zu verstehen?

Ich überlasse einer "Vertriebstechnologie" die Entscheidung, welche Informationen für mich relevant sind, um einen Zusammenhang zu verstehen?

Ich nutze die Zeit, die mir für das Gesamtverständnis meiner Tätigkeit genommen wird, um einen Zirkus vorzubereiten, für den mir jedes Verständnis fehlt und an dem ich auf gar keinen Fall partizipieren möchte? Zu Gunsten McKinseys unterstelle ich mal, dass das Münchener Oktoberfest lediglich als Platzhalter steht. Als Platzhalter dafür, dass die Vorbereitung einer Sause sinnvoller ist, als sich mit meiner Arbeit zu beschäftigen. Und das ist nicht günstig gemeint ...

McKinsey ... irgendwie ein namenloses Konstrukt mit wirren Gedankengängen einer verquasten Idee der Selbst- und Fremdoptimierung. Geradezu eine Dependance der Organisation der grauen Herren.

Montag, Mai 16, 2016

Die Heizung ist wieder an ... wo bleibt eigentlich diese globale Erderwärmung?

Das geht hin und her ... im Winter hat es Temperaturen und im Sommer hat es dieselben Temperaturen  ... Weder für Winter noch für Sommer ist das richtig ...

Sonntag, Januar 31, 2016

was so passieren kann ...

Wenn das Kind da ist, muss einem wieder einfallen, dass man doch diesen Kragen näher untersuchen wollte. Sonst ist das Wochenende schon wieder rum und das Kind wieder gen Arbeit entfleucht und der Pelz nicht mehr greifbar.


Dafür hab ich ein Essay verfasst. So eine Art Gedichtinterpretation anhand eines Zitates.
Beim Durchlesen fand ich meine Schreibe sehr wenig leserlich ... jetzt nicht nur wegen der Handschrift, das auch, ich habe keine leserliche Schnellschreibhandschrift, sondern vor allem, weil Sohn den Text hinterher vorlas und ich ihm und meinen Gedankengängen öfter nicht folgen konnte.


Offensichtlich schreibe ich so verquer und altmodisch, dass beim Lesen nicht klar ist, wie die Sätze aufgebaut sind. Es rutschen einfach zu viele erläuternde Nebensätze in die Satzbauten, so dass es für ein Hirn, das nur noch in SMSen denkt, nicht mehr möglich ist, diese Nebensätze während des Lesens sinnvoll zu betonen, und damit den Sinn des Satzes - laut geäußert - zu vermitteln.


Überhaupt fand der große Sohn meine in aller Eile geschriebenen, und anhand von Text- und Zitatstellen aus dem Internet belegten Äußerungen zum Text, zu sehr von seiner eigenen Meinung abweichend und überhaupt zu weit links rüber gerutscht.
Ich sollte meine Meinung doch mal überdenken und ein wenig konservativer argumentieren.


Da ging ich in mich und entschied: Nö. Ich bin über 40, ich darf linke Gedanken hegen, wenn ich diese für richtig erachte.

Samstag, Januar 23, 2016

und dann kam ein Sams...tag

Eis wohin man schaute.

Schule am Samstag ist von sich aus schon nicht einladend, doch wenn dazu noch der Fall kommt, dass Muttern sich persönlich heftig lang legt, weil die Schuhsohlen auf der überall vor der Haustür liegenden Eisbahn schon beim ersten Schritt darauf keinen Halt finden, dann wird aus der Einladung eines zur Anwesenheit verpflichteten Schülers eine von dessen Mutter höflich und telefonisch formulierte Absage.
Das Auto stand komplett überfroren vor der Tür, hätte also zuerst mittels Eispickel oder Föhn freigelegt werden müssen, der Weg zur nächsten geräumten Straße hätte ohne Frage mitsamt dem Vehikel an einer Hauswand geendet und ob ein Zug fuhr, zu dem besagter Schüler auf Händen und Füßen die recht steil hinunter führende Straße hätte durchrutschen müssen, habe ich nicht via Internet geprüft.

Sohn durfte wieder ins Bett und ich hatte keinen Fahrdienst.


Am Nachmittag hatten die Temperaturen des Bodens die Temperaturen der Luft eingeholt und der Termin, der meinen Jüngsten für ein Jahr ins Ausland bringen soll, hat nun doch statt gefunden. Angekündigt war er für 2 Stunden, doch der junge Mann, der da erschienen war, um uns kennen zu lernen und ein bisschen was über die Abläufe einer solchen, einjährigen Ausnahmesituation zu schildern, wusste nichts zu berichten, was ich nicht vorher schon gekannt hätte.
Immerhin waren in meiner familieninternen Generation schon Scharen von Schwestern und Cousinen ins Ausland gereist und in der Söhne- und- Töchter-Generation machten fast alle diese Erfahrung, auch mein Großer vor 5 Jahren.

Ich hoffe, dass mein Kleiner sich dann doch noch mit dem Gedanken anfreundet, dass er sich für ein Jahr von Schule, Klassenkollegen, Freunden und vor allem von seiner Freundin verabschieden soll.
Das macht ihm noch am meisten Kummer ... und mir damit auch.
 

Sonntag, Januar 17, 2016

Jacken im Winter

Mein Großer kam gestern aufgekratzt aus Wien zurück. Vom Ball.
Wien und seine Bälle. Und seine Sehenswürdigkeiten, Stadtrundfahrten und überhaupt und so.
Kind ist jedenfalls auf den Geschmack gekommen und möchte sich zu einem Tanzkurs anmelden.

Wenn doch die Kinder mal hören würden, wenn sie in der 9. oder 10. Klasse sind. Tanzkurse sind nicht auf alle Ewigkeit peinlich, manchmal hat man später sogar etwas davon.

Aber darüber wollte ich gar nicht schreiben.

Er kaufte sich in Wien neue Winterkleidung, der Große.

Seine Wellenstein-Jacke ist schon hoch betagt, wenn man den heutigen Wechselmoden glauben will - Oktober 2008 bis Januar 2016 - das Ding hat schon direkt methusalemische Züge. Aber dennoch weder Loch noch Knoddeln am Stöffsche. Wenn man das gegenrechnet, dann hat diese Winterjacke 11,25 Euro pro Jahr gekostet - nicht jedes Jahr Abfall produziert und ordentlich ausgesehen, wenn man denn auf klassische Schnitte steht.

Es lebe die Nachhaltigkeit!

Die neue Jacke hat einen Pelzbesatz. So ein Ding, das hoffentlich in allernächster Zukunft wieder aus der Mode verschwinden wird.

Offensichtlich ist Peta mit Werbung gegen Pelz so lange auf die Nerven gegangen, bis das Modevolk den Porsche-Spleen entwickelte und sich gesagt hat: "PH! Und dreimal PH! Ist mir doch egal, was in Pelzfarmen passiert, ich mach was gegen den Trend und die Vernunft. Ich fahre jetzt mal ein dickeres Auto, als ich es tatsächlich brauche ... halt ... das war nicht das Thema, den Cajenn, den hab ich ja erst noch im Blick, ich mach's mir mal ne Nummer kleiner und weil ich ja eigentlich gegen Pelz um die Wampe bin, weil das ja nicht tierfreundlich wäre, hänge ich mir nen Pelzbesatz um die Schultern und um das dumme Gesicht, nenne das Webpelz und finde mich toll.

Ich hab mal geguckt, ob das Tier, das da für diese Jacke sein Dasein beendete, Tier oder Polyester hieß. Einen gewebten Untergrund konnte ich nicht ausmachen, Haut aber auch nicht.
Wenn der Große nächstes Wochenende kommt, werd ich mal ein Streichholz dran halten und dann schnuppern.

Ansonsten sollte der Kleine heute seinen ersten Schritt in die USA tun. Leider ist der Kontaktmensch zum Treffen nicht aufgetaucht ... was kein gutes Licht auf die Austauschorganisation wirft.
Ich hoffe, wir waren an richtiger Stelle - es wäre doch blöd, wenn der Fehler bei uns gelegen hätte.


Samstag, Januar 09, 2016

Köln und seine Geschichte

In Bulgarien scheinen die Geschehnisse auf dem Roten Platz in Köln ein Beweis dafür zu sein, dass sich die nach Deutschland drängenden Eindringlinge als Eroberer und Sieger die Grenzen stürmen. (Wie stürmt man eigentlich Grenzen?)
Und alle Armeen verüben immer sexuelle Gewalt in eroberten Gebieten.

Leider kann ich Bulgarisch weder lesen noch verstehen, daher hoffe ich mal, dass die Übersetzung im Stern auch sinngemäß dem entspricht, was der Autor des bulgarischen Artikels gemeint hatte, als der Redakteur diesen zur Veröffentlichung frei gab.

Was wirklich in Köln los war, kann ich nicht beurteilen, ich war nicht dort und offensichtlich ist die Berichterstattung der Zeitungen und Fernsehsender darüber mindestens ebenso lückenhaft wie die Mitteilungen von Verantwortlichen, die mehr Überblick haben sollten.

Trotzdem finde ich es merkwürdig, so einen Zusammenhang zwischen Einwanderern und marodierenden Truppen herzustellen

Diese Assoziation, die sich aus dem Artikel ergibt, dass eine Eroberung des Abendlandes durch Muselmanien nun doch noch stattfindet, nachdem die Türken zuletzt vor Wien doch noch gestoppt worden waren - die finde ich mindestens fragwürdig ... ... ...

Dienstag, Januar 05, 2016

Wenn ein Zug nicht mehr fährt ...

