Freitag, Januar 13, 2017

Im Laden, am letzten Samstag

Ich geh so an die Kasse, bereite mich darauf vor, die zu erwerbenden Artikel aufs Förderband zu legen, da kräht an der Nebendrankasse ein kleines Mädel aus dem Einkaufwagensitz: "Oma!" und die Mutter erklärt: "Das ist nicht die Oma, die sieht nur so ähnlich aus ... "

das Mädel und ich grinsten uns gegenseitig laut an ...

Dienstag, Januar 10, 2017

Feste soll man ja feiern

Gestern, in Hollywood wurden die Golden Globes verteilt. In hiesigen Nachrichten Randnotizen, die wichtigste Meldung dabei, dass ein Musical Rekorde gebrochen habe. Nunja ...

Meryl Streep gewann auch einen Preis und sie hielt anschließend eine lange Rede. Dabei wunderte ich mich, dass sie so viel Zeit für Ihre kleine Rede bekam, was zunächst mal den Einstieg fürs Abspielen des Clips bildete.
Dem, der es hören wollte, teilte sie mit, was sie dachte, unter Bezugnahme auf ein Beispiel, was anstelle eines Zitates in einer Rede durchaus ein ein rethorisch legitimes Mittel darstellt.

Was sie dachte, stimmt zu 100 %.
Ohne den Zwischenfall oder die Hintergründe zu kennen, der sie auf den Gedanken brachte, stimmt es, dass schlechtes Benehmen Nachahmer finden, dass Unhöflichkeit zur Unhöflichkeit einlädt, Gewalt führt zu Gewalt.
Wenn jemand mit Macht seine Position dazu nutzt, andere zu drangsalieren, verlieren alle.

Und dann waren da auch noch die, die ihren Helden und sich persönlich angegriffen fühlten.

Jesses! Was für ein Aufschrei in konservativen Medien in God's own conservative part of the country!

... über den Vorschlag, die Aufgabe eines Schauspielers sei ausschließlich, in einem Film gut auszusehen und nicht, seine Meinung laut zu äußern. So eine Preisverleihung sei schließlich kein politischer Zirkus ...

... bis hin zu einer Bemerkung, dass die Menschen in den USA doch nicht so sehr beachten sollten, was der President Elect sagt sondern lieber mehr das, was er meint.
Und diese Bemerkung kam mit einer solchen Ernsthaftigkeit, wie sie sonst Kabarettisten mit Ironie auf die Bühne bringen.

Sie glauben wirklich, dass der gewählte Mann hinkriegen wird, dass "es" besser wird. Dass er das "ICH" wieder wichtig machen wird und dass, wenn nur jeder an sich selbst denkt, wirklich an alle gedacht ist.

Und dabei sagte der auserwählte Mann, der vom Kreuz runter stieg, und der immer wieder als Grund herhalten muss, wenn es darum geht zu zeigen, wie man an seiner Hand ein besserer Mensch geworden ist - oder so ähnlich - "Wenn Dir einer auf die eine Backe schlägt, dann halte ihm auch die andere hin!" - oder so ähnlich ... jedenfalls steht in der Bibel nicht: "Schieß erst, frag später!", "Hau drauf, wenn einer eine andere Meinung hat." oder "Wenn es mir nützt, ist es richtig!".

Jemand, der eine Kritik dadurch klein redet, dass er den Gegenüber "überschätzt" nennt, hat doch ein bisschen ein Prioritätsproblem. Argumentationen werden am besten neben dem Thema geführt, das führt am leichtesten vom eigentlichen Punkt weg und auf Terrain, auf dem die PersonIn gut ist.
Und ist der Kritiker erst Mal klein geredet, steht der Kritisierte umso besser da. Es muss nur laut genug rüber kommen.

Samstag, Januar 07, 2017

auch eine Theorie


leider weiß ich nicht mehr, in welchem Eintrag steht, dass die Kreuzzüge dazu dienten, die marodierenden  Horden zu beschäftigen ... offensichtlich hat diese Therie aber noch mehr Anhänger ...

Mütter, kriegt nicht so viele Söhne

Weihnachten ist rum

Abba natütlich konnte ich die Arbeit nicht nicht machen.

Ein weher Hals, eine fehlende Stimme und ansonsten keine Beschwerden stellen schließlich keinen Grund dar, der beruflichen Tätigkeit fernzubleiben.

Der Projektbeginn ist nun definitiv für Dienstag angesetzt, die Bagger stehen dann vor dem Grundstück und alles, was zu diesem Zeitpunkt fehlt, wird mir auf die Füße fallen ... hab ich Panik .... Neeeiiinnn ... natütlich nicht ... My very own Peak Challenge this year ...

Der Baum kam gestern ab, 6. Januar ist schließlich der letzte Weihnachtstag, er liegt nun ein wenig traurig vor der Tür und wartet auf die Abholung nächstes Wochenende. Die Sternensinger, die mich, einen Obolus erwartend, sehr spät am Morgen - also um 11 Uhr - aus dem Bett geklingelt hatten, anscheinend ist das mit dem krank sein und sich kurierend zuhause bleiben, doch eine körperliche Methode, sich zu erholen, trugen ein Gedicht vor und klebten den Segen an die Haustür. Immer wieder erheiternd, dass die Evangelen -  also ich - zwar bei der Ausgabe des Abendmahls nicht gewünscht sind, die milden Gaben der Sektenmitglieder aber alljährlich klaglos eingesammelt und die Kreideschrift an deren Haustür angebracht werden.

Jedenfalls stellte die Anführerin der Sternensinger in Aussicht, nächsten Samstag ab 9:30 Uhr würde wieder gesammelt, die Weihnachtsbäume ein.
Ich bin rechtzeitig informiert - Check
Die werden nicht zu nachtschlafener Zeit vor der Tür stehen - Check
Was für ein Jahresbeginn!

Bube ist seit gestern wieder in München. Montag geht das neue Trimester los ... Viel Erfolg, Sohn!
Ich wünsche Dir, dass Du die Erfahrung, dass Fleiß, Leistung und gute Ergebnisse in direktem Zusammenhang stehen, schon gemacht hast und dass Du Dich danach richten kannst!

Der Hund ist aushäusig, mit so nem Hals war der abendliche Spaziergang nicht möglich.
Vermutlich ist das so nicht richtig. Wenn ich es wirklich gewollt hätte, hätte ich die kurze Runde wohl hingekriegt. Nur das Halsweh in Verbindung mit Schlucken am nächsten Morgen machte so gar keinen Spaß, so dass ich insgesamt verzichtete und die Abholung forderte, der Große verweigerte die Übernahme der Spaziergehpflicht.
Jetzt bin ich doch ein ganz klein wenig gespannt, ob Hund bis morgen wieder eintrudelt oder ob Herrchen sich reingefunden hat.




Freitag, Januar 06, 2017

Es gibt einfach nichts in den USA ... nicht mal Weihnachtskarten

Schwester und Schwager erhielten Weihnachtspost von ihrem Neffen ... das erste Mal in seinem Leben verschickte er Weihnachtsgrüße ... wenigstens das lässt sich positiv anmerken ...



Dienstag, Januar 03, 2017

Urlaub und Ex

Heute ist nun der letzte Urlaubstag fast zuende.

Eigentlich überlege ich noch, ob es morgen möglich sein wird, auf Arbeit zu erscheinen, oder ob die fehlende Stimme und ein wenig entwickelter Husten ausreichend Grund bilden können, den Urlaub telefonisch zu verlängern.

Andererseits soll am Montag das vorbereitete Projekt in der Ausführung starten, da hätte ich wirklich gerne vorher nochmal meine 148 Mails gecheckt und überhaupt nachgesehen, was alles angebrannt ist. Hoffentlich kommen die angekündigten -15 Grad C am Wochenende ...

Meiner Söhne Oma ließ heute einen Besuch zu, ihr Geburtstag gestern blieb ihren eigenen Kindern vorbehalten. Als Nicht-Schwiegertochter und Sohnes-Ex kann ich da sowas von tolerant sein und mich vom eigenen Sohn hin kutschieren lassen.
Weihnachten wollte sie gar niemanden sehen, Erkältung, Husten, Schnupfen, Heiserkeit, Kopf- und Gliederschmerzen hatten sie flach gelegt. Dafür finde ich mich echt noch gut weg gekommen -
Husten, Schnupfen und Kopfschmerzen fallen für mich aus.

Ein bisschen erzählte sie auch von ihrer eigenen Kriegszeit, sie wollte unbedingt meinem Großen zeigen, was sie dem Kleinen im Fragebogen geantwortet hatte - Tiefflieger waren auch über hiesigen Gefilden unterwegs.Offenbar hatte sie die Beantwortung sehr beschäftigt. Lehrer wissen wirklich manchmal nicht, was sie tun! Oder vielleicht doch, Kinder sollten auch solche Erfahrungen erzählt bekommen ... ... ...
Über damalige Fluchten und Stammbäume mit aus ihrer angestammten Landschaft ausgewanderten Verwandtschaft geriet unvermittelt zum Bogen zu zurzeit in Deutschland ankommenden Flüchtlingen, wobei auch hier erneut das Argument kam, dass junge Syrer gefälligst in ihrem eigenen Land zu kämpfen hätten anstatt, dass sie nach Europa flüchten.

Mein Großer, seines Zeichens 22 Jahre alt, saß nebendran und ich konnte mich nicht beherrschen.
Der Hinweis, dass er genau das Alter hat, das für richtig erachtet wird, sich in Syrien totschießen zu lassen, und dass mein Kleiner mit seinen 16 Jahren auch nicht so weit weg davon ist, rutschte schneller raus, als ich den Kopf wieder einschalten konnte.

"Have you no compassion?" (Jeremy Paxman)

Sonntag, Januar 01, 2017

A world not so far away

Ein neues Jahr und gleich eine Erleuchtung.

Jetzt ist raus, warum Westworld nicht packt. Mich jedenfalls.

Die Serie ist zu intelligent? Ist das das richtige Wort?

So viel Zeit wird damit verbracht, den Hintergrund der Geschichte zu erzählen, dass keine Geschichte mehr rüber kommt. Und wenn mal ein Ansatz einer gegenwärtigen oder zukünftigen Geschichte vorkommt, gibt es eine akute Unterbrechung und niemand erinnert sich mehr.

Der Faden, der dafür sorgt, dass das Anschauen keine Option sondern Notwendigkeit ist, der fehlt in kompletter Länge oder im Ansatz, je nach Standpunkt ... Billy wäre ein netter Grund, oder vielleicht Maeve, hätte er ein bisschen mehr Zeit, etwas zu erleben oder sie ein wenig mehr Zeit, ihre Geschichte wirklich zu erzählen anstatt immer wieder auf Stückchen und Teilchen in Erinnerungen zurückzugreifen, von denen inzwischen klar ist, dass sie aus früheren, zugewiesenen Existenzen stammen.

Irgendwie fühle mich wie wie in der Schule, wenn der Lehrer wiederholt und wiederholt, weil er davon ausgeht, dass 3/4 der Klasse nicht mitkamen. Und das ist nicht mitreißend.

Andererseits ist die Serie ein klasse Platzhalter für diese, unsere Zeit. Selbst verheerende Zerstörungen haben keinerlei Auswirkungen und hinterlassen keinerlei Eindruck, es ist alles reparabel, ersetzbar.

Abgesehen davon: Wie kommt es, dass in TV-Serien Berge von (TV-) Leichen herum liegen und alle denken, das ist in Ordnung?

Samstag, Dezember 31, 2016

Das Ende vom Lied

2016.

Auch dieses Jahr hat nun sein Ende, wir werden lyrisch und das heißt nichts Gutes.

Halsweh und Husten tun ihr Übriges, was wiederum bedeutet, dass 2017 auf jeden Fall besser wird.

Rutscht gut, Ihr da draußen, und immer mit einer beherrschbaren Geschwindigkeit.

Donnerstag, Dezember 29, 2016

Ein Zitat ist ein Zitat

Das Universum ist uns keinen Trost schuldig.

Richard Dawkins

:-(

Jetzt ist es aber langsam genug!

http://www.knutkiesewetter.de/

Dienstag, Dezember 27, 2016

:-(


http://carriefisher.com/

Weihnachten

Sodele ... jetzt hemmer's

Weihnachten ist rum ... und das ist auch gut so ... bis zum nächsten Mal ...

Am Heiligen Abend sammelten wir uns, der Große und ich, reihten uns ein in die Verwandtenbesucher auf der Autobahn. Da fuhren erstaunlich viele herum, ich hätte gedacht, es wäre weniger los.