... macht man daraus eine Meldung.


In Norddeutschland fuhr ein Zug nicht, wohl wegen vereister Oberleitungen. Fahrgäste saßen um die 20 Stunden im beheizten Zug fest und kamen erst mit eintägiger Verspätung am Ziel an.


Der Nahe Osten implodiert, die Europäische Union löst sich auf und in Norddeutschland sind etwa 600 Fahrgäste, darunter 30 Kinder und auch Diabetiker, dem Winter - und vor allem der Bahn - anheim gefallen ... ... ... wohl versorgt vom DRK.







Freitag, Januar 01, 2016

Happy New Year

In guter, eingeenglischter und in aller Form wünsche ich allen Menschen und Internet-Bewohnern da draußen ein wirklich gutes Jahr 2016!


Vielleicht, dass die Schreibblockade in diesem Jahr weniger wird.
Ich würde es mir halt wünschen, nicht vorsätzen.
Es ist wirklich zu blöd, wenn einem viele Texte durch den Kopf gehen, wenn man zum Beispiel gedankenverloren im Bett liegt oder vor dem Herd steht, und später am Rechner ist davon nichts mehr greif- und in die Tasten bringbar.
Oder der Augenblicksmoment ist rum und der Text lässt sich wegen abgehakt nicht mehr tippen.


Und jetzt darf jeder denken, ich solle mich nicht so anstellen. "Nicht können" heißt nicht in jedem Fall "nicht wollen". Nur die Enge, die daraus entsteht, die ist einerseits mühsam, andererseits ein Gerüst, damit aufrechtes Laufen überhaupt möglich ist.




Hach ... das Alter ... je älter man wird, umso mehr spricht man über die Malaisen und Wehchen, über die Arztbesuche und Einschläge in der näheren oder ferneren Bekannt- und Verwandtschaft.


Meinen Stock man mir gebe!

Dienstag, Dezember 29, 2015

man sollte sowas nicht tun

Test in Zeitschriften sind seltsam und man sollte einen großen Bogen um sie machen.


Mach ich leider nicht, die sind doch immer wieder amüsant.


Heute im Stern gab es einen Fragebogen, mit dem herausgefunden werden sollte, was der ideale Beruf für mich wäre und heraus kam ... ... ... TATAAA:







Ich muss mich also nicht umorientieren im neuen Jahr!

Donnerstag, Dezember 24, 2015

Weihnachten und ein Ende

Heilig Abend


Rechtzeitig aufstehen - sehr wichtig, das Tagwerk steht vor einem und wedelt mit Händen und Füßen.


Anziehen - überaus wichtig, man sollte nicht im Schlafanzug vor die Tür stiefeln, das macht sich nicht gut im Dorfklatsch - oder  - eigentlich macht es sich gut ... es kommt auf den Standpunkt an ... ... ...


Den Inhalt des Portemonnaies überprüfen - essentiell wichtig, an der Kasse stehen und einen roten Kopf kriegen sieht nicht gut aus, von keinem Standpunkt.


Aus der Tür gehen und ins Auto einsteigen - unabdingbar, aufn´s Dorf kommt man zu Fuß nicht weit.
Das Auto muss nur noch anspringen ... Check!

In den Laden eintauchen, die Bestellung nennen und sich wundern, dass nicht mehr persönlich kassiert wird, sondern dass dafür ein einarmiger Bandit im Laden aufgestellt wurde.
Die bisherigen Erfahrungen zeigen offenbar, dass Geld doch schmutzig ist, dass aus hygienischen Gründen keine Scheine und Münzen mehr über die Theke geschoben werden, als Bedingung dafür, dass man das Bestellte ausgehändigt bekommt, nun muss ein Stück Papier, das hoffentlich vor dem Ausdruck in Bleiche gelegen hat und somit bakterienfrei ausgeworfen wird, mit den Fingern, die vorher das Geld angefasst, da in den Automaten bugsiert haben, aus dem Automat entnommen und der wartenden Dame auf der anderen Seite der Theke überreicht werden ... ... ...
Die spinnen, die Germanen!

Eine bestellte Gans samt 30 Wiener Würstchen abholen - das ist lange nicht so viel, wie es sich liest, die Würstchen stellten sich als etwas kleiner heraus, als ich sie mir vorgestellt hatte. 30 durch 8 Personen ergibt wieviel? Egal ... muss reichen ...

Zuhause alles im Kühlschrank unterbringen - so ein amerikanisches Teil (ohne Eisbereiter in der Tür) hat manchmal tatsächlich Vorteile!


Kartoffeln aufsetzen, kochen tun die von alleine - was für ein Glück.
Abgießen, aus dem Topf nehmen - abkühlen tun die auch von alleine. Nur pellen geht noch nicht einfach so, doch dafür kann ich ja den Kleinen herbei rufen ... mehrfach, dann ist er hilfsbereit.
Zur Gänze auskühlen ist wiederum selbsttätig im Programm der Kartoffeln, schneiden tun sie sich nicht, dabei hilft ein Eierschneider.
Ich brauche dringend eine neue Küchenmaschine. Das verloren gegangene Schneidzubehör fehlt ungeheuer, und für eine über 20 Jahre alte Küchenmaschine mag ich kein Zubehör nachkaufen.
Soße dazu, mischen - fertig ist der Kartoffelsalat.
Die Scheiben sehen ein wenig dick aus ...


Tisch decken beginnen, da schlägt schon Mütterchen mit Töchterchen samt Bruder und Freundin bei uns auf.
Offensichtlich funktioniert die Kommunikation zwischen Männe und Mütterchen nicht, wieso sonst bringt die ihr eigenes Essen mit, wenn ich alles vorbereitet habe?
Ich hab das dann im Kühlschrank deponiert, denn an Heilig Abend gibt es Würstchen mit Kartoffelsalat. Für alle. Es ist genug da ...

Wenn man davon absieht, dass Männe sich verdrückte und dann beleidigt war, dass er nicht von denen, die wartend auf dem ganzen Tisch herum geguckt hatten, hinten rum an denselben gehoben worden war, sondern dass die sich einfach mit- und untereinander unterhalten und amüsiert haben, war es ein netter Abend mit Essen - ich glaube, es wurden alle satt - mit Gedichte vortragen - Töchterchen und Freundin sind noch so jung, dass man sie mit relativ wenig Aufwand dazu überreden kann, ein Gedicht vorzutragen, allein, sie wussten keins auswendig, nur eines, das mit Weihnachten nichts zu tun hat - trompeten wurde von meinem Großen komplett abgelehnt - dafür bezahlt man dem Kerl 14 Jahre lang die Musikschule - aber ich klage ja nicht - nur so leise vor mich hin - der Kleine sagt ja nie was und dann zauberte ich ein per Post wie ein Himmelsgeschenk eingeflogenes Büchlein aus dem Hut und jeder rund um den Tisch suchte sich eines der Gedichte aus und trug es auch laut vor - Mein Großer war besonders schlau, er wählte einen der Einzeiler, die ein neues Kapitel einleiten - mit Geschenke eröffnen undanschließend die Gebrauchsanweisungen und Nutbarkeiten studieren und ausprobieren ...

Nicht ganz das, was ich unter einem Familienfest verstehe - Drittfamilien gehören nur bedingt dazu, soweit geht meine Patchwork-Affinität dann doch nicht - aber unter den gegebenen Umständen waren wir alle sehr nett zueinander ...



Mittwoch, Dezember 23, 2015

Einen Tag vor Heilig Abend

Es ist vollbracht. Fast.

21. Dezember
Der erste Teil der buckligen Verwandtschaft bekam ihren Anteil an Weihnachtspost am Postschalter abgegeben. Und der Baum wurde erstanden, nachdem das am vergangenen Samstag zu sehr verschwätzt worden war.

22. Dezember
die letzten Karten wurden geschrieben bis auf eine und ein Päckchen ist noch da, von dem ich nicht weiß, wie es verpackt werden soll. Bis morgen wird mir da schon noch was einfallen.

23. Dezember
Der gestrigen Post fehlte es noch an Postleitzahlen und ganzen Adressen, deshalb wurde sie nach dem spätabendlichen Anruf bei Schwesterlein, welches immer alles weiß, erst heute zum Postschalter befördert (dieses "befördert" entspricht übrigens meiner Vorstellung der Anwendung dieses Verbs) - die letzten Jahre wurde die Hoffnung, die mit den späten Sendungen einher ging, nicht enttäuscht und auch dieses Jahr steht Weihnachten halt einfach wie immer so plötzlich vor der Tür.

Letzte Einkäufe ließen sich nicht vermeiden, immerhin machen die Läden nach Weihnachten nie wieder auf, und wenn man dann noch jemand Bekanntes im Laden trifft, dann dauert so ein Einkauf auch mal ein paar mehr Stunden, als vorgesehen, aber HA! Im Urlaub habe ich Zeit!
Auch dafür, dass der Baum doch noch vor dem Fest aufgebaut und geschmückt wurde.
Den Großen brachte ich dazu, dass er den Stamm des Baumes in den Fuß einpassen wollte ... alle Jahre wieder ein mittelgroßes Drama, da für dieses einmaligen Fall im Jahr kein neues Werkzeug angeschafft wurde, wird und werden wird.
Und ausgerechnet dann, wenn ich mich nicht damit rum plagen möchte, passt der Stamm ohne Zutun in den Fuß rein ... ... ...


Wo sind eigentlich die letzten 23 Tage hin?