Die große Schwester hatte eingeladen, der Große hatte mit Begeisterung angenommen und ich hatte auch grad nichts Besseres vor.
Möglicherweise hatte die große Schwester gedacht, wenn jetzt zwei ihrer Kinder aus dem Haus mit den Eltern der jeweiligen Gesponse feiern, braucht sie Ersatz ... man weiß es nicht ... sie zog jedenfalls das Programm durch, das seit Kindesbeinen ihres Nachwuchses stattfindet - und das sich ganz leicht von dem von mir präferierten Ablauf unterscheidet. Aber ich war ja zu Gast und grundsätzlich tolerant.
Vor lauter weihnachtlicher, guter Laune ging dann ein bisschen unter, dass die extra gebackenen Plätzchen schließlich im Trubel des Aufbruchs vergessen gingen.

Die Geschenke waren schön, das Essen war lecker, die Gesellschaft nett und dann war da ja auch noch der Quittenlikör. Nicht genug davon - bei weitem nicht ... but still ...

Ob das nächste Mal wieder 20 Leute zusätzlich toleriert werden, wird kurzfristig entschieden ... vielleicht mache ich dann doch wieder eine Gans ... die hat dieses Jahr echt gefehlt ... man gewöhnt sich halt doch an so Tiere ...

Und das Frühstück heute mit Freundin bildete einen sehr guten Abschluss ...

Sonntag, Dezember 25, 2016

:-(

Das Label in diesem Jahr ist sowas von nicht richtig!

http://www.georgemichael.com/

Samstag, Dezember 24, 2016

Frohe Weihnachten

Friedliche Weihnachten! ... Besinnliche Weihnachten! ... Nutze die Zeit zum Denken, nicht nur, um das Essen in den Kopf zu schieben! ...

Mittwoch, Dezember 21, 2016

4. Advent

Huch! Kaum hat man sich umgedreht, ist die 4. Kerze angezündet und Weihnachten steht vor der Tür.

Wenn es nur friedliche Weihnachten sein könnten!

Und trotz allem nicht vergessen: christliche Werte - vor allem zu Weihnachten - beinhalten auch, dass Platz in der Hütte ist, wenn jemand Unterschlupf sucht.

Zuletzt las ich einen Artikel darüber, dass Vater Frank 80 Schriftstücke verfasst hatte, um eine Einreise nach USA möglich werden zu lassen. Er hatte keinen Erfolg.
Das Ende der Geschichte wird immer wieder hervor geholt, um in Erinnerung zu halten, wie schrecklich die Welt sein kann.
Und irgendwann war es mal Ziel in der Schule, aus der Erfahrung einer Problemlösung eine selbstständige Lösung für ein unbekanntes Problem zu erarbeiten.

Bringt man beides zusammen und dann noch Weihnachten dazu, bleibt gar nichts anderes übrig, als die Grenzen offen zu halten ... ... ...

Dienstag, Dezember 20, 2016

Der Große kam heute aus München.

Er hatte die Ankunft wohl mitgeteilt, da aber das Gedächtnis in Dingen, wie für die Brut mitdenken, nicht mehr geübt ist, war ihm dieser Gedanke entfallen.
Nun muss er sein Bett jedenfalls selbst beziehen, das kommt davon, wenn man unerwartet aufschlägt ... ... ... andererseits ist er schon groß, er könnte sich sein Bett also eigentlich immer selbst beziehen ...

Schnell nach der Arbeit noch einen Weihnachtsbaum eingepackt, einen Döner dazu und schon kann der Abend beginnen.

Samstag, Dezember 17, 2016

Sonntag, Dezember 11, 2016

Step one

PING

3. Advent

Drei Kerzen leuchten hell auf dem Adventskranz, die Vanilleteelichte sind ersetzt durch nur noch eines mit Vanille und sonst übliche Wachskerzen - sofern in der heutigen Zeit überhaupt noch Wachs für deren Produktion verwendet wird. Der Vanilleduft wurde ein wenig überschwänglich ...

Die ersten Stollen sind verspeist - es waren kleine Stollen - super geeignet für Einpersonenhaushalte, und da erst nur die eine Hälfte und anschließend die andere Hälfte ihrer Bestimmung zugeführt wurde, halbieren sich natürlich die Kalorien ...

Vielleicht landen noch ein paar Plätzchen im Backofen, so als Mitbringsel für Weihnachten, wenn die übrig gebliebene Tante die Verwandtschaft heimsuchen wird. Pläne dafür sind bereits ausgemacht.

Sonntag, Dezember 04, 2016

nachgereicht

-1 Grad ist schweinekalt, wenn man sich zum Hundespaziergang zwar einen Schal um den Hals geworfen aber vergessen hat, die andere Hose anzuziehen, weil es ja drinnen molllig warm geheizt ist ... und wenn der Hund dann vergessen hat, dass er kommen soll, wenn er laut und nachdrücklich ein "HIER!" hinterher gerufen bekommt, dauert der Spaziergang extra lange und es ist extra kalt! ...

und die Winterräder müssen auch noch ans Auto ... länger schieben ist vermutlich eher nicht gut ...

2. Advent

Ein Päckchen liegt hier, ist nur noch nicht richtig verpackt. Wenn ich gut drauf bin, kriege ich das heute noch hin.

Ansonsten sind jetzt auch die Schwibbögen aufgestellt, die, die zu Weihnachten einfach dazu gehören.

Als ich heute durch die Straßen in der Umgebung fuhr, fand ich furchtbar wenige Fenster und Gärten weihnachtlich geschmückt. Nicht mal das Haus, auf das ich nach Feierabend immer direkt zu fahre und das in den vorigen Jahren immer überschwänglich erstrahlt war, hatte bis jetzt ein einziges Lichtlein angesteckt.
Um die armen Weihnachtsmänner, die leicht abgewrackt an Leitern vor Fenstern und Balkonen hingen, ist es nicht wirklich schade, um das bunte Disco-Geflacker auch nicht, aber das stille Leuchten von Lichterketten, Fenstersternen oder Lichterbögen fehlt.

Samstag, Dezember 03, 2016

Ein Weihnachtsfilm

WHAT?

Assassin's Creed ... ... ... startet am 21.12. ... genau rechtzeitig zum Fest ...

Mittwoch, November 30, 2016

wenn schon

Da hab ich nun das Buch zur Serie nicht zuerst gelesen, die Staffel außerordentlich genossen und es dann doch nicht ausgehalten und das Buch erstanden ... und gelesen ...

Sooo many differences! Die Verfilmung gefällt mir immer noch besser als das Buch und das kommt wirklich nicht oft vor. Viele Szenen wurden weggelassen, andere radikal gekürzt und nebenbei abgerundet, so dass sich der logische Ablauf eines Ereignisses sehr viel stimmiger ausnahm.

Sonntag, November 27, 2016

1. Advent

I suppose I got a little carried away with the red ... maybe



und ja, ich weiß, das sind Teelichte, keine Kerzen ... nur riechen die halt so gut ... in Richtung Vanille ... und ich hab mich nicht getraut, die Formen drum rum weg zu lassen ... die laufen so schnell davon ... nicht die Formen - die Lichte ...

Der Verwandtenbesuch war nett. Am schönsten war, ein vollständiges Mittagessen vorgesetzt zu bekommen - mal wieder mit Pilzen, die liebe Tante liebt Pilze, was kann man da machen.
Kochen fällt hier meistens aus, abends nach Feierabend fehlt dafür einfach die Disziplin und da niemand drängelt, wird meistens ein Brot mit Quark draus - oder mit Leberwurst - oder mit Camembert - oder mit Schmalz ... zurück zu heute: auch der Weihnachtsmarkt war bemerkenswert, indoor und beheizt, die Ingelheimer machen das immer so.

Und das Konzert ... ... ... was soll ich sagen ... Chantal macht einfach schöne Live-Musik und zu Weihnachten passt das sowieso! In der Ingelheimer Burgkirche sitzen, sich auf die Musik einlassen, die Akustik genießen, mit den Gedanken ganz weit weg sein.

Samstag, November 26, 2016

Erste Anzeichen

Es ist ja nicht so, dass einer der Kollegen allmonatlich am 24. daran erinnert, wieviele Monate noch hin bin Weihnachten sind.
Der guten Vorsätze sind dann auch immer viele, dass diese Erinnerungen ausreichen müssten, pünktlich in die Puschen zu kommen.

Seit Anfang November stehen nun verschiedene Adventskalender hier, auf dass sie rechtzeitig in die Post kommen, zwei habe ich bis heute abzuschicken geschafft, einer kommt ohnehin nicht mehr rechtzeitig an, der ist jetzt mein!
Ich hatte schon lange keinen Adventskalener mehr für mich ... außer dem, der immer daran erinnert, was alles zu tun ist, um eine erfolgreiche Weihnachtszeit zu schaffen ...

Die einläutende Post vom Cousinchen ist da, ihr Gebastel hängt am Wohnzimmerfenster, es kann losgehen!

Der Mann ist ja nun seit geraumer Zeit ausgezogen, die Jungs sind in weiter Ferne und das Tier erwartet keine großen Vorbereitungen - glaub ich - also werde ich morgen den Adventskranz schmücken und einen Familienbesuch abhaken und es ansonsten ruhig angehen ...

Freitag, November 25, 2016

Auf in die Zukunft

Bei den Nachrichten zurzeit fällt einem ein gewisser Herr Blüm ein, der kurzsichtig und übermütig in die Gazetten diktierte: Die Renten sind sicher!

Wenn es nicht so bitter wäre, könnte man sich glatt vor Lachen nicht mehr einkriegen ...

Freitag, November 18, 2016

noch eine Erkenntnis

In Wirklichkeit bin ich Cosmogermane ... und würde auch eine Sicherheitsnadel anstecken, wenn ich denn mal raus ginge ...

Erkenntnis

Seit dem 21. August ist der Fernseher aus.

Anders gesagt, das Fernsehprogramm wurde nicht mehr eingeschaltet, DVDs und Blue Ray dürfen noch.

Ich könnte jetzt nicht sagen, dass ich was vermisse ... nur, dass die Angst umgeht, dass, wenn die Kiste doch mal wieder ins TV-Prgramm rutschen sollte, die Werbung dann noch schlimmer rüber kommt ...


Donnerstag, November 17, 2016

Was kann ich sagen

Der Kleine ist ja nun schon eine Weile aushäusig und geht brav in einem fremden Land zur Schule.

Er soll in "American History" - die Amis legen Wert darauf, eine eigene Geschichte zu haben, im Gegensatz zu den Deutschen, die schlicht "Geschichte" - und das in groben Aus- und Überzügen - lernen und die die amerikanische Geschichte mit der Entdeckung des Kontinents und einer nachfolgenden Europäisierung abtun - seine Altvorderen befragen, wie sie WK II erlebten ...

Häh?


WK II endete nach meinem Wissensstand vor 71 Jahren?!

Mal abgesehen davon, dass mein Kind da hinsichtlich der Großeltern mütterlicherseits echte Defizite hat, da es diese einfach nicht kennenlernen konnte - der väterliche Großvater ist vor kurzem leider verstorben und die väterliche Großmutter ist Jahrgang 1939, die war bei Kriegsende noch nicht mal in der Schule ... wieviel Erinnerung kann man da beisteuern?
Alle Verwandtschaft vor 1937 kann leider nicht mehr befragt werden, so alt sind sie dann einfach nicht geworden. Die Eltern der noch übrigen Verwandtschaft seit 1937 stammte von 1903 bis 1914, die wären heute über 100 Jahre alt ... und dafür sind wir einfach nicht in der richtigen Region ... in Ecuador ... ja, das wäre was anderes, aber nicht hier ...

Die Abwesenheit von Großeltern hat auch Vorteile, man kann z. B. die übrige Verwandtschaft anrufen und so ersatzweise mehr als läppische zwei Großelternpaare zur Verfügung stellen.
Trotzdem. Die Großmütter, Großtantens und -onkels, die  von ab 1937 gefragt werden konnten, schrieben auf den Fragebogen oftmals: dafür war ich noch zu klein. Nach der Zeit nach WK II wurde nicht gefragt ... es geht wohl bei der Ausarbeitung um die Auswirkungen von Politik auf das tägliche Leben und nicht ums Überleben an sich ... dabei wären die Hungerjahre ein wichtiges Thema gewesen ...eines, das einen daran erinnern kann, dass ein Krieg nicht mit der Unterzeichnung einer Kapitulation endet!

Aaaber ... ich hatte einen überaus rührigen Urgroßvater, seinerseits Jahrgang 1890, welcher ein Tagebuch pflegte, welches als Abschrift bei der großen Schwester liegt - 1300 Schreibmaschinenseiten, wie sie schrieb. Er soll ein kluger Kopf gewesen sein.

Einige Auszüge hat sie gemailt ... das Lesen an einem Stück ist nicht möglich, das geht nur häppchenweise, weil einem so schlecht wird dabei.

Und jetzt bin ich gespannt, was das Kind aus dem Konvolut an Unterlagen macht. Er hat versprochen, seinen Text zu schicken ...


Sonntag, November 13, 2016

Gerade eben noch ging die Philosophiererei ...

... darüber, dass die Welt hin und her pendelt.

Ein seit weit ausholender Pendelausschlag war anscheinend Barack Obama als demokratisch gewählter Präsident einer Nation - was auch immer Demokratisches am Wahlsystem da drüben gesehen wird, ich kann das Schweifen einfach nicht lassen.

Und dann kam das Pendel zurück, es verursachte wüstes Heulen und Zähneklappern.

Spannend, dass jetzt darüber diskutiert wird, warum die Demoskopen so falsch vorhergesehen haben. Immerhin stehen bessere Methoden zur Verfügung als der Flug der Vögel.
So wie es aussieht, lagen sie gar nicht so falsch, Frau Clinton bekam tatsächlich mehr Anteile der abgegebenen Stimmen als Herr Trump, nur die praktizierte Art, die ausgezählten Stimmen per berittenem Boten nach Washington zu bringen, verzerrt die Lage geringfügig.

Viel spannender stellt sich die Frage, was Menschen dazu bringt, für jemanden zu stimmen, der bisher nichts als Streit und Zwietracht unter sie gebracht hat und der alles dafür tut, um für sich selbst das Beste herauszuholen, egal, was es kostet. (quote) "I see myself as a person that - like everybody else - is fighting for survival."

Spannend wird sein, wie lange es dauert, bis die ersten Informationen verbreitenden Medien gekapert sind - sofern das nicht schon längst in die Wege geleitet ist; immerhin war Herr Trump in Sachen Fernsehauftritte und Soziale Medien seit lange vor dem Wahlkampf nicht untätig.


Samstag, November 12, 2016

Liebe Mädels in den USA

Eine von Euch wird eines Tages Präsidentin von God's own country werden. Sicher.

Hoffentlich bist Du schon mitten drin in der Planung dieser Zukunft. In der Vorbereitung zur Umsetzung..

Das wäre schön. Wenn nicht, dann werde ich hoffentlich noch erleben, dass Du Präsidentin wirst, Du bist also mindestens in einer Ausbildung, oder vielleicht arbeitest Du schon.
Aber selbst, wenn Du jetzt die ersten Schritte auf dieser Welt gemacht hast, es wird so kommen.

Vielleicht bekommen es die Frauen in den USA irgendwann hin, solidarisch miteinander um und nicht nur aufeinander los zu gehen, wenn eine andere Meinung nicht der eigenen entspricht.

Gerüchteweise gehen Storys durchs Netz, dass es gut sein müsse, wenn ein gewisser Donald Trump jetzt sicher sein könne, Euer nächster Präsident zu werden, andernfalls würden nach dieser Wahl nicht friedliche Demonstrationen ablaufen, sondern es würden marodierende Horden mit gezogenen Waffen gegen den Wahlausgang protestieren.
Wer hat Eure Söhne erzogen, dass solche Szenarien denkbar erscheinen?

Auch dieser nächste Präsident wurde demokratisch gewählt. Andere Anzeichen wurden nirgendwo gesehen. Also legt Euch ins Zeug! Lernt! Spinnt Fäden, baut Netzwerke auf!
Erzieht Eure Söhne - und Töchter - dazu, dass Sie damit umgehen können, dass eine Frau etwas zu sagen hat.
Dass sie es als normal ansehen, wenn eine Frau auf die Frage, was sie einmal sein möchte, angibt: "Präsidentin!" und nicht "hübsch und verheiratet".

Eines Tages wird eine von Euch Präsidentin sein. Ganz sicher.

Freitag, November 11, 2016

So ist das.

Beerdigungen sind traurig.

Nun ist also der letzte Opa meiner Jungs seit genau 14 Tagen gestorben und heute unter den Bäumen im Waldfriedhof beerdigt worden.

Lass es dir gut gehen, da, wo Du jetzt bist. Dass Du endlich wieder Luft hast!

Mittwoch, November 09, 2016

They can't.

No, they can't!

Gee! The Can't!

HELL! THEY CAN'T!

...
...
...

Yes, they can ... ... ...

Samstag, November 05, 2016

Hm

Im US-Fernsehen fragt eine Interviewerin eine gottgläubige Trump-Unterstützerin

 The question is: Is it OK that a man who wants to be the president of the free world is bragging ... ... ... *the rest eluded me*

WHAT?

The president of the FREE WORLD? Hab ich was verpasst?

Freitag, November 04, 2016

in Gedanken

Grenzen schließen. Fremdes weg schieben. Zurück zum Nationalismus, am besten zur Kleinstaaterei.

Wie gesagt, ich bin ja ein Fan kruder Theorien, doch je mehr ich die Nachrichten so sehe, umso weniger scheint diese Theorie absurd.

Die Welt bewegt sich in Pendelausschlägen, sie atmet ein und atmet aus.

Nach weltumspannenden Handelstätigkeiten folgen nationalistische Bewegungen folgen Globalisierungen folgen strikt konservative Weltanschauungen und immer gilt die Maxime: früher war alles besser ... selbst, wenn es nur bekannter ist.

Nach einem ganz tiefen, fertig eingeholten Atemzug - so wie jetzt gerade - wird anschließend ausgeatmet.

Und dann fegt ein Sturm über Europa.

Montag, Oktober 31, 2016

Es leuchtet dann doch vor der Haustür


Da Halloween vor der Tür steht und die Kinder grad nicht anwesend sind, stand die Frage im Raum, ob ein Kürbis angebracht sein würde.

Andererseits finde ich die Idee von Licht im Dunkel sehr nett und wenn die Sammler das Klingeln davon abhängig machen, ob ein Hinweis vor der Tür zu finden sein würde, dann sollen sie zumindest diese haben. Auch wenn das Drumherum in diesem Jahr ein bisschen mager ausfiel ... ich hab die Box mit den Zutaten auf dem Dachboden nicht gefunden ... dort sieht es jedesmal, wenn die Bodeneinschubtreppe erklommen wurde, anders aus und man findet einfach nix ...

Sonntag, Oktober 30, 2016

Strange - oder Nicht alles ergibt Sinn. Nicht alles muss Sinn ergeben.

Gestern - Kino - aus Versehen - mehr oder weniger

Der Große ist zu Besuch - es ist schon seltsam, wenn das Kind "zu Besuch" kommt ... immerhin hat der 20 Jahre lang seine Füße unter meinen Tisch gestreckt - und so nebenbei sprachen wir auch über Kinobesuche und über Filme, die dringend angesehen zu werden wünschten ... am Donnerstag startete doch Dr. Strange ... mit solchen Bildern musste der von der großen Leinwand ins Auge fallen! Definitiv!

Dank Internet ließ sich rasend schnell herausfinden, dass die Nachmittagsvorstellung noch frei Plätze bot - an sich schon strange, bei einem Marvel Film an einem Samstag ... aber es war ja Nachmittag - jedenfalls schlugen wir fast pünktlich an der Kasse auf, die bestellten Tickets dann auch käuflich zu erwerben. Popcorn, Getränk, 3D-Brille und es konnte los gehen ...

Ich würde sagen ... ich schreib mal lieber in den Kommentaren weiter, spoilern ist bei diesem Film nicht nett ... gar nicht nett ...


Sonntag, Oktober 23, 2016

Westworld in Serie

Hm ...

Odin sagt an einer Stelle: "They (the guests) cannot indulge in that (power) in the outside world so they come here (to Westworld)" ... oder jedenfalls so ähnlich ... und das mit echtem Theater-Pathos, so, wie er es ganz viel früher mal gelernt und seither verfeinert und intensiviert hat.

Bis jetzt hab ich jedenfalls noch keine Figur entdeckt, mit der ich gerne mit "erleben" möchte, wenn ich schon in der richtigen Welt nicht genug zu sagen habe und ersatzweise nach Westworld entfliehe ... und da das nunmal nicht in persona möglich ist - ganz kühn in den Raum geworfen: noch nicht  - muss eine Ersatzfigur her, deretwegen der Vorhang jede Woche geöffnet werden muss ...

So ganz erschließt sich mir diese Serie nicht ... das liegt vermutlich an meinem einfachen Strickmuster ... aber ... da Outlander nicht weniger als zwei Staffeln gebraucht hat, um sehenswert zu werden, besteht vielleicht noch Hoffnung ...

Andererseits war bei Game of Thrones nach der dritten Staffel Schluss mit sehen. Die Figuren dort wurden in solcher Geschwindigkeit raus geköpft, vergiftet, erstochen, erdrosselt, erschossen, zu Tode gestürzt, verbrannt, verstümmelt, vertrieben, erdolcht, vergoldet, vergewaltigt, und was es noch an menschlichen Abgründen gibt, dass es am Ende wirklich keine Pracht mehr war.

Samstag, Oktober 15, 2016

Hm

Jungs, die die Hose so weit rutschen lassen, dass sie von Körperstellen gehalten werden, die üblicherweise der Reproduktion dienen, aus irgendwelchen Gründen aber diese tragende Funktion übernehmen müssen, sind nun seit einigen Jahren sichtbarer Bestandteil in deutschen Straßenszenen.

Nun ist es aber so, dass sie wirklich schon seit einigen Jahren immer wieder nachwachsen und dann gibt es noch die, die aus dieser Phase nicht raus wachsen ...

Und wenn ich mich auch so weit an diese Erscheinungsform gewöhnt haben mag, dass das Kopfwackeln nach relativ kurzer Zeit von alleine wieder weg geht, so fällt ein junger Mann Anfang 30, der diesem seltsamen Kleidungsstil anhängt, auffallend ins Auge.


Ein Preis

Die Musikwelt überschlägt sich, Bob Dylan hat vorgestern den Nobelpreis für Literatur zuerkannt bekommen.

Mal abgesehen davon, dass mir nicht mal bewusst war, dass der Mann noch lebt - und für seichte Verbraucher unsichtbar wohl überaus produktiv sein Wesen treibt, brodelt es anscheinend auch in der Literaturwelt.
Z. B. mit dieser Glosse

Diese Diskussion erinnert mich ungemein an die Auseinandersetzung, ob E-Musik wertvoller ist als U-Musik oder ob "Comic" Kunst ist.
Unabhängig vom Werk des Geehrten - mir überhaupt nicht geläufig - wundere ich mich, wie der Verfasser dieser Glosse ein derart antiquiertes Denken zu Papier bringt, dass "nur lyrics" keine ernstzunehmende Ausdrucksform in der Verwendung von Sprache seien.

Sehr schön allerdings, wie er als Ende seiner Glosse den Untergang der Welt beschwört, den Untergang der Literatur, weil diese neue Pfade trampelt und ihn offensichtlich aus seiner heilen Wohnwelt hinaus in den Dschungel expediert.

Schöner hat noch niemand einen knackigen Tritt in den Allerwertesten der Verfechter von Althergebrachtem beschrieben.

Mittwoch, Oktober 12, 2016

Unbekanntes

Ich wünsche mir ganz doll, dass DAS hier die echte Stimme ist und nicht per Computer optimiert ...

Sonntag, Oktober 09, 2016

gestern im Laden

Eine Mutter sagt zu ihrem etwa 3-jährigen Sohn: "Wenn Du jetzt nicht lieb bist, gehst Du heute Abend duschen! Mit Haare waschen!" woraufhin er in Tränen ausbricht und verspricht, lieb zu sein.

This is wrong on so many levels!

Samstag, Oktober 08, 2016

Auch bei der Washington Post sitzen politisch erfahrene Kräfte, die Veröffentlichungen werden zum Ende des Rennens um die Präsidentschaft zunehmend peinlicher für Donald Trump.

Auch so kann man einen Kandidaten kurz vor dem Ziel ausbremsen, wenn der vorher nur genügend Material geliefert hat.

Dienstag, Oktober 04, 2016

Ein Wochenende

in Nürnberg.

Vor einigen Wochen erhielt ich einen Brief, in dem meine beiden Schwestern mitteilten, dass sie es für eine gute Idee hielten, das Wochenende vor dem Tag der Deutschen Einheit gemeinsam incl. Schwager in Nürnberg zu verbringen, Würzburg und Heidelberg seien ausgebucht. Die Hotelreservierung hatten sie gleich beigefügt.

Entweder kennen mich beide Schwestern nicht, oder sie meinten, sie müssten mal was machen, was nicht meinem üblichen Gehabe entspricht, das ging aus dem Schreiben nicht hervor, jedenfalls wurde ich am Samstag in aller Herrgottsfrühe abgeholt, nachdem ich am Abend vorher mit der Freundin noch darüber gescherzt hatte, ob das wohl was für mich sein würde ...

Was kann man zwei Tage lang in Nürnberg machen? War das nicht nach WK II zu 95% kaputt, so dass nichts Altes mehr zu sehen ist? Ist Nürnberg überhaupt eine Ausflugsstadt?

Sagen wir mal so: in 2 Tagen kann man so viel ansehen, dass einem die Füße weh tun ... und es gibt sehr schicke Sachen zu sehen.

Kirchen bis zum Abwinken. Warum wurden auf so kleinem Terrain so viele so große Kirchen gebaut??? Andererseits sind Kirchen tatsächlich ein Hort der Ruhe, wenn man erst einmal hinein gegangen ist. Die Frauenkirche, die Kirche St. Lorenz, die aussieht, als sei sie der gotischen Bauweise in Frankreich entsprungen, St. Sebald wurden mit Sicherheit besichtigt, weitere Kirchen verlieren sich dann in der Masse. Ich muss da nochmal nachfragen.