Morgen kommt Besuch. Mütterchen und Töchterchen schlagen hier auf. Ich bin hoch begeistert - aber da Weihnachten ist, wollen wir mal nicht so sein.
Die Bestellung der Wiener Würstchen wurde jedenfalls rechtzeitig aufgestockt.

Sonntag, Dezember 20, 2015

Vierter Advent


Ist eigentlich wirklich Vorweihnachtszeit? 13° Celsius ... in der vierten Adventswoche! Vielleicht ist die Menschheit doch ein paar Mal zu oft um den Block gefahren ... oder es ist einfach eine Fortsetzung der Klimaerwärmung seit der Kleinen Eiszeit ...
Völlig egal ... Der Planet erholt sich irgendwann vom Mensch.

18. Dezember
Die ersten Kollegen verabschiedeten sich in den Weihnachtsurlaub

19. Dezember
Und doch ein Verwandtenbesuch.
Letzte Woche hatte ich den noch geschoben, wenigstens um eine Woche, doch das Cousinerle lässt sich nicht so leicht abwimmeln.
Also hin - pünktlich zum Mittagessen, nicht ohne vorher noch den Tank zu befüllen, um überhaupt anzukommen und im Blumenladen ein adventliches Gesteck zu erstehen, um nicht mit leeren Händen vor der Tür zu stehen. Man hat schließlich Kinderstube genossen. Zu High Noon am Samstag vor Weihnachten halte ich das nur unter andauernder, gemurmelter Eigenmotivation durch ... Too! Many! People!.
Zu Mittag gab es Pfannkuchen mit Schnittlauch (mjam!!!), dazu leider Pilzpfanne (örks!!!).
Der Kinderstube wegen ließ ich mir auftun - und ja, es gab den obligatorischen Omaschlag (nochmal örks!).
Ich mag einfach keine Pilze. Eingeladenerweis kann ich das aber nicht äußern und sooo schlimm schmeckten sie dann auch nicht. Wenig pilzig. Ich überlegte, ob ein weniger intensiver Geschmackssinn auch Auswirkungen darauf hat, dass die Konsistenz von Pilzen als weniger gruselig empfunden wird oder ob einfach geht, was muss.
Anschließend wanderten alle gemeinsam auf den Weihnachtsmarkt (Mutterns Adventskalender sagt "Weihnachtsmarkt!" und ich sage: "Check!"), welcher ausgezeichnet funktioniert nach einem Becher Glühwein und später gab es noch ein bisschen Schwätzen ... ich brach schließlich so spät wieder auf, dass das mit dem Weihnachtsbaum auf Montag zu verschieben war ... es musste ja auch der Pegel so weit runter sein, dass sich das mit dem Auto fahren nicht zum Problem auswüchse ...
die letzten zu verteilenden Gaben besorgten sich fast von allein, die müssen nun nur noch eingetütet  und dem Versand zugeführt werden ...

20. Dezember
Erneut ließen sich die Plätzchen nicht vermeiden, neue Sorten mochte ich nur nicht mehr ausprobieren.
Die von letzter Woche waren lecker, also wurden diese erneut zubereitet.

Samstag, Dezember 19, 2015

Du sollst doch nicht ...

Persönlichkeitstest bei der Bunte ...

"Sie haben das Karma eines echten Stars. Es könnte sein, dass dies auf Leistungen in Ihren bisherigen Leben zurückzuführen ist. Sie sind hier, um bemerkt und geliebt und bewundert zu werden. Das heißt aber auch, dass Sie dafür da sind, Verantwortung zu übernehmen. Nutzen Sie das, um gutes zu tun, denn Ihr Karma-Status ist vor allem dazu da, erfolgreich und verantwortlich zu handeln."

Sonntag, Dezember 13, 2015

Dritter Advent

7. Dezember
Den Kollegen haben die Weihnachtsplätzchen auch gut geschmeckt.

8. Dezember
Wie konnte das denn passieren? Die erste Weihnachtspost ist fertig geschrieben, eingetütet und versandfertig. Nur die Marke muss noch drauf.

10. Dezember
Der Kleine wichtelt übermorgen in der Schule, ein Kino-Gutschein geht immer

11. Dezember
Die Weihnachtspost vom Dienstag ist dann doch noch in die Post gelangt, nachdem eine Briefmarke im Post-Shop erworben werden konnte ...

12. Dezember
Weihnachtsfeier im Tae Kwon Do-Verein
Samstags ist das immer ein bisschen unglücklich, kollidiert das doch mit meinem ungeliebten - und je älter ich werde - immer unumstößlicheren, fixen Einkaufstag der Woche, daher schickte ich die Männer mit dem zubereiteten Nudelsalat vor.
Dass das Ganze dadurch, dass der Kleine einfach nicht pünktlich sein kann, völlig aus dem Ruder geriet und der totale Stress um sich griff, konnte ich nicht wirklich voraussehen ... was tatsächlich Schönrederei ist. Es war von vorn herein glasklar, dass das so kommt.
Als ich dann später dazu stieß, weil ein Elter bei sowas einfach dabei ist, war das Buffet schon leer gefegt, aber die Stimmung war gut. Nicht zuletzt deshalb, weil ich den Kleinen alleine bei seiner Weihnachtsfeier fand.

13. Dezember
Zwei Sorten Weihnachtsplätzchen - Nussmakronen und Ausstecher, die immer noch keine Ausstecher sind, sondern gefüllte Täschchen und die einfach nur soft und lecker und nicht so süß und so weiter und so weiter sind ...

Samstag, Dezember 12, 2015

Deutschland zieht also wieder in den Krieg.

Als ob daraus jemals etwas Gutes entstanden wäre.

Alleine das Paradoxon, dass erst mal drauf geschlagen werden muss, damit Frieden einkehrt, ist unerklärlich.
Und dann, wenn eine Seite aufgegeben hat, manifestieren aufwändige Denkmäler deutlich, dass "so etwas" nie wieder passieren darf.


Sonntag, Dezember 06, 2015

Ohweh!

Es ist schon der 2. Advent!

Hiermit wird nachgereicht:

Mitte November:
Die Adventskalender sind sicher im Haus. Hoffentlich bleiben sie sicher, nicht dass das Hundetier sie zwischendurch frisst.

27. November:
Weihnachten ist eingeläutet! Die alljährliche Cousinenpost ist da.

28. November:
Muttern hat auch einen eigenen Adventskalender. Einen ganz ohne Aufgaben, außer der, täglich eine Kerze zu öffnen.
Lieben, herzlichen Dank an M*!

29. November:

Die erste Sorte Plätzchen ist fertiggebacken, Variation von Ausstechern.
Ich hasse Ausstecher, daher besitze ich kein Wellholz und die Ausstecher wurden zu kleinen Fladen gedrückt, mit Sauerkirschmarmelade bestrichen und mit Streuseln bestreut. Sehr lecker!

1. Dezember:
Der Kleine backt im und mit dem Jugendkeis, dazu wurde ihm das Rezept auf dem Küchentresen hinterlassen, den Teig musste er anhand seiner am Sonntag erlangten Erfahrungen selbst mixen ... das scheint er gut hinbekommen zu haben, jedenfalls berichtete er, die Plätzchen hätten kaum aus dem Herd kein weiteres Tageslicht mehr gesehen.

2. Dezember
Nun wird also eine Gans bei uns auf dem Tisch zu liegen kommen.
Der Große möchte keine Orangenfüllung. Und dabei liebe ich Orangenfüllung! Mit Kumquats und Physalis!
Und so wird es heuer die altbewährte Apfelfüllung mit Pflaumen geben. Die mag ich nicht. Aber ich werde keinen Majoran, Estragon oder Thymian dazu geben, diese Gewürze kamen mir bisher nichts ins Haus und werden es auch zukünftig nicht tun.
Apfelsaft dürfte einen Versuch wert sein. Dann schmeckt dieser Nachfahre der Dinosaurier ein bisschen fruchtig. Und da mir niemand bei der Zubereitung zur Hand gehen wird ... *händereibenundhexischlachentu*

5. Dezember
Weihnachtlicher Abschlussball des Kleinen im Kurhaus.
Ja - mein Kind meldete sich freiwillig und völlig selbsttätig beim Tanzkurs an. Eine Freundin hat durchaus positiven Einfluss ...
Nächstens brachten wir besagte Freundin dann nach dem Fest zu ihrem Heim, dort wurde ihr aber nicht geöffnet und einen Schlüssel trug sie nicht bei sich ... kurzerhand wurde sie also wieder ins Auto geladen und sie übernachtete in meinem unaufgeräumten Haushalt.
Alles Notwendige ließ sich irgendwie auftreiben.

6. Dezember
Nikolausi
Der Inhalt der Stiefel war schon vorab vereinnahmt worden,  dicke Haussocken und Mützen sind immer wieder beliebte Gaben, da beides vom Verschwinden ein Lied singen kann.
Nochmal kaufen hat aber zu warten, bis das Verschwinden erneut beklagt werden muss, so lange tun es normale Socken und Unterwäsche auch. Genauso praktisch, nur die Begeisterung ist merklich zurückhaltender.
Freundin musste sich mit Schokolade, Nuss und Mandarinen begnügen ... ... ... sie war doch nicht eingeplant ... ... ... dafür entzückte das Nikolausfrühstück mit sich biegenden Tischen und der Mittag ging rum mit Nussmakronen backen und Lebkuchenhaus zusammenbauen samt dekorieren.

Samstag, Oktober 31, 2015

und wieder

Heute ging ich also erneut nicht in die Kirche, dem Martin Luther und der von ihm ausgelösten Reformation zu gedenken.


Statt dessen wurde gestern ein Kürbis geshanghait, der tut jetzt Dienst vor der Haustür.
Und er wurde vorher nur ganz wenig behandelt ...





Sonntag, Oktober 04, 2015

zur Feier des Tages

Vor 26 Jahren ist mir glatt was entgangen.

Da war dieses Ding damals, das anschließend als "Mauerfall" in die Gechichte einging, wahlweise auch als "einzige unblutige Revolution in Deutschland" - was bei mir immer die Frage aufwirft, ab wann ein Deutschland in der Gechichte überhaupt auftauchte. Nach dem von wichtigen Leuten torpedierten ersten Versuch Immer schon ein wenig dem Größenwahn zugeneigt, nannten die Entscheidungsträger 1871 das Gebilde, das nach ihrem Ermessen einen Kaiser brauchte, nach dem Römischen Reich - also Deutsches Reich. Relativ einfach ist das Datum zu merken, an dem das los ging, am 1. Januar geht das schließlich immer los, das mit den guten Vorsätzen. Gehalten hat sich das nicht so richtig lange, dann war der Kaiser Gechichte und - gechichtlich gesehen - wenig später auch das Reich.

War das auch schon Deutschland? Abgesehen davon, dass dieser Nationalstaat heutzutage in Wirklichkeit unter anderem Namen firmiert, was aber dadurch, dass die von meiner Seite der Grenze aus gesehene andere Hälfte der Deutschen vor nun 26 Jahren keine Lust mehr auf Stacheldraht und Betonwände hatte, Makulatur wurde, spricht keine Sau mehr von der Bundesrepublik Deutschland.

Heute las ich einen Artikel darüber, dass die westliche Seite des Eisernen Vorhangs gar nicht gewonnen hat, sondern dass sich die Bewohner der östlichen Seite vollkommen unbemerkt durchgesetzt haben.

Die Überwachung hat sich in Gesamtdeutschland verbreitet, der grüne Rechtsabbiegepfeil ebenso, Kitas für alle sind inzwischen ein Recht für alle, außer bei dem störrischen Bergvolk, das lieber die Herdprämie bezahlt, als die Kitas einzurichten, ein ehemaliges Mitglied der FdJ ist die mächtigste, bekannt drahtziehende Frau in Deutschland - und so lange Hillary nicht Präsidentin ist, wird sie es wohl auch in der Welt sein - und Berlin ist Hauptstadt.

Jedenfalls fuhr ich am 11.11.1989 nach einem Verwandtenbesuch auf der wenig befahrenen B456 in Richtung Süden und wunderte mich , dass so viele Trabants mit unterwegs waren.
Ein Zugang zu einem Fernseher war nur eingeschränkt möglich, ein Autoradio hatte ich zu dem Zeitpunkt nicht und so entging mir glatt, dass in Berlin eine Mauer gefallen war und meine Zukunft sich radikal geändert hatte.

Es war ein sehr schönes Wochenende, ich kann mich aber nicht daran erinnern, ob wir diesen weitreichend wirksamen Punkt an diesen beiden Tagen irgendwie thematisiert haben.

Vielleicht half ja auch die schulische Unterrichtung im östlicheren Niedersachsen - mit einer Erdkundelehrerin, die dafür sorgte, dass ihre Schüler sich auch im noch östlicheren Mitteldeutschland auskannten, und die unterschwellig immer mit klingen ließ, dass die Zonengrenze ein vorübergehender Zustand sein würde.

Dienstag, August 25, 2015

Jubelt

Der einzige Post im August, auf den es ankommt, ist nun also ein Blog-Geburtstagspost. Wer hätte das gedacht.




Wieder ein Jahr älter.




Die Jahre vergehen schneller. Oder es kommt mir nur so vor. Kaum ist Sommer, muss die Heizung doch wieder eingeschaltet und die Türen geschlossen gehalten werden.


Ein Stein muss noch aus dem Weg, dringend ... ...


und ansonsten muss man schon froh sein, wenn man jeden Tag aufstehen kann ... ... ...

Sonntag, August 16, 2015

Sonntag, August 09, 2015

Sonntag, August 02, 2015

Veränderungen

Das kleine Kind hat nun also eine Freundin.




Kommt der aus Holland zurück, wo er mit der Jugendgruppe der evangelischen Kirche hingeschickt wurde, damit er ordentlich untergebracht und in den Ferien nicht zu gelangweilt und daher unberechenbar wird - und danach geht er plötzlich freiwillig Altersgenossen besuchen ... ... ... und eben jene Altersgenossin ... ... ...




Er ist mir ja nun schon seit Wochen über den Kopf gewachsen, kräftemäßig sowieso - dann gewöhn ich mich sicher auch dran, dass er sich verguckt hat ... ... ... ganz sicher ... ... ... vom Großen ist mir das nur so nicht bekannt ... ... ...

Samstag, Juni 27, 2015

BJS ...

"Mama arbeitet" hat eine Petition vom Zaun gebrochen - die verpflichtende Teilnahme an den Bundesjugendspielen soll abgeschafft werden ...

Darüber gerate ich mal wieder ins Grübeln.

Zu meiner Zeit gab es - so meine ich jedenfalls - 2-jährlich eine Sportveranstaltung, die als Bundesjugendspiele verkauft wurde. Ich kann mich an Jahre erinnern, als die Urkunden vom Klassenlehrer oder vom Sportlehrer verteilt wurden, aber auch an Jahre, als die Besten - die mit den Ehrenurkunden - sie öffentlich - vor allen anderen Schülern und von diesen lautstark bejubelt - in der Aula erhielten.

Wegen weniger Punkten gab es in meiner Erinnerung kein Mobbing. Ich war nicht die, die zuerst in eine Mannschaft gewählt worden wäre, entsprechend war auch mein Abschneiden bei den Bundesjugendspielen, doch eine Kritik der Mitspieler oder Lehrer fürchtete ich nie.
Auch nicht, wenn ich mit dem Schlagball eine Weite von 8 Metern erreichte. Später mochte ich das Kugelstoßen mehr, das glückte überraschend gut.

Es war einfach ein großes Spiel für alle.

In der Grundschule meines Kleinen gab es zwei Bundesjugendspiele. Sein Freund hier aus der Straße wurde einmal Jahrgangsbester - ein Supertalent in Sachen Sport! - der Kleine selbst erhielt eine Teilnahmeurkunde, die natürlich mit den Mitschülern verglichen wurde und so stellte er fest, dass er die geringste Punktzahl in seiner Klasse hatte.
Selbst sein unsportlicher Freund oben vom Berg hatte mehr.

Von Stund an stand er gar nicht mehr auf Sport; ohnehin vorher schon ein delikates Thema.
Kinderturnen, Schwimmen, Leichtathletik, Karate, Fußball, Tischtennis. Nichts hatten wir unversucht gelassen, doch sobald sein Körper meldete, dass er warm zu werden gedächte, da er eine körperliche Anstrengung feststellte, waren Ehrgeiz oder auch nur der Versuch des Erreichens eines Ziels deutlich unverständliche Fremdworte.

Mein Kind hielt sich lieber mit dem Verschlingen von Büchern auf, was auch mal eine Lehrerin in Sorge versetzte, da er mit Vorliebe Bücher von R. L. Stine um sich scharte und sich auch mit der Wissenschaft der Vampire und der Fledermäuse beschäftigte ... ... ... aber das ist eine andere Geschichte.

Jedenfalls war er bei den nächsten Bundesjugendspielen krank, ließ sich gerade noch überreden, beim Tae Kwon Do zu bleiben, nutzte die ihm gegebene Zeit, um richtig Spaß daran zu entwickeln und hat inzwischen den Roten Gürtel.

Ich bin für eine freiwillige Teilnahme bei den Bundesjugendspielen.
Die, die daran Spaß haben, sollen ihn doch haben - die anderen sollen einfach nicht mehr krank gemeldet werden müssen.

Wobei ich dringend eine Änderung der Regularien vorschlagen möchte:

Anscheinend ist es so, dass immer 20% der Mitmacher eine Ehrenurkunde erhalten, 50% erhalten eine Siegerurkunde und es sind immer 30%, die Teilnehmerurkunden erhalten.

Wieso hat es nichts mit selbst erreichten Leistungen zu tun, welche Urkunde ich bekomme?
Wieso ist meine Leistung im Vergleich mit den anderen zu werten?

30% einer Klasse gehören von vornherein nicht zu den Guten, sie haben selbst keine Chance, das zu verändern. Besser in der Bewertung werden sie nur, wenn jemand anders weniger abliefert ... ... ...

Das erinnert mich irgendwie an die Aufforderung einer Schulleitung an eine Lehrerin, die mal durch die Presse ging ... Die Lehrerin müsse in ihrer Klasse auch Schüler haben, die eine Note schlechter als 3 hätten. Das gehöre sich einfach so ... ... ...

Ich glaube, ich bin dafür, die Bundesjugendspiele in der jetzt existierenden Form abzuschaffen ...

Samstag, Juni 13, 2015

wichtig und nichtig

In Südkorea geht epidemisch die aus Saudi-Arabien eingeschleppte Pest um. Dort heißt sie "Mers"- erinnert mich irgendwie an "Sars", beides sagt mir ohne goggeln nichts, außer, dass darüber in der Zeitung gelesen werden kann - und es sind wohl 140 Menschen mit dem Erreger infiziert. So steht es in der Zeitung.
14 Menschen sind gestorben. Traurig für jedes einzelne Menschenleben und auch noch ein Fall für unterkühlte Statistik.