Interessant ist im Vorbeigehen, wie die Nürnberger mit den Zerstörungen des WK II umgingen.
Anstatt sich darüber Gedanken zu machen, wie man alles vollständig restaurieren könnte, wurden in Nürnberg die Gebäude wieder aufgebaut und das an Schmuck angebracht, was heil aus dem Schutt geborgen werden konnte. Und so kommt es, dass an einer Wand in einer Kirche überhaupt nichts Schmückendes ist, außer einer Figur, die früher mal Teil eines Ensembles gewesen sein muss, das es aber nicht mehr gibt, und die nun tapfer alleine die Fahne hoch hält.
Nicht nur in Kirchen ist das so. Ganze Hausfassaden sind ganz unmittelalterlich glatt und dann ist da mittendrin oder an einer Hausecke eine Figur, die noch ganz leicht andeutet, dass es in Nürnberg mal eine von Heiligen und Abbildungen nur so strotzende Architektur gegeben haben muss.

Andererseits ist nicht von der Hand zu weisen, dass die noch vorhandenen mittelalterlichen Straßenzugsstücke eng und verwinkelt waren, dass die mittelalterlichen Gebäude klein und immer wieder umgebaut aussahen, und dass mit dem Wiederaufbau eine modernere Infrastruktur installiert werden konnte. Solche Straßenzüge können in ganz kleinem Umfang besichtigt werden.
Interesant auch deshalb, weil im Internet u. a. zu lesen ist, dass die erhaltenen historischen Gebäude bis in die 1970er Jahre hinein Abortgruben hatte, die wöchentlich von Kloake-Wagen angefahren wurden.
Meine Eltern hatten in ihrem Haus zuerst auch eine solche Klärgrube, die öffentlich Kanalisation reichte einfach noch nicht bis da hin, wo sie ein Haus bauen wollten, und etwa einmal im Monat kam der Entsorger ... was für ein Gestank!

Merkt man, dass ich nichts von Erhalt von Überholtem halte?

Andererseits waren zwei Tage dann doch fast zu kurz, wenn man davon absieht, dass die Füße anfangen, eine runde Form anzunehmen, um besser abrollen zu können ...

Spielzeugmuseum, Albrecht-Dürer-Haus, Kaiserburg, Hans-Sachs-Brunnen (der Künstler hatte eindeutig was genommen, als er den kreierte!), Altstadtensemble, Unschlitthaus, Henkersteg, Hauptplatz, Nürnberger Parteitagsgelände, Bratwürste ohne Ende, sehr leckere Schäufele im Raubritter und ein von einer im gleichen Restaurant speisenden Reisegruppe bestellter Minnesänger, der uns kurzerhand adoptierte, in der Hoffnung, seine Einkünfte zu steigern, Apple Crumble, ein Dürerhotel, in dem die Betten zwar ungewohnt weich und das Personal fränkisch rustikal sich gaben, zum Übernachten aber eine sehr schön zentral gelegene Herberge mit echt empfehlenswertem Frühstück es ist.
Die Stadtrundfahrt haben wir nicht machen können, der Bus war schon voll, aber dann wären wir vermutlich nicht rein ins Dokumentationszentrum auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände.
Es ist gar nichts aufregend Neues, was es dort zu sehen gibt. Alles ist schon Mal berichtet, geschildert, dokumentiert, und hier in aller Sachlichkeit nüchtern präsentiert.
Trotzdem sollten Schüler heutzutage mal da hin fahren, wenn es mal wieder einen Wandertag zu bestücken gilt. So weit ist Nürnberg wirklich nicht ... ... ... wenn nicht gerade Stau ist und die Anfahrt 4 Stunden dauert statt 2,5.
Das Germanische Nationalmuseum lehnte Schwager schließlich ab, er meinte, germanische Überbleibsel habe er schon genug gesehen, ebenso erging es dem Stadtmuseum zur Nürnberger Geschichte.

Alles ungeplant und in schönster Harmonie mit Schwestern und Schwager ...

Es ist jetzt nicht so, dass ich in Zukunft meine Wochenenden mit Städtereisen verbringen werde ... so weit geht der Enthusiasmus dann doch nicht, aber es war doch ein unerwartet nettes Wochenende.
Besonders, da es mitten in einen 14-tägigen Urlaub eingebettet sich fand. Genug Zeit also, sich vorher darauf einzustellen und nachher einen Ausklang zu finden ... ... ...

Donnerstag, September 29, 2016

Täglich grüßt das Hundetier ...

... eigentlich nicht wirklich überraschend.

Der Hund ist noch da.

Ich bin noch da.

Der Große hat seine Wochenendheimfahrerei an den Nagel gehängt, ab dem 04. Oktober ist er Student in München.

Der Kleine ist bis Ende Mai in den USA.

Männe ist nicht da.

Summiert sich zu dem, was ich von Beginn an versuchte, zu vermeiden.

Jedenfalls hab ich jetzt Bewegung.

Jeden Abend ab um 9 Uhr ... vorher ist ausgeschlossen, da sind noch Leute auf der Straße und im Weinberg unterwegs und der Hund ist groß, schwarz und kräftig ...

Dienstag, September 27, 2016

wenn man ein Frage stellt ...

Ini schreibt und ich erschrecke mich ...

"Die Entdeckung der Langsamkeit" ... eines meiner Lieblingsbücher ...

und dass ich eine Serie nochmal haben kann ... und nochmal ... und dann nochmal ... jeden Abend eine andere geht gar nicht ... so eine Serie hat es in meiner Welt schon alleine deshalb schwer, weil sie am Anfang neu ist ... unweigerlich ... also muss sie irgendeinen Eyecatcher haben (ja, das ist ein Wort aus dem Duden, ich habs gecheckt (und auch das ist ein Wort aus dem Duden)), der mich davon abhält, den Knopf zu drücken, der den nächsten Sender, das nächste Video oder die nächste Internetseite vorlegt ... "alles kann nichts muss" ist für Filme und Serien alleine deshalb schon in den allermeisten Fällen ein Todesurteil, weil meine Aufmerksamkeitsspanne bei ungefähr 0,3 Sekunden liegt - so lange dauert zappen nämlich ...

Aber wehe, so eine Serie hat es mal geschafft, dass ich die gucken möchte ... irgendwann geben die DVDs auf ... die können schließlich einfach nicht mehr ... und im Grunde hat erst dann die nächste Serie überhaupt wieder eine Chance ...

Freitag, September 23, 2016

Am Telefon

Es ist ja schon eine Weile her, dass mir etwas Bemerkenswertes am Telefon wiederfuhr, heute war es mal wieder so weit:

Ich rief #Firma an, der, den ich zu sprechen gewillt gewesen war, war nicht inda house, weshalb ich eine Notiz hinterlegt wissen wollte, auf dass er mich würde zurück rufen können.

Die Guteste da in der Leitung fragte also:

Guteste: "Wie ist denn Ihr Name"

ich: "Name" *hier steht natütlich nicht der Name, sondern ein Platzhalter ... kopfschüttel*

Guteste: "Wie?"

ich (wiederholend): "Name, mit "W" wie Wilhelm"

Guteste: "Können Sie das buchstabieren?"

ich (schnell, ich kenne ja den Namen, die Buchstaben, die Reihenfolge und ich hab das schon sooo oft buchstabiert, weil mich nie jemand versteht): "W ... a ... *usw. bis zum Ende*"

Guteste (hat mich nicht verstanden, sagt, was sie verstanden hat, irgendwie ist sie das Ende in einer langen Reihe Stille Post): "Fremdling?"

ich (geduldig): "Nein, "W" wie Wilhelm, "A" wie Anton" ... ... ...

Guteste (unterbrechend): ""B" wie Berta?"

ich: *KopfaufTisch*

Montag, September 19, 2016

Vorratsspeicherung

Vor nicht allzu langer Zeit wurde die dringende Empfehlung ausgesprochen, Vorräte zu besorgen und sicher zu verwahren. Daraufhin betrachtete ich, was vorhanden war, und dachte so bei mir: "'ne Woche schaffst Du damit!" Und anschließend: "Du könntest was aufstocken ... ".

Dabei ist es bis jetzt geblieben und aus den Schlagzeilen ist das Thema ja auch raus ...

Samstag, September 17, 2016

normalerweise

Normalerweise kenne ich das Buch, bevor ich den Film sehe und zuallermeist finde ich das Buch besser als den Film.

Dieses eine Mal freue ich mich wie Bolle, dass ich von dem Buch nicht mal wusste, als ich über die Serie stolperte. Und dabei fand ich die ersten Folgen laangweeiillliiiiggg! Ich hatte die komplette Serie schon abgehakt wegen ist nichts für meiner Mutter Tochter.
Da es sich aber auch meines Vaters Tochter handelt, die in diesen Dingen via Internet schon mal einen IQ von 80 bescheinigt bekam, weil aufgeben einfach nicht drin ist, dachte ich, ich könnte ja zwischendurch wegdösen ...

Mann!

Hab ich mich geirrt!

Sonntag, September 04, 2016

noch so eine Theorie

die globale Erwärmung verursacht in good old Deutschland keine Dürren und Wüsten, da die Deutschen als brave Erdenbürger die Energiewende schon fast geschafft haben ...

kam heute tatsächlich so zur Sprache ... mit Ironie halt ...

Samstag, September 03, 2016

Verwirrung

Wir haben den 3. September und es ist im Laden weit und breit  nicht ein Weihnachtutensil zu sehen ... Spekulatius auch nicht ... sollten sich Führungspersonen im Handel tatsächlich daran stören, dass es draußen immer noch 30°C hat?

Samstag, August 27, 2016

Skurrile Theorien sind ja meins ...


Sowas wie

- Ist die Entdeckung, dass Kultur erhalten netter ist, als Kultur zerstören, das Ende der Überlebensfähigkeit einer Gesellschaft?

- Ist die Schaffung von Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung der Anfang von Chaos, da das Ziel, es einfach nur besser zu haben, überlagert wird durch das "Wie?"

- Ist das Durchsetzen von Toleranz der Anfang von Fundamentalismus, da Menschen schwer ertragen, dass die, die außer den Nächsten auch noch da sind, ebenfalls sein dürfen?

Freitag, August 26, 2016

Im Spiegel ...

... steht ein Artikel über ein Buch des Herrn ... naja ... nicht wirklich über das Buch, eher über die Menschen, die dieses Buch des Herrn für ihre Zwecke nutzen wollen.

Auf dem Plakat, das das Buch in Großaufnahme zeigt, sind natütlich auch einige erklärende Worte gedruckt, so heißt es ganz oben: "Der edle Koran auf deutsch"  (als alte Oberlehrerin muss ich an dieser Stelle anmerken, dass seit der Rechtschreibreform "deutsch" in dieser Satzart groß geschrieben wird, aber das ist nicht das Thema), darunter ist ein Foto des Objekts, das beworben wird, als schickes Halbportrait und darunter ist ein Text, der den Sachverhalt weiter erläutert.

Dieser Text ließ mich stutzen:

- Ausschließliche Verwendung von Kapitalen
- zweifache Verwendung von Ausrufezeichen
- Befehlsform

Ich soll also was machen, schloss ich daraus.

Also las ich.

Und da stand: LIES!

Ich las es englisch.

...

...

...

Offensichtlich hat die deutsche Werbung mit ihren oft genug unverständlich bleibenden, englischen Schlagworten Wirkung getan ... und nun walke ich hin und her, ob diese Doppeldeutigkeit im Sinne der Erfinder war ... ob das ein Freud´scher Ausrutscher war, ob der Werbefritze hintersinnig gedacht hat oder ob er im Gegenteil beabsichtigte, dass der Gedanke zum Weiterdenken animiert.

Jedenfalls ist das mit dem Koran und LIES! so eine Sache ...


Donnerstag, August 25, 2016

Bloggeburtstag

10 Jahre ... so lange gibt es diesen Blog schon ... diese"s" Blog?

Wer hätte das gedacht, damals als diese Seite eröffnet wurde. Die Mengen an Einträgen nahmen ab über die Jahre, doch es lebt ... und das ist auch gut so ... ... ...

Zufällig feiere ich heute auch noch einen eigenen Geburtstag ... darf man überhaupt sagen, dass ich runde? Happy Birthday to me!

Samstag, August 20, 2016

Das war noch nix ...

keine Weihnachtssachen weit und breit zu sehen ... noch gar keine ...

Schulanfang, Grillzutaten, Restposten an Sommerklamotten ... Reschpekt!

Warten wir mal das kommende WE ab ... es dreut einfach von überall her ... ich muss Euch sagen: Es wird weihnachten sehr ...

Dafür hab ich gepackt ... maximal 20 Kilo dürfen es werden ... nur die Wäsche muss noch fertig trocken werden ... schwierig ohne Trockner und bei Regen ...

Heute Abend *gespanntbin*

Letzten Samstag hab ich ein Foto der Aktionsfläche im Laden meines Vertrauens gemacht.

Dieser Laden wird jede Woche von mir heimgesucht, da hab ich mich dann mal dazu überreden können, durch Knipsen mit Blitz aufzufallen.

Jedenfalls bin ich super gespannt, ob ich mit der Voraussage Recht behalte, dass heute schon die Weihnachtsschmakazien dort stehen werden ... zurzeit würde ich jede Wette halten ...


Freitag, August 12, 2016

Kindergeburtstag

Gestern hatte der Große Geburtstag und war nicht zum ersten Mal berufsbedingt nicht zuhause.

Da er aber unweigerlich wochenends oft genug hier aufschlägt, war das Geschenk natütlich trotzdem vorbereitet.

Er wünschte sich Geld und dachte sich nichts dabei und auch nicht darüber nach, dass die Mutter nachfragte, ob er wirklich cold hard cash wünschte und dass sie ab und zu mal surft ... im Internet ... und dass sie dort auf Ideen kommt ... ... ...

Er hat es dann bekommen ...

Cold! Hard! Cash!



Donnerstag, August 11, 2016

Überhört

Ein Ausschnitt aus einer nebenher gehörten Unterhaltung, die wirklich so passierte:

Gestern war Vollmond und der Mond war ganz rot ...

... ... ... War das nicht die Sonne?

Nein, es war der Mond! Den erkennt man ja!

Samstag, August 06, 2016

was tun mit all der freien Zeit

Kinder werden groß - was im Grunde genommen ja das Ziel dieser ganzen Brutpflege ist.

Sie sollen es besser haben - und besser machen - als ihre Altvorderen, wobei ich mir habe sagen lassen, dass man an den Enkeln ablesen kann, ob man seine Kinder richtig - also wohl im eigenen Sinen - erzogen hat ...

Jetzt müssen die lieben Kleinen, die dann gar nicht mehr so klein sind, nur noch selbst einsehen, dass sie ein gelungenes Projekt ergeben sollten ... und sich im Anschluss an diesen Erwartungen orientieren ... heißt: Kinder, tut, was ich Euch gesagt habe! ...

Ab heute bin ich raus ... der direkte Zugriff ist mir entzogen, es folgen die indirekte Einflussnahme, die subtile Beeinflussung und der unbemerkte Einfluss ... ... ... YESS!!!

Was bringt mich zu dieser Einschätzung!

Der Große ist seit nunmehr 2 Jahren aus der Schule raus, nach einem Jahr Selbstfindung hat er seinen Beruf ausgesucht und ist in der Tat fern der Heimat daran, dass aus ihm was wird. Dabei lässt er nicht außer Acht, dass hier eine funktionsfähige Waschmaschine steht und er ab und zu frische Wäsche braucht, was eine Art Wochenendheimfahrer aus ihm macht, wenn er es nicht gerade vorzieht, in Hermannsburg durch den Matsch zu rennen, in Barcelona eine Stadtrundfahrt samt Stranderkundung einzuschieben, im Tannheimer Tal durch die Berge zu wandern oder ähnliche Fisimatenten zu erleben.
*Was für ein deutscher Satz.
Fisimatenten ist so ein Wort, das meine Nachkommenschaft nicht mehr kennt.
Reisenecessaire übrigens auch nicht.*

Dem Kleinen hat die Reise mit der evangelischen Jugengruppe letztes Jahr in den Sommerferien so gut gefallen, dass er dieses Jahr wieder mitfahren wollte. Es geht nach Griechenland ... der Peleponnes ist aber auch ein schönes Fleckchen Erde!
Und da seine Freundin ebenfalls dabei ist, war er zuletzt im Rahmen seiner eher unspektakulären Art regelrecht überschwänglich begeistert bis zum heutigen Tag der Abreise.
Gut, dass ich ebenfalls eher wenig dazu neige, mir über ungelegte Eier Sorgen zu machen, sonst erlebte ich vermutlich bereits seit mehreren Wochen panische Zustände, da er in Kürze für fast ein Jahr in die USA verreisen soll, die Fernreise nach Griechenland genau den Zeitraum abdeckt, in dem die Abflugzeiten avisiert sind, noch kein OK der Austauschorganisation hinsichtlich einer Familie, die ihn aufnehmen möchte, vorliegt und falls dieses dann kommt, in allerkürzester Zeit eine Rückreise von besagtem Peleponnes - auf dem es meines Wissens keinen brauchbaren Flughafen gibt - nach Deutschland und das Packen für einen längerfristigen Auslandsaufenthalt organisiert werden will ... ... ... wenigstens das Visum ist schon da - zur Beruhigung ... ... ...

Genug der Panik ... wenden wir uns dem eigentlich Hintergrund meines heutigen Eintrags zu:

Ich habe jetzt erst Mal 3 Wochen frei ... abgesehen von den gelegentlichen Unterbrechungen an den Wochenenden, die aber für mich nicht planbar und daher irrelevant sind und dann kann ich für sooo lange Zeit die Füße hoch legen und mich nur mit mir selbst beschäftigen ...

Wenigstens einen Tag lang darf ich diesen Egoismus in vollen Zügen genießen!

Montag, August 01, 2016

Es gab was ...

... zu feiern.

So ein runder Geburtstag, zu dem sich die meisten Verwandten treffen, hat was.

Alle Jahre wieder gibt es einen Grund, sich zu versammeln, am Wochenende war es der 60ste der Mutter.

Samstag hin fahren, am Abend ein bisschen zusammen sitzen und lecker speisen von den kalten Platten, übernachten, am Sonntag zum Mittagessen weiter speisen, weiters Verwandte in Gespräche verwickeln und selbst von Bekannten und Verwandten in Gespräche verwickelt werden, sich dann wieder auf den Heimweg machen ... frühers hab ich das besser weg gesteckt ... Gut, das der Urlaub für heute eingereicht war.

Kann man wieder machen ...

Freitag, Juli 01, 2016

Beim Blättern


Beim Blättern stolperte ich über diesen Eintrag.



Das ist ne Weile her und ich habe mich damals halb ein bisschen geirrt, das muss ich eingestehen ... die Mehrwertsteuer ist seit 2007 nicht erhöht worden und in Rheinland-Pfalz gibt es ein Stück Lehrmittelfreiheit - die Bücher können für wenig Geld ausgeliehen werden ...


Und der Herr Westerwelle ist zwischenzeitlich verstorben ... da war er aber schon länger kein Außenminister mehr ...

Dienstag, Juni 21, 2016

Wenn einer eine Reise tut Tag 1

Es ist schon länger her, dass ich das letzte Mal über Nacht verreist war ... es gab da mal eine Geschichte über eine Familie, die einen Urlaub plante, die war nur ganz leicht übertrieben ...

Zuletzt konnte ich es aber nicht mehr verhindern, der Große bestand auf einen Trip nach Dresden, ihn zum Kursabschluss zu besuchen - er ist doch Kind, das ab und zu noch gestreichelt werden will ... und das mit solchem Enthusiasmus, dass er sich um eine nächtliche Bleibe kümmerte, so dass ich mich nur noch um eine Tasche für eine Nacht für den Kleinen und mich sorgen musste und darum, vor Sonnenuntergang in Dresden aufzuschlagen.

Durchschnittlichem Sonnenuntergang ... zurzeit ist die Sonne um halb 11 Uhr nachts noch in der Lage, einen Sonnenuntergang raus zu zögern, manchmal auch mit spektakulären Lichtverhältnissen unter einem wolkenverhangenen Himmel.



Um halb 11 Uhr in der Nacht ist die Ankunftszeit der Pension allerdings offiziell abgelaufen, laut Homepage soll sich der Gast bis spätestens um 18:00 Uhr vor Ort eingefunden haben.
Voraussetzung dafür ist lediglich, dass man rechtzeitig davon kommt, dass alle benötigten Utensilien sowie alle Mitreisenden eingesammelt und im Auto verstaut und die Fahrzeiten vorausschauend eingeplant wurden.

Sehr schwierige Unterfangen das sind, alles und jedes hat einfach seinen eigenen Kopf.
Einen Kurztrip trotz Urlaub ins Büro sagte ich dann noch unvermittelt ab, da hatte ich schlicht keine Nerven für. Nicht, dass nicht Zeit gewesen wäre ... wie sinnieren die Rolling Stones doch so passend über mother's little helper ... der aber dann doch nicht zum Einsatz kam ... ich wollte schließlich noch fahren ... selbst ...

Der Kleine durfte seinen Sport-Unterricht am Nachmittag ausfallen lassen, für den Kurztrip über die nächsten zwei Tage war er beurlaubt, es konnte also zu einer einigermaßen vernünftigen Zeit los gehen und druff uff die Autobahn ... Im Ausland gibt es immer noch das Gerücht, man könne auf deutschen Autobahnen so schnell fahren, wie man wolle ... leider ist ein Schild, auf dem die Geschwindigkeitsbeschränkung durchgestrichen steht, keine Garantie dafür, dass sich nicht Millionen anderer Autofahrer ebenfalls in den Kopf gesetzt haben, über die Autobahnen weit entfernt liegende Ziele zu erreichen, und so fielen wir schon nach 10 Minuten Fahrzeit in den ersten Stau ein ... oder ... rücksichtsvoll dem Fahrstil angepasst ausgedrückt: wir stellten uns hinten an ...

Im Westen nichts Neues ... die Autobahnen sind für den Massenansturm an Fahrzeugen nicht großzügig genug ausgelegt, die zweispurigen Straßen in Hessen machen mich jedesmal verrückt! Zum Glück ging es in Richtung Osten, just hinter der ehemaligen Grenze ist die Straße sofort dreispurig und dazu nur mit der Hälfte an Konkurrenten belegt ...

Hier wäre im Kontext die richtige Stelle im Text, darüber zu sinnieren, warum zwischen Herleshausen und Eisenach immer noch eine Grenze im Sinn ist ... die Welt sieht in Hessen einfach anders aus als in Thüringen ... wobei sich in den letzten 10 Jahren rechts und links der A4 in Thüringen sehr subtil was verändert hat ... sei's drum, wir mussten ja weiter ...

Dann interessierten die die Geschwindigkeit begrenzenden Schilder auch nicht mehr - bis zu 170 zeigte der Tacho ... leider nicht genug, um die im Stau verbrachte Zeit gänzlich wieder aufzuholen ... 18:00 Uhr war auf jeden Fall illusorisch - das war es eigentlich schon bei der Abfahrt gewesen aber "pschschscht!" und wozu gibt es Handys ... kurz angerufen, Bescheid gesagt und die Sache war geritzt ... und 19:00 Uhr war jetzt auch nicht sooo lange drüber ... die deutsche Herren-Fußball-Nationalmannschaft schoss ohnehin immer daneben, so dass es auch nicht schlimm war, die Radio-Übertragung zu unterbrechen, das Zimmer zu beziehen und den Fernseher einzuschalten ... nix verpasst ... es passierte auch nichts mehr ... toremäßig betrachtet. Hin und her schoben sie sich den Ball bis zum Ende der Partie ...

Nachdem das Spiel geschafft war, konnte der Große den Kleinen und mich dann abholen für einen kurzen Ausflug an die Stelle, an der das Event am nächsten Tag stattfinden sollte ... kleine Parkgebühren! ... Zwinger von außen ... süper-Hamburger ... sommerlicher Abend ganz ohne Regen ... sehr nett!


Sonntag, Juni 19, 2016

Das Missverständnis der eingesparten Zeit

Laut McKinsey verbringen Vertriebsmitarbeiter 8 Stunden pro Woche damit, Informationen zu beschaffen. Wenn man gezielt Vertriebstechnologien einsetzt, um so die Zeit für Recherche zu halbieren, könnten 3,2 Millionen Vertriebsmitarbeiter in Deutschland genug Zeit sparen, um an einem einzigen Tag das gesamte Münchener Oktoberfest aufzubauen ...

Was ist das denn für ein Schmarrn?

Ich verlasse mich auf "Vertriebstechnologien" um zu vermeiden, mich von Link zu Link zu hangeln und tiefer und tiefer in eine Materie einzutauchen und mehr und mehr zu verstehen?

Ich überlasse einer "Vertriebstechnologie" die Entscheidung, welche Informationen für mich relevant sind, um einen Zusammenhang zu verstehen?

Ich nutze die Zeit, die mir für das Gesamtverständnis meiner Tätigkeit genommen wird, um einen Zirkus vorzubereiten, für den mir jedes Verständnis fehlt und an dem ich auf gar keinen Fall partizipieren möchte? Zu Gunsten McKinseys unterstelle ich mal, dass das Münchener Oktoberfest lediglich als Platzhalter steht. Als Platzhalter dafür, dass die Vorbereitung einer Sause sinnvoller ist, als sich mit meiner Arbeit zu beschäftigen. Und das ist nicht günstig gemeint ...