Interessehalber hab ich nach der Lektüre dieses Artikels bei der WHO gesucht und diesen Link gefunden. Seit langem wird die jährliche Zahl an Malariatoten anscheinend kleiner, 2013 starben nach Angaben der WHO geschätzt 584 000 Menschen (zwischen 367 000 und 755 000 - wo kommt eine Schwankung von + oder - 30% her?) nach einer Malariaerkrankung.




Das sind wohl etwa 30% weniger als im Jahr 2000.

"Mers" soll wohl das Sommerloch füllen? Rein statistisch gesehen ...

Donnerstag, Juni 04, 2015

Man muss sie einfach schützen ...

schützen vor dem Bösen ... vor dem bösen Volk ... vor dem bösen, bösen Volk


Im Schloss findet der G7-Gipfel statt. Dort finden sich genau 7 gar wichtige, hohe Tiere samt Entourage ein und die fast so hohen Tiere des kleinen, listigen Bergvolks haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese wirklich extrem wichtigen, hohen Tiere vor dem bösen Rest des kleinen, listigen Bergvolks und des dieses Bergvolk umgebenden, sonstigen Pöbels zu schützen.


Es geht schließlich nicht an, dass das regierte Volk seine Meinung kund tut und schon gar nicht, dass es das Aug in Auge mit denen tut, die es regieren ...


19.000 Polizisten sind anscheinend in und um und um Garmisch-Partenkirchen herum im Einsatz ... das deutsche Volk ist doch ein böses Volk ... davor muss die Welt einfach geschützt werden!


Ich bin dafür, dass die wichtigste Frau der Welt das nächste Mal- und das übernächste und danach auch immer - darauf verzichtet, Gastgeberin dieser Elite-Veranstaltung zu sein ...

Samstag, Mai 30, 2015

noch ergänzend

"Weil Du denkst, dass ist der erste Schritt zu "Ich geh´ Disko!", wenn Du es nicht tust!"

Darf man so einen Satz ohne Hinweis auf den Verfasser zitieren? Muss man das nicht sogar?
Abgesehen vom im Deutschen echt bösen, englischen Satzbau, der wie der Deppenapostroph möglicherweise zukünftig allgemein als richtig empfunden werden wird, und dem nicht überlesbaren, doppelten s - ein ernsthafter Hintergrund ... daher

Samstag, Mai 09, 2015

hm ...

70 Jahre Kriegsende in Europa ... und keiner geht hin, so kommt es mir vor ... außer über den Aufmarsch in Russland sind keine Berichte in den Gazetten, die von Versammlungen der Sieger oder der Besiegten berichten ...

Zur Landung der Alliierten an den Küsten der Normandie sah das ganz anders aus ...

Samstag, Mai 02, 2015

ergänzend

"Kate gebährt Tochter" ... verstehend, was diese Überschrift sagen will ... es sei ihr von Herzen gegönnt, immerhin wurde die britische Kronprinzessin samt Familie vom deutschen Blätterwald stellvertretend für den nicht mehr existenten, deutschen Kaiser adoptiert ... das muss ich ja nicht verstehen ... und doch stolperte ich mal wieder über einen journalistischen Erguss ...

Kann nicht jemand die Konjugation für "gebären" mal kurz an einen der Bäume pinnen?

Freitag, Mai 01, 2015

Wenn man erwischt wird ...

Der Bundesinnenminister verweigert die Auskunft zu einer durchgesickerten Neuigkeit mit dem Hinweis, er könne zu einer durchgesickerten Neuigkeit, die von einem Papier stamme, das mit "geheim" oder "sehr geheim" gekennzeichnet war, nichts sagen.

Der BND sollte seine Geheimnisse auf Geheimpapieren mit dem Hinweis "Ultra-Geheim!" versehen oder noch besser Geheimtinte verwenden. Gegen Whistle-Blower ist man dort offenbar machtlos ... oder sie könnten sich auch an geltende Regeln halten ... ... ...die Regierenden ...

Samstag, April 18, 2015

Was zum sich drauf freuen

Chewie, we´re home!

Donnerstag, April 09, 2015

Was ist nur aus Dir geworden ...

Journalisten, denen ein Lektor fehlt, schreiben manchmal böses Zeug zusammen.
Nicht nur inhaltlich fehlt ihnen so manches Mal das Verständnis für das, worüber sie berichten.

Das Lesen von Artikeln oder auch das Ansehen von Fernsehbeiträgen lässt mich immer öfter stolpern und ich frage mich, ob es modern ist, die Regeln der Grammatik außer Kraft zu setzen oder Worte in sich selbst zu verdoppeln  ...

Als Sprachenfan wünsche ich mir oft genug eine humanistische Ausbildung für Lehrer, Autoren und vor allem für Journalisten.

- wegretuschieren
- durchpassieren
- Restrisiko
- weiblich und feminin als sich ergänzende Adjektive
- La-Ola-Welle
- Fachjury
- auskondensiert
- nachjustiert
- Grundbasis
- nachrecherchiert
- durchdokumentiert
- das Schutzschild
- zur Hilfe rufen
- ausdekorieren
- er schaffte Leben
- ... der ... systematisch verfolgt wurde. Und zwar im Auftrag von seinem Sohn.

wenn die Bedeutung von Fremdworten oder Fachchinesisch sich entzieht

- Die Reaktionen im Netz reichten von Hass über Entsetzung bis hin zu schwarzem Humor.
... ... ... wirklich?
Im Netz wurde gehasst,verdrängt und rumhumort?


- McDreamy verkauft sein pikareskes Haus in Malibu
... ... ... wirklich?
  Er verkauft sein "schelmenhaftes" Haus in Malibu? Nicht eher sein "pittoreskes" - sein "malerisches" Haus?

- Im Weingut findet eine "Verköstigung" statt ... in einem Weingut gibt es sicher auch Bewirtung, doch würde sich in einem Artikel über die Existenzgrundlage eines Landwirtes vermutlich eher eine Verkostung anbieten, um den Besuchern die Weine schmackhaft zu machen und sie als reelle und vor allem wiederkehrende Käufer zu gewinnen ...

oder auch, warum Präfixe nötig sind, die dem Wort eine andere Bedeutung geben

- ... wenn der einzige Wunsch lautet, sich endlich ausrasten zu können, durchzuatmen ...

und ganz schlimm ... nicht nur wegen des Themas:
beförderter Selbstmord im Spiegel
Hier scheinen Deutschkenntnisse aus dem 19. Jahrhundert wieder hochzukommen, gab es doch einen Professor Dr. Friedrich Benjamin Osiander, der sich mit dieser Wortwahl literarisch verewigte und durch Google und dessen Drang der Veröffentlichung von Büchern den Weg ins Netz fand

Samstag, April 04, 2015

Gedankenloses

Interessanter Ansatz:


Die Kreuzzüge wurden erfunden, um den in Europa herummarodierenden Rittern und Landsknechten möglichst weit weg eine Aufgabe zuzuschanzen ... da kam der Hilferuf aus Byzanz gerade zur richtigen Zeit ...

Samstag, Januar 17, 2015

uaaahhh

Schnupfentierchen sind eine gänzlich gruselige und komplett überflüssige Erfindung der Evolution.

An einem Tag geht es noch, am nächsten krächzt man sich einen zurecht und dann liegt man flach im Bett und wünscht sich, dass der Tag um geht ... ich sollte mehr Aspirin im Vorrat haben, dann täte wenigstens nichts weh ...

Beim Räumen in der Küche fand ich 400 g gemahlene und 400 g ganze Haselnüsse, die für die Makronen zu Weihnachten hätten verwendet werden können ... demnächst werde ich eine Checkliste besitzen, auf der geschrieben steht, was im Haus vorhanden ist ... das Gedächtnis lässt offenbar nach ...

Samstag, Januar 10, 2015

Mama-Adventskalender das Letzte

Baum wääääck!

Heute Morgen stiebte ich aus dem Bett und hoffte, das Abholen des entschmückten Weihnachtsbaumes nicht verpasst zu haben, waren doch in die Helfer des Förderkreises Kindergarten in den letzten Jahren immer schon zu höchst unchristlicher Zeit ab um 7 Uhr da gewesen und bei uns zuerst, bei uns fängt schließlich das Dorf an. Halt leider nur, wenn es um Abholtermine geht, wenn es darum geht, was zu bringen, sind wir das Ende des Dorfes.
Es war wie immer spannend.

Heuer scheinen die aber viel besser organisiert! Es gab vor vielen Tagen schon Zettel im Briefkasten, auf denen der Abholtag mitgeteilt wurde und sie kamen erst nach um 9 Uhr!

Vor lauter Freude verdoppelte ich mal meine Spende an den Förderverein zur Förderung der Aktivitäten im Kindergarten ...

Alles andere ist auch abgebaut, verstaut, verschenkt, abgegeben ... es hat geflutscht, dass es eine wahre Freude ist!

Wenden wir uns also wieder dem alltäglichen Wahnsinn zu, der ab Montag nach dem Urlaub wieder richtig los gehen wird...

Donnerstag, Januar 08, 2015

Heute Morgen

Auf der Titelseite jeder Zeitung dieser Welt, die etwas auf freie Meinungsäußerung gibt, hätte heute eine Karikatur prangen müssen!



Mittwoch, Januar 07, 2015

der Baum ist ab

geschmückt, der Karton schon wieder auf dem Dachboden.

Läuft!