McKinsey ... irgendwie ein namenloses Konstrukt mit wirren Gedankengängen einer verquasten Idee der Selbst- und Fremdoptimierung. Geradezu eine Dependance der Organisation der grauen Herren.

Montag, Mai 16, 2016

Die Heizung ist wieder an ... wo bleibt eigentlich diese globale Erderwärmung?

Das geht hin und her ... im Winter hat es Temperaturen und im Sommer hat es dieselben Temperaturen  ... Weder für Winter noch für Sommer ist das richtig ...

Sonntag, Januar 31, 2016

was so passieren kann ...

Wenn das Kind da ist, muss einem wieder einfallen, dass man doch diesen Kragen näher untersuchen wollte. Sonst ist das Wochenende schon wieder rum und das Kind wieder gen Arbeit entfleucht und der Pelz nicht mehr greifbar.


Dafür hab ich ein Essay verfasst. So eine Art Gedichtinterpretation anhand eines Zitates.
Beim Durchlesen fand ich meine Schreibe sehr wenig leserlich ... jetzt nicht nur wegen der Handschrift, das auch, ich habe keine leserliche Schnellschreibhandschrift, sondern vor allem, weil Sohn den Text hinterher vorlas und ich ihm und meinen Gedankengängen öfter nicht folgen konnte.


Offensichtlich schreibe ich so verquer und altmodisch, dass beim Lesen nicht klar ist, wie die Sätze aufgebaut sind. Es rutschen einfach zu viele erläuternde Nebensätze in die Satzbauten, so dass es für ein Hirn, das nur noch in SMSen denkt, nicht mehr möglich ist, diese Nebensätze während des Lesens sinnvoll zu betonen, und damit den Sinn des Satzes - laut geäußert - zu vermitteln.


Überhaupt fand der große Sohn meine in aller Eile geschriebenen, und anhand von Text- und Zitatstellen aus dem Internet belegten Äußerungen zum Text, zu sehr von seiner eigenen Meinung abweichend und überhaupt zu weit links rüber gerutscht.
Ich sollte meine Meinung doch mal überdenken und ein wenig konservativer argumentieren.


Da ging ich in mich und entschied: Nö. Ich bin über 40, ich darf linke Gedanken hegen, wenn ich diese für richtig erachte.

Samstag, Januar 23, 2016

und dann kam ein Sams...tag

Eis wohin man schaute.

Schule am Samstag ist von sich aus schon nicht einladend, doch wenn dazu noch der Fall kommt, dass Muttern sich persönlich heftig lang legt, weil die Schuhsohlen auf der überall vor der Haustür liegenden Eisbahn schon beim ersten Schritt darauf keinen Halt finden, dann wird aus der Einladung eines zur Anwesenheit verpflichteten Schülers eine von dessen Mutter höflich und telefonisch formulierte Absage.
Das Auto stand komplett überfroren vor der Tür, hätte also zuerst mittels Eispickel oder Föhn freigelegt werden müssen, der Weg zur nächsten geräumten Straße hätte ohne Frage mitsamt dem Vehikel an einer Hauswand geendet und ob ein Zug fuhr, zu dem besagter Schüler auf Händen und Füßen die recht steil hinunter führende Straße hätte durchrutschen müssen, habe ich nicht via Internet geprüft.

Sohn durfte wieder ins Bett und ich hatte keinen Fahrdienst.


Am Nachmittag hatten die Temperaturen des Bodens die Temperaturen der Luft eingeholt und der Termin, der meinen Jüngsten für ein Jahr ins Ausland bringen soll, hat nun doch statt gefunden. Angekündigt war er für 2 Stunden, doch der junge Mann, der da erschienen war, um uns kennen zu lernen und ein bisschen was über die Abläufe einer solchen, einjährigen Ausnahmesituation zu schildern, wusste nichts zu berichten, was ich nicht vorher schon gekannt hätte.
Immerhin waren in meiner familieninternen Generation schon Scharen von Schwestern und Cousinen ins Ausland gereist und in der Söhne- und- Töchter-Generation machten fast alle diese Erfahrung, auch mein Großer vor 5 Jahren.

Ich hoffe, dass mein Kleiner sich dann doch noch mit dem Gedanken anfreundet, dass er sich für ein Jahr von Schule, Klassenkollegen, Freunden und vor allem von seiner Freundin verabschieden soll.
Das macht ihm noch am meisten Kummer ... und mir damit auch.
 

Sonntag, Januar 17, 2016

Jacken im Winter

Mein Großer kam gestern aufgekratzt aus Wien zurück. Vom Ball.
Wien und seine Bälle. Und seine Sehenswürdigkeiten, Stadtrundfahrten und überhaupt und so.
Kind ist jedenfalls auf den Geschmack gekommen und möchte sich zu einem Tanzkurs anmelden.

Wenn doch die Kinder mal hören würden, wenn sie in der 9. oder 10. Klasse sind. Tanzkurse sind nicht auf alle Ewigkeit peinlich, manchmal hat man später sogar etwas davon.

Aber darüber wollte ich gar nicht schreiben.

Er kaufte sich in Wien neue Winterkleidung, der Große.

Seine Wellenstein-Jacke ist schon hoch betagt, wenn man den heutigen Wechselmoden glauben will - Oktober 2008 bis Januar 2016 - das Ding hat schon direkt methusalemische Züge. Aber dennoch weder Loch noch Knoddeln am Stöffsche. Wenn man das gegenrechnet, dann hat diese Winterjacke 11,25 Euro pro Jahr gekostet - nicht jedes Jahr Abfall produziert und ordentlich ausgesehen, wenn man denn auf klassische Schnitte steht.

Es lebe die Nachhaltigkeit!

Die neue Jacke hat einen Pelzbesatz. So ein Ding, das hoffentlich in allernächster Zukunft wieder aus der Mode verschwinden wird.

Offensichtlich ist Peta mit Werbung gegen Pelz so lange auf die Nerven gegangen, bis das Modevolk den Porsche-Spleen entwickelte und sich gesagt hat: "PH! Und dreimal PH! Ist mir doch egal, was in Pelzfarmen passiert, ich mach was gegen den Trend und die Vernunft. Ich fahre jetzt mal ein dickeres Auto, als ich es tatsächlich brauche ... halt ... das war nicht das Thema, den Cajenn, den hab ich ja erst noch im Blick, ich mach's mir mal ne Nummer kleiner und weil ich ja eigentlich gegen Pelz um die Wampe bin, weil das ja nicht tierfreundlich wäre, hänge ich mir nen Pelzbesatz um die Schultern und um das dumme Gesicht, nenne das Webpelz und finde mich toll.

Ich hab mal geguckt, ob das Tier, das da für diese Jacke sein Dasein beendete, Tier oder Polyester hieß. Einen gewebten Untergrund konnte ich nicht ausmachen, Haut aber auch nicht.
Wenn der Große nächstes Wochenende kommt, werd ich mal ein Streichholz dran halten und dann schnuppern.

Ansonsten sollte der Kleine heute seinen ersten Schritt in die USA tun. Leider ist der Kontaktmensch zum Treffen nicht aufgetaucht ... was kein gutes Licht auf die Austauschorganisation wirft.
Ich hoffe, wir waren an richtiger Stelle - es wäre doch blöd, wenn der Fehler bei uns gelegen hätte.


Samstag, Januar 09, 2016

Köln und seine Geschichte

In Bulgarien scheinen die Geschehnisse auf dem Roten Platz in Köln ein Beweis dafür zu sein, dass sich die nach Deutschland drängenden Eindringlinge als Eroberer und Sieger die Grenzen stürmen. (Wie stürmt man eigentlich Grenzen?)
Und alle Armeen verüben immer sexuelle Gewalt in eroberten Gebieten.

Leider kann ich Bulgarisch weder lesen noch verstehen, daher hoffe ich mal, dass die Übersetzung im Stern auch sinngemäß dem entspricht, was der Autor des bulgarischen Artikels gemeint hatte, als der Redakteur diesen zur Veröffentlichung frei gab.

Was wirklich in Köln los war, kann ich nicht beurteilen, ich war nicht dort und offensichtlich ist die Berichterstattung der Zeitungen und Fernsehsender darüber mindestens ebenso lückenhaft wie die Mitteilungen von Verantwortlichen, die mehr Überblick haben sollten.

Trotzdem finde ich es merkwürdig, so einen Zusammenhang zwischen Einwanderern und marodierenden Truppen herzustellen

Diese Assoziation, die sich aus dem Artikel ergibt, dass eine Eroberung des Abendlandes durch Muselmanien nun doch noch stattfindet, nachdem die Türken zuletzt vor Wien doch noch gestoppt worden waren - die finde ich mindestens fragwürdig ... ... ...

Dienstag, Januar 05, 2016

Wenn ein Zug nicht mehr fährt ...

... macht man daraus eine Meldung.


In Norddeutschland fuhr ein Zug nicht, wohl wegen vereister Oberleitungen. Fahrgäste saßen um die 20 Stunden im beheizten Zug fest und kamen erst mit eintägiger Verspätung am Ziel an.


Der Nahe Osten implodiert, die Europäische Union löst sich auf und in Norddeutschland sind etwa 600 Fahrgäste, darunter 30 Kinder und auch Diabetiker, dem Winter - und vor allem der Bahn - anheim gefallen ... ... ... wohl versorgt vom DRK.







Freitag, Januar 01, 2016

Happy New Year

In guter, eingeenglischter und in aller Form wünsche ich allen Menschen und Internet-Bewohnern da draußen ein wirklich gutes Jahr 2016!


Vielleicht, dass die Schreibblockade in diesem Jahr weniger wird.
Ich würde es mir halt wünschen, nicht vorsätzen.
Es ist wirklich zu blöd, wenn einem viele Texte durch den Kopf gehen, wenn man zum Beispiel gedankenverloren im Bett liegt oder vor dem Herd steht, und später am Rechner ist davon nichts mehr greif- und in die Tasten bringbar.
Oder der Augenblicksmoment ist rum und der Text lässt sich wegen abgehakt nicht mehr tippen.


Und jetzt darf jeder denken, ich solle mich nicht so anstellen. "Nicht können" heißt nicht in jedem Fall "nicht wollen". Nur die Enge, die daraus entsteht, die ist einerseits mühsam, andererseits ein Gerüst, damit aufrechtes Laufen überhaupt möglich ist.




Hach ... das Alter ... je älter man wird, umso mehr spricht man über die Malaisen und Wehchen, über die Arztbesuche und Einschläge in der näheren oder ferneren Bekannt- und Verwandtschaft.


Meinen Stock man mir gebe!

Dienstag, Dezember 29, 2015

man sollte sowas nicht tun

Test in Zeitschriften sind seltsam und man sollte einen großen Bogen um sie machen.


Mach ich leider nicht, die sind doch immer wieder amüsant.


Heute im Stern gab es einen Fragebogen, mit dem herausgefunden werden sollte, was der ideale Beruf für mich wäre und heraus kam ... ... ... TATAAA:







Ich muss mich also nicht umorientieren im neuen Jahr!

Donnerstag, Dezember 24, 2015

Weihnachten und ein Ende

Heilig Abend


Rechtzeitig aufstehen - sehr wichtig, das Tagwerk steht vor einem und wedelt mit Händen und Füßen.


Anziehen - überaus wichtig, man sollte nicht im Schlafanzug vor die Tür stiefeln, das macht sich nicht gut im Dorfklatsch - oder  - eigentlich macht es sich gut ... es kommt auf den Standpunkt an ... ... ...


Den Inhalt des Portemonnaies überprüfen - essentiell wichtig, an der Kasse stehen und einen roten Kopf kriegen sieht nicht gut aus, von keinem Standpunkt.


Aus der Tür gehen und ins Auto einsteigen - unabdingbar, aufn´s Dorf kommt man zu Fuß nicht weit.
Das Auto muss nur noch anspringen ... Check!

In den Laden eintauchen, die Bestellung nennen und sich wundern, dass nicht mehr persönlich kassiert wird, sondern dass dafür ein einarmiger Bandit im Laden aufgestellt wurde.
Die bisherigen Erfahrungen zeigen offenbar, dass Geld doch schmutzig ist, dass aus hygienischen Gründen keine Scheine und Münzen mehr über die Theke geschoben werden, als Bedingung dafür, dass man das Bestellte ausgehändigt bekommt, nun muss ein Stück Papier, das hoffentlich vor dem Ausdruck in Bleiche gelegen hat und somit bakterienfrei ausgeworfen wird, mit den Fingern, die vorher das Geld angefasst, da in den Automaten bugsiert haben, aus dem Automat entnommen und der wartenden Dame auf der anderen Seite der Theke überreicht werden ... ... ...
Die spinnen, die Germanen!

Eine bestellte Gans samt 30 Wiener Würstchen abholen - das ist lange nicht so viel, wie es sich liest, die Würstchen stellten sich als etwas kleiner heraus, als ich sie mir vorgestellt hatte. 30 durch 8 Personen ergibt wieviel? Egal ... muss reichen ...

Zuhause alles im Kühlschrank unterbringen - so ein amerikanisches Teil (ohne Eisbereiter in der Tür) hat manchmal tatsächlich Vorteile!


Kartoffeln aufsetzen, kochen tun die von alleine - was für ein Glück.
Abgießen, aus dem Topf nehmen - abkühlen tun die auch von alleine. Nur pellen geht noch nicht einfach so, doch dafür kann ich ja den Kleinen herbei rufen ... mehrfach, dann ist er hilfsbereit.
Zur Gänze auskühlen ist wiederum selbsttätig im Programm der Kartoffeln, schneiden tun sie sich nicht, dabei hilft ein Eierschneider.
Ich brauche dringend eine neue Küchenmaschine. Das verloren gegangene Schneidzubehör fehlt ungeheuer, und für eine über 20 Jahre alte Küchenmaschine mag ich kein Zubehör nachkaufen.
Soße dazu, mischen - fertig ist der Kartoffelsalat.
Die Scheiben sehen ein wenig dick aus ...


Tisch decken beginnen, da schlägt schon Mütterchen mit Töchterchen samt Bruder und Freundin bei uns auf.
Offensichtlich funktioniert die Kommunikation zwischen Männe und Mütterchen nicht, wieso sonst bringt die ihr eigenes Essen mit, wenn ich alles vorbereitet habe?
Ich hab das dann im Kühlschrank deponiert, denn an Heilig Abend gibt es Würstchen mit Kartoffelsalat. Für alle. Es ist genug da ...

Wenn man davon absieht, dass Männe sich verdrückte und dann beleidigt war, dass er nicht von denen, die wartend auf dem ganzen Tisch herum geguckt hatten, hinten rum an denselben gehoben worden war, sondern dass die sich einfach mit- und untereinander unterhalten und amüsiert haben, war es ein netter Abend mit Essen - ich glaube, es wurden alle satt - mit Gedichte vortragen - Töchterchen und Freundin sind noch so jung, dass man sie mit relativ wenig Aufwand dazu überreden kann, ein Gedicht vorzutragen, allein, sie wussten keins auswendig, nur eines, das mit Weihnachten nichts zu tun hat - trompeten wurde von meinem Großen komplett abgelehnt - dafür bezahlt man dem Kerl 14 Jahre lang die Musikschule - aber ich klage ja nicht - nur so leise vor mich hin - der Kleine sagt ja nie was und dann zauberte ich ein per Post wie ein Himmelsgeschenk eingeflogenes Büchlein aus dem Hut und jeder rund um den Tisch suchte sich eines der Gedichte aus und trug es auch laut vor - Mein Großer war besonders schlau, er wählte einen der Einzeiler, die ein neues Kapitel einleiten - mit Geschenke eröffnen undanschließend die Gebrauchsanweisungen und Nutbarkeiten studieren und ausprobieren ...

Nicht ganz das, was ich unter einem Familienfest verstehe - Drittfamilien gehören nur bedingt dazu, soweit geht meine Patchwork-Affinität dann doch nicht - aber unter den gegebenen Umständen waren wir alle sehr nett zueinander ...



Mittwoch, Dezember 23, 2015

Einen Tag vor Heilig Abend

Es ist vollbracht. Fast.

21. Dezember
Der erste Teil der buckligen Verwandtschaft bekam ihren Anteil an Weihnachtspost am Postschalter abgegeben. Und der Baum wurde erstanden, nachdem das am vergangenen Samstag zu sehr verschwätzt worden war.

22. Dezember
die letzten Karten wurden geschrieben bis auf eine und ein Päckchen ist noch da, von dem ich nicht weiß, wie es verpackt werden soll. Bis morgen wird mir da schon noch was einfallen.

23. Dezember
Der gestrigen Post fehlte es noch an Postleitzahlen und ganzen Adressen, deshalb wurde sie nach dem spätabendlichen Anruf bei Schwesterlein, welches immer alles weiß, erst heute zum Postschalter befördert (dieses "befördert" entspricht übrigens meiner Vorstellung der Anwendung dieses Verbs) - die letzten Jahre wurde die Hoffnung, die mit den späten Sendungen einher ging, nicht enttäuscht und auch dieses Jahr steht Weihnachten halt einfach wie immer so plötzlich vor der Tür.

Letzte Einkäufe ließen sich nicht vermeiden, immerhin machen die Läden nach Weihnachten nie wieder auf, und wenn man dann noch jemand Bekanntes im Laden trifft, dann dauert so ein Einkauf auch mal ein paar mehr Stunden, als vorgesehen, aber HA! Im Urlaub habe ich Zeit!
Auch dafür, dass der Baum doch noch vor dem Fest aufgebaut und geschmückt wurde.
Den Großen brachte ich dazu, dass er den Stamm des Baumes in den Fuß einpassen wollte ... alle Jahre wieder ein mittelgroßes Drama, da für dieses einmaligen Fall im Jahr kein neues Werkzeug angeschafft wurde, wird und werden wird.
Und ausgerechnet dann, wenn ich mich nicht damit rum plagen möchte, passt der Stamm ohne Zutun in den Fuß rein ... ... ...


Wo sind eigentlich die letzten 23 Tage hin?

Morgen kommt Besuch. Mütterchen und Töchterchen schlagen hier auf. Ich bin hoch begeistert - aber da Weihnachten ist, wollen wir mal nicht so sein.
Die Bestellung der Wiener Würstchen wurde jedenfalls rechtzeitig aufgestockt.

Sonntag, Dezember 20, 2015

Vierter Advent


Ist eigentlich wirklich Vorweihnachtszeit? 13° Celsius ... in der vierten Adventswoche! Vielleicht ist die Menschheit doch ein paar Mal zu oft um den Block gefahren ... oder es ist einfach eine Fortsetzung der Klimaerwärmung seit der Kleinen Eiszeit ...
Völlig egal ... Der Planet erholt sich irgendwann vom Mensch.

18. Dezember
Die ersten Kollegen verabschiedeten sich in den Weihnachtsurlaub

19. Dezember
Und doch ein Verwandtenbesuch.
Letzte Woche hatte ich den noch geschoben, wenigstens um eine Woche, doch das Cousinerle lässt sich nicht so leicht abwimmeln.
Also hin - pünktlich zum Mittagessen, nicht ohne vorher noch den Tank zu befüllen, um überhaupt anzukommen und im Blumenladen ein adventliches Gesteck zu erstehen, um nicht mit leeren Händen vor der Tür zu stehen. Man hat schließlich Kinderstube genossen. Zu High Noon am Samstag vor Weihnachten halte ich das nur unter andauernder, gemurmelter Eigenmotivation durch ... Too! Many! People!.
Zu Mittag gab es Pfannkuchen mit Schnittlauch (mjam!!!), dazu leider Pilzpfanne (örks!!!).
Der Kinderstube wegen ließ ich mir auftun - und ja, es gab den obligatorischen Omaschlag (nochmal örks!).
Ich mag einfach keine Pilze. Eingeladenerweis kann ich das aber nicht äußern und sooo schlimm schmeckten sie dann auch nicht. Wenig pilzig. Ich überlegte, ob ein weniger intensiver Geschmackssinn auch Auswirkungen darauf hat, dass die Konsistenz von Pilzen als weniger gruselig empfunden wird oder ob einfach geht, was muss.
Anschließend wanderten alle gemeinsam auf den Weihnachtsmarkt (Mutterns Adventskalender sagt "Weihnachtsmarkt!" und ich sage: "Check!"), welcher ausgezeichnet funktioniert nach einem Becher Glühwein und später gab es noch ein bisschen Schwätzen ... ich brach schließlich so spät wieder auf, dass das mit dem Weihnachtsbaum auf Montag zu verschieben war ... es musste ja auch der Pegel so weit runter sein, dass sich das mit dem Auto fahren nicht zum Problem auswüchse ...
die letzten zu verteilenden Gaben besorgten sich fast von allein, die müssen nun nur noch eingetütet  und dem Versand zugeführt werden ...

20. Dezember
Erneut ließen sich die Plätzchen nicht vermeiden, neue Sorten mochte ich nur nicht mehr ausprobieren.
Die von letzter Woche waren lecker, also wurden diese erneut zubereitet.

Samstag, Dezember 19, 2015

Du sollst doch nicht ...

Persönlichkeitstest bei der Bunte ...

"Sie haben das Karma eines echten Stars. Es könnte sein, dass dies auf Leistungen in Ihren bisherigen Leben zurückzuführen ist. Sie sind hier, um bemerkt und geliebt und bewundert zu werden. Das heißt aber auch, dass Sie dafür da sind, Verantwortung zu übernehmen. Nutzen Sie das, um gutes zu tun, denn Ihr Karma-Status ist vor allem dazu da, erfolgreich und verantwortlich zu handeln."

Sonntag, Dezember 13, 2015

Dritter Advent

7. Dezember
Den Kollegen haben die Weihnachtsplätzchen auch gut geschmeckt.

8. Dezember
Wie konnte das denn passieren? Die erste Weihnachtspost ist fertig geschrieben, eingetütet und versandfertig. Nur die Marke muss noch drauf.

10. Dezember
Der Kleine wichtelt übermorgen in der Schule, ein Kino-Gutschein geht immer

11. Dezember
Die Weihnachtspost vom Dienstag ist dann doch noch in die Post gelangt, nachdem eine Briefmarke im Post-Shop erworben werden konnte ...

12. Dezember
Weihnachtsfeier im Tae Kwon Do-Verein
Samstags ist das immer ein bisschen unglücklich, kollidiert das doch mit meinem ungeliebten - und je älter ich werde - immer unumstößlicheren, fixen Einkaufstag der Woche, daher schickte ich die Männer mit dem zubereiteten Nudelsalat vor.
Dass das Ganze dadurch, dass der Kleine einfach nicht pünktlich sein kann, völlig aus dem Ruder geriet und der totale Stress um sich griff, konnte ich nicht wirklich voraussehen ... was tatsächlich Schönrederei ist. Es war von vorn herein glasklar, dass das so kommt.
Als ich dann später dazu stieß, weil ein Elter bei sowas einfach dabei ist, war das Buffet schon leer gefegt, aber die Stimmung war gut. Nicht zuletzt deshalb, weil ich den Kleinen alleine bei seiner Weihnachtsfeier fand.

13. Dezember
Zwei Sorten Weihnachtsplätzchen - Nussmakronen und Ausstecher, die immer noch keine Ausstecher sind, sondern gefüllte Täschchen und die einfach nur soft und lecker und nicht so süß und so weiter und so weiter sind ...

Samstag, Dezember 12, 2015

Deutschland zieht also wieder in den Krieg.

Als ob daraus jemals etwas Gutes entstanden wäre.

Alleine das Paradoxon, dass erst mal drauf geschlagen werden muss, damit Frieden einkehrt, ist unerklärlich.
Und dann, wenn eine Seite aufgegeben hat, manifestieren aufwändige Denkmäler deutlich, dass "so etwas" nie wieder passieren darf.


Sonntag, Dezember 06, 2015

Ohweh!

Es ist schon der 2. Advent!

Hiermit wird nachgereicht:

Mitte November:
Die Adventskalender sind sicher im Haus. Hoffentlich bleiben sie sicher, nicht dass das Hundetier sie zwischendurch frisst.

27. November:
Weihnachten ist eingeläutet! Die alljährliche Cousinenpost ist da.

28. November:
Muttern hat auch einen eigenen Adventskalender. Einen ganz ohne Aufgaben, außer der, täglich eine Kerze zu öffnen.
Lieben, herzlichen Dank an M*!

29. November:

Die erste Sorte Plätzchen ist fertiggebacken, Variation von Ausstechern.
Ich hasse Ausstecher, daher besitze ich kein Wellholz und die Ausstecher wurden zu kleinen Fladen gedrückt, mit Sauerkirschmarmelade bestrichen und mit Streuseln bestreut. Sehr lecker!

1. Dezember:
Der Kleine backt im und mit dem Jugendkeis, dazu wurde ihm das Rezept auf dem Küchentresen hinterlassen, den Teig musste er anhand seiner am Sonntag erlangten Erfahrungen selbst mixen ... das scheint er gut hinbekommen zu haben, jedenfalls berichtete er, die Plätzchen hätten kaum aus dem Herd kein weiteres Tageslicht mehr gesehen.