Mittwoch, Dezember 31, 2014

Rutscht gut!

Es ist das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, ist also nix mit 20 Grad unter Null, wie schon erlebt.

Die Kinderlein haben sich vorgenommen, das Neue Jahr nicht mehr mit den Eltern zu begrüßen ... ... ... es wird also nicht so spät werden ...

Dienstag, Dezember 30, 2014

wenn einem was auffällt

Bei der Weihnachtsfeier wies mich einer der Kollegen darauf hin, dass ich doch nicht immer von meinem Kind sprechen möge ... das Kind sei immerhin 20, ... er implementierte damit: ausgeschult, volljährig, wahlberechtigt, fahrerlaubt, rechtsfähig, und so weiter ...

Mein Kleiner ist ja nun seit geraumer Zeit auf Augenhöhe mit mir ... höhenmäßig jedenfalls ... bisher konnte ich mich immer noch damit trösten, dass es noch dauern würde, bis er mich überholt ... höhenmäßig jedenfalls ... er ist schließlich erst 14

Heute Morgen nun war es so weit ... er hatte keine Schuhe an und ich musste zu ihm hoch sehen ...

Und wie, bitte schön, soll ich ihn nun nennen?

Sonntag, Dezember 28, 2014

zwischendurch

Interessant, was einem so begegnet, wenn man zum Surfen im Netzt die Zeit sich nimmt.

Sowas hier z. B.

Donnerstag, Dezember 25, 2014

Mama-Adventskalender die Fünfeinhalbte

WOW!

Was für eine Gans!

Kompliment an die Gans selbst natürlich an erster Stelle, an den Landwirt, an den Metzger und nicht zuletzt an die Köchin!

Keine Zutat hätte diesem Vogel schaden können!

Mama-Adventskalender die Fünfte

Und wenn das fünfte Lichtlein brennt, dann hast Du Weihnachten verpennt!

So wild ist es nicht, ganz im Gegenteil.
Der Baum ließ sich in aller Ruhe putzen, die unterste Reihe blieb frei, da der Hund sich doch immer darunter durch drängeln muss und die Kugeln dann einfach nicht hängen bleiben wollen. Aber es ist halt Weihnachten, also halten wir Frieden ... wenn man von dem mittelschweren Ausbruch absieht, weil sich einfach keiner der Herren bequemen wollte, den Hund, den alle außer mir haben wollten, Gassi zu führen ...
Am Ende vom Lied gingen sie dann zu dritt ... was ich nicht verstehen muss.
Anstatt, dass sie sich aufteilen, und immer einer zur Zeit den Spaziergang unternimmt, wenn man schon keine Lust hat, gehen sie nachher alle miteinander drei Mal.

 
Der Kartoffelsalat schmeckte recht gut, die Würstchen vom Metzger, der auch die Gans küchenfertig vorbereitete, waren schnell verputzt, die Geschenke bestehen heutzutage vorwiegend aus Scheinen - was postalisch gesehen durchaus Vorteile hat. Heilig Abend hatte sich also für die Brut gelohnt.
 
Eben wurde in Gemeinschaftsarbeit der Vogel derart präpariert, dass er in vier Stunden aus dem Ofen genommen werden kann, und sich dann hoffentlich knusprig und schmackhaft präsentiert.
 
Vorher ist der Besuch bei der Oma und beim Opa angesagt, wenn es dort zu viele Plätzchen gibt, muss das Verspeisen der Gans auf morgen verschoben werden. Wir sind da flexibel, immerhin ist Weihnachten.
 
Nur das mit den Vorbereitungen für die Beilagen dürfte sich noch schwierig gestalten, ich weiß noch nicht, wann dafür Zeit sein soll ...

Mittwoch, Dezember 24, 2014

Mama-Adventskalender Halbfinale

In die Welt hinaus rufe ich laut "Frohe Weihnachten" und "Vertragt Euch endlich!"

Denn da waren auch noch Maria und Josef, die nach Bethlehem zogen. Dort war Platz in der kleinsten Hütte.

Richtig gut wäre es gewesen, es wären zur Geburt nicht nur Hirten zum Zusehen gekommen, sondern einer hätte noch der ortsansässigen Hebamme Bescheid gesagt, die dann gleich einen 2-Wochenvorrat an Windeln hätte mitbringen können. Das hätte dann gereicht, bis die Weisen neben Weihrauch und Myrrhe schließlich Gold mitbrachten, von dem dann eine ordentliche Erstausstattung hätte eingekauft werden können.

Hätten Maria und Josef damals von Nazareth aus nach Damaskus gemusst, weil die Geburtsstadt von Josef Damaskus gewesen wäre ... wie würde es wohl heute im Nahen Osten aussehen ... und wären Flüchtlinge aus Syrien heute leichter in Europa unterzubringen, wenn sie aus dem Land kämen, in dem Jesus damals geboren wurde?

Mal abgesehen davon, dass wohl jeder einigermaßen normale Mensch aus einem Kriegsgebiet flüchtet und es normal sein sollte, dass diese geflüchteten Menschen in Friedensgebieten unterkommen können.

Dienstag, Dezember 23, 2014

Mama-Adventskalender die Vierte

Mahaaann! Zum Schluss wurde es nun doch noch stressig ...

Da waren die Karten rechtzeitig geschrieben, die Packerl gepackt und die Umschläge gefüllt und dann hab ich gestern den ganzen Tag keinen Fuß vor die Tür gekriegt, um die Sächelchen zur Post zu schaffen!

Das kommt davon, wenn man ne halbe Stunde zu früh bei die Arbeit auftaucht - also zu einer Zeit, zu der noch keine Poststelle auf hat - und dann ohne Mittagspause bis abends bei die Arbeit bleibt, weil nach der Arbeitszeit nahtlos in die Firmenweihnachtsfeier übergegangen wird, die sich bis tief in die Nacht zieht ...

Also ist dieses Jahr wieder Postqualitäten testen angesagt ...
Wie letztes Jahr angekündigt, vertraute ich die Weihnachtspost der Poststelle an, die im vorletzten Jahr zuverlässig die Versendung der Briefe und Packerl eingeleitet hatte und erlebte doch wieder ganz posteigene Extravaganzen. Die Chefin hatte offenbar ein Lehrmädel und sie nützte jede - wirklich jede Gelegenheit, dem Mädel eins reinzuwürgen ... wie höflich und zurückhaltend das Mädchen dabei blieb! Da wünschte ich mir Frieden auf Erden und dass die Menschen nett zueinander sein mögen!

Der Baum steht im Fuß, die Schmuckkiste muss noch vom Dachboden herunter ...

Und die Haselnussmakronen werden vermisst ... überall ...

Sonntag, Dezember 21, 2014

Mama-Adventskalender die Dritte

Pfeffernüsse, Zimtnüsse, Himbeernüsse ...















Check!


Windeltorte ...















 Check!

Samstag, Dezember 20, 2014

und da war auch noch ...

... der Kleine, der im Religionsunterricht von der Religionslehrerin aufgerufen wurde, ob er die Weihnachtsgeschichte erzählen könne.

Er erzählte dann Eine Weihnachtsgeschichte.

...

...

...

die mit dem alten Mann, dem jungen Sekretär, dem kranken Jungen, einer Weihnachtsgans und den drei Geistern ... ... ... wir waren nicht oft genug christlich weihnachtlich *ganzzerknirschtbin*

Mama-Adventskalender die Zweite

Kein Schnee, 14 Grad draußen, es weihnachtet sehr.

Darf man vor Weihnachten eigentlich Urlaub machen?

Der türkischen Haselnuss sind in diesem Jahr widrige Wetterumstände dazwischen gekommen.
Das führte offensichtlich zu einem ziemlichen Ernteausfall, in den Geschäften sind Haselnüsse meistens ausverkauft und anstelle meiner üblichen und geliebten Haselnussmakronen muss also ausgewichen und auf andere Weihnachtsplätzchen umgestiegen werden.
Aus Gewohnheit ersetzte ich letzte Woche die Haselnüsse durch Kokosraspel, das hat nicht ganz so gut geklappt, die Dinger wurden irgendwie seeeehr mächtig ... und nicht besonders gut angenommen, gut daran zu erkennen, dass die Bäckereiergebnisse vom Sonntag sonst immer am Abend schon inhaliert sind.

Also suchte ich für dieses aktuelle Wochenende ein Rezept für Himbeernüsse raus, die auch als Zimt- oder Pfeffernüsse eine gute Figur machen, wenn ich mich richtig erinnere. Ist schließlich schon Jahre her.
Es ist ja nicht so, als wäre in meinem Backheft nicht noch was anderes als Nussmakronen enthalten.
Nur die Ausstecher und das Spritzgebäck, Vanillekipferl oder sonstiges, trockenes Backwerk kommen einfach nicht in die engere Auswahl, ich mag es feucht ... ... ...

Heute wird es besinnlich, der Wocheneinkauf kommt erst heute Abend dran, zwischendurch wird noch ein Weihnachtsbaum erlegt ... oder die Männer bringen den gleich überraschend mit, was dann tatsächlich eine Überraschung darstellen würde.

So lange überlege ich mal noch, wer was und warum bekommen soll. Immerhin wird es langsam Zeit mit dem Gang der Gaben zur Post.
Das USA-Paket hatte ich zuständigkeitsmäßig seit Anfang Oktober ein wenig verschoben - der Große sollte sich selbst viel mehr kümmern, als er das gewohnt war, was dazu führte, dass das heurige Paket erst Ende November auf den Weg gebracht wurde und durch die Postblockierarbeiten an der Einreise in die USA auf jeden Fall behindert erst zu spät beim Empfänger eintrudeln wird.
Es scheint ihm egal zu sein ... dem Großen ... dabei hat er sich beim 50. Geburtstag neulich live ansehen können, wie chique Kontakte nach Übersee sein können ...