2. Dezember
Nun wird also eine Gans bei uns auf dem Tisch zu liegen kommen.
Der Große möchte keine Orangenfüllung. Und dabei liebe ich Orangenfüllung! Mit Kumquats und Physalis!
Und so wird es heuer die altbewährte Apfelfüllung mit Pflaumen geben. Die mag ich nicht. Aber ich werde keinen Majoran, Estragon oder Thymian dazu geben, diese Gewürze kamen mir bisher nichts ins Haus und werden es auch zukünftig nicht tun.
Apfelsaft dürfte einen Versuch wert sein. Dann schmeckt dieser Nachfahre der Dinosaurier ein bisschen fruchtig. Und da mir niemand bei der Zubereitung zur Hand gehen wird ... *händereibenundhexischlachentu*

5. Dezember
Weihnachtlicher Abschlussball des Kleinen im Kurhaus.
Ja - mein Kind meldete sich freiwillig und völlig selbsttätig beim Tanzkurs an. Eine Freundin hat durchaus positiven Einfluss ...
Nächstens brachten wir besagte Freundin dann nach dem Fest zu ihrem Heim, dort wurde ihr aber nicht geöffnet und einen Schlüssel trug sie nicht bei sich ... kurzerhand wurde sie also wieder ins Auto geladen und sie übernachtete in meinem unaufgeräumten Haushalt.
Alles Notwendige ließ sich irgendwie auftreiben.

6. Dezember
Nikolausi
Der Inhalt der Stiefel war schon vorab vereinnahmt worden,  dicke Haussocken und Mützen sind immer wieder beliebte Gaben, da beides vom Verschwinden ein Lied singen kann.
Nochmal kaufen hat aber zu warten, bis das Verschwinden erneut beklagt werden muss, so lange tun es normale Socken und Unterwäsche auch. Genauso praktisch, nur die Begeisterung ist merklich zurückhaltender.
Freundin musste sich mit Schokolade, Nuss und Mandarinen begnügen ... ... ... sie war doch nicht eingeplant ... ... ... dafür entzückte das Nikolausfrühstück mit sich biegenden Tischen und der Mittag ging rum mit Nussmakronen backen und Lebkuchenhaus zusammenbauen samt dekorieren.

Samstag, Oktober 31, 2015

und wieder

Heute ging ich also erneut nicht in die Kirche, dem Martin Luther und der von ihm ausgelösten Reformation zu gedenken.


Statt dessen wurde gestern ein Kürbis geshanghait, der tut jetzt Dienst vor der Haustür.
Und er wurde vorher nur ganz wenig behandelt ...





Sonntag, Oktober 04, 2015

zur Feier des Tages

Vor 26 Jahren ist mir glatt was entgangen.

Da war dieses Ding damals, das anschließend als "Mauerfall" in die Gechichte einging, wahlweise auch als "einzige unblutige Revolution in Deutschland" - was bei mir immer die Frage aufwirft, ab wann ein Deutschland in der Gechichte überhaupt auftauchte. Nach dem von wichtigen Leuten torpedierten ersten Versuch Immer schon ein wenig dem Größenwahn zugeneigt, nannten die Entscheidungsträger 1871 das Gebilde, das nach ihrem Ermessen einen Kaiser brauchte, nach dem Römischen Reich - also Deutsches Reich. Relativ einfach ist das Datum zu merken, an dem das los ging, am 1. Januar geht das schließlich immer los, das mit den guten Vorsätzen. Gehalten hat sich das nicht so richtig lange, dann war der Kaiser Gechichte und - gechichtlich gesehen - wenig später auch das Reich.

War das auch schon Deutschland? Abgesehen davon, dass dieser Nationalstaat heutzutage in Wirklichkeit unter anderem Namen firmiert, was aber dadurch, dass die von meiner Seite der Grenze aus gesehene andere Hälfte der Deutschen vor nun 26 Jahren keine Lust mehr auf Stacheldraht und Betonwände hatte, Makulatur wurde, spricht keine Sau mehr von der Bundesrepublik Deutschland.

Heute las ich einen Artikel darüber, dass die westliche Seite des Eisernen Vorhangs gar nicht gewonnen hat, sondern dass sich die Bewohner der östlichen Seite vollkommen unbemerkt durchgesetzt haben.

Die Überwachung hat sich in Gesamtdeutschland verbreitet, der grüne Rechtsabbiegepfeil ebenso, Kitas für alle sind inzwischen ein Recht für alle, außer bei dem störrischen Bergvolk, das lieber die Herdprämie bezahlt, als die Kitas einzurichten, ein ehemaliges Mitglied der FdJ ist die mächtigste, bekannt drahtziehende Frau in Deutschland - und so lange Hillary nicht Präsidentin ist, wird sie es wohl auch in der Welt sein - und Berlin ist Hauptstadt.

Jedenfalls fuhr ich am 11.11.1989 nach einem Verwandtenbesuch auf der wenig befahrenen B456 in Richtung Süden und wunderte mich , dass so viele Trabants mit unterwegs waren.
Ein Zugang zu einem Fernseher war nur eingeschränkt möglich, ein Autoradio hatte ich zu dem Zeitpunkt nicht und so entging mir glatt, dass in Berlin eine Mauer gefallen war und meine Zukunft sich radikal geändert hatte.

Es war ein sehr schönes Wochenende, ich kann mich aber nicht daran erinnern, ob wir diesen weitreichend wirksamen Punkt an diesen beiden Tagen irgendwie thematisiert haben.

Vielleicht half ja auch die schulische Unterrichtung im östlicheren Niedersachsen - mit einer Erdkundelehrerin, die dafür sorgte, dass ihre Schüler sich auch im noch östlicheren Mitteldeutschland auskannten, und die unterschwellig immer mit klingen ließ, dass die Zonengrenze ein vorübergehender Zustand sein würde.

Dienstag, August 25, 2015

Jubelt

Der einzige Post im August, auf den es ankommt, ist nun also ein Blog-Geburtstagspost. Wer hätte das gedacht.




Wieder ein Jahr älter.




Die Jahre vergehen schneller. Oder es kommt mir nur so vor. Kaum ist Sommer, muss die Heizung doch wieder eingeschaltet und die Türen geschlossen gehalten werden.


Ein Stein muss noch aus dem Weg, dringend ... ...


und ansonsten muss man schon froh sein, wenn man jeden Tag aufstehen kann ... ... ...

Sonntag, August 16, 2015

Sonntag, August 09, 2015

Sonntag, August 02, 2015

Veränderungen

Das kleine Kind hat nun also eine Freundin.




Kommt der aus Holland zurück, wo er mit der Jugendgruppe der evangelischen Kirche hingeschickt wurde, damit er ordentlich untergebracht und in den Ferien nicht zu gelangweilt und daher unberechenbar wird - und danach geht er plötzlich freiwillig Altersgenossen besuchen ... ... ... und eben jene Altersgenossin ... ... ...




Er ist mir ja nun schon seit Wochen über den Kopf gewachsen, kräftemäßig sowieso - dann gewöhn ich mich sicher auch dran, dass er sich verguckt hat ... ... ... ganz sicher ... ... ... vom Großen ist mir das nur so nicht bekannt ... ... ...

Samstag, Juni 27, 2015

BJS ...

"Mama arbeitet" hat eine Petition vom Zaun gebrochen - die verpflichtende Teilnahme an den Bundesjugendspielen soll abgeschafft werden ...

Darüber gerate ich mal wieder ins Grübeln.

Zu meiner Zeit gab es - so meine ich jedenfalls - 2-jährlich eine Sportveranstaltung, die als Bundesjugendspiele verkauft wurde. Ich kann mich an Jahre erinnern, als die Urkunden vom Klassenlehrer oder vom Sportlehrer verteilt wurden, aber auch an Jahre, als die Besten - die mit den Ehrenurkunden - sie öffentlich - vor allen anderen Schülern und von diesen lautstark bejubelt - in der Aula erhielten.

Wegen weniger Punkten gab es in meiner Erinnerung kein Mobbing. Ich war nicht die, die zuerst in eine Mannschaft gewählt worden wäre, entsprechend war auch mein Abschneiden bei den Bundesjugendspielen, doch eine Kritik der Mitspieler oder Lehrer fürchtete ich nie.
Auch nicht, wenn ich mit dem Schlagball eine Weite von 8 Metern erreichte. Später mochte ich das Kugelstoßen mehr, das glückte überraschend gut.

Es war einfach ein großes Spiel für alle.

In der Grundschule meines Kleinen gab es zwei Bundesjugendspiele. Sein Freund hier aus der Straße wurde einmal Jahrgangsbester - ein Supertalent in Sachen Sport! - der Kleine selbst erhielt eine Teilnahmeurkunde, die natürlich mit den Mitschülern verglichen wurde und so stellte er fest, dass er die geringste Punktzahl in seiner Klasse hatte.
Selbst sein unsportlicher Freund oben vom Berg hatte mehr.

Von Stund an stand er gar nicht mehr auf Sport; ohnehin vorher schon ein delikates Thema.
Kinderturnen, Schwimmen, Leichtathletik, Karate, Fußball, Tischtennis. Nichts hatten wir unversucht gelassen, doch sobald sein Körper meldete, dass er warm zu werden gedächte, da er eine körperliche Anstrengung feststellte, waren Ehrgeiz oder auch nur der Versuch des Erreichens eines Ziels deutlich unverständliche Fremdworte.

Mein Kind hielt sich lieber mit dem Verschlingen von Büchern auf, was auch mal eine Lehrerin in Sorge versetzte, da er mit Vorliebe Bücher von R. L. Stine um sich scharte und sich auch mit der Wissenschaft der Vampire und der Fledermäuse beschäftigte ... ... ... aber das ist eine andere Geschichte.

Jedenfalls war er bei den nächsten Bundesjugendspielen krank, ließ sich gerade noch überreden, beim Tae Kwon Do zu bleiben, nutzte die ihm gegebene Zeit, um richtig Spaß daran zu entwickeln und hat inzwischen den Roten Gürtel.

Ich bin für eine freiwillige Teilnahme bei den Bundesjugendspielen.
Die, die daran Spaß haben, sollen ihn doch haben - die anderen sollen einfach nicht mehr krank gemeldet werden müssen.

Wobei ich dringend eine Änderung der Regularien vorschlagen möchte:

Anscheinend ist es so, dass immer 20% der Mitmacher eine Ehrenurkunde erhalten, 50% erhalten eine Siegerurkunde und es sind immer 30%, die Teilnehmerurkunden erhalten.

Wieso hat es nichts mit selbst erreichten Leistungen zu tun, welche Urkunde ich bekomme?
Wieso ist meine Leistung im Vergleich mit den anderen zu werten?

30% einer Klasse gehören von vornherein nicht zu den Guten, sie haben selbst keine Chance, das zu verändern. Besser in der Bewertung werden sie nur, wenn jemand anders weniger abliefert ... ... ...

Das erinnert mich irgendwie an die Aufforderung einer Schulleitung an eine Lehrerin, die mal durch die Presse ging ... Die Lehrerin müsse in ihrer Klasse auch Schüler haben, die eine Note schlechter als 3 hätten. Das gehöre sich einfach so ... ... ...

Ich glaube, ich bin dafür, die Bundesjugendspiele in der jetzt existierenden Form abzuschaffen ...

Samstag, Juni 13, 2015

wichtig und nichtig

In Südkorea geht epidemisch die aus Saudi-Arabien eingeschleppte Pest um. Dort heißt sie "Mers"- erinnert mich irgendwie an "Sars", beides sagt mir ohne goggeln nichts, außer, dass darüber in der Zeitung gelesen werden kann - und es sind wohl 140 Menschen mit dem Erreger infiziert. So steht es in der Zeitung.
14 Menschen sind gestorben. Traurig für jedes einzelne Menschenleben und auch noch ein Fall für unterkühlte Statistik.

Interessehalber hab ich nach der Lektüre dieses Artikels bei der WHO gesucht und diesen Link gefunden. Seit langem wird die jährliche Zahl an Malariatoten anscheinend kleiner, 2013 starben nach Angaben der WHO geschätzt 584 000 Menschen (zwischen 367 000 und 755 000 - wo kommt eine Schwankung von + oder - 30% her?) nach einer Malariaerkrankung.




Das sind wohl etwa 30% weniger als im Jahr 2000.

"Mers" soll wohl das Sommerloch füllen? Rein statistisch gesehen ...

Donnerstag, Juni 04, 2015

Man muss sie einfach schützen ...

schützen vor dem Bösen ... vor dem bösen Volk ... vor dem bösen, bösen Volk


Im Schloss findet der G7-Gipfel statt. Dort finden sich genau 7 gar wichtige, hohe Tiere samt Entourage ein und die fast so hohen Tiere des kleinen, listigen Bergvolks haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese wirklich extrem wichtigen, hohen Tiere vor dem bösen Rest des kleinen, listigen Bergvolks und des dieses Bergvolk umgebenden, sonstigen Pöbels zu schützen.


Es geht schließlich nicht an, dass das regierte Volk seine Meinung kund tut und schon gar nicht, dass es das Aug in Auge mit denen tut, die es regieren ...


19.000 Polizisten sind anscheinend in und um und um Garmisch-Partenkirchen herum im Einsatz ... das deutsche Volk ist doch ein böses Volk ... davor muss die Welt einfach geschützt werden!


Ich bin dafür, dass die wichtigste Frau der Welt das nächste Mal- und das übernächste und danach auch immer - darauf verzichtet, Gastgeberin dieser Elite-Veranstaltung zu sein ...