Ach ja ... und dann machte meine Nichte mich am 9. Dezember schon zur Großtante eines Sohnes. Der Name, den sie vergab, passt ausgezeichnet in unsere Familienchronik. Er ist mit halb schräg recht gut beschrieben ... Himmel ... was sind wir alt geworden ... auch zu erkennen an den einzelnen hellen Haaren, die vor allem dann sichtbar werden, wenn die Strahlen des künstlichen oder des Sonnenlichts von oben scheinen ...
Es ist doch noch gar nicht so lange her, dass ich sie mit spitzen Fingern am Kragen hoch hob, unter die Dusche stellte und den übergequollenen Inhalt der Windel sorgfältig entfernte ...

Also stehen heute neben den Kleinigkeiten, die zu Weihnachten obligatorisch postalisch verschickt werden, auch noch die Zutaten für eine Windeltorte auf der Besorgungsliste.
Es wird wohl eher ein Kastenformkuchen werden, es muss schließlich auch noch in ein Paket passen und einigermaßen heil beim Nichtchen ankommen ...

Dienstag, Dezember 09, 2014

Wahlversprecher und Wahlversprechende

Angela Merkel sagte im TV-Duell mit Peer Steinbrück vor ihrer Wiederwahl 2013: "Mit mir wird es keine Pkw-Maut geben." ... oder jedenfalls so ähnlich ...

Der ADAC ist zuletzt böse gestolpert ... über falsche Angaben zur Wahl des beliebtesten Autos des Jahres ... darüber, ob die Wirtschaftsmacht ADAC überhaupt noch als Verein geführt werden dürfe ... mehr fällt mir jetzt nicht ein und nachlesen geht nicht, ich hab den Fisch von gestern noch nicht ausgepackt ...

Zufällig kam dann im gleichen Moment die Richtungsänderung in der Politik, eine Maut wurde nun zur beschlossenen Sache, nur die Abstimmung darüber sollte noch folgen; Frau Merkel erzählte auf dem CSU-Parteitag kürzlich, dass die Maut am 17. Dezember  gute Chancen habe ... zufriedene Bajuwaren allenthalben ... außer möglicherweise im ADAC, die sind mit ihrem Hauptsitz immerhin in München ...
unter "Irrtum Pkw-Maut" ist auf der Internetseite de ADAC übrigens immer noch ein Film gegen die Maut zu finden, doch wer hört einem gefallenen Engel noch zu ... der kann doch nur noch als Luzifer unterwegs sein

Seit nun also ein mächtiger Gegner der Maut nicht mehr glaubwürdig ist, redet auch kein grüner Politiker mehr vom Unsinn einer Straßengebühr für Autofahrer. Möchlicherweise ist das zu gefährlich für die Karriere ... Vermutungen über Vermutungen ...

Wenn ein Plan entsteht, Geld vom Publikum zu holen, und der Plan wird nur lange genug hin und her gerollt und zufällig werden die lauten Gegner rechtzeitig entsorgt, dann klappt das immer mit der Zustimmung ... Politik ist schließlich nichts für Kurzatmige ...


Das erste Mal hab ich das gedacht, als 2000 der sogenannte Atomausstieg beschlossen wurde.
Die SPD und vor allem die Grünen hatten was ganz Tolles, was sich prima in den Zeitungen verbreiten ließ, die Atomkraft-Zuständigen hatten genug Zeit, um abzuwarten, bis dann weder SPD noch Grüne mehr regieren würden. Und dass das kommen würde, war sicher genug. Mit der CDU wären mit Sicherheit neue Vereinbarungen zu treffen gewesen, und so ist es dann auch gekommen ... Laufzeitverlängerung war das Stichwort ... das hätte sich mehrfach vereinbaren lassen ... wenn da nicht sowas komplett Blödes wie ein Reaktorunfall in Fukushima dazwischen gekommen wäre ... in Japan! Nicht in Russland, wo die Techniker Reparaturen doch mit der Vorschlaghammermethode durchführen, sondern im eleganten Land der aufgehenden Sonne.

So ein Reaktorunfall wird der Maut nicht passieren ... und die deutschen Autofahrer werden ihre Abgabe genauso bezahlen müssen, wie es Fahrzeugführer mit Fahrzeugen mit nicht-deutschen Kennzeichen werden tun müssen. Und wenn jemand kein Auto haben und sich um die Mautzahlungen drücken wollen sollte, wird der Politik das mit der Zeit auffallen und es wird Wege geben, dass die Maut dann als Haushaltsabgabe geführt wird, weil ja schließlich jeder die Möglichkeit hat, ein Auto auf deutschen Straßen zu bewegen. Immerhin setzt er mindestens seinen Fuß drauf.

Samstag, Dezember 06, 2014

Mama-Adventskalender die Erste

Kein einziger Eintrag im November ... ich falle in alte Muster zurück ...

Teurer als angekündigt werdende Maut, Verlängerung des Soli, es wären sogar eintragenswerte Anmerkungen zur deutschen Politik dabei gewesen, doch da es sich irgendwie immer um dieselbe Serie handelt, in der der gemeine, deutsche Politiker zu seinem Arbeitgeber geht, ihm mitteilt, dass er mit dem ihm zur Verfügung gestellten Geld nicht hin kommt und daraufhin das Portemonnaie des besagten Arbeitgebers öffnet, um sich daraus zu bedienen mit dem Hinweis, es seien ja nur moderate und vor allem brennend benötigte Entnahmen, fand ich meine Gedanken dazu irgendwie nicht mehr ganz so neu.

Ich sollte mir das Prinzip mal zu Eigen machen, zu meinem Arbeitgeber gehen und mir einfach eine Spesenerhöhung gönnen ... wie lange hätte ich dann meinen Job wohl noch?

Der Friseurtermin, der zweimal leise weinend wiederholt werden musste, da der Friseur, der sich ja schon einmal mit meinen Haaren vertan hatte, erneut ran durfte und alles noch viel schlimmer gemacht hatte,  und dessen zweiter Wiederholungstermin zur Feier des Ereignisses mal kostenfrei blieb, geht lieber ins ferne Land des Vergessens ein.

Dafür geht der Jahres-End-Spurt wieder in die Vollen.

Bisher wurde brav mitgelaufen.

Die Adventskalender hingen rechtzeitig an der Wand und (ich zitiere frei aus einem versendeten Brief, weil es so wahr ist) das noch, bevor der Große besorgt äußerte, ob er denn in seinem Alter auch noch einen bekommen würde ... Bube! So lange Du deine Füße unter meinen Tisch streckst, wird zum Schulanfang eine Schultüte gefüllt und zum Advent ein Adventskalender aufgehängt.

Der Adventskranz steht, klassisch diesmal.


 
Ein Lebkuchenhaus fand sich zusammen mit dem Kleinen gebastelt ...


 
Zwei Tage später hat der Hund es gefressen.
Er ist groß, und er ist gierig genug, um es vom Tisch zu pflücken ... wollte ich überhaupt einen Hund?

Zur Vereinsweihnachtsfeier buken wir Muffins ... das geht schnell und geht immer ... 11 mit Schokoladenlinsen und 12 mit Zitrone ... in denen mit Zitrone sind nun keine Eier ... die gingen irgendwie vergessen ... Sie schmecken trotzdem und als vegane Muffins bekommen sie eine 1!
Für die Glasur hatte ich keine Lust mehr, vom vielen Probieren war uns recht schlecht ...


Der Nikolaus tat seine Pflicht, die Sache rollt also ...

Freitag, Oktober 31, 2014

Halloween

Dieses Jahr fällt das Grusel-Menue aus. Der Kleine wehrt sich, es würde doch jedes Jahr immer das Gleiche zu essen geben und er würde überhaupt nicht einladen wollen.

In meiner Erinnerung waren die zubereiteten Gerichte mannigfaltig, es gab mitnichten immer dasselbe, das ist ja schließlich langweilig, nur die Fingerwürstchen mit Mandelnägeln haben sich offenbar so eingebrannt, dass der Kleine der Ansicht ist, es habe immer und ewig nur diese gegeben.

Gut ... bleiben wir also bei einem geschnitzten Kürbis, der gerade noch so durch das Genehmigungsprozedere rutschte ...

Dienstag, Oktober 28, 2014

Heute

Am Freitag kloppten sich in Köln Bekloppte mit der Polizei.

Wer sich da versammelt hat, ist mir nicht so ganz klar, es scheinen sich Rechte, Hooligans und anderes Gelichter zusammen getan zu haben, um bei einer Demo gegen Salafisten mal ordentlich gegen die Polizei anzurennen.

Nun neige ich weniger zu Gewaltausbrüchen, treibe mich auch nicht auf einschlägigen Seiten herum, um Termine oder Äußerungen darüber wahrzunehmen, was möglicherweise ein Manko ist, fehlen dann doch massiv Informationen, um sich ein eigenes Bild machen zu können - obwohl man sich hinterher dann immer dazu bequemen kann, zu sagen, man hätte ja nichts gewusst - ich war also nicht in Köln und hörte erst am Wochenende Berichte darüber in den üblichen, konsumorientierten Medien.

Heute nun tat ein Experte seine Meinung kund.

Und da musste ich lachen.

Der Experte erpertierte, dass es doch Aufgabe der politisch interessierten Bevölkerung sei, den extremen Bewegungen in diesem Land entgegen zu treten.
Seien es Rechte, Salafisten, Linke oder Sonstige, die sich dem Verhauen anderer Leute widmen.
Das an sich ist nicht komisch, er hat damit nicht Unrecht. Und ich weiß, wovon ich rede, wenn ich hier anmerke, dass es nicht besser wird, wenn man nur darauf hofft.

Doch dann frug er tatsächlich, wo denn die Studenten sind, die sich doch bitte in Demonstrationen auf die Straße begeben sollten, um einen politisch korrekten Standpunkt in diesem unserem Land zu zeigen.

Da musste ich das Geprustete wieder aufwischen.

Jahrzehntelang nun schon wurde der jugendliche Lebensweg mehr und mehr dadurch gekennzeichnet, dass kein Heranwachsender mehr in der Lage ist, eine andere Meinung zu haben, als dass der Sinn des Lebens darin besteht, zu feiern,  möglichst schnell durch Schule und das Studium zu kommen, ein pflichtbewusstes Mitglied dieser Gesellschaft und eine tragende Säule der Volkswirtschaft zu werden und vor allem auch zu bleiben und neue, strebsame Nachkommen hervorzubringen.
Einige egoisitsche Anwandlungen lasse ich hier mal außen vor, da diese ins Bild passen; beinhalten sie doch u. a. nach außen unübersehbar demonstrierten Erwerb von Statussymbolen der Neuzeit.
Bummelstudenten werden aussortiert, sie kosten nur Geld.
Würde Joschka Fischer heutzutage in seiner Uni rumrandalieren, er verbrächte mehr Zeit beim Sicherheitspersonal seiner Fakultät - erstzweise im örtlichen Polizeirevier - als im Hörsaal oder hinter seinen Büchern.

Brav sollt Ihr sein. Brav und strebsam. Brav und strebsam und erfolgreich. Brav und strebsam und erfolgreich und tolerant. Brav und strebsam und erfolgreich und tolerant und konsumorientiert. Brav und strebsam und erfolgreich und tolerant und konsumorientiert und feiernd. Wir wollen sehen, wie gut Ihr Euch in dieser wattegebauschten Umwelt fühlt.

Und diese braven Kinder - ein 25-jähriger Student wird nicht selten in den Nachrichten noch als Jugendlicher bezeichnet, wiewohl er mit 25 doch wirklich schon längst einen Abschluss und einen Beruf erreicht haben sollte ... mit 25 ... also wirklich - sollen also jetzt Plakate malen und auf die Straße gehen.

Leider weiß ich nicht, in welchen Altersgefilden dieser Zeitgenosse zu finden ist, er sah eher aus, wie mein Jahrgang, deshalb kann er die 68er nicht aktiv gestaltet haben, doch seit dieser Zeit habe ich doch nicht so in meiner Fantasy-Blase gelebt, dass ich irgendwelche größereren oder kleineren, politischen Demos von Studenten nicht mitbekommen hätte ... ... ...





Montag, Oktober 27, 2014

Mennooo

"Supporte uns"

Really???


Ich konnte nicht drauf klicken ...

Heute musste ich mir den halben Vormittag big FM antun ... die talken den ganzen Tag so einen Shit und finden sich sooo hip dabei ... not to forget, dass immer und zu jeder Gelegenheit laut ins Micro gelacht wird, weil ja die ganze Welt voller voll lustig drauf seiender Party-People ist ... nach einer Weile war ich mit den Nerven completely durch ... ich fühlte mich angeyellt und brauchte dringend Erholung ... nein, ich wollte nicht relaxen ... relaxen heißt, dass die Erholung mit akustischem Stress  hinterlegt ist ...
 

Der Zeitpunkt ist da, an dem es los geht. Es ist der Verfall der Sitten zu beklagen!
 
Dann doch lieber die Foo Fighters ... DAS IST WENIGSTENS MUSIK!



P. S.

"junges" Radio  ... da die seit meiner Jugend geläufigen Radiosender, für die regelmäßig Gebühren, die ja nicht mehr Gebühren heißen, sondern irgendwie neu benamt wurden, bezahlt werden, für meine Altersgenossen und mich fast nur noch total neue Songs aus den 80ern und Neuauflagen davon von irrgeleiteten, sich-voll-cool-fühlenden, vielleicht doch nicht ganz so jungen Interpreten bringen, und es sich offenbar kein einziger Sender leisten kann, diese (hier ein beliebiges, möglichst böses Adjektiv oder auch ein Wort aus der Fäkalsprache einfügen ) Eurithmics aus dem Programm zu lassen, habe ich mich von meiner Brut breit schlagen lassen, einen der zurzeit aktuellen Jugendmusik zugewandten Jugendsender zur permanent eingestellten Frequenz werden zu lassen ... obwohl mir bei diesem hinsichtlich Rhythmus-Maschine fürchterlich einfallslosem Einheitsgeblubber immer mal wieder die Ohrwascheln abfallen und sich alle Fußnägel schmerzhaft aufrollen ...

und es ist nicht nur die Musik nicht meins ...

Samstag, Oktober 11, 2014

was ein Mädchen werden möchte ...

süß ...

und hübsch ...

Wie traurig das ist ...

Vielleicht denke ich das ja auch nur, weil ich weder süß noch hübsch bin ...

Darf jemand wie Emma Watson sich für Frauenrechte - und vor allem für Mädchenrechte - einsetzen, obwohl sie überaus hübsch ist?
Wird sie dann ernst genommen?






Montag, September 08, 2014

Schule nach den Sommerferien

Seit dem Wochenende sind in den Läden wieder Weihnachtsschmakazien zu erwerben.

Gut also, dass die Sommerferien seit heute beendet sind ... ...

Es ist ja nun nur noch ein Kind durch die Schullaufbahn zu schleusen, was durchaus Vorteile hat ...

Alljährlich wird dem Schulranzen eine Mini-Schultüte einverleibt. Das ist dem Kleinen immer noch peinlich ... er kann sie noch nicht vor seinen Kollegen im Klassenraum raus holen und öffnen und danach den Süßkram unter besagten Kollegen verteilen ... dafür ist er noch nicht cool genug ... obwohl er durchaus aufholt ... auch längenmäßig ... Augenhöhe kommt fast schon hin ...

Sonntag, September 07, 2014

es geht rund

Runde Geburtstage sind so eine Sache ...

Die vom Schwesterlein samt Schwager sind ein bisschen ein Schuss vor den Bug, dass es doch nun endlich Zeit wird, erwachsen zu werden.

Schwesterlein wird im Dezember 50, Schwager hat das seit Februar hinter sich und irgendwann im Sommer diesen Jahres feierten sie Silberhochzeit ... das Bild einer deutschen, erfolgreichen Familie ... ja ... auch von nicht ganz so weiter Ferne ist dort nicht alles Sonnenschein. aber sie handhaben es doch ganz gut ...

Mit großer Feier, zu der auch entferntere Verwandte, Bekannte und ihre Freunde eingeladen worden waren, begingen sie das große Fest und sie legten die Latte verdammt hoch ...

Da ich die Nächste in der Reihe sein werde, ist die Frage, ob ich mich daran versuchen werde oder ob ich meiner eigenen Regel folge, dass ich es lieber etwas weniger opulent angehen möchte ... das wird noch ein innerer Wettkampf werden ... vielleicht, dass mal wieder jemand anders die Entscheidung dafür übernimmt, immerhin wird meine Mutter nur vier Wochen vor meinem halben Jahrhundert-Geburtstag 60 ... zu meinem 40sten kriegte sie es hin, an genau am Tag meines Geburtstages ihren 50sten zu feiern ... mit dem Resultat, dass ich meinen Geburtstag vorwiegend auf der Autobahn und im Stau verbrachte ...

Mittwoch, September 03, 2014

Warum wundern die sich wohl ...

Im Internet sind anscheinend gehackte Nacktfotos von wichtigen Leuten aufgetaucht ... nicht von mir ... und dafür könnte es verschiedene Gründe geben:

- ich bin nicht wichtig genug ...
- ich lade keine Fotos in Clouds ...
- ich weiß gar nicht, wie man Fotos in Clouds lädt ...
- isch 'abe gar keine I-Phone
- ich mache keine Nacktfotos von mir oder irgendwelchen anderen Personen, nicht mit dem Handy oder irgendeiner anderen Kamera

Nun wundern sich aber alle, dass diese Nacktfotos der wichtigen Leute kursieren, äußern sich überaus empört und finden das allgemein ganz schrecklich.

Und das wundert mich nun wieder ... bin ich mir doch ziemlich sicher:

- nicht nur die NSA hat Zugriff im Netz
- nicht nur britische Revolverblätter hören Telefongespräche mit
- nicht nur wikileaks hat Zuträger
- nicht nur die  Reporter der Bild-Zeitung hören das Gras wachsen und machen daraus was Verkaufbares
- nicht nur die Regenbogenpresse lebt davon, dass gar schröckliche "Geheimnisse" enthüllt werden

Ganz abgesehen davon, dass anscheinend die Marke mit dem Apfel großspurig voreinstellte, dass alle mit dem Apfel-Phone geschossenen Fotos automatisch in der der Firma gehörenden Cloud geladen werden, was einen alleine schon stutzig machen sollte

Eine vom Apfel inszenierte Cloud, in der alle Daten "sicher" sein sollen? ... ... ... REALLY